Donnerstag, 21. September 2017

Selbstgestrickte Geschenke fürs Baby: Die ultimative Hitliste


Selbstgestrickte Geschenke fürs Baby sind eine tolle Sache: Sie benötigen nicht viel Garn, sind schnell fertig und zeigen den Beschenkten, dass jemand etwas speziell für sie hergestellt hat. Allerdings habe ich schon den Ehrgeiz, dass das, was ich da so fabriziere, für die Beschenkten auch wirklich brauchbar ist. 

Bei einer Umfrage zu dem Thema bei Ravelry wurden die oben gezeigten Anleitungen (teilweise kostenlos) als besonders geeignet genannt.

In meiner mittlerweile recht langjährigen Karriere als Geschenke-Strickerin für Babies von Kollegen, Freunden, Verwandten und Bekannten hat sich folgende Hitliste herauskristallisiert:
  1. Babyschühchen
    Das ist eigentlich mein Go-To Geschenk - geht schnell, Frau kann Sockenwollreste verarbeiten und kommt meist gut an. Sehr erfolgreich sind bei mir Schühchen, die man mit einem Band fixieren kann und die nicht so leicht ausgestrampelt werden können, wie z.B. die Babyschuhe Oscar.

  2. Mützen 
    Mützen, gerne welche, die gut über den Ohren sitzen, wie. z.B. diese Teufelsmütze (heißt so wegen des "luziferischen Zipfels" in der Stirn...). Vorsichtshalber würde ich allerdings eher welche ohne Bindebänder machen - Ganz-Frisch-Eltern haben mir schon mal gedroht, Bindebänder abzuschneiden, von wegen das Kind könne sich strangulieren…

  3. Babydecken für den Maxi-Cosy oder den Kinderwagen
    Das ist natürlich je nach Grösse schon etwas mehr Arbeit - da muss ich mir schon sehr sicher sein, dass das Objekt auch gewürdigt wird. Ich habe drum wohl auch erst eine Decke gemacht, war eine kostenlose Anleitung von garnstudio.com

  4. Mobilés und Greifketten für den Kinderwagen
    Find ich eine Superidee, habe ich selber aber noch nicht gemacht- aber aus meinen Fischles z.B. kann frau sicher auch ein Mobile oder eine Greifkette basteln.

  5. T-Shirts/ Kleidchen/Tunikas
    Habe ich auch noch nicht gemacht, plane ich aber un-pe-tinkt! Es gibt soooo niedliche Kleidchen für kleine Mädchen! Das Little Sisters Dress eignet sich aber - in neutralen Farben gestrickt - sicher auch für kleine Jungs. Vorteil ist lt. erfahrenen Eltern, dass das Ding eine ganze Zeit lang "mitwächst": Erst ist es ein langes Kleid, dann eine Tunika und schliesslich nur noch ein T-Shirt. Eine Strickfreundin wusste zu berichten, dass ihre Tochter das Kleid von der Geburt bis zum 3. Geburtstag regelmässig getragen hat.
  6. Strampelanzüge
    Wie Decken: Schon aufwändiger, ausserdem scheiden sich die Geister an der Frage "Fuessle/Socken anstricken - ja oder nein?". Ich find es ja optisch hübscher "mit ohne" Sockenteil, habe mir aber sagen lassen, dass das Baby in so einem klassischen Strampler wärmer eingepackt ist. Gestrickt habe ich die sehr empfehlenswerte (und kostenlose!) Anleitung "Pepita" von Martina Behm.
  7. Pucksäcke, Schlafsäcke, SchlafsäckeWenn es etwas weniger Aufwand sein darf als eine Decke, werden auch Pucksäcke (oder Strampelsäcke) gern genommen: Babys Unterkörper kommt in eine Art "Riesensocke", kann mit den Beinchen strampeln und bleibt warm. Hab ich schon mal gemacht, diese Säcke werden auch von einigen "Stricken für Frühchen" Initiativen gern genommen.
  8. Spielzeug, Püppchen, SchnuffeltücherMeine zweitliebste Wahl nach den Schühchen - die machen Spass zu stricken (oder häkeln) und sind relativ schnell fertig. Wichtig ist natürlich, dass die Füllwatte waschbar ist - ich verwende meistens Zauberwatte. Gestrickt habe ich schon ein Knubbelchen, gehäkelt diese Anleitung
Wichtig außerdem: Das Garn, das Ihr verwendet, sollte idealerweise maschinenwaschbar sein. Gestresste Jungeltern haben Besseres zu tun als vollgesabberte Klamotten von Hand zu waschen - und so ein edles Wollgarn ohne Superwaschausrüstung verzeiht die Waschmaschine eher nicht. Sockenwolle ist aus meiner Sicht gut geeignet - allerdings finden die einige zu kratzig. Alternativ gibt es spezielle Babygarne aus 100% Polytierchen, die maschinenwaschbar und weich sind. Und auch Baumwolle resp. Baumwollmischgarne sind gut geeignet.

So, und jetzt Ihr: Welches ist Euer erfolgreichstes selbstgestricktes Geschenk?
Oder, falls Ihr nicht strickt, aber Eltern seid: Was findet Ihr praktisch? Über was würdet Ihr Euch freuen resp. habt Euch gefreut, als der Nachwuchs noch frisch war?
Bin gespannt auf Eure Kommentare, gerne hier im Blog

P.S.: *Eigenwerbung an* Wer nicht strickt, auch niemanden kennt, der das machen würde - manchmal habe ich auch ein paar Schühchen oder so übrig - s. hier >> *Eigenwerbung aus*

Mittwoch, 20. September 2017

Sachhörbuch: Yael Adler "Haut Nah . Alles über unser größtes Organ

Auf die Idee, dass ich mein Audible-Abo auch für Sachbücher nutzen könnte, bin ich erst recht spät gekommen - aber das gefällt mir richtig gut! Bei manchen Büchern gibt es dann sogar zusätzlich zur Audio-Datei noch ein PDF mit Background-Infos oder Rezepten, z.B. bei Michael Pollans "Cooked" oder bei "How not to die". Bei Frau Adler gab's aber kein PDF - gefallen hat mir das Hörbuch trotzdem! Auf die Idee mit den Sach-Hörbüchern hat mich übrigens Mark vom "Fitness mit Mark"-Podcast gebraucht - das wäre noch so eine Empfehlung.

Haut nah: Alles über unser größtes OrganHaut nah: Alles über unser größtes Organ by Yael Adler
My rating: 4 of 5 stars

Doch, hat mir sehr gut gefallen -obwohl es von der Autorin selber gelesen wird und das finde ich ja meist eher ein Malus als ein Bonus - aber Frau Adler macht das wirklich gut. Und obwohl ich dachte, ich wuesste schon ziemlich viel über die Haut und so, habe ich durchaus noch etwas lernen können. Sehr zu empfehlen!

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Sonntag, 17. September 2017

Schöne Resteverwertung: Fische aus Sockenwollresten

Jede Strickerin hat Reste - und jemand wie ich, der über eine ziemlich lange Zeit eine Leidenschaft für kleine, schnelle Projekte hatte, hat besonders viele davon. Eine hübsche Möglichkeit, diese kleinen Reste, vor allem von bunter Sockenwolle, zu verwenden, sind diese niedlichen Fischles. Die Anleitung gibt es kostenlos bei Ravelry. Verwenden kann man die Dinger z.B. als Schluesselanhänger oder auch als Geschenkanhänger - für einen Aquarianer. Oder als Deko bei einer Taufe, Kommunion oder Konfirmation.

Freitag, 15. September 2017

Sachhörbuch: Rich Dad, Poor Dad

Rich Dad, Poor DadRich Dad, Poor Dad by Robert T. Kiyosaki
My rating: 3 of 5 stars

Hm - ich würde sagen, so 3.5... WAS der Typ so erzählt, ist ja durchaus vernünftig... Aber der ist mir irgendwie zu amerikanisch und extrem unsympathisch... Dass es - wenn man Vermögen aufbauen möchte - eine sinnvolle Sache ist, weniger auszugeben als man einnimmt und die Differenz zu investieren, ist sicher sinnvoll - wäre ich aber vielleicht auch ohne ihn drauf gekommen... Und Immobilien - auf die er seinen Reichtum begründet - sind mir persönlich zuviel Gespraddel. Also kann ich die hymnischen Lobpreisungen der diversen Finanzblogger nicht so ganz nachvollziehen - aber das ist eher eine Bauchsache, der Typ ist mir schlicht unsympathisch.

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Mittwoch, 13. September 2017

Unbedingt lesen: Michael Pollan "In Defense of Food"

In Defense of Food: An Eater's ManifestoIn Defense of Food: An Eater's Manifesto by Michael Pollan
My rating: 5 of 5 stars

Super! Informativ, nicht polemisch und sehr, sehr logisch. Eines der besten Bücher über Ernährung, das ich bisher gelesen habe. Wirklich sehr zu empfehlen!

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Montag, 11. September 2017

Rezension: Edward Rutherfurd "Paris"

ParisParis by Edward Rutherfurd
My rating: 5 of 5 stars

Doch - hat mir sehr gut gefallen! Und das, obwohl ich alles andere als frankophil bin und Paris - wo ich beruflich mindestens 1x pro Jahr bin - schon gleich grad überhaupt nicht! Aber die Geschichte ist nett erzählt, die Perspektiven sind auch interessant: Es gibt quasi eine "Hauptstory", die vom späten 19ten Jahrhundert bis zu 1968 läuft, dazwischen werden immer wieder Vorperioden quasi in Rückblenden erzählt. Am Anfang wusste ich nicht, ob mir das gefällt - jetzt habe ich beschlossen, doch, es gefällt mir sehr! Die Familien sind gut ausgewählt- allein vom jüdischen Plot hätte ich gerne noch mehr gelesen, dafür hätte ich den Sozialisten nicht unbedingt gebraucht - aber der gehört natürlich dazu. Und obwohl ich Paris nicht besonders mag, hat es mir gefallen, dass ich viele der beschriebenen Schauplätze (Place des Voges z.B. oder auch die Gegend um den Louvre) selbst kenne.
Eine ganz klare Leseempfehlung von mir - für Paris-Fans sicher NOCH interessanter!

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Sonntag, 10. September 2017

Domics Kochexperimente: Rote Bete Curry mit Reis und Bohnen

Ich habe ja seit letztem Jahr das Kochen für mich entdeckt und koche eigentlich fast jeden Abend.

Ok, im Hochsommer heißt das eher, ich schmeiße einen Salat zusammen, bei 30 Grad oder mehr muss ich nicht auch noch den Herd anwerfen.

Mittlerweile ist es aber schon wieder etwas später und meine Schwiegis haben viel Gemüse im Garten, bei dem wir uns bedienen dürfen - super!

Also habe ich zwei Rote Beten geerntet und sie - inspiriert von diesem Rezept bei Chefkoch.de zu einem Curry verwurstet, zusammen mit ein paar Frühlingszwiebeln, 1 Möhre, Reis und Pintobohnen. Außerdem ist ein bissle Currypulver drin, Sojasauce, Hefeflocken und noch ein paar Rosinen - mir hat's gut geschmeckt. Auf die Idee, Curry zur Roten Beete zu packen, wäre ich ohne den Chefkoch gar nicht gekommen...