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Montag, 5. April 2021

Bücher im April: Der Monat-für-Monat Book Tag von Elena Tardy


Ich finde diese Aktion vom Booktube-Kanal Elena Tardy >> sehr gelungen und habe ja schon im März mitgemacht >>. Ehrensache, dass ich auch im April wieder mit dabei bin!




1. Wie der April zu seinem Namen kam, ist nicht genau bekannt. Da die ersten Monate im Jahr nach Göttern benannt sind, war es vielleicht die „schaumgeborene“ Aphrodite, die dem April seinen Namen gab. Andere Thesen vermuten die Namensgebung vom lateinischen Wort „aperire“, öffnen“. Zeige ein Buch, bei dem du nicht mehr weißt, von wem du es bekommen hast oder wann du es gekauft hast.


Oh, das ist aber ganz schön schwierig... Das weiß ich nämlich bei den allermeisten Büchern schon noch sehr genau. Dann interpretiere ich es anders, ich zeige ein Buch, das ich auf einem Flohmarkt ergattert habe >> und von dem ich deshalb nicht weiß, wer es vor mir gelesen hat: "Karneval der Toten" von Martha Grimes * >> Das Buch ist Teil 19 der Inspektor-Jury-Reihe. Die ersten Bücher der Inspektor-Jury-Reihe habe ich sehr gern gelesen, aber dann irgendwann aufgehört - irgendwie war mir die Geschichte dann zu konstruiert.

 

2. Die Tulpe ist die Blume des Frühlings. Der Name leitet sich vom Wort „Turban“ ab und diesen schmückten die Osmanen mit Tulpen. Im 16 Jahrhundert wurden in der Türkei unter Sultan Suleiman prächtige Tulpenfeste gefeiert. Der Botaniker Crusius brachte die Tulpe und damit den Tulpenwahn nach Holland.
a) Hast du ein Buch, dass in Holland spielt?


Jau, hab ich - "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton * >>  spielt in Amsterdam. Ist auch noch gar nicht sooo lange her, dass ich das gelesen habe - hier geht es zur Rezension >> Wobei Holland nur ein Teil der Niederlande ist und ich mir jetzt gar nicht so 100% sicher bin, dass Amsterdam dazu gehört? *sucht*  Ja, Glück gehabt - Amsterdam ist die größte Stadt der Provinz Nord-Holland >>


b) Zeige ein Buch, in dem es um Tulpen geht.  (Es darf auch dasselbe Buch für beide Fragen gezeigt werden ;))

Das habe ich noch nicht gelesen - steht aber noch auf der Liste: "Tulpenfieber" von Deborah Moggach * >>  In meinem ersten "Holland"-Buch kommen noch keine Tulpen vor, nur Gewürze und Zucker.


3. „Jemanden in den April schicken“ ist eine Redewendung, die auch heute noch am 1. April Anwendung in einem mehr oder weniger derben Aprilscherz findet. Hast du jemals einen Aprilscherz gemacht, wenn ja, welcher? Hast du ein Buch, dessen Titel eine Redewendung ist oder einen Teil einer Redewendung beinhaltet bzw. umformuliert wurde?

Klar hab ich schon Aprilscherze gemacht, aber eher die harmloseren, kindischen - sowas wie "Guck mal, da ist ein Schaf in unserem Garten!" (das war übrigens tatsächlich mal der Fall, vom Nachbarn ausgebüxt...- das war aber im Juni, nicht im April...

Und Redewendung? Da gibt's viele - z.B. "Gegensätze ziehen sich aus" von Kerstin Gier * >>, ein Teil der Mütter-Mafia-Serie, die ich sehr empfehlen kann, wenn Du was locker-flockig-leichtes lesen möchtest.


4. Im April findet Ostern statt, das sich für viele mittlerweile zu einem echten Familienfest entwickelt hat. Zeige ein Buch, das eine Familiensaga ist oder wo eine Familie im Mittelpunkt steht.

Das ist einfach, ich bin ja ein großer Fan von Familiengeschichten! Ich nehme jetzt mal bewußt nicht "Die Geschichte der Baltimores" * >> oder "Das Flüstern der Bäume" * >>, obwohl ich die vor Kurzem gelesen habe und sie mir auch gut gefallen haben. Aber  die werden schon genug "ge-hypt", also suche ich mir mal was unbekannteres... Wie wäre es mit "Der letzte Sommer" von Phillip Rock * >>, das ist Teil 1 der Abingdon-Hall-Trilogie und spielt kurz vor dem 1. Weltkrieg in England. Ist schon ein bissle her, dass ich das gelesen habe - hat mir damals aber gut gefallen >>


5. April Geborene sind Abenteurer, Pioniere und Entdecker. Es sind Menschen, die nach Herausforderungen suchen. Zeige eine Biografie oder einen autobiografischen Roman.

Auch das ist einfach- ich bin ja ein sehr großer Fan von Biografien und habe hier auch schon mal einen Blogpost dazu geschrieben >>. Das war im Januar 2018, also nehme ich jetzt mal ein Buch, das ich danach gelesen habe... Oh, ich weiß: "Born a Crime" von Trevor Noah * >> - das war eines meiner Jahreshighlights in 2018 >> Wenn Du halbwegs fit in Englisch bist, höre unbedingt das englische Hörbuch, gelesen vom Autor selber. Vermutlich haben sie keinen Sprecher gefunden, der soviele afrikanische Sprachen spricht... ;-) Aber als Moderator ist Trevor ja durchaus qualifiziert und liest das supertoll.


6. Am 23. März ist Welttag des Buches. Dieser Tag wird u.a. von Organisationen, wie der Stiftung Lesen genutzt, um die Freude am Lesen zu vermitteln. Es finden viele Veranstaltungen und Bücher-Schenkungen statt. Zeige eins deiner allerersten Bücher, das du gelesen hast.

Das war "Der Glückliche Löwe" von Louise Fatio * >>, den habe ich mir aus der Bücherei ausgeliehen und war stolz wie Bolle, dass ich den "selber" lesen konnte - da war ich 6 oder 7, in der ersten Klasse also, und "eigentlich" konnten wir noch keine Druckschrift, sondern nur Schreibschrift lesen...


7. Die Natur zeigt uns viel Farbe und Bewegung in diesem Monat. Der April steht auch für Entfaltung. Ausprobieren ist angesagt! In welchem Genre bzw. von welchem Autor hast du noch nie gelesen und würdest es gerne ausprobieren?

Hm - die Genres, die ich nicht oder selten lese, reizen mich auch nicht - Horror z.B. ist nicht wirklich was für mich und ein großer Fantasy-Fan bin ich auch nicht, das gleiche gilt für New Adult. Aber eher klassische Titel würde ich gerne mehr lesen - auf meinem Zettel für dieses Jahr steht noch John Steinbecks "Früchte des Zorns"* >>


8. Der April hat 30 Tage. Zeige das 30. Buch aus deinem vierten Bücherregal aus dem vierten Bord. Stehen dort nicht so viele Bücher, zähle im Kreis. Hast du kein viertes Bücherregal, dann nimm das erste Regal.

Da wähle ich wieder die Goodreads-Variante -  das 30te Buch im 4ten "Regal" in der Kategorie "Read" ist "Die Prophetin" von Barbara Wood * >>


Fun-Frage: „April, April, der macht, was er will!“ Hast du ein Buch, in dem das Wetter verrückt spielt oder es eine besondere Wetterlage herrscht?

Naja, ich weiß nicht mehr genau, ob das Wetter auch verrückt spielt - aber die Meeres-Lebewesen tun das in "Der Schwarm" von Frank Schätzing * >> auf alle Fälle! Ich habe es damals als Hörbuch gehört - da bekommst Du wirklich viel Hörbuch fürs Geld!


So, jetzt Du:
Wie hättest Du die Fragen beantwortet?
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Dienstag, 7. Juli 2020

Rezension: Laufen. Essen. Schlafen. von Christine Thürmer

Eigentlich ist das hier ja durchaus auch als Blog über Wandern gedacht, auch wenn ich in letzter Zeit eher wenig "Wander-Content" >> veröffentlicht habe. Aber dieses Hörbuch gab mir Gelegenheit, gleich mehrere Leidenschaften zu verbinden, nämlich die für Biografien >> , für Hörbücher >> und fürs Wandern. Das Hörbuch hatte ich schon länger auf meinem "Merkzettel", und mir hat es auch ziemlich gut gefallen, trotz der eher gemischten Rezensionen bei Audible...


Bibliografische Daten:

Laufen. Essen. Schlafen.: Eine Frau, drei Trails und 12700 Kilometer Wildnis von Christine Thürmer * >>


Spieldauer: 8 Stunden und 23 Minuten
Sprecherin: Barbara Stoll
Herder-Verlag, ungekürzte Ausgabe
ASIN B01M3YOY8144


Klappentext:


Nichts deutet in ihrer Jugend darauf hin, dass Christine Thürmer einmal zu einem der meistgewanderten Menschen weltweit werden würde: In Sport ist sie die absolute Niete, und Wandern findet sie blöd. Stattdessen legt sie eine Bilderbuchkarriere hin und ist mit 39 Jahren Geschäftsführerin eines mittelständischen Betriebes - nur um mit 40 alles aufzugeben: den schicken Firmenwagen, die Sekretärin, sogar den festen Wohnsitz. Stattdessen geht sie 12.700 Kilometer zu Fuß und lebt draußen im Zelt. Zwischen 2004 und 2008 läuft sie dreimal von Mexiko nach Kanada auf dem Pacific Crest Trail (4277 Kilometer), dem Continental Divide Trail (4900 Kilometer) und dem Appalachian Trail (3508 Kilometer). Für diese Leistung wird sie mit dem Triple Crown Award ausgezeichnet, den nur bekommt, wer alle drei Trails bewältigt hat.


Über Christine Thürmer:


Christine Thürmer, 1967 in Forchheim geboren, machte nach ihrem Studium Karriere als Managerin. Nach einer unfreiwilligen Berufspause 2004 hängte sie 2007 ihren Job endgültig an den Nagel und wurde - wie sie selbst sagt - zum „Outdoor-Junkie“: Sie ist acht Jahre unterwegs gewesen und hat insgesamt 33 000 Kilometer zu Fuß, 30 000 Kilometer mit dem Fahrrad und 6500 Kilometer mit dem Boot zurückgelegt. Sie schläft auf ihren Reisen überwiegend im Zelt, mit dabei hat sie nur sechs Kilo Gepäck. Christine Thürmer - unter Outdoorfans bekannt als German Tourist - gehört zu den meistgewanderten Menschen weltweit und wurde auch mit dem Triple Crown Award ausgezeichnet.


Über die Sprecherin, Barbara Stoll:


Barbara Stoll, geboren am 10.11.1961, aufgewachsen in Überlingen am Bodensee, studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Sie ist seit 1982 Sprecherin des SWR und seit 1995 als freie Schauspielerin und Regisseurin tätig. Ebenfalls seit 1995 ist sie die Senderstimme von Arte. 


Und, wie hat es mir gefallen?


Wie schon erwähnt: Ich fand's gut, ich kann mich den Kritikern vom großen A... nicht anschließen. Es wird da häufig bemängelt, dass Frau Thürmer ihre logistische Expertise auch bei der Planung ihrer Weitwanderung anwendet - da kann ich aber nu nix Verwerfliches daran finden.

Ich muss allerdings zugeben, dass die erste Wanderbeschreibung, das ist der Pacific Crest Trail, am Unterhaltsamsten ist und dass beim CDT auch für meinen Geschmack ein bissle viel Zeit für die Beschreibung des seltsamen Verhaltens ihres Wanderpartners draufgeht.

Der Apalachian Trail wird dann noch kürzer abgehandelt, aber ich fand es insgesamt sehr unterhaltsam. Wer das Buch als eine Art Vorbereitung für einen der drei Trails liest, wird aber vermutlich enttäuscht sein - die gibt es dann wohl eher in diesem Buch der Autorin, das aber erst im Mai 2020 erschienen ist * >>

Ich habe das Buch aber eher als biografischen Bericht gehört und fand es interessant, die amerikanischen Trails einmal aus der Perspektive einer Deutschen zu hören. Die Sprecherin macht ihren Job sehr ordentlich und routiniert und ich finde es gut, dass Frau Thürmer den Sprecherjob einem Profi überlassen hat. 

Ich werde sicher auch ihr zweites Buch "Wandern. Radeln. Paddeln" * >> noch lesen und vergebe für dieses Hörbuch 4,5 von 5 Sternen - einen halben Stern Abzug gibt es dafür, dass die letzten beiden Trails gen Ende ein bissle lieblos erzählt sind. Mir hat ihr Buch aber besser gefallen als "Der Grosse Trip von Cheryl Strayed * >>, über das ich hier schon einmal kurz berichtet habe >>


So, jetzt Du:
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Dienstag, 6. August 2019

Rezension: Leben wird aus Mut gemacht von Anika Landsteiner

Das e-Book wurde mir vom Verlag kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Bibliografische Daten:

Leben wird aus Mut gemacht * >>
von Anika Landsteiner

288 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442178258




Klappentext:


Eine Freundschaft in sieben Abenteuern. Es gibt Menschen, die das Leben zerdenken, und andere, die sich mit Schwung ins Abenteuer stürzen. Obwohl Anika Landsteiner viel in der Welt herumgekommen ist und eigentlich zur zweiten Gruppe gehört, trägt sie eine Liste mit außergewöhnlichen Wünschen in sich, für die ihr der Mut fehlt. Als Emma, eine 84-jährige Frau, Anika spontan ihr bewegtes Leben erzählt, ist sie so beeindruckt, dass der Moment gekommen ist.Wohin führt eine Reise allein mit dem eigenen Vater? Was passiert, wenn man als Ehrenamt eine Brieffreundschaft mit einem zum Tode verurteilen Menschen führt? Wie lernt man in einem indischen Ashram zu schweigen und zu meditieren?


Über Anika Landsteiner:


Anika Landsteiner absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Schauspielerin mit Bühnenreife und hat sich nach vier Jahren Berufserfahrung gegen das Spielen und für das Schreiben entschieden. Zwei Jahre leitete sie das Münchner Stadtmagazin MUCBOOK, mittlerweile arbeitet sie als freie Autorin und Journalistin. Landsteiner hostet den Podcast "ÜberFrauen", in dem sie mit weiblichen Gästen über verschiedene Themen spricht.


Und, wie hat es mir gefallen?


Doch, nicht schlecht. Ich bin ja ein großer Fan von Biografien >> und Lebensberichten jedweder Art, deshalb habe ich das Buch erst als Rezi-Exemplar angefordert, denn Frau Landsteiners andere Bücher * >> kannte ich nicht.

Die Idee des Buches, sich quasi mit den "Abenteuern" vom Leben einer anderen Frau inspirieren zu lassen, fand ich interessant. Die "Abenteurer" fand ich dann unterschiedlich interessant: Ahnenforschung, der Briefwechsel mit dem Häftling, die Konfrontation mit dem 18jährigen ich - das fand ich ganz spannend, auch die gemeinsame Reise mit ihrem Vater.

Der Social-Media-Unplugg-Trip zum Burning Man Festival oder der Schweigetrip nach Indien waren jetzt nicht so meins. Insgesamt habe ich mich in Frau Landsteiner nicht so recht "wiedergefunden", denn sie ist ca. 20 Jahre jünger als ich und damit definitiv eine andere Generation mit anderen Erfahrungen.

Ein bissle schade fand ich, dass Emma aus meiner Sicht so ein wenig auf die "Stichwortgeberin" reduziert wird, von ihrer Geschichte hätte ich durchaus gern noch mehr erfahren.

Ingesamt aber ein recht nettes Buch, ich vergebe solide 3,5 von 5 Sternen. Mehr von Frau Landsteiner muss ich aber eher nicht lesen.


So, jetzt Du:
Hast Du in letzter Zeit biografisch geprägte Bücher gelesen?
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Dienstag, 30. April 2019

Rezension: Ein Coffee To Go in Togo

Ich mag ja sehr gerne Biografien >> und Reiseberichte, also habe ich mein Audible-Guthaben>> in dieses Hörbuch über eine Fahrradreise durch Afrika investiert. Hat mir recht gut gefallen!.

Bibliografische Daten:


Ein Coffee to go in Togo: Ein Fahrrad, 26 Länder und jede Menge Kaffee von Markus Maria Weber * >>


464 Seiten, CONBOOK Verlag
ISBN-10: 3958891381



Klappentext:


Eines Tages wirft der Unternehmensberater Markus Weber seine heile Welt über den Haufen und stürzt sich Hals über Kopf in ein Abenteuer. Er setzt sich auf sein Fahrrad und fährt los – durch 26 Länder, bis nach Togo. Seine Reise führt ihn durch verlassene osteuropäische Dörfer und über zermürbende Sandpisten in Westafrika. Er fährt per Anhalter durch die Sahara, radelt durch den unerschlossenen guineischen Regenwald und schmuggelt sich in Liberia über geschlossene Grenzübergänge. Alles, um zwei Fragen zu beantworten: Wer bin ich? Und: Gibt es eigentlich Coffee to go in Togo? Ein wahnwitziges Reiseabenteuer zwischen Aufbruchlaune, Selbstfindung und ungewöhnlichen Begegnungen auf 14.037 Radkilometern.


Über Markus Maria Weber:


Markus Maria Weber, geboren 1981 in Freiburg im Breisgau, hat sieben Jahre für eine der weltweit größten Unternehmensberatungen gearbeitet. Nach zu vielen Nächten in fremden Bürotürmen und Hotelbetten, nahm der damals 31-jährige Manager eine Auszeit und fuhr mit dem Fahrrad nach Togo.


Und, wie hat es mir gefallen?


Sehr interessant! Der Autor startet völlig unbedarft und ohne jede Erfahrung mit längeren Radreisen. Zum "Warmradeln" nimmt er sich erstmal den Donau-Radweg vor, und vom Schwarzen Meer fährt er dann über Südeuropa nach Spanien, von da geht es nach Marokko und dann durch Westafrika, bis er schließlich tatsächlich in Togo ankommt.

Während er in Europa noch fast die ganze Zeit allein unterweg ist, reist er in Afrika mit Reisegefährten, die er unterwegs trifft: Ein Handwerker aus Deutschland, der im Gegensatz zu Weber top ausgerüstet ist mit Navi und Routenplaner, ein abenteuerlustiger Argentinier und ein Spanier, die er unterwegs trifft, als der Handwerker eine andere Richtung einschlägt.

Sprachlich ist das Buch sicher kein Highlight, und er hätte sich vielleicht schon mal ein paar andere Adjektive einfallen lassen können als "dickbäuchig" (vor allem für mittelalterliche Männer in Osteuropa und Asien) und "dickbusig" (alle Afrikanerinnen, die er nicht mit "hübsch" klassifizieren will) - oder diese blöden Klassifizierungen einfach ganz weglassen.

Insgesamt war es aber sehr interessant, über seine Erfahrungen in den verschiedensten Ländern Osteuropas und Afrikas zu lesen. Wegen des Kaffees hätte er allerdings sicher nicht nach Togo reisen müssen, denn der war (fast) überall in den afrikanischen Ländern, die er durchquert hat, nicht so dolle: Viiiel gezuckerte Kondensmilch, eher wenig Instantkaffepulver.

Ich würde sagen, so 3,5 von 5 Sternen.  "Mit 50 Euro um die Welt" * >> hat mir allerdings deutlich besser gefallen - meine Rezension findest Du hier >> 


So, jetzt Du:
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Sonntag, 31. März 2019

Rezension: Tina Turner - My Love Story

Das Hörbuch wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Ich bin jetzt nicht unbedingt der Welt größter Tina Turner-Fan, aber ich kenne sie natürlich- schließlich startete ihre Solo-Karriere in den 80gern, als ich ein Teenager war. Und den Kinofilm über ihre "harten Zeiten" mit ihrem prügelnden ersten Ehemann habe ich auch schon mal gesehen. Da ich aber ein großer Fan von Biografien bin >>, wollte ich hier auf alle Fälle mal reinlesen resp. hören - und wurde nicht enttäuscht!


Bibliografische Daten:

My Love Story -
Die Autobiografie
von Tina Turner * >>

Spieldauer: 9 Stunden und 27 Minuten
Ungekürzte Ausgabe, Der Hörverlag

ASIN: B07J2M6B1H


Klappentext:


"Liebe hat mein Leben gerettet. Davon will ich erzählen." Tina Turner, die Königin des Rock 'n' Roll, wird bald 80 Jahre alt. Unter dem Eindruck einer lebensbedrohlichen Erkrankung, die sie aufgrund einer wunderbaren Wendung überwinden konnte, schildert sie erstmals ihre ganze Geschichte.

"Private Dancer", "Simply the Best", "I Can't Stand the Rain" - jeder, der Tina Turners Musik hört, ahnt etwas von ihrer Energie. Ihr Lebenswille und nie versiegender Mut brachten sie aus der Enge der Kindheit in Tennessee auf die Bühnen der Welt. Mit ihrem zweiten Ehemann Erwin Bach durfte sie schließlich auch das lang ersehnte persönliche Glück erleben.


Über die Sprecherin Sandra Schwittau:


Sandra Schwittau wurde am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York und bei Sonja Prechtl in München ausgebildet. Als Bühnenschauspielerin trat Schwittau unter anderem am „Jungen Theater“ in Göttingen auf. Seit 1979 übernimmt sie auch regelmäßig Synchronrollen, z. B. die Rolle von Shelly Marsh aus South Park. Eine der bekanntesten ist die Rolle des Bart Simpson aus der Trickserie Die Simpsons. Sie synchronisierte außerdem unter anderem die Oscar-Preisträgerin Hilary Swank. Schwittau lebt in München, ist verheiratet und Mutter eines Sohnes und einer Tochter. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie den Concept Store Schwittenberg in der Innenstadt von München.


Und, wie hat es mir gefallen?


Sehr gut! Wie gesagt, ich kannte vor allem die Geschichte bis zum Start ihrer Solo-Karriere in den 80gern. Und ich wusste natürlich auch, dass sie schon lange mit einem deutlich jüngeren Mann liiert ist. 

Ich wusste aber nicht, dass sie in den letzten 10 Jahren ziemlich von Krankheiten gebeutelt wurde: Schlaganfall, Darmkrebs, Nierenversagen... - die volle Packung.

In dem Buch geht es aber nicht nur um diese letzten Jahre, sondern um ihr ganzes Leben - sie startet mit der Kindheit in Nutbush, berichtet über die Ehehölle mit Ike Turner und dann aber weiter über den Neustart als Solokünstlerin, wie sie ihre Konzerte plante, berichtet von Begegnungen mit den Rolling Stones oder David Bowie genauso wie über ihren Einbürgerungstest für die Schweizer Staatsbürgerschaft. 

Will sagen: Das Buch ist überhaupt nicht weinerlich, sondern beeindruckend und inspirierend, sehr zu empfehlen - auch wenn Du - so wie ich - nicht unbedingt ein Fan bist!

Die Sprecherin ist übrigens genauso heiser, wie Frau Turner immer singt - ob das Absicht war? Ich kann mich nicht erinnern, dass Frau Swank, die sie ja synchronisiert, auch so heiser spricht? Egal, passt auf alle Fälle gut!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen und würde durchaus die Hörbuch-Version empfehlen.

Ich wünsche Frau Turner und ihren Lieben auf alle Fälle noch viele glückliche und gesunde Jahre zusammen!

Und jetzt Du:
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Dienstag, 12. Februar 2019

Rezension: Mit 50 Euro um die Welt von Christopher Schacht

Über das Buch habe ich hier >> ja schon mal berichtet. Jetzt habe ich es bei meiner Onleihe ergattern können und muss sagen, es hat mir gut gefallen!

Rezenstion zu "Mit 50 Euro um die Welt" von Christopher Schacht * >>


304 Seiten, Adeo-Verlag
ISBN-10: 3863342097



Klappentext: 

Christopher Schacht ist erst 19 Jahre alt und hat gerade sein Abi in der Tasche, als er eine verrückte Idee in die Tat umsetzt: Mit nur 50 Euro "Urlaubsgeld" reist er allein um die Welt. Nur mit Freundlichkeit, Flexibilität, Charme und Arbeitswillen ausgestattet, ohne Flugzeug, ohne Hotel, ohne Kreditkarte.
Vier Jahre war er unterwegs, hat 45 Länder bereist und 100.000 Kilometer zu Fuß, per Anhalter und auf Segelbooten zurückgelegt. Seinen Lebensunterhalt hat er sich als Goldwäscher, Schleusenwart, Babysitter und Fotomodell verdient, unter Ureinwohnern und Drogendealern gelebt und ist durch die Krisengebiete des mittleren Ostens getrampt.


Über Christopher Schacht:

Christopher Schacht kommt aus dem schleswig-holsteinischen Sahms. Er hat einen Zwillingsbruder und eine jüngere Schwester. Nach seinem Abitur hatte er vorgehabt, ein Stipendium der Informatik zu nutzen, um eines Tages seine eigene Softwarefirma zu gründen. Doch stattdessen brach er im Alter von 19 Jahren zu seiner Weltreise auf und kehrte erst im September 2017 zurück. Seitdem studiert er Theologie in Hessen.


Und, wie hat es mir gefallen?


Mit 50 Euro um die WeltMit 50 Euro um die Welt by Christopher Schacht
My rating: 4 of 5 stars

Ich hatte in einem Podcast von dem Buch gehört und da es das bei meiner Onleihe gab, habe ich gleich zugeschlagen. Hat mir gut gefallen! Ich bin ja ein Fan von (Auto)Biografien und der Bericht, wie Christopher um die Welt reist, ganz ohne ein Flugzeug zu benutzen und welche ganz unterschiedlichen Menschen er dabei trifft, war sehr interessant.

Die Sprache ist zwar sicher nicht literarisch und manchmal vielleicht ein wenig arg simpel, aber das hat mich weiter nicht gestört. Ich habe etwas über matriachalische Völker in der Südsee erfahren, die den erstgeborenen Sohn als Mädchen erziehen, der dann für die Familie sorgt. Oder auch über Koreaner, die Angst haben, im Schlaf vom Ventilator erstickt zu werden...

Definitiv eine Empfehlung!

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Samstag, 22. Dezember 2018

Bücher zum Thema Leben - Tinettes Fünf am Freitag


In Tinettes Blog werden jeden Freitag 5 Bücher zu einem bestimmten Motto/Thema vorgestellt. Wir hatten schon das Thema "Blumen" >>, es ging um Hollywood >> , es gab das Thema "Tierisch" >>  und  "Sonnenanbeter" >> ,  Guten Flug >> , Gefahr >>   Liebe >>  Sterne >> Magie >>. Lügen >> ,  Essen und Trinken >> , Reise in die Vergangenheit >>  , Blau >> , Sommer >>  Musik>>, Freundschaft >> Deutschland >>  Natur >> , Neuanfang >> , Mittelmeer >> Zwei >> Glück >> , Buch >> , "Urlaub" >>  "Insel" >> , "Frankreich" >> ,  "Unbekannt" >>  Wunder >> , Kraft>> , Königreich >> , Skandinavien >> , 20. Jahrhundert >> , Schiff und Boot >> , Großstadt >> , Kälte >> und Sport >>. Diese Woche ist das Thema "Leben" >>

ETA: Tinette und Louisa haben eine Vorschau über die kommenden Mottos (Motti? Motten? Nee, Motten auf gar keinen Fall, bei der vielen Wolle hier im Blog!!!) veröffentlicht  - guckstu hier >>

Okay, schaun wir mal, was ich da so zusammenbekomme. Ich mag ja Biografien sehr gern, also "Lebensgeschichten" - egal ob fiktional oder real. Also fallen fast alle Bücher, die ich Dir heute vorstelle, in diese Kategorie.





1. Ein wenig Leben von Hanya Yanagihra * >>



Das Buch wurde letztes Jahr auf diversen Buchblogs sehr gehypt und also habe ich es mir Anfang des Jahres von meinem Audible-Guthaben >> geholt, als Hörbuch also. Tja, was soll ich sagen: Ich habe es abgebrochen. Ich glaube, wenn das Buch ungefähr halb so dick wäre, wäre es deutlich besser. So kann ich nicht sagen, dass es schlecht war, aber gegen Ende war es mir dann einfach ein bissle too much mit den diversen Leiden...

Klappentext: "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe - ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Wie in ein schwarzes Loch werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten.


2. Die Unsterblichen von Chloé Benjamin * >>


Hab ich auch als Hörbuch gehört, im Anschluß an das "wenige Leben" und war schon etwas skeptisch, ob das was für mich ist, denn es wurde ähnlich gefeiert wie dieses. Hat mir aber recht gut gefallen - hier findest Du meine Rezension >>
Ich habe damals die englische Version gehört, mittlerweile gibt es eine deutsche Übersetzung.

Klappentext: New York 1969: die Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya legen ihr Taschengeld zusammen und suchen eine Wahrsagerin auf. Die kann angeblich den Tag des Todes vorhersagen. Aufgebracht, ungläubig, schulterzuckend reagieren die Kinder auf die Prophezeiung - und doch wird das Wissen ihr Leben beeinflussen. Während Simon sein Glück im liberalen San Francisco der 80er Jahre findet und Klara sich ihrer Leidenschaft Magie verschreibt, suchen Daniel als Arzt und Varya als Wissenschaftlerin sicheren Boden. Und die Antwort auf die Frage, ob die Wahrsagerin recht behalten würde.


3. Meet the Frugalwoods von Elizabeth Willard Thames * >>


Noch ein englisches Hörbuch, dieses Mal aber eines, das mir richtig gut gefallen hat. Ich bin irgendwie auf den Blog der Autorin gestoßen, in dem sie berichtet, wie sie und ihr Mann sich durch ein sehr sparsames Leben schon mit Anfang 30 den Traum vom unabhängigen Leben auf dem Land erfüllen konnten. Meine Rezension findest Du hier >>

Klappentext: The deeply personal story of how award-winning personal finance blogger Elizabeth Willard Thames abandoned a successful career in the city and embraced frugality to create a more meaningful, purpose-driven life and retire to a homestead in the Vermont woods at age 32 with her husband and daughter.


4. Alles Öko! von Colin Beavan * >>


Über das Buch habe ich in meinem Biografien-Post schon einmal berichtet >> Der Bericht eines New Yorker Journalisten, der sich ein Jahr lang bemüht hat, so ökologisch wie möglich zu leben, hat mir sehr gut gefallen.

Klappentext: 2190 Kaffeebecher ... ... 572 Plastikeinkaufstüten, 17520 Liter Müll und 2184 Fertigwindeln. All das haben Colin Beavan und seine Frau Michelle während ihres Selbstversuchs eingespart: Ein Jahr lebten sie konsequent klimaneutral. Ohne übertriebenen Missionierungseifer erzählt zeigt Beavan einen Weg, diese Welt ein wenig besser zu machen. Was er dabei erlebt, ist "unwiderstehlich und extrem komisch"


5. Rosenjahre von Jasmin Tabatabei * >>


Auch dieses Buch kam in meinem Biografien-Post >> vor. Erzählt wird die Lebensgeschichte der Eltern der Schauspielerin Jasmin Tabatabei, die ihre frühe Kindheit im Iran verbracht hat. Fand ich sehr faszinierend zu lesen!

Klappentext: Mit gerade mal zwanzig Jahren beschließt Jasmins Mutter Rosemarie, ihrer großen Liebe in den Iran zu folgen. Eine fremde Welt empfängt sie: die turkmenische Steppe, die Salons von Teheran und das aufregende Leben in einer persischen Großfamilie - mit all ihren Eigenheiten. Sehr persönlich und in beeindruckenden Bildern erzählt Jasmin Tabatabai vom Leben ihrer Mutter, vom Zauber ihrer iranischen Heimat und von ihrer Kindheit zwischen zwei Welten.


So, jetzt Du: Welche Bücher hätten es auf Deine "Leben"-Bücherliste geschafft?
Hast Du in letzter Zeit interessante Biografien gelesen, die Du mir empfehlen kannst?
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Dienstag, 13. November 2018

Rezension: Dein bestes Leben von Janis McDavid

Ich habe das Buch in der Onleihe entdeckt und da ich sehr gerne Biografien lese (wie Du auch in diesem Blogpost nachlesen kannst >>), habe ich es ausgeliehen - war ganz nett, hat mich aber nicht so wirklich total gepackt.

Rezension zu "Dein bestes Leben" von Janis McDavid * >>


240 Seiten, Verlag Herder
ISBN-10: 9783451311499



Klappentext:


Wo andere verzweifeln, fängt für Janis McDavid das Leben an. Ohne Arme und Beine geboren reist er heute in entfernteste Länder, fährt selbst Auto, studiert Wirtschaft, arbeitet in Top-Unternehmen und hält Vorträge. Mit ein bisschen Hilfe ist Vieles möglich, lautet McDavids Botschaft, der immer wieder Grenzen gesprengt hat – nicht nur für ihn, sondern für uns alle, egal welchen Alters, egal mit welcher Geschichte. Eigentlich ist alles ganz einfach.


Über den Autoren:


Janis McDavid, geboren 1991, wächst im Ruhrpott auf. Er ist Wirtschaftsstudent an der Universität Witten-Herdecke und Vortrags- und Motivationsredner. Über ihn wurde bereits ein bewegenden Kurzfilm gedreht, sein Bericht über eine Reise nach Vietnam bei ZEIT ONLINE veröffentlicht.




Und, wie hat es mir gefallen?



Dein bestes Leben: Vom Mut, über sich hinauszuwachsen und Unmögliches möglich zu machenDein bestes Leben: Vom Mut, über sich hinauszuwachsen und Unmögliches möglich zu machen by Janis McDavid
My rating: 4 of 5 stars

Der Typ ist schon sehr beeindruckend: Obwohl er ja wirklich stark körperlich behindert ist, lässt er sich davon absolut nicht ausbremsen: Er reist nach Namibia, ist Schulsprecher und engagiert sich politisch für Behindertenrechte.

Ein großen Anteil an seiner tollen Entwicklung haben sicher auch seine (Pflege)eltern, die ihn immer nach Kräften gefördert haben und seine Behinderung nie zu einem großen Thema haben werden lassen.

Das Buch ist definitiv interessant zu lesen, allerdings ist es nicht gerade das, was man "literarisch anspruchsvoll" nennen würde, aber darum geht es bei Biografien ja auch nicht - mir zumindest nicht. Definitiv eine Empfehlung! Ich habe oft gedacht "Hey, was der alles schafft! Und Du hast Beine und Arme und bist ansonsten ziemlich privilegiert und pienzt hier rum - wenn der sowas schafft, dann Du ja wohl erst recht!"

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Dienstag, 30. Oktober 2018

Rezension: Ungebremst leben von Heidi Hetzer

Ich bin ja ein großer Fan von Biografien >> . Umso mehr habe ich mich gefreut, dass mir der Verlag das Rezensions-Ebook kostenlos zur Verfügung gestellt hat - vielen Dank dafür!

Hier kommt sie also jetzt, meine

Rezension zu "Ungebremst Leben" von Heidi Hetzer * >>



368 Seiten, Ludwig Buchverlag (10. September 2018)ISBN-10: 9783453281134

Klappentext:


"Alter schützt vor Leben nicht", so lautet Heidi Hetzers Devise, als sie 2014 mit einem Hudson Baujahr 1930 alleine zu einer Reise um die Welt aufbricht. Schon als Jugendliche schwimmt sie gegen den Strom, als sie in den Fünfzigerjahren im väterlichen Betrieb eine Kfz-Lehre absolviert. Mit gerade einmal Anfang Dreißig übernimmt sie das Familienunternehmen und macht es zum größten Autohaus Berlins, gründet eine Familie – und fährt regelmäßig Rallyes. Erstmals erzählt Heidi Hetzer jetzt ihr ganzes Leben und von ihrer abenteuerlichen Reise während zweieinhalb Jahren durch vierzig Länder, von einer Tour de Force voller Pannen und Hindernisse, Höhen und Tiefen, aber auch voller faszinierender Erlebnisse und Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen. Inspirierend, kraftvoll, Mut machend!


Über die Autorin:


Heidi Hetzer wurde 1937 als Tochter des Unternehmers Siegfried Hetzer geboren, der 1919 in Berlin einen Victoria-Fahrzeughandel gegründet und ab 1933 als Opel-Autohaus geführt hatte. Ab 1954 erlernte sie den Beruf der Kfz-Mechanikerin im Familienbetrieb. Nach einem Ausflug als erfolgreiche selbständige Autovermiterin mit 21 Jahren, arbeitete sie wieder im väterlichen Betrieb. Mit 31 Jahren übernahm Heidi Hetzer nach dem Tod ihrer drei Jahre älteren Schwester und ihres Vaters im Jahr 1969 das Unternehmen mit Sitz in Berlin-Charlottenburg, das sie zu einem der größten Autohäuser Berlins ausbaute und bis 2012 leitete. Da weder Tochter noch Sohn den Betrieb weiterführen wollten, verkaufte sie die Firma.Als eine der wenigen erfolgreichen Unternehmerinnen ihrer Branche und als Rennfahrerin, aber auch durch ihr soziales Engagement gehört Heidi Hetzer zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Berliner Wirtschaft. Ihre hohe Medienpräsenz durch Zeitungsberichte, Interviews und Talkshowauftritte haben sie auch über Berlin hinaus bekannt gemacht.


Und, wie hat es mir gefallen?



Ungebremst leben: Wie ich mit 77 Jahren die Freiheit suchte und einfach losfuhrUngebremst leben: Wie ich mit 77 Jahren die Freiheit suchte und einfach losfuhr by Heidi Hetzer
My rating: 5 of 5 stars

Zugegeben - ich habe ein bissle gebraucht, um reinzukommen. Die ersten 50 Seiten haben mich nicht wirklich gefesselt - Autos sind halt so gar nicht mein Thema!

Aber schon bald hat sie mich am Haken gehabt, die Frau Hetzer. Spätestens, als der erste biografische Teil eingeschoben wird, in dem Frau Hetzer berichtet, wie ihr Vater sie -mangels männlicher Erben - zur "Schrauberin" und Auto-Fachfrau ausbildet, wie sie als junge Frau für 1 Jahr in die USA geht, obwohl erst niemand ein Mädchen in der Werkstatt haben möchte - da wollte ich wissen, wie es weitergeht.

Die biografischen Episoden wechseln ab mit den Reiseberichten, in denen sie beschreibt, wie sie über die ehemalige Sowjetunion und China nach Australien und Neeseeland reist, dann in die USA, dann nach Südamerika und schließlich nach Afrika und zurück nach Berlin.

Sie erzählt von vielen unglaublichen Zufällen, von den vielen Menschen, die ihr geholfen haben und wie sich immer alles zum Guten gewendet hat. Im Moment ist Frau Hetzer auf Promo-Tour, darum gab es neulich ein "Leute"-Special bei SWR1 Leute.



Dabei berichet sie, dass es ihr jetzt, mit 82, schon wieder zu langweilig ist zu Hause und dass sie eine Tour durch Afrika plant. Diesmal allerdings mit einem etwas weniger alten Auto (Jahrgang 1988, wenn ich das richtig weiß), das sie außerdem lila-pink hat lackieren lassen, damit es kein Kerl klaut... ;-)

Zugegeben, das Buch ist sicher kein literarisches Meisterwerk, die Sprache ist eben Umgangssprache, so wie Frau Hetzer wohl reden wird. Aber der Inhalt ist sehr, sehr toll und absolut inspirierend!

Unbedingt reinlesen - und wenn Du ein Faible für Autos und andere Dinge mit Motor hast, dann gleich zweimal!

Übrigens: Heidi Hetzer wurde inspiriert von Clärenore Stinnes, die 1928 bereits um die Welt gefahren ist * >>.

View all my reviews


So, jetzt Du: Hast Du schon einmal von Heidi Hetzer gehört?
Bist Du ein Auto- oder Motorrad-Fan?
Welche guten Biografien hast Du in letzter Zeit gelesen?
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Montag, 9. April 2018

Meine Buch-Highlights 1. Quartal 2018 - Buchfresserchens Montagsfrage





Das Buchfresserchen stellt jeden Montag eine Frage zu Bücher>> -  diesen Montag will es wissen:

Ein Quartal des Jahres ist schon vorüber, Zeit für einen Zwischenstand. Hast du schon ein oder mehrere Highlights gelesen?


Na, endlich mal wieder eine Frage nach meinem Geschmack. Ja, die gab es. Vor allem bei Hörbüchern! Warum ich Hörbücher sehr mag und ein Audible-Fan bin, kannst Du hier nachlesen >>

Also, los gehts:

Der Junge muss an die frische Luft von Hape Kerkeling * >>


Ich bin durchaus ein Hape Fan und habe "Ich bin dann mal weg!"* >> schon vor  Ewigkeiten gelesen und dann auch nochmal als Hörbuch gehört. Seine Kindheitserinnerungen fand ich aber nie so zwingend. Dann wurden die mir aber bei meinem Blogpost über Biografien >> sehr ans Herz gelegt. Ich war da gerade etwas gefrustet, weil mir "Ein wenig Leben" * >> eher so gar nicht gefallen hat und brauchte noch etwas, in was ich mein Hörbuch-Guthaben umsetzen konnte.

Da ich mir recht sicher war, dass dieses Buch mir wohl gefallen würde, habe ich halt das genommen. Und: WOW! Dass mir das so gut gefallen würde, damit habe ich nicht gerechnet! Auch wenn meine Kindheit - zum Glück- deutlich weniger dramatisch war, habe ich doch vieles wiedererkannt - schliesslich ist Hape nur 6 Jahre älter als ich.

Wenn Du das Buch noch nicht gelesen hast: Unbedingt reingucken! Allerdings: Erwarte nix quietschlustiges, denn -obwohl es durchaus Stellen zum Schmunzeln gibt - ist Hapes Kindheit eher tragisch. Gelesen wird es vom Autor selbst, und das macht der natürlich ganz hervorragend!


Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand von Phaedra Patrick *>> 


Das Buch hatte ich als Rezensionsexemplar angefordert und nicht viel erwartet. Aber - abgesehen von dem unsäglichen Bandwurmtitel hat mir die kleine "Road-Movie"-Geschichte (wie nennt man Bücher, in denen gereist wird, in denen es aber nicht primär um Beschreibung von Land und Leuten geht? Roadmovies als Buch?) sehr gut gefallen - meine Rezension findest Du hier >>


Born a Crime von Trevor Noah *>>


Das höre ich gerade noch, im Original auf Englisch, gelesen vom Autor selber. Auf Deutsch heißt das Buch "Farbenblind"* >>, ist aber soweit ich das sehe noch nicht als Hörbuch verfügbar. Und wenn Du leidlich Englisch verstehst, würde ich Dir definitiv das englische Hörbuch empfehlen, das liest der Autor selbst und das macht er genial. Das Buch war ein Tipp aus meinem Goodreads-Feed. 

Ich kenne Trevor Noah nicht (er ist Host der Daily Show in USA und wohl auch Comedian), aber das ist auch nicht wichtig. Er ist der Sohn einer Schwarzen und eines weißen Schweizers, geboren Mitte der 80ger, und erzählt über seine Kindheit und Jugend im Südafrika der Post-Apartheid. 

Ich habe soooo viel gelernt - über das perfide System der Apartheid, in der seine Mutter ihn offiziell nicht betreuen durfte, weil sie schwarz und er coloured war. Über starke Mütter. Über das Leben von Teenagern in den Townships. Darüber, warum es nicht ungewöhnlich war, dass ein schwarzer Teenager Hitler mit Vornamen hieß. Ich bin jetzt bei 6 von 8 Stunden Hörzeit und total begeistert - hör da unbedingt mal herein!

So, jetzt Du: Welches waren Deine Buch-Highlights im ersten Quartal?
Schreib sie mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 21. März 2018

5x Inspiration am Mittwoch: Gelber Frühling, 7Mind Podcast, inspirierende Frauen und Tücher mit Schnüddels

Oft stolpere ich im Laufe einer Woche über Dinge, die ich Dir zeigen möchte -das können zum Beispiel sein

interessante Strickanleitungen
leckere Rezepte
neue Bücher, Blogs, Podcasts oder andere Medien
nützliche Tools & Gadgets
Veranstaltungen, Kurse und Seminare
Perlen aus dem Blogarchiv

Bei einigen meiner liebsten Blogs - z.B. bei "Frau Dingdong" oder auch beim "Finanzwesir" gibt es solche Wochenrückblicke, und ich lese sie immer sehr gerne. Drum gibt es auf Domics Pinnwand jetzt auch einen Wochenrückblick - der Abwechslung wegen zur Wochenmitte, zum Bergfest am Mittwoch sozusagen.


1. Gelber Frühling: Krokusse, Schöllkraut, Zitronenfalter


Ich war am Wochenende spazieren und habe den Frühling gesucht. Und ich habe ihn tatsächlich gefunden - er ist GELB! Diese Farbe steht für mich absolut für das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter: Ich habe dottergelbe Krokusse (Kroküsse?) gesehen. Und Schöllkraut. Und diese kleinen Tete-a-Tete Narzissen. Und - tada - einen Zitronenfalter! Yeah! 


2. 7Mind Podcast - Achtsamkeit & Meditation für Beginner


Außer Strick- und Handarbeitspodcast in Audio (guckstu hier >>) und Video (guckstu hier >> and here >> mag ich auch noch Podcasts zu anderen Themen. Recht neu entdeckt habe ich den Podcast von 7Mind >>, einer Website rund um das Thema Achtsamkeit und Meditation. Hat mir gut gefallen, vielleicht ist das ja auch etwas für Dich? Den habe ich nämlich bei meinem oben erwähnten Frühlingsspaziergang gehört! 

3. Inspirierende Frauen I: Oprah Winfrey


Frau Moneypenny hat einen ganzen Blogartikel dazu geschrieben  >> und das Buch der Dame "Was ich vom Leben gelernt habe * >> " steht ganz oben auf meiner "Biografien, die ich baldmöglichst lesen möchte"- Liste.  Wenn ich mir angucke, aus welcher Ausgangssituation die Dame wo angekommen ist, ist das schon ziemlich beeindruckend, finde ich. Dann kann ich doch aus meiner vergleichsweise viel komfortableren Startposition mindestens ein bissle was in der Richtung wuppen, oder? 


4. Inspirierende Frauen 2: Dambisa Moyo


Herr Finanzglück hat eine interessante Liste gemacht >> mit Büchern, die man seiner Meinung nach gelesen haben sollte. Und da ist das Buch von Frau Moyo dabei "Dead Aid" * >>  Es geht um Entwicklungshilfe - die aus ihrer Sicht deutlich mehr schadet als nutzt. Ein hochinteressantes Thema, kommt auch ganz oben auf den "Demnächst Lesen" Stapel. Noch mehr Infos zu inspirierenden Menschen (nicht nur weiblichen Geschlechts) findest Du auch in diesem Blogpost >>

5. Drops-Tuch mit Schnüddels: Windy Days


Ich habe hier >> und hier >> ja ausführlich über die Drops-Anleitungen geschwärmt. Mein augenblicklicher Favorit ist dieses Tuch - hier auf Ravelry >>, hier auf der Drops-Seite >> Ist das nicht klasse? Hey, das hat Schnüddels! Viele! Ja, manche sagen auch Fransen dazu - aber für mich sind das Schnüddels! Nämlich!

So, jetzt Du:

Welches ist für Dich DIE Frühlingsfarbe?

Welche Menschen findest Du inspirierend,welche Biografien sollte ich noch lesen?

Welche Podcasts kannst Du mir empfehlen?

Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Montag, 26. Februar 2018

Buchfresserchens Montagsfrage: Welches Sachbuch hast Du gelesen?





Das Buchfresserchen stellt jeden Montag eine Frage zu Bücher>> -  diesen Montag will es wissen:

Wie heißt das Non-Fiktion-Buch, das du zuletzt gelesen hast oder als nächstes lesen willst?


Super Frage, das - ich liiiiiebe Sachbücher (ich bin altmodisch, ich finde, der deutsche Ausdruck ist da aussagefähig genug!).

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Gerade ausgelesen habe ich "Das kann doch weg!" von Fumio Sasaki * >> (Die Rezension findest Du hier >>).

Das ist nicht das erste Buch über Minimalismus/Nachhaltigkeit u.ä., das ich gelesen habe, aber eines, das ich Dir sehr ans Herz legen kann!

Klappentext: »Früher habe ich ständig über Dinge nachgedacht, die mir noch fehlten zu meinem vermeintlichen Glück.« Eigentlich ist Fumio Sasaki ein ganz normaler junger Mann, oft gestresst und darauf aus, seinen materiellen Wohlstand zu mehren – bis er eines Tages beschließt, sein Leben radikal zu ändern: Er reduziert seinen Besitz auf ein Minimum. Mit bemerkenswerten Effekten: Plötzlich fühlt er sich frei. Er hat mehr Zeit, mehr Geld und ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für jede einzelne Sache, die er jetzt besitzt. Sasakis eigene Erfahrungen motivieren dazu, alles Überflüssige endlich loszulassen – und mit seinen einfachen und praktischen Tipps gelingt das auch. Er öffnet allen Lesern die Augen dafür, wie eine neue minimalistische Lebenshaltung nicht nur die eigenen vier Wände verwandeln, sondern das ganze Leben auf ungeahnte Weise bereichern kann.

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Davor habe ich ein englisches E-Book zum gleichen Thema gelesen:
"You can buy happiness and it's cheap!" von Tammy Strobel * >>
Auch das hat mir gut gefallen.

Klappentext: Once, Tammy Strobel and her husband were living a normal middle-class lifestyle: driving two cars, commuting long distances, and living well beyond their means. Now they are living the voluntary downsizing; or smart-sizing; dream. In this book Strobel combines research on well-being with numerous real-world examples to offer practical inspiration. Her fresh take on our things, our work, and our relationships spells out micro-actions that anyone can take to step into a life that’s more conscious and connected, sustainable and sustaining, heartfelt and happy.

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Und als nächstes geplant ist:
"German Glück" von Sabine Eichhorst * >> 


Das ist - trotz des etwas tumben "denglischen" Titels ein deutschsprachiges Buch, das sich ganz interessant anhört:

Klappentext: Die Deutschen haben einfach kein Talent zum Glück: Sie sind unzufrieden und blicken pessimistisch in die Zukunft, sagen Statistiken. Von wegen! Sabine Eichhorst reist durch Deutschland und findet das Glück in Kiel und München, Duisburg und Leipzig. Ein Pastor im Rollstuhl erzählt vom Glück, nicht mit Gott und dem Leben zu hadern, und eine Frau, deren Firma in Konkurs ging, vom Glück des Scheiterns. Ein Metzger berichtet vom Glück, den richtigen Beruf zu haben, eine Ex-Eremitin vom Glück des Alleinseins, eine Flüchtlingshelferin vom Glück zu helfen ... Eines ist allen Glücklichen gemein: Sie machten sich auf die Suche, statt zu warten, dass das Glück sie findet.  Neunzehn sehr persönliche und beeindruckende Begegnungen mit glücklichen Deutschen.

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Jetzt muss ich ganz arg schnell mal gucken, welche Sachbücher beim Buchfresserchen sonst noch so vorgestellt werden - das ist diese Woche eine Frage total noch meinem Geschmack!

Wenn Du übrigens genauso gern Biografien und Autobiografisches liest wie ich, findest Du hier vielleicht noch weitere Ideen, was Du lesen könntest >>


Und Du? Magst Du Sachbücher? Zu welchen Themen? Was kannst Du mir empfehlen?
Ich nehme auch Kochbücher.
Oder Strickbücher.
Oder Wanderführer.
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!



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Dienstag, 6. Februar 2018

Wie läuft das mit dem (Bücher)Bloggen?

Über "Mikka liest das Leben" >> bin ich auf diesen Tag/Umfrage gestoßen. Und die hat es wiederum von "Lesestunden" >> , ein Blog, den ich noch nicht kannte, wo ich aber definitiv mal vorbeischauen werde!

In der Umfrage geht es darum, wie man seinen Blog organisiert, wie man seine Themen findet und welche Frequenz man bei den Beiträgen beachtet. Finde ich interessant, und obwohl Domics Pinnwand ja eher ein Strickblog als ein reiner Buchblog ist, möchte ich gerne mitmachen - also...



Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?


Da ich es nicht mag, zu Rezensionen verpflichtet zu sein (und wenn ich ein Rezensionsexemplar anfordern würde, würde ich mich verpflichtet fühlen), ist allein ausschlaggebend, ob mir ein Buch gefallen hat oder nicht und ob ich finde, dass es viele weitere Leser verdient. Oder auch ob man andere Leser davor warnen sollte, für das Buch Geld auszugeben.


Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge?


Ich lese bei vielen anderen Blogs mit und mag dabei besonders das, was Mikka "Lesegelaber" nennt >>, also weniger konkrete Rezensionen, sondern Blogbeiträge über das "Leseverhalten" oder auch thematische Zusammenfassungen - sowas wie "9 Biografien, die ich Dir empfehlen kann" >>  oder auch sowas wie "Lieblingsbücher" oder "Bücherhighlights" zu bestimmten Themen.
Aber auch solche Blogaktionen und Umfragen wie diese mag ich sehr.


Was willst du mit deinem Blog erreichen?


Hauptzielgruppe meines Blogs sind Strickerinnen und Häklerinnen. Die Bücher und das Lesen sind eher der zweite Aspekt. Aber es gibt zum Glück ziemlich viele, die sowohl gerne handarbeiten als auch gerne Lesen.


Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags?


Die Buchbeiträge sind eher schnell geschrieben, die Strickbeiträge können schon mal längere Vorbereitungszeiten haben. Buchbeiträge also vielleicht so 1-2 Stunden, Strickbeiträge je nach Rechercheaufwand schon mal 4-8 Stunden.

Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag?


Mein Ziel ist, 1 "großen" Strickbeitrag pro Woche zu veröffentlichen (immer Freitags), dazu kommt dann 1 größerer Buchbeitrag (Montags oder Donnerstags). Und dann gibt's noch meinen Wochenrückblick, die "Inspirationen am Mittwoch" >> Die sind vermischelt mit allem, was mir unter der Woche so aufgefallen ist.


Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen?


Wie oben schon gesagt: Freitags und Mittwochs erscheint in der Regel ein Eintrag, manchmal auch Montags und/oder Donnerstags.


Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?


Den "großen" Beitrag am Freitag schreibe ich in der Regel am Sonntagmorgen, wenn Herr Domic ausschläft und ich schon wach bin. Ich bin ein Frühaufsteher und werde auch am Wochenende gegen 6 Uhr wach.


Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?


Die "großen" Beiträge, an denen ich länger arbeite, entstehen schon mal über mehrere Tage und erst als Entwurf, kleinere Einträge werden sofort veröffentlicht.


Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?


Noe. Ich habe mal den Versuch gemacht, einen Redaktionsplan zu erstellen, das hat sich für mich aber nicht bewährt. Ich schreibe mir zwar Ideen für Blogposts in meinen Planer, aber ohne festzulegen, wann ich sie umsetze. Das entscheide ich spontan, wozu ich gerade Lust habe.


Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?


Größere Beiträge schreibe ich im Texteditor vor und copy+paste sie dann in Blogger. Von Textverarbeitungsprogrammen bin ich weg, weil Blogger die Textformatierungen manchmal mitnimmt und ich die dann mühsamst wieder entfernen muss. Mittelfristig will ich auch von Blogspot weg auf ein selbstgehostetes Blog, von dem ich mir erhoffe, dass das Editieren komfortabler ist.


Schreibt du die Beiträge auf einmal, oder in mehreren Schritten?


Wie gesagt: Die Freitagsbeiträge können schon mal in mehreren Sitzungen entstehen. Und für die Mittwochsinspirationen sammle ich auch über längere Zeit.


Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?


Hm. Nicht verworfen, aber es ist schon öfter vorgekommen, dass sich ein Beitrag in eine ganz andere Richtung entwickelt hat, als ich ursprünglich gedacht hatte. Im Laufe der Recherche habe ich dann einfach mehr Infos zu einem anderen Aspekt gefunden und dann hab ich halt einfach umgeplant.


Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?


Am Wohnzimmertisch auf dem Laptop. Und nein, es gibt kein Bild.


Bloggst du alleine oder mit anderen zusammen?


Allein.


Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf? Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?


Joa - aber nicht von Buchcovern oder so. Fotos sind schon eher für die Strickbeiträge wichtig. Aber ich mache da keinen großen Heiopei - die werden mit dem Handy geknipst und gut ist. Supertolle Fotos sind mir nicht wichtig und für einen Buchblog finde ich die auch definitiv nicht notwendig. Für einen Strickblog schon eher, aber das ist halt einfach nichts, was mir besonders Spaß macht, da sollen sich andere verkünsteln, denen das wichtig ist.


Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?


Eher nicht. Ich lese ja eh nur eBooks und die gibt es seltenst als Rezensionsexemplar. Außerdem- wie oben schon gesagt - mag ich es nicht, mich zu einer Rezension "verpflichtet" zu fühlen. Das nimmt mir echt den Spaß am Lesen, wenn ich ein Buch - womöglich noch bis zu einem bestimmten Stichtag - lesen MUSS.


Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?


Gar nicht. Ich habe zwar eine Facebook-Fanpage >> , einen Pinterest-Account >>, einen Twitter-Account >> und bin auch auf Instagram >>  .

Auf Facebook und Instagram bin ich noch leidlich aktiv, aber eher mit den Strick-Inhalten als mit den Buch-Inhalten.

Mein Twitter- und Facebook-Account ist mit meinem Goodreads-Account >> verknüpft, so dass ich einige Inhalte von da "automatisch" teile. Goodreads finde ich allerdings ziemlich klasse! Und Ravelry natürlich (= so eine Art Facebook für Strickerinnen). Das ist mein "Haupt-Socialmediakanal, wüde ich sagen.

Wie viel Zeit investierst du in technische Anpassungen und Pflege deines Blogs?


Derzeit noch wenig, mittelfristig möchte ich auf ein selbstgehostetes Blog umziehen und muss mich da noch etwas schlau machen. Da muss ich mich mal durch die Antworten lesen bei den Lesestunden, wie Ihr das alle so machst.


Was recherchierst du, bevor du ein Buch rezensierst?


Öhm- wenig.. Ich lese es halt und gucke dann noch, ob es überhaupt noch lieferbar ist. Dann natürlich den Autoren und evtl. noch den Verlag, aber das ist mir eigentlich nicht wichtig. Schon die genaue Seitenzahl interessiert mich wenig (ist ja bei eBooks sowieso immer unterschiedlich), höchstens, ob es sich um einen dicken Schinken handelt oder eher ein schmales Bändchen. Ich verlinke meist zu Amazon, da findest Du als interessierter Leser alle Angaben, die Du benötigst, wenn Du Dir das Buch auch besorgen willst.

Was ich interessanter finde ist, ob das Buch Teil einer Reihe ist, wenn ja, der wievielte Band, ob schon alle Teile erschienen sind, ob der Autor noch mehr Bücher geschrieben hat und ggf. ob das Buch zu einem Themengebiet passt, was mich zur Zeit interessiert.


Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?


Geplant ist das mal nicht, hat's aber schon gegeben - der Laptop war hinüber und am PC mochte ich nicht bloggen. Deshalb hab ich in 2016 und 2017 wenig bis nix gebloggt. Seit August letzten Jahres geht es hier aber wieder regelmässig weiter.


Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben? Wie groß ist dieser Einfluss?


Klar! Wenn jemand ein spannendes Thema aufbringt, greife ich das schon auf. Wie gross der Einfluß ist, kann ich schwer sagen. Aber es gibt ihn definitiv, finde ich auch nicht schlimm, nennt sich "Inspiration", sowas.


Wie entscheidend ist für die die Aktualität eines Buches? Schreibst du lieber über aktuelle Bücher oder ist der Erscheinungszeitpunkt egal?


Ich mag die Backlist! Da ich ja viel von der Onleihe lese,  lese ich oft Bücher, die es schon etwas länger gibt und stelle die dann auch vor, wenn sie mir gefallen haben. Trotzdem stelle ich neue Bücher meiner Lieblingsautoren auch zeitnah vor.

Vielen Dank an Tobi von Lesestunden.de >> für die interesssante Frage!
In der Liste unter dem Eintrag finden sich auch viele interessante Buchblogs >>, die ich teilweise noch nicht kannte!

Und, wie ist das bei Dir?

Hast Du einen eigenen Blog oder liest und kommentierst Du lieber woanders mit?

Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!



Montag, 22. Januar 2018

9 Biografien, die ich Dir empfehlen kann: Das Leben der Anderen

Mal wieder war der bevegt-Podcast eine Inspiration: In ihrer Folge 99 >> (mittlerweile sind sie dreistellig und haben die 100 überschritten) haben Kathrin und Daniel Sachbücher vorgestellt, die ihnen in der ein- oder anderen Form die Augen geöffnet haben oder sie in irgendeiner Form beeindruckt haben.


Fand ich eine tolle Idee und ich habe ein bissle überlegt, welche von den Büchern, die ich gelesen habe, es wohl auf meine persönliche Liste geschafft hätten. Dabei ist mir aufgefallen, dass vor allem Biographien mich oft sehr inspiriert haben, darum will ich mich bei diesem Post auf Biographien oder biographisch geprägte Bücher konzentrieren.



Aaaalso, los geht's - die Reihenfolge ist übrigens wertfrei, ich liste ein Buch nach dem anderen auf, wie es mir in den Kopf kommt.


1. Das Große Los von Meike Winnemuth *>>


Das Buch habe ich als Hörbuch gehört. Das war aus meiner Sicht nicht ganz optimal, weil die Autorin selber liest. Sie macht das nicht total schlecht, aber man hört schon, dass sie keine ausgebildete Sprecherin ist - da hätte ein "Professioneller" gut getan, finde ich.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, das Buch ist wirklich inspierierend und gut zu hören/lesen: Frau Winnemuth hat beim Jauch eine halbe Million gewonnen und geht damit auf Weltreise (wobei sie nachher feststellt, dass sie das Geld gar nicht gebraucht hätte - es hat ihr aber die nötige Sicherheit gegeben, überhaupt loszuziehen).

Wo ich das schreibe, bekomme ich richtig Lust, es nochmal zu hören. Bei Audible gehören die Bücher ja nach dem Hören mir und ich kann sie unbegrenzt oft anhören  - warum ich ein Audible-Fan bin, habe ich hier schon einmal ausführlich geschrieben >>


2. Bevor ich jetzt gehe von Paul Kalaniti * >>


Das habe ich bei der Onleihe ergattert: Ein Arzt erkrankt plötzlich lebensbedrohlich und überlegt, was das Leben eigentlich ausmacht. Sehr traurig, aber auch sehr beeindruckend.


3. Rosenjahre von Jasmin Tabatabei * >>


Ich sehe Frau Tabatabei als Schauspielerin sehr gern und habe glaube ich in einem Radiopodcast gehört, dass sie ein Buch darüber geschrieben hat, wie ihre Familie nach Deutschland kam respektive auch, wie das Leben für sie als Kind im Iran war.

Fand ich hochinteressant und ich möchte irgendwann nochmal in den Iran reisen - auch wenn ich mich das derzeit nicht traue.

Frau Tabatabai liest auch das Hörbuch "Tausendundein Granatapfelkern" * >>, über das ich hier schon einmal ausführlich berichtet habe >> und das ich Dir auch sehr empfehlen kann. Ist zwar kein Sachbuch, aber eine gut geschriebene Familiensaga.


4. So viel Lust zu Leben von Birgit Schrowange *>>


Ja, ich gebe zu, das Buch passt nicht so recht zu den anderen. Aber ich fand es wirklich gut und interessant zu lesen, wie Frau Schrowange von der kleinen Ansagerin zur Moderatorin wurde.

Außerdem kommt sie aus dem Sauerland, das ist nicht so weit weg von Ostwestfalen, wo ich herkomme, und da fühle ich mir irgendwie nahe.


5. Ein Geschenk von Bob von James Bowen* >>


Das Buch habe ich als Hörbuch gehört, im tiefsten Winter. Und deshalb haben sich mir die Berichte von James vom Leben auf der Strasse im Winter umso mehr eingebrannt. Er berichtet, wie er es durch den Kater Bob, der ihm zugelaufen ist, geschafft hat, von der Strasse weg zu kommen.

Ich weiß noch, dass ich die warme Dusche und die geheizte Wohnung sehr genossen habe, weil mir plötzlich klar wurde, dass das definitiv nicht selbstverständlich ist.




6. Die Fettlöserin von Nicole Jäger * >>


OK, das Buch ist keine Biographie im strengen Sinn. Aber Frau Jäger erzählt viel darüber, wie sie über 300 Kilo schwer wurde und wie sie es schaffte, dieses Gewicht zu halbieren.

Ich fand das sehr eindrucksvoll - vor allem die Teile, in denen sie von den blöden Sprüchen erzählt, die sie sich als schwer übergewichtige Frau tagtäglich anhören muss. Sie ist echt extrem couragiert und mutig - ich glaube nicht, dass ich mich mit soviel Übergewicht getraut hätte, ausgerechnet ins Schwimmbad zu gehen.

Das Buch hab ich als Hörbuch auf Spotify gehört  - Frau Jäger liest selbst, und das macht sie sehr gut. Ich habe neulich gelesen, dass sie nicht mehr als Abnehm-Coach arbeitet, sondern unter die Comedians gehen will - doch, das kann sie garantiert gut!




7. Der Grosse Trip von Cheryl Strayed * >>


Dieses Buch hat es auch auf die "bevegt"-Liste geschafft. Die beiden haben das Buch respektive den "Pacific Crest", den die Autorin gegangen ist, in einem früheren Podcast schon einmal erwähnt gehabt, und das war dann auch der Grund, warum ich es mir damals angeschafft habe.

Und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen! Cheryl Strayed beschließt nach einer gescheiterten Beziehung und Drogenproblemen einen Weitwanderweg in den USA zu gehen. Sie hat null Wandererfahrung und ihr Rucksack ist viiiiiel zu schwer. Es ist sehr interessant zu lesen, wie sie sich immer mehr einfindet, wen sie alles trifft und wie die Wanderung sie verändert.

Ich hab das Buch übrigens im Wanderurlaub in Oberstdorf gelesen. Unsere moderaten 4stündigen Tageswanderungen kann man natürlich überhaupt nicht mit ihren Strapazen vergleichen. Aber auch damals habe ich die Dusche abends oder das gute Essen im Restaurant gleich viel mehr geniessen können!



8. Alles öko von Colin Beavan * >> 


Das Buch habe ich Anfang 2017 gelesen, als ich mich gerade sehr mit Zero Waste und Minimalismus beschäftigt hatte. Ich habe lange gezögert, mir das Buch von Colin Beavan anzuschaffen. Der Mann ist schliesslich Journalist in New York City, das ist doch ziemlich weit weg von der Lebenswirklichkeit von Frau Domic in Ettlingen, habe ich gedacht. Aber ich hab es dann doch gekauft und bin froh drum. Ich fand sehr inspirierend, wie Colin Beavan sein Leben Stück für Stück immer "grüner" macht und versucht, seinen ökologischen Fussabdruck auf ein Minimum zu reduzieren. Er nimmt z.B. den Fahrstuhl nicht mehr, weil der ja mit Strom läuft, der in der Regel nicht ökologisch produziert wird. Also: Eine Empfehlung von mir, auch wenn es amerikanisch ist.


9. Anständig leben von Sarah Schill * >> 


Der Titel ist sicherlich inspiriert von "Anständig Essen" von Karin Duve * >> (hab ich auch schon gelesen und kann ich empfehlen). Die Autorin geht aber einen Schritt weiter: Sie fängt zwar mit dem Essen an, informiert sich aber auch über alternative Wohnformen oder Konsumreduzierung. Dabei wirkt sie immer glaubwürdig und gar nicht dogmatisch. Fand ich sehr inspirierend!


ETA:
In den Kommentaren wurden noch die unten gelisteten Biografien empfohlen:








So, jetzt Du:

Welche Biographien kannst Du empfehlen?

Was hat Dir gefallen und warum?

Was nicht und warum nicht?

Schreib es mir doch bitte in die Kommentare! 






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