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Mittwoch, 28. Oktober 2026

Rezension: Die Kollegin von Freida McFadden

Ich bin ja lange um die Housemaid-Reihe der Autorin herumgeschlichen, denn mit Thrillern- vor allem blutigen - bin ich in den letzten 5 Jahren oder so nicht mehr richtig warm geworden. Die Housemaids haben mir dann aber wirklich gut gefallen >> So gut, dass ich jetzt bei der Onleihe zugeschlagen habe, als dieses Buch verfügbar war. Und ja, auch das hat mir gut gefallen - nicht ganz so gut wie die Housemaids, aber immer noch so gut, dass ich gerne noch weitere Bücher der Autorin lesen würde.


Heyne Verlag, Paperback, ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443489



Klappentext: 

Dawn Schiff ist seltsam. Darin sind sich ihre Kollegen einig. Sie sagt nie das Richtige. Sie hat keine Freunde. Aber sie ist jeden Morgen um Punkt 8:45 Uhr an ihrem Platz in der Firma, in der sie als Buchhalterin arbeitet. Bis sie eines Morgens nicht auftaucht. Dawns Kollegin Natalie Farrell wundert sich. Dann erhält sie einen anonymen Anruf und fährt zu Dawns Wohnung. Keine Spur von ihrer Kollegin. Doch Natalie bietet sich ein Bild des Grauens. Eins scheint bald klar: Jemand muss Dawn so sehr gehasst haben, dass er sie getötet hat. War es jemand aus ihrem Büro? Je mehr Natalie herausfindet, desto tiefer verstrickt sie sich selbst in ein Netz aus Lügen und Gewalt, aus dem es kein Entkommen gibt.


Über Freida McFadden:


Mit ihrer Gabe für überraschende Twists und packende psychologische Spannung ist der US-amerikanischen Ärztin und Bestsellerautorin Freida McFadden in kürzester Zeit der internationale Durchbruch gelungen. Nach dem phänomenalen Erfolg von 'Wenn sie wüsste' stürmte sie mit ihren darauf folgenden Thrillern gleich an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihre Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Mit ihrer Familie und einer schwarzen Katze lebt Freida McFadden in einem jahrhundertealten Haus mit knarzenden Treppen und Blick auf das Meer.


Und, wie hat es mir gefallen?

Sie kann's echt, die Frau McFadden! Auch wenn die Housemaid-Reihe, da vor allem Band 2, mir einen Tick besser gefallen hat, habe ich auch dieses Buch gern gelesen und bin schnell durchgekommen, denn die kurzen Kapitel, meist mit Cliffhänger(le) am Ende, ziehen einen echt rein ins Buch.

Und wie gewohnt gibt es auch hier etwa nach 2/3 des Buches einen Twist, bei dem die Erzählperspektive wechselt. Den habe ich vielleicht ein bissle mehr kommen sehen als bei den Housemaids, allerdings vielleicht auch deshalb, weil ich von der Autorin mittlerweile sowas erwarte.


Nur die Auflösung ganz am Schluss fand ich jetzt ein bissle "too good to be true" - alle leben glücklich bis an ihr Lebensende und haben sich alle voll doll lieb? Aehm.... nein, das kauf ich so nicht. War jetzt aber auch nicht so drüber, dass es mir das Buch komplett verleidet hätte, aber die Enden mit Millie habe ich als gelungener in Erinnerung.

Trotzdem gibt's solide 4 von 5 Sternen und ich werde gerne noch weitere Bücher der Autorin lesen.

So, jetzt Du: Welche Krimi- oder Thriller-Reihe oder -AutorIn konnte Dich in letzter Zeit überzeugen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 21. Oktober 2026

Rezension: Dreh Dich nicht um von Jennifer L. Armentrout

Die Dame schreibt hauptsächlich Romantasy, ein Genre, mit dem ich so überhaupt nix anfangen kann. Sie hat aber ziemlich viele Fans, also habe ich zugegriffen, als ein Jugendkrimi von ihr bei der Onleihe verfügbar war, um mal zu gucken, ob das vielleicht was für mich ist - nein, ist es nicht...

Bibliographische Daten: 

Dreh Dich nicht um von Jennifer L. Armentrout * >>

Heyne Taschenbuch,‎ 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3453412893


Klappentext:

Samantha ist schön. Sie ist mit dem coolsten Jungen der ganzen Schule zusammen. Sie hat alles, wovon die anderen Mädchen träumen. Dann verschwindet sie für vier Tage. Als sie wieder auftaucht, ist nichts mehr, wie es einmal war: Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Und ihre beste Freundin Cassie wird vermisst. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Und trägt Samantha etwa die Schuld daran? Samantha bleibt nur wenig Zeit, ihre Erinnerungen zurückzugewinnen. Denn jemand hat es auf sie abgesehen. Jemand, der genau weiß, was passiert ist.


Über Jennifer L. Armentrout:

Jennifer L. Armentrout schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Besonders bekannt ist sie für ihre Romantasy-Reihe "Blood and Ash". Ihre Bücher klettern immer wieder auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und ihr Spiegelbestseller »Obsidian« wird derzeit verfilmt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Loki in West Virginia. Wenn sie nicht gerade liest oder schlechte Zombie-Filme anschaut, arbeitet sie an ihrem neuesten Roman. 


Und, wie hat es mir gefallen?

Oergs, das war eine schwere Geburt - ich hätte es wohl besser abbrechen sollen, ich bin zu alt für dieses Buch, denn die Hauptfiguren sind Highschool-SchülerInnen, eine Welt, in die ich mich nicht wirklich einfinden will und kann. Aber ich wollte endlich mal was von der Autorin lesen, und da Fantasy so gar nicht meins ist, hab ich mich hier halt durchgebissen...

Und ja, es war durchaus spannend, auch wenn ich so ab etwa der Hälfte (richtig) vermutet habe, wer der Schuldige war... Die ganze Story ist allerdings auch ein bissle konstruiert - dieser (angebliche) Gedächtnisverlust, die Urheberschaft zu den Zetteln, die Sam bekommt, die Wandlung von der Zicke zum Good Girl - aehm - nee, hab ich nicht wirklich gekauft. Und ja, ich bin (immer noch) kein Fan von Spice - davon gibt's jetzt zwar nicht massenhaft, aber kommt schon vor und hätte ich nicht gebraucht.

Was hab ich gelernt? Frau Armentrout kann schon schreiben, dieses Highschool-Setting ist aber nix mehr für mich. Ich bin froh, dass ich das Buch aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe. 

Konnte man zwischendurch ganz gut lesen, in Zukunft werde ich meine Lesezeit aber wohl in lohnendere Bücher investieren und konsequenter abbrechen. Ich vergebe (gerade so) 3 von 5 Sternen und werde eher nix weiter von der Dame lesen.

So, jetzt Du: Welche gehypte Autorin konnte Dich nicht überzeugen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 30. September 2026

Rezension: Unser Tag ist heute von Virginie Grimaldi

Das Buch habe ich mir als Hörbuch schon im Januar oder so zugelegt, im Rahmen einer "halber Preis"-Aktion. Aber irgendwie bin ich bei 30% Hörzeit stecken geblieben. Gut also, dass es eines der Buchclub-Bücher vom Eat-Read-Sleep-Lesekreis Karlsruhe für den Juli war, also "musste" ich es dann lesen. War jetzt nicht unbedingt ein Lebens-Lesehighlight, aber ganz nett für Zwischendurch...

Bibliographische Daten:

Unser Tag ist heute von Virginie Grimaldi * >>

Penguin Verlag, 336 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3328603298


Klappentext:

Jeanne, 74, hat kürzlich ihren Mann verloren und findet sich in einer einsamen und finanziell prekären Situation wieder. Iris, 33 und schwanger, ist einer toxischen Beziehung entflohen, versteckt sich in Paris, wo sie aus dem Koffer lebt, und sucht nach einer Unterkunft. Théo, 18, Konditorlehrling ohne festen Wohnsitz, hat Jahre im Heim hinter sich, Erinnerungen an eine desolate Kindheit im Gepäck und braucht ebenfalls dringend eine Bleibe. Geplagt von Geldsorgen kommt Jeanne auf die Idee, einen Untermieter in ihre große Pariser Wohnung aufzunehmen. Aus einem werden zwei, und so findet sich eine auf den ersten Blick ungewöhnliche WG zusammen. Eine Schicksalsgemeinschaft, aus der bald so viel mehr wird: Ersatzfamilie und Freunde fürs Leben.


Über Virginie Grimaldi:

Virginie Grimaldi wollte schon mit acht Jahren Schriftstellerin werden. Damals schrieb sie einen Roman, der von der Liebe, dem Meer und einem dreißigseitigen Sonnenuntergang handelte. Heute zählt sie zu den mit Abstand erfolgreichsten Autorinnen Frankreichs, ihre Fans warten sehnsüchtig auf jeden neuen Roman und jeder erobert die Spitze der Bestsellerliste in Sturm. Ihre Bücher werden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Virginie Grimaldi lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und ihrer restlichen Familie bei Bordeaux.


Und, wie hat es mir gefallen?

Wieder ein Buchclub-Buch, das Hörbuch hatte ich aber schon seit Februar oder so heruntergeladen und nach ca. 40% irgendwie nicht weitergehört. Dabei war die Geschichte einer "Found Family", einer multi-generationalen Wohngemeinschaft mit einer Witwe Ü 70, einer Frau in den 30gern und einem jungen Mann Anfang 20, eigentlich genau das, was ich mag. Warum sie mich trotzdem nicht so recht packen konnte? Ich weiß nicht... Ich hab's ganz gern gehört, ich fand auch gut, dass die männliche Figur auch von einem männlichen Sprecher gesprochen wurde.

Aber irgendwie hat's mich nicht wirklich berührt. Dabei geht's schon um teilweise starken Tobak - eine Frau, die von ihrem Freund misshandelt wird, ein Kind einer Alkoholikerin, dass seine gesamte Kindheit on und off in einem Heim verbracht hat und eine trauernde Witwe. Außerdem geht's noch um ungewollte Kinderlosigkeit und Patchwork-Familien. Vielleicht ein bissle arg viel auf einmal?

Und am Ende wird - natürlich - alles gut. Wobei ich mich letzterem nicht unbedingt ein Problem habe, Happy Endings sind schon ok. Kann man also ganz gut lesen, ist aber sicher nicht das Stärkste zum Thema Found Family, das ich je gelesen habe. 

Da gefällt mir "Laute Nächte", das ich gerade lese/höre, schon deutlich besser. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit französischen resp. Pariser Settings eher so nix anfangen kann. Wobei das Buch jetzt nicht so französisch ist wie die "Vier Jahreszeiten", hätte auch gut in Belgien oder England oder Dänemark spielen können.

Ich vergebe trotzdem mal 4 Sterne, war ok- aber irgendwie hat es mich nicht so richtig "bekommen".

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit ein Buch gelesen, das Dich irgendwie nicht so recht erreicht hat? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 9. September 2026

Rezension: Die Briefeschreiberin von Virginia Evans

 Ich war etwas skeptisch, denn "Yesteryear", das letzte Hype-Buch, das ich gelesen habe, hat mir nicht so gut gefallen. Aber dieses Buch ist definitiv den Hype wert- unbedingt lesen!

Bibliographische Daten:

Die Briefeschreiberin von Virginia Evans * >>

Goldmann-Taschenbuch, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3442497396


Klappentext:

Mit ihren dreiundsiebzig Jahren nutzt Sybil ihre Klugheit und ihren geistreichen Humor, um die Welt in Wort zu fassen. Doch jenseits ihrer umfassenden Korrespondenz hält sie die Menschen, die sie liebt, seit drei Jahrzehnten auf Abstand. Bis eine Nachricht aus ihrer Vergangenheit sie zwingt, sich dem schmerzhaftesten Kapitel ihres Lebens zu stellen. Nun muss Sybil jenen Brief abschicken, an dem sie all die Jahre geschrieben hat. Und sie muss den Mut finden, sich selbst zu vergeben.


Über Virginia Evans:

Virginia Evans stammt aus dem Nordosten der Vereinigten Staaten. An der James Madison University in Harrisonburg, Virginia, und dem Trinity College in Dublin studierte sie englische Literatur, Philosophie und kreatives Schreiben. Mit ihrem Ehemann, ihren zwei Kindern und ihrem Labrador Brigid lebt sie heute in Winston-Salem, North Carolina. Ihr hochgelobtes literarisches Debüt »Die Briefeschreiberin« entwickelte sich vom Geheimtipp zum internationalen Überraschungsbestseller, die Autorin wurde dafür sowohl mit dem PEN/Faulkner Award als auch mit dem Women's Prize for Fiction ausgezeichnet.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ich war ein bissle skeptisch, weil das Buch ja ziemlich gehypt wurde und mir "Yesteryear"- ein anderes Hype-Buch - nicht wirklich gut gefallen hat. Aber dieses hier ist natürlich TOTAL anders! Allerdings war ich auch wegen der Form skeptisch, denn das Buch wird ausschließlich in (relativ kurzen) Briefen erzählt, die die Hauptfigur Sybil entweder selber schreibt oder bekommt.

Die Briefe sind hauptsächlich chronologisch, von den frühen 2000ern bis 2021, nur zwei Briefe, die Sybil als Teenager an ihre beste Freundin geschrieben hat, tauchen außer der Reihe auf. Nach und nach erfahren wir so die Geschichte über  Sybils Ehe und Familie, sowohl über ihren geschiedenen Mann und ihre Kinder, als auch über ihren Adoptivbruder und ihre Adoptiv-Eltern.

Wichtige Figuren sind außerdem ihre beste Freundin uns ihre Familie sowie ein ehemaliger Arbeitskollege und dessen Sohn, dessen Patentante Sybil ist. 

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, gerade WEIL die Briefe meist nur 2-5 Seiten lang sind und ich immer wissen wollte, wie es weiter geht. Dabei folgt auf einen Brief von Sybil nicht unbedingt immer sofort der Antwortbrief, manchmal sind mehrere andere Briefe dazwischen.

Ich mochte auch, dass die meisten Figuren in diesem Buch schon älter sind, erfrischend - denn die meisten belletristischen Bücher haben Hauptfiguren so um die 30, Sybil ist aber schon über 70, als das Buch anfängt - fand ich super! Auch waren da erfreulich wenig Stereotype für meinen Geschmack, die Charaktere waren ziemlich differenziert.

Ein winziger Wermutstropfen: In der Korrespondenz erwähnt Sybil immer wieder Bücher, die sie gerade liest und wie sie ihr gefallen, mit einigen AutorInnen korrespondiert sie auch direkt. Da hätte ich es schon gefunden, wenn es im Anhang eine Literaturliste aller erwähnten Bücher gegeben hätte - aber ich bin sicher, die kann ich ergoogeln...

Und das Buch macht total Lust, mal wieder selber zum Füllhalter zu greifen und einen richtigen Brief zu schreiben - keine email oder WhatsApp-Nachricht. Es kommen schon auch e-mails vor, aber der Großteil der Korrespondenz sind Briefe.

Ich vergebe volle 5 Sterne und bin gespannt, was Frau Evans sonst noch so schreiben wird. 

Ich habe das Buch als eBook aus der Bücherei gehabt, kann mir aber gut vorstellen, es noch einmal als "richtiges" Buch anzuschaffen und es nochmal zu lesen.

So, jetzt Du: Welches Hype-Buch hat Dich zuletzt überzeugen können? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 2. September 2026

Rezension: Der Sturm zwischen uns von Carley Fortune

 Vor 2 Jahren habe ich das erste von Carley Fortunes Sommerbüchern gelesen >>, das hat mir überraschend gut gefallen, obwohl ich ja eigentlich nicht soooo der Fan von sehr jungen Protagonisten bin und ein bissle viel Spice war's auch - da konnte ich beim ersten Buch aber noch drüberweg lesen.

Buch 2 und 3 haben mir dann schon nicht mehr sooo gut gefallen, und ich hatte mir den "Sturm" als physisches Buch gekauft, bevor ich Buch 3 gelesen hatte - ich hatte schon ein bissle Sorge, dass mir das gar nicht gefallen würde... Aber zum Glück kam es ganz anders!

Bibliographische Daten:

Der Sturm zwischen uns von Carley Fortune * >>

Penguin Verlag, broschiert, 512 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3328114599


Klappentext:

Niemals hätte Frankie erwartet, dass sie dieses Schicksal ereilen wird: Kurz vor der Hochzeit lässt ihr Verlobter ihre gemeinsame Zukunft zerplatzen. Mit gebrochenem Herzen kehrt Frankie zu ihrer Familie zurück, um sich in ihrem Elend zu suhlen – doch sie hat die Rechnung ohne ihren besten Freund George gemacht. Er möchte, dass Frankie in die Flitterwochen fährt. Mit ihm. Eine Woche lang die frische Meeresluft von Tofino einatmen, in den wilden Wellen surfen und den atemberaubenden Regenwald erleben. Georges Plan, Frankie von ihrem Herzschmerz zu befreien, entwickelt sich schon bald zu etwas anderem: einer letzten Chance, ihre Freundschaft zu retten. Und das bedeutet, Geheimnisse und unausgesprochene Gefühle ans Licht zu bringen.


Über Carley Fortune:

Carley Fortune ist eine preisgekrönte kanadische Journalistin. Ihr Debütroman »Fünf Sommer mit dir« über eine unvergessene Jugendliebe an einem kanadischen See eroberte sofort die Bestsellerlisten der »New York Times«, »Sunday Times«, »Globe and Mail« und des »Toronto Star«. Carley Fortune denkt so gern an die Sommer ihrer Kindheit in dem idyllischen Ort Barry’s Bay zurück, dass sie ihn unbedingt zum Schauplatz ihrer wunderschönen Liebesgeschichte machen musste. Sie lebt mit ihrer Familie in Toronto.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach, das war wieder echt nett! Bisher war mir ja vor allem bei ihrem zweiten und dritten Buch zuviel Spice drin, das hielt sich hier zum Glück in Grenzen (aber das, was dann drin war, sorgte dafür, dass es eben doch eher 4,5 statt 5 Sterne geworden sind). 

Aber es hat mir soooo gut gefallen! Vor allem das Setting im kanadischen Regenwald (wusste nicht mal, dass es den gibt) war genau meins, aber auch die Freundschaftsgeschichte zwischen Frankie und George mochte ich sehr. Ja, geschenkt - ich halte es schon für sehr, sehr unwahrscheinlich, dass diese zwei, die zusammen aufgewachsen sind und sogar mal in ihren 20gern zusammen gewohnt haben, nicht früher hätten merken können, dass da mehr zwischen ihnen ist als nur Freundschaft. 

Aber die Geschichte ist wirklich schön erzählt und hat mir auch deutlich besser gefallen als "Sommer ohne August". Außer dem Natursetting gibt's auch noch tolle Beschreibungen der Gerichte, die die beiden so verspeisen (Frankie ist Köchin) und am Rande kommt noch eine problematische Mutter -Tochter-Beziehung vor, die ich jetzt nicht dringend gebraucht hätte, aber auch ganz gut beschrieben fand. 

Und es wird alle Nase lang aus "Little Women" zitiert, was dazu geführt hat, dass ich mir die Schmuckausgabe von Coppenrath zugelegt habe. Ich muss sagen, das ist bisher mein liebstes Buch der Autorin, ich vergebe sehr gute 4,5 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Wann ging es Dir zuletzt so, dass Dir ein Folgeband einer Reihe besser gefallen hat als die ersten Bände? Welche Reihe war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 26. August 2026

Rezension: Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger

 Das Buch war auf der "Sommer-Buchliste" der Stadtbibliothek Karlsruhe. Ist jetzt nicht unbedingt ein reines Sommerbuch, hat mir aber ordentlich gefallen.

Bibliographische Daten:

Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger * >>

dtv Verlagsgesellschaft, Taschenbuch, 432 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3423221852


Klappentext:

Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.


Über Beatrix Gerstberger:

Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den SPIEGEL-Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen vor 20 Jahren, als sie für sechs Monate in einem Hummerfischerdorf in Maine lebte. Viele Jahre später kehrte sie an diesen Ort zurück, fuhr mit Hummerfischerinnen hinaus aufs Meer und sprach mit ihnen über das Leben, über Verluste, Trauer und das Weitermachen. Daraus entstand die Idee für diesen Roman. Beatrix Gerstberger lebt in Hamburg.


Und, wie hat es mir gefallen?

War auf der Sommer-Empfehlungsliste der Stadtbibliothek Karlsruhe, und ich habe es - gerade auch als "Sommerbuch" ganz gern gelesen. Die Geschichte spielt zwar nicht nur im Sommer, aber der Vergangenheitsstrang schon: Die Hauptfigur Mina hat mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder viele Sommer ihrer Kindheit auf der Insel Eagle Island bei Stone Harbour in Maine verbracht. Nach einem Schicksalsschlag kommt sie wieder in die Region und findet Unterschlupf bei der alten Hummerfischerin Ann. 

Erzählt wird dann, wie sie sich in Stone Harbour einlebt und zusammen mit Ann und der Fischerin Julie zum Hummerfischen aufs Meer fährt. In Rückblenden erfährt man auch einiges über ihre Kindheitssommer auf der Insel, und auch ihren Jugendfreund Sam trifft sie wieder. Es geht in dieser Geschichte viel um Familienbeziehungen, aber auch um Freundschaft und "Found Family". 

Einzig die Geschichte um Minas und Sams Brüder hat mich etwas genervt - beide sind bei Unfällen ums Leben gekommen, und obwohl immer angedeutet wird, dass es da ein "Geheimnis" zu lüften gibt, wird das bis zum Schluss nicht aufgelöst. Fand ich ein bissle nervig - wenn das nicht relevant ist, hätte sie diesen Erzählstrang doch gar nicht einführen müssen? 

However, das ist Jammern auf hohem Niveau - die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten, und ich mochte die Figuren sehr, vor allem Julie. Die bekommt im 2. Band "Hummerjahre", der im August 2026 erscheinen soll, die "Hauptrolle", sagt der Klappentext. Joa, werde ich vielleicht auch lesen, muss jetzt aber nicht sofort sein. 

Insgesamt ein nettes Buch mit guten Charakteren und nicht-kitschigen Liebesgeschichten. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Hast Du ein "Sommerbuch" gelesen, das Du mir empfehlen kannst? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 19. August 2026

Rezension: Sommer in Wien von Petra Hartlieb

 Das erste Buch in dieser Reihe, "Winter in Wien", habe ich vor Ewigkeiten schon gelesen >>. Hat mir damals gut gefallen, und eigentlich wollte ich schon längst die anderen Bücher aus dieser Reihe lesen. Den "Sommer" habe ich mir jetzt jahreszeitlich passend vorgenommen, und auch den Frühling habe ich schon als gedrucktes Buch hier liegen...


Bibliographische Daten:

Sommer in Wien
von Petra Hartlieb * >>

DuMont Buchverlag , 176 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3832183728


Klappentext:

Der berühmte Dichter Arthur Schnitzler verbringt mit seiner Familie die Sommerfrische auf der mondänen Adria-Insel Brioni. Und Marie, das Kindermädchen der Familie, reist mit. Doch obwohl sie zum ersten Mal am Meer ist, sind ihre Gedanken in Wien. Oskar Nowak, der junge Buchhändler aus der Währinger Straße, geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ob sie als Paar eine Zukunft haben?


Über Petra Hartlieb:

Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte in Wien Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau bei verschiedenen Verlagen in Wien und Hamburg, später als Literaturkritikerin für den NDR, Ö1 und die Financial Times. Seit 2001 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joah, kann man schon mal lesen, muss man sicher nicht. Ich würde -wie auch schon beim Winterbuch- unbedingt empfehlen, das in der passenden Jahreszeit zu lesen, denn ich konnte die Sommerhitze in Wien sehr gut "nachfühlen". 

Außerdem gefällt mir die Reihe vermutlich auch deshalb so gut, weil sie in Wien spielt und ich die Stadt ein bissle kenne. Ich war also wieder gerne bei Marie, den Schnitzler-Kindern und Oskar. 

Allerdings geht die Entwicklung der Beziehung ein bissle fix, was vermutlich der Kürze des Buches geschuldet ist - da war wohl einfach nicht genug Platz, um das ganze etwas langsamer zu entwickeln. Vermutlich hätte man die ganze Geschichte gut in einen, maximal 2 längere Bücher packen können - aber ich hab's trotzdem ganz gern gelesen.

Ich habe den Frühling schon hier liegen, und auch den Herbst - den letzten Band- werde ich vermutlich noch lesen. Die Figur der Fanni als frühe, emanzipierte Frau, fand ich ganz interessant, aber die kam ja schon noch sehr am Rand vor.

Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen - wenn Du jetzt nicht der größte Wien-Fan bist, ist das Buch sicher kein Muss, aber als "seasonal read" fand ich es schon ganz nett.

So, jetzt Du: Gibt's ein "Sommerbuch", das ich unbedingt diesen Sommer noch lesen sollte? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 12. August 2026

Rezension: Hier muss es sein von Maggie O'Farrell

Wieder eine Empfehlung meiner "Buchclub-Schwester" vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe - und das war ein absoluter Volltreffer! Ein 5-Sterne-Highlight, könnte gut sein, dass das mein Jahreshighlight wird in 2026.

Bibliographische Daten:

Hier muss es sein von Maggie O'Farrell * >>

Piper Taschenbuch, 544 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492321275


Klappentext:

Claudette Wells ist eine Frau, die zur Schrotflinte greift, sobald sich ein Fremder dem Haus ihrer Familie nähert. Warum beschützt sie ihr Refugium im Nordwesten Irlands so rigoros? Und warum gab sie ihre Karriere als Filmstar auf, obwohl ihr die Welt zu Füßen lag? Ihr Ehemann Daniel, Linguistikprofessor aus Brooklyn, verliert die ihm eigene Bodenhaftung, als er vom Tod seiner Ex-Geliebten Nicola Janks erfährt. Eine über Jahrzehnte verdrängte Schuld bricht über ihn herein – und reißt ihn aus dem Leben, das er und Claudette sich aufgebaut haben.


Über Maggie O'Farrell:

Maggie O’Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach - was für ein tolles Buch! Hätte ich schon viel früher lesen sollen! Ich hatte es aus der Onleihe, aber das ist eines der Bücher, die ich sicher nochmal lesen möchte und die ich auch sehr gerne "in echt und gebunden" im Regal stehen hätte!

Die Geschichte hat sehr viel von dem, was ich mag: Es gibt sehr viele unterschiedliche Figuren und die Geschichte wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Manche Figuren haben nur ein Kapitel und sind ziemlich weit von den Hauptfiguren entfernt - z.B. eine alte Dame, die zwei der Hauptfiguren auf einer Reise kennenlernt, die Hauptfiguren - vor allem Daniel - haben auch schon mal mehrere Kapitel, die sie erzählen. Besonders gut gefallen hat mir ein Kapitel ziemlich weit vorne, das einfach nur ein Auktionskatalog mit Erinnerungsstücken an die Schauspielerin Claudette ist - dabei werden viele später aufgeklärte Elemente der Geschichte schon mal "angeteasert".

Außerdem wird nicht linear erzählt - wir starten in den 2010er Jahren, springen dann in die 80ger, 90er, einmal sogar in die 1940er, immer munter hin- und her - fand ich super und überhaupt nicht verwirrend! Auch die Sprache mochte ich sehr, sehr schön, manchmal fast lyrisch, ohne kitschig zu sein. Aber um was geht es eigentlich? Hauptsächlich um die Lebens- und Liebesgeschichte(n) von Claudette und Daniel und ihren Familien - Kinder, Geschwister, Enkelkinder usw. Dabei mochte ich vor allem die Kinder und Geschwister wirklich gerne, auch Claudette. Daniel wollte ich des Öfteren ordentlich schütteln, der war schon manchmal anstrengend. Aber insgesamt war ich supergerne dabei und fand es echt schade, als das Buch ausgelesen war. 

Das war absolut ein Lebens-Lesehighlight, das ich sicher noch einmal lesen werde. Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und ich werde sicher noch mehr von der Autorin lesen.

So, jetzt Du: Welches Buch konnte Dich zuletzt so richtig begeistern? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 29. Juli 2026

Rezension: Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak

Auf dieses Buch wäre ich ohne die Empfehlung aus dem eat-read-sleep-Buchclub Karlsruhe nicht gestoßen. Es war zwar keines, das wir im Buchclub zusammen gelesen haben, aber eine meiner "Buchclub-Schwestern" hat es empfohlen - und das tue ich auch, wenn die leicht verschrobene Geschichten magst...

Bibliographische Daten:

Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak * >>

C.Bertelsmann Verlag, 304 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3570104699


Klappentext: 

Claudia Hendl ist nicht unbedingt glücklich und noch weniger fantasiebegabt – bis eines Tages eine alte, egozentrische Dame in ihr Wirtshaus kommt. Ihr Name ist Johanna Fialla, und nachdem sie Vertrauen zu Claudia gefasst hat, eröffnet sie Unglaubliches: Sie, Johanna, sei in Wahrheit die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf. Der habe sich nämlich gar nicht erschossen, sondern sei nur untergetaucht und habe unter falschem Namen eine neue Familie gegründet, dessen Sprössling Johannas Vater gewesen sei. Nach und nach erzählt Johanna ihre Lebensgeschichte, und Claudia, die niemals schriftstellerische Ambitionen gehabt hat, beginnt sie aufzuschreiben. Dabei erfährt sie vielleicht nicht unbedingt historische Fakten – aber sie erkennt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht.


Über Irene Diwiak:

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz, ist eines der großen Erzähltalente ihrer Generation. Für ihre literarischen Texte sowie ihre Theaterstücke wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Liebwies« stand bereits auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Es folgten ihre Romane »Malvita« sowie »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Nett - und sehr österreichisch! Auch dieses Buch war eine Empfehlung meiner "Buchclubschwester" aus dem eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe 2, wie schon "Heimweh". 

Ich hab ja mal 3 Monate Auslandssemester in Wien verbracht und fahre regelmässig nach Tirol in Urlaub, also ist mir alles österreichische sehr "nah am Herzen". Und der Ton dieses Buches ist schon sehr österreichisch, witzig, sarkatisch und mit vielen skurillen Figuren. 

Da ist zum einen natürlich die "letzte Kaiserin" Frau Fialla, ihre diversen Ehemänner, aber auch ihre Herkunftsfamilie in Wien. Viele der Figuren sind aber auch historisch real-existierend: Der Kronprinz Rudolf und seine Mätresse(n), sein Kutscher, sein Kammerdiener, die verrückte Schauspiel-Gräfin, andere Habsburger-Verwandtschaft - hat es alle wirklich gegeben, ich habe ordentlich Google und Wikipedia bemüht. 

Last, but not least ist da auch noch die "Erzählerin" Claudia Hendl, die Frau Fiallas Geschichte in einem österreichischen Landgasthaus aufschreibt. Auch die macht eine Entwicklung durch, die mir sehr gefallen hat.

Insgesamt ging es aber gar nicht so sehr darum, ob an der Geschichte etwas Wahres sein könnte, sondern eher um Herkunft, Familie und wie Frauen seit den 1920gern ihren Lebensweg selbst gestalten konnten oder auch nicht.

Hat mir sehr gefallen, ich vergebe solide 4 Sterne und schaue mal, was die Autorin sonst noch so geschrieben hat.

So, jetzt Du: Wann hast Du zuletzt auf Empfehlung anderer ein (gerne schon älteres) Buch gelesen, das Dir richtig gut gefallen hat? Welches war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 15. Juli 2026

Rezension: Heimweh von Graham Norton

Ich kannte Norton bisher nur als Host einer britischen Talkshow, die ich hin und wieder gern ansehe auf Youtube. Das er auch schreibt (und sogar ziemlich gut!), war mir bisher entgangen. Das Buch hat mir aber wirklich gut gefallen, ich möchte gern noch mehr von ihm lesen! 

Bibliographische Daten:

Heimweh von Graham Norton * >>

Rowohlt Taschenbuch, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3499006502


Klappentext:

Ein Sommertag Ende der Achtziger, sechs junge Leute fahren ans Meer. Auf dem Rückweg ein schrecklicher Unfall: Es sterben ein junges Paar, das am nächsten Tag hätte heiraten sollen, und eine Brautjungfer; die andere überlebt schwer verletzt. Kaum blessiert sind Martin, der Arztsohn, und Connor, der eigentlich nicht zur Clique gehörte. Er saß am Steuer. Der ganze Ort Mullinmore ist wie gelähmt. Und nach dem Prozess wird Connor nach England geschickt. Niemand weiß, dass er noch vor etwas ganz anderem flieht. Bald bricht er den Kontakt zu den Eltern ab. Connors Schwester wird derweil von Martin umworben. Die beiden heiraten, und die Ehe wird für Ellen ein Unglück. Zwanzig Jahre später betritt ein Gast eine Bar in New York. Er versteht sich sofort gut mit dem jungen Barkeeper. Dann stellen sie fest, was sie verbindet. Und jenseits des Atlantiks, in einem kleinen Ort im County Cork, löst dies eine dramatische Kette von Ereignissen aus.


Über Graham Norton:

Graham Norton, Schauspieler, Comedian und Talkmaster, ist eine der bekanntesten Fernsehpersönlichkeiten der englischsprachigen Welt. Geboren wurde er in Clondalkin, einem Vorort von Dublin, aufgewachsen ist der Sohn einer protestantischen Familie aber im County Cork im Süden Irlands. Sein erster Roman «Ein irischer Dorfpolizist» überraschte viele durch seine Wärme und erzählerische Qualität, er avancierte in Irland und Großbritannien zum Bestseller, wurde mit dem Irish Book Award 2016 ausgezeichnet und wird nun auch zu einer Fernsehserie. «Möglicherweise war es Verschwendung, dass der Mann die ganzen Jahre im Fernsehen war», schrieb Bestsellerautor John Boyne in der «Irish Times».


Und, wie hat es mir gefallen?

Das Buch war eine Empfehlung vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe. Ich kenne die Graham-Nordon-Show, ich wußte gar nicht, dass der gute Graham auch schreiben kann - und zwar gar nicht schlecht!

Das Buch spielt teilweise im Irland der späten 1980ger, teils in London, teils in New York, da aber in den frühen 2000ern und bis zur Gegenwart. Erzählt wird vor allem, wie der dramatische Unfall in den 1980gern das Leben von Connor und seiner Familie beeinflusst hat.

Im letzten Drittel des Buches gibt es dann einen Plottwist, den ich aber schon habe kommen sehen, was aber auch nicht schlimm war. Es geht viel um queeres Leben, was ich jetzt nicht soooo gern lese, aber hier hat es mir doch sehr gut gefallen, umso besser, je weiter ich in der Geschichte vorangekommen bin.

Wir erfahren abwechselnd von Connor und seiner Schwester Ellen, wie deren Leben nach dem dramatischen Unfall verläuft - Connor verlässt seinen Heimatort, Ellen bleibt. Es ist auch eher eine Familiengeschichte als eine queere Liebesgeschichte, wir erfahren auch viel über Connors Eltern und die angehörigen der anderen Unfallbeteiligten.

Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, ich mochte vor allem, wie alles gen Ende ein Happy End findet, ohne (übermässig) kitschig zu sein.

Ein sehr nettes Buch, ich denke, die anderen Titel des Autors werde ich mir auch noch ansehen!

Ich vergebe sehr solide 4 Sterne.

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit eine(n) neue(n) Autorin/Autoren für Dich entdeckt? Wenn ja, wen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 8. Juli 2026

Rezension: Samstagabend im Lakeside Supper Club von J. Ryan Stradal

 Seit längerem mal wieder ein 5-Sterne-Buch - vielen Dank an Sarah-Sophie, ohne deren Tipp ich dieses Buch ganz sicher eher nicht gelesen hätte! Das Buch hätte ich im Diogenes-Verlag auch nie und nimmer vermutet, ist eher so ein KiWi oder DuMont-Titel, würde ich sagen....

Bibliographische Daten:


Samstagabend im Lakeside Supper Club von J. Ryan Stradal * >>

Diogenes-Verlag, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3257073321


Klappentext:

Für Betty war er die Rettung aus existenzieller Not. Für Florence eine Bürde und der Ort ihrer schlimmsten Niederlage. Für Mariel ist er ein Traum, in dem sie sich selbst verwirklicht. Für Julia ist er eine bloße Legende, die nichts mehr mit ihr zu tun hat: Im ›Lakeside Supper Club‹ am Bear Jaw Lake in Minnesota trotzen vier Frauen dem Leben auf ganz unterschiedliche Weise ihr Quäntchen Glück ab.


Über J. Ryan Stradal:

J. Ryan Stradal, geboren 1975, wuchs in Hastings, Minnesota, auf. Er studierte Film, Fernsehen und Radio an der Northwestern University. Er ist Lektor, Redakteur und Produzent von Fernsehserien. Seine Romane ›Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens‹ und ›Die Bierkönigin von Minnesota‹ waren ›New York Times‹-Bestseller. J. Ryan Stradal lebt in Los Angeles, Kalifornien.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hey, das war richtig nett -danke an Sarah-Sophie für den Tipp! Ich hatte echt "Grüne Tomaten"-Vibes, die Geschichte um einen Small-Town-Diner hat mir sehr gut gefallen! Ist jetzt nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen, und wenn Dich Verlust von Kindern triggert, solltest Du's vielleicht nicht unbedingt lesen, aber ich war sehr gerne bei den Figuren.

Es geht hauptsächlich um die Geschichte von Großmutter, Mutter und Enkelin, wobei die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Mutter, Enkelin und Schwiegersohn (also dem Mann der Enkelin, dann wohl Schwiegerenkel?) erzählt wird.

Die Geschichte springt in den Zeitebenen, allerdings nicht gleichmäßig, sondern es werden durchaus mehrere Kapitel aus der Sicht einer Person hintereinander erzählt. Die Mutter, vor allem in ihren "älteren" Jahren, konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, und von den weiblichen Mitgliedern von Neds Familie hätte ich gern noch mehr erfahren, vor allem die Geschichte seiner Schwester verläuft ziemlich im Sand.

Trotzdem war ich sehr gerne im Lakeside Supper Club - auch wenn einige Passagen des Buches in St. Paul und Minneapolis spielen, haben mir die Supper Club Teile am besten gefallen, auch wegen all der anderen Bewohner. 

Obwohl sich das Buch über mehrere Jahrzehnte erstreckt, passieren viele der entscheidenden Szenen im Sommer, deshalb würde ich auch empfehlen, das Buch im Sommer zu lesen. Waren jetzt vielleicht nicht 5,5 Sterne, aber 4.8, also vergebe ich gerne 5 Sterne und werde in die anderen Bücher auch noch hereinlesen.

So, jetzt Du: Welches "Sommer-Buch" hat Dir in letzter Zeit gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Rezension: Wedding People von Alison Espach

Das war so ein Buch, von dem ich vorher dachte, es müsste mir eigentlich gut gefallen - amerkanische Hochzeits-Setting lese ich eigentlich gerne. Das hier war aber für mich ein bissle "drüber" - dieser Geisteswissenschaftler-Akademiker-Schwulst hat mich echt nur genervt! Ich bin froh, dass ich's aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe....

Bibliographische Daten: 

Wedding People von Alison Espach * >>

Lübbe- Verlag, 480 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3757701291


Klappentext:

Als Phoebe Stone in einem grünen Seidenkleid und goldenen High Heels im prächtigen »Cornwall Inn« ankommt, wird sie von allen für einen Hochzeitsgast gehalten. Doch sie ist die Einzige, die nicht zum Feiern angereist ist. Seit Jahren hat sie davon geträumt, mit ihrem Mann hierherzukommen. Nun ist sie ohne ihn hier, am Tiefpunkt ihres Lebens, fest entschlossen, sich ein letztes Mal etwas zu gönnen, bevor sie mit allem Schluss macht. Dumm nur, dass sie ausgerechnet der Braut in die Quere kommt. Die hat jedes Detail und jede denkbare Katastrophe sorgfältig einkalkuliert - mit einer Ausnahme: Phoebe und deren Vorhaben. Als sich ihre Wege kreuzen, gerät alles aus dem Takt, und es setzt etwas in Gang, das keine von ihnen erwartet hat.


Über Alison Espach:

Alison Espach wuchs in Trumbull, Connecticut, auf, wo sie den Großteil ihres Lebens verbrachte. Sie erwarb ihren Bachelor-Abschluss am Providence College und ihren Master in Kreativem Schreiben an der Washington University in St. Louis. Ihre Texte wurden in FIVE CHAPTERS, GLAMOUR, SALON, THE DAILY BEAST, WRITER'S DIGEST und anderen Zeitschriften veröffentlicht.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ich war ja ziemlich gespannt auf dieses Buch, denn wie die Hauptfigur mag auch ich Geschichten über Hochzeiten sehr gern. So ganz erfüllen konnte das Buch meine Erwartungen aber nicht- war mir irgendwie zu Ostküsten-Upperclass-Akademiker-Schwulst-Lastig. Obszön reiche Braut und ihre nicht weniger wohlhabende Verwandtschaft-to-Be treffen auf ein Professoren-Ehepaar von einer Ostküsten-Uni - oergs...

Ich mochte irgendwie keine der Figuren so richtig gern, und die Geschichte ist zwar ganz nett erzählt, das Ende ist ein bissle unerwartet - aber so wirklich vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht.

Ich bin ganz gut durchgekommen und es war ok zu lesen - aber wie gesagt, es war insgesamt etwas "drüber" für mich und sehr, sehr, sehr amerikanisch. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn ich mich in der amerkanischen resp. englischsprachigen Literaturgeschichte besser ausgekannt hätte und außer Jane Eyre auch was von Virginia Woolf oder Edith Wharton gelesen hätte - so habe ich die diversen Zitate und Referenzen eher als nerviges, bildungsbürgerliches Name-Dropping empfunden.

Ich vergebe mal 3 Sterne - aber so richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Ich bin nur froh, dass ich es aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe. Mal wieder eine Empfehlung aus dem 2-Seiten-Podcast, die den beiden Hosts gefallen hat, mir aber eher nicht.

So, jetzt Du: Hat Dich in letzter Zeit ein Buch enttäuscht, von dem Du dachtest, es müsste Dir eigentlich gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 24. Juni 2026

Rezension: Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Ich weiß gar nicht mehr, über wen ich auf dieses Buch gestoßen bin - Sarah-Sophie vielleicht? War ok, aber obwohl ich eigentlich Bücher mag, die in den Zeitebenen springen, fand ich es hier recht schwer, mich zu orientieren....

Bibliographische Daten: 

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly * >>

mareverlag, 352 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3866487487


Klappentext:

Schottland, Winter 1900. Am Strand von Skerry wird ein lebloser Junge angeschwemmt. Als der Fischer Joseph ihn ins Dorf trägt, erntet er ungläubige Blicke, denn das Kind ähnelt auf unheimliche Weise dem Sohn der Lehrerin Dorothy, der in einer längst vergangenen Nacht ans Meer ging und nie mehr gesehen wurde. Ausgerechnet Dorothy erklärt sich bereit, das rätselhafte Kind aufzunehmen, bis seine Herkunft geklärt ist. Doch die Anwesenheit des Jungen wühlt nicht nur Dorothy auf, sondern stellt die gesamte Dorfgemeinschaft vor Fragen. Weshalb war Joseph sowohl an dem Tag am Strand, als der fremde Junge angespült wurde, als auch in der Nacht, als Dorothys Kind verschwand? Worüber haben Dorothy und Joseph damals so erbittert gestritten? Und warum wurden sie nie ein Paar, obwohl sie sich für jedermann offensichtlich liebten?


Über Julia R. Kelly:

Julia R. Kelly ist Schriftstellerin, Englischlehrerin und Mutter von fünf Kindern. Sie lebt in Herefordshire und schätzt, seit sie im Rollstuhl sitzt, die Reisen, auf die uns das geschriebene Wort führen kann, noch mehr. Ihr Debütroman Das »Geschenk des Meeres« war auf der Longlist für den Mslexia Novel Prize, den Exeter Novel Prize, PenguinWriteNow und den Bath Novel Award, wurde mit dem Blue Pencil First Novel Award ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm. Ich schwanke, ob es für 4 Sterne reicht oder ob es eher 3.5 sind.... Ich bin etwas schwer reingekommen in dieses Buch, denn obwohl ich es EIGENTLICH sehr mag, wenn Bücher in den Zeitebenen springen, hatte ich Schwierigkeiten, mich zu orientieren - waren wir jetzt in der Vergangenheit oder in der Gegenwart? Das ist auch bis zum Ende nicht wirklich besser geworden, aber so ab etwa 2/3 war ich dann besser "drin" und das Buch nahm etwas Fahrt auf.

Das Setting - eine einsame schottische Insel, mitten im tiefsten Winter, eingeschneit und im Schneesturm, zumindest im Gegenwarts-Strang - hätte toll sein können, aber ich fand es ziemlich deprimierend. Nicht nur wegen des grauen Wetters, auch wegen der harten Bedingungen, denen die Figuren, vor allen die Frauen, ausgesetzt sind: Häusliche Gewalt, unerfüllter Kinderwunsch, die Abhängigkeit der Frauen von ihren (oft gewalttätigen) Männern - war jetzt alles nix, was "Happy" macht.

Im Klappentext wird erwähnt, dass das Buch 1900 spielt - ich weiß nicht, woran das festgemacht wird. Es ist schon klar, dass das zu einer Zeit vor Autos und Telefonen spielt, aber ob es jetzt 1900 oder 1850 war, hätte ich aus dem Inhalt nicht entnehmen können - oder hab ich was überlesen?

Dabei gab es schon kurze Szenen, die fast ein bissle "cozy" waren - der Tanzabend, die Gespräche im Laden oder auch die Strickzusammenkünfte. Wie genau die Geschichte zusammenhängt, war mir wirklich erst im allerletzten Viertel klar. 

Vorher habe ich immer überlegt, ob es vielleicht magischen Realismus gibt und das Kind wirklich zurückgekehrt ist - okay, das ist jetzt vielleicht ein kleiner Spoiler, aber nein: Kein magischer Realismus, es sei denn, Du verstehst die Beschreibung der Szene, in der ganz am Schluss beschrieben wird, was wirklich mit Moses geschah, schon als solchen.

Es gab schon einige Figuren, die ich sehr mochte - Joseph, natürlich, Mrs. Brown vom Laden und auch William. Mit Dorothy habe ich ein bissle gefremdelt, von Agnes hätte ich gern noch etwas mehr erfahren. 

Wenn ich mir das jetzt so angucke - ich denke, es reicht doch für 4 Sterne, auch wenn das jetzt nicht das tollste Buch ist, das ich je gelesen habe.

So, jetzt Du: Kennst Du das Buch? Oder was Ähnliches? Hat es Dir gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 17. Juni 2026

Rezension: Mord bei Schietwetter von Manuela Sanne

Ich mag ja die "Strick-Krimis" von Maggie Sefton oder Sally Goldenbaum recht gern, also habe ich mir diese Reihe einer deutschen Autorin mal angesehen - war ok, das Richtige für Zwischendurch, würde ich sagen.

Bibliographische Daten: 

Mord bei Schietwetter von Manuela Sanne * >>

between pages by Piper, Taschenbuch, 248 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492508561


Klappentext:

In Norddeich ist die Welt noch in Ordnung – davon ist Sefa Pannkok überzeugt und genießt mit ihrem Kater den Ruhestand im ostfriesischen Küstendorf ihrer Kindheit. Doch mit den behaglichen Tagen zwischen Lesen und Stricken ist es jäh vorbei, als ihre Freundin Conni umgebracht wird. Die nette Inhaberin eines Woll-Lädchens war zusammen mit drei anderen Damen und dem pensionierten Kriminalkommissar Derk Mitglied in Sefas Strickzirkel. Ab sofort ruhen die Nadeln, denn Ermittlungen gehen vor! 


Über Manuela Sanne:

Manuela Sanne wuchs in Höxter an der Weser auf. Mit Anfang zwanzig zog sie ins Bergische Land, wo sie seither mit ihrer Familie lebt. Sie arbeitete viele Jahre im Buchhandel, bis sie sich 2010 als Schriftstellerin und Werbetexterin selbstständig machte. Als Autorin humorvoller Nordsee-Krimis verbindet sie drei große Leidenschaften: Bücher, Schreiben und die Nordseeküste als liebstes Urlaubsziel. 


Und, wie hat es mir gefallen?

War ein Tipp von einer Strickpodcasterin, und wenn auch das Mordopfer einen Handarbeitsladen geführt hat, kommt Stricken eher am Rande vor. War aber nicht schlimm, der "Krimi" war trotzdem ganz nett. Klar erwarte ich bei so einem Cozy keine nagelbeißende Spannung oder Splatter-Horror, aber die Story war ganz nett erzählt und nicht zu vorhersehbar. Mich hat allerdings die eine Figur, die nur auf Plattdeutsch kommunizieren kann, etwas genervt. Wenn Du das gerne magst, trägt es sicher zum "Lokalkolorit" bei, mich hat es wie gesagt genervt und das Buch unnötig schwer lesbar gemacht.

Ein bissle ein Geschmäckle hatte es auch, dass der pensionierte Kommissar nie mitstrickt, sondern einfach nur seinem Love-Interest näher sein will, die Damen des Strickkreises werden vom Polizeipersonal insgesamt nicht ganz für voll genommen - zu Unrecht, würde ich sagen, denn bis auf die Plattdeutsche (Du merkst, die habe ich gefressen...) sind die eigentlich alle ganz clever.

Ist also nicht unbedingt ein klassischer Strickkrimi, dafür wird zu wenig gestrickt, aber lässt sich gut lesen. Ich werde in der Reihe weiterlesen und vergebe knapp 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Liest Du "Handarbeitskrimis"? Wenn ja, welche kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 3. Juni 2026

Rezension: Was Wanda will von Lena Hach

Zwischendurch lese ich ganz gerne mal ein Kinderbuch - und dieses hat mir wirklich gut gefallen, das ist nicht nur was für kleine Menschen so ab 8-10, sondern auch für "Ausgewachsene"!

Bibliographische Daten:

Was Wanda will von Lena Hach * >>

mixtvision-Verlag, 192 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3958542565


Klappentext:

Wanda will nur Eines: den signierten und wahnsinnig wertvollen Tennisball von Mr. B. Dumm nur, dass dieser in einer Vitrine liegt, die strengstens gesichert ist. Was tun? Unter ihren Mitschülern findet sie fünf Mitstreiter. Zusammen bilden sie ein sechsköpfiges Team, in dem jeder mindestens eine herausragende Fähigkeit hat. Und dann nimmt der meisterhaft geplante Diebstahl seinen Lauf ... Lena Hachs Plan, im Kinderkrimi einen echten Coup zu landen, ist perfekt aufgegangen: Ihr Sinn für Humor und Situationskomik, ihr liebevoller Blick für Außenseiter und ihre große Erzählkunst machen diesen rasanten Ganoven-Krimi zu mehr als einer spannenden Unterhaltung.


Über Lena Hach:

Lena Hach wurde 1982 in Hessen geboren. Sie besuchte eine Schule für Clowns, studierte anschließend Anglistik, Germanistik und Kreatives Schreiben. Sie arbeitete zu- nächst als Journalistin und widmete sich dann der Kinder und Jugendliteratur. Inzwischen sind zahlreiche Bücher von Lena Hach bei Mixtvision erschienen, beispielsweise das weihnachtliche Vorlesebuch »Leander Linnens Wunderladen«, die Kinderreihe »Mission Hollercamp« sowie die Jugendbücher »Grüne Gurken« und »Popcorn süß-salzig«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Was für ein cooles Kinderbuch! Oceans Eleven für Kinder mit der Botschaft, dass ein Team umso besser ist, je diverser und unterschiedlicher die Teammitglieder sind. Wanda ist neu in der Schule und beginnt ziemlich schnell, hauptsächlich aus den Sonderlingen und Außenseitern ein Team zusammenzustellen. Ein Kind kann gut malen, eines ist supersportlich, eines schwätzt die Leute schwindlig und eines ist einfach besonders unauffällig.

Die Kapitel sind sehr kurz und enden nicht selten mit einem kleinen Cliffhanger, aber den hätte es gar nicht gebraucht, dass ich unbedingt immer weiterlesen wollte. Natürlich läuft der Coup nicht glatt, aber wie das Team die verschiedenen Hindernisse überwindet und zu einem echten Team zusammenwächst, fand ich ganz toll erzählt. Und ja, spätestens nach dem ersten Drittel war mir schon klar, welche Position Wanda hier einnimmt und warum sie soviele Insider-Infos hat - macht aber nix, es war trotzdem spannend zu lesen1 Würde ich definitiv an kleine Menschen ab 8 oder so verschenken, ist aber auch für Erwachsene ein echter Spaß!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

So, jetzt Du: Welche Kinderbücher - außer Harry Potter - haben Dir auch als Erwachsene gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 27. Mai 2026

Rezension: Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Über das Buch hatte ich schon viel Gutes gehört, aber als meine Vormerkung bei der Onleihe fällig war, war ich eigentlich gerade nicht so recht in Stimmung, es zu lesen. Zum Glück habe ich's trotzdem getan - es waren 5 Sterne!

Bibliographische Daten:

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall * >>

Piper Taschenbuch (erscheint im Oktober 2026), 400 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492069908


Klappentext:

Als Siebzehnjährige verliebt sich Beth in den schönen und klugen Gabriel. Am Ende eines leidenschaftlichen, flirrenden Sommers jedoch zerbricht ihr Glück. 13 Jahre später lebt Beth glücklich mit ihrem Mann auf einer Farm. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um Land und Tiere und genießen ihre noch immer große Liebe. Doch dann kehrt Gabriel mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück und reißt alte Wunden auf. Beth hat einen Sohn verloren – damals war er so alt, wie Leo jetzt. Ihre Gefühle brechen mit Wucht über sie herein, und sie trifft eine Entscheidung, die verheerende Folgen hat. Ein Mensch wird sterben, und ein anderer wird dafür büßen. Doch wer wirklich die Schuld trägt, bleibt bis zum Schluss das große Geheimnis dieses herausragenden Romans.


Über Clare Leslie Hall:

Clare Leslie Hall ist eine Bestsellerautorin und Journalistin. Mit ihrer Familie lebt sie in der betörenden Wildnis von Dorset, England. Dort spielt auch ihr überragender Roman, mit dem sie sich noch einmal ganz neu erfindet. Er erscheint weltweit in 30 Ländern und sorgt bereits vor seinem Erscheinen für Furore.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hah - das war doch mal wieder ein Buch nach meinem Geschmack! Wobei ich anderen Rezensenten zustimmen würde - es ist schwer in ein Genre einzuordnen... Ja, es gibt eine - oder eigentlich gleich drei- Liebesgeschichten. Aber es hat auch sehr viele Spannungselemente und ist supergut erzählt - nicht linear, nämlich, das liebe ich ja eh sehr! Gleich zu Anfang erfahren wir, dass ein geliebter Mann der Hauptfigur vor Gericht steht - aber wir wissen sehr lange nicht, wer das ist und auch nicht, wer das Opfer der Tat ist, die da verhandelt wird.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus Sicht der Hauptfigur Claire erzählt, wie gesagt, nicht linear und auf mehreren Zeitebenen. In der frühesten Ebene erfahren wir, wie Beth und Gabriel sich kennenlernen und in Liebespaar werden. In einer zweiten Ebene erfahren wir, wie das Leben von Beth und Frank mit ihrem Sohn Bobby war, von dem wir sehr früh wissen, dass er mit 9 Jahren verstorben ist, aber sehr lange nicht, was zu seinem Tod geführt hat.

In der dritten Ebene sind wir Jahre nach Bobbies Tod, als Gabriel nach einer Zeit weg vom elterlichen Landsitz wieder nach Hause kommt und dabei seinen Sohn Leo mitbringt.

Und dazwischen werden immer kurze Episoden geschoben, in den kurze Einblicke in den Prozess gegeben werden.

Ich habe es seeeehr gern gelesen, ich liebe ja so nicht-lineares Erzählen und hatte deswegen ein bissle Joel Dicker Vibes- wobei die Liebesgeschichte(n) schon stärker sind als die Spannungselemente. Ich mochte die Figuren sehr, auch wenn Frank vielleicht einen Tick zu rosarot ist und ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum Beth ein sehr wichtiges Thema lange nicht mit Gabriel, sondern nur mit seiner (fürchterlich bösen!) Mutter bespricht. Diese Mutter war dann vielleicht ein bissle eindimensional fies, aber so eine große Rolle hat sie auch nicht. Bobbies Großvater verschwindet irgendwie - oder habe ich überlesen, wie und wann der gestorben ist? Den mochte ich auch sehr.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, ich vergebe 5 Sterne und gucke mir die weiteren Bücher der Autorin auch noch an.,

So, jetzt Du: Kannst Du mir - außer Joel Dicker - noch andere Bücher empfehlen, die nicht-linear erzählt sind? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 20. Mai 2026

Rezension: Lupus von Tibor Rode

Ich lese Thriller ja nicht mehr so oft, weil sie mir oft zu grausam sind. Dieser war mal ein Tipp bei einer eat-read-sleep-Buchladen-Folge, und da meine Vormerkung bei der Onleihe fällig war, habe ich ihn halt gelesen - was soll ich sagen - ich fand's ziemlich gut!

Bibliographische Daten:

Lupus von Tibor Rode * >>

Droemer Taschenbuch, 480 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3426309181


Klappentext:

Ohne jede Spur verschwinden nachts Jäger auf der Pirsch – so auch der Vater von Tierärztin Jenny Rausch. Zeitgleich häufen sich Angriffe scheinbar wild gewordener Wölfe in deutschen Wäldern. Die Kameras auf einem eigens eingerichteten und von KI gesteuerten Schutzzaun zeichnen seltsame Daten auf, was Staatsanwalt Frederik Bach auf den Plan ruft. Sind die vermissten Jäger tatsächlich Wölfen zum Opfer gefallen oder hat man es mit Mord zu tun? Staatsanwalt Bach und Jenny geraten in einen Strudel aus Ereignissen, die Verbrechen während der Nazi-Zeit, eines der bestgehüteten Geheimnisse der DDR-Diktatur  und ein Familiendrama miteinander verknüpfen. Antworten finden die beiden schließlich in Jennys eigener Vergangenheit – und auf der gefährlichsten Insel der Welt.


Über Tibor Rode:

Tibor Rode, 1974 in Hamburg geboren, lebt in Schleswig-Holstein. Er studierte Rechtswissenschaften und arbeitete erst als Journalist, später als Justiziar für eine große Tageszeitung. Heute ist er als Anwalt und Notar tätig. Große gesellschaftliche Fragen und wissenschaftliche Themen wecken sein Interesse und inspirieren ihn zu ebenso spannenden wie raffinierten Geschichten. Seine Thriller sind weltweit in vielen verschiedenen Ländern erschienen.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ein guter Thriller, nicht zu grausam, obwohl es durchaus jede Menge Tote und Verletzte gibt, aber zum Glück wird auf die detaillierte Beschreibung, wie die einzelnen Menschen zu Tode kommen, verzichtet. Es gibt sehr viele - vielleicht ein paar zu viele - Figuren, und wie die alle zusammenhängen, ist mir erst sehr nach und nach klar geworden.

Die Auflösung war dann aber stimmig und das Buch lies sich gut und schnell lesen. Die einzelnen Kapite enden oft mit Cliffhangern, so dass ich immer wissen wollte, wie es weiter geht.

Einzig die Love Story fand ich ein bissle "drüber" - hätte ich jetzt nicht wirklich gebraucht, und sie ging mir auch ein bissle unrealistisch schnell - da wäre weniger mehr gewesen.

Aber ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, ich werde mir sicher noch weitere Bücher des Autors anschauen und würde das Buch Leuten empfehlen, die gerne nicht zu grausame, aber trotzdem spannende Thriller lesen. Wer ein Fan von Hunden und / oder Wölfen ist - hm, ich weiß nicht, ob ich das dann wirklich empfehlen kann, denn es gibt schon einiges an Tierleid- wenn Du da empfindlich bist, ist dieses Buch vielleicht eher nix für Dich.

So, jetzt Du: Welche (nicht zu blutigen) Krimis und Thriller kannst Du mir empfehlen? Schreib es doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 29. April 2026

Rezension: Der Hypnotiseur von Jakob Hein

Ich habe dieses Jahr Lesekreise a.k.a. Buchclubs für mich entdeckt. Dieses Buch war das erste, das ich im örtlichen Literaturkreis mitgelesenhabe. Hätte ich ohne die Anregung nie gelesen, aber es hat mir echt gut gefallen.

Bibliographische Daten:

Der Hypnotiseur von Jakob Hein * >>

KiWi-Taschenbuch, 208 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462005189


Klappentext:

Das untere Odertal in den Zeiten des Sozialismus. Als Micha nach seinem Ausschluss vom Psychologiestudium in das Haus seiner Großmutter zieht, kommen neue Leute ins Dorf – Künstler und Studenten, in erster Linie junge Frauen. Schillernde Gerüchte tauchen auf. Eine Sekte sei am Entstehen – und organisiere Westreisen! Tatsächlich hat Micha eine Gabe: Er kann Menschen hypnotisieren und ihnen so ihren Traum von Frankreich oder Kalifornien erfüllen. Aber schon bald stößt sein Unternehmen für Reisen im Kopf an Grenzen der realen Welt.


Über Jakob Hein:

Jakob Hein arbeitet als Psychiater. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Mein erstes T-Shirt (2001), Herr Jensen steigt aus (2006), Wurst und Wahn (2011), Kaltes Wasser (2016) und Die Orient-Mission des Leutnant Stern (2018). Sein Buch Hypochonder leben länger und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis (2020) stand nach Erscheinen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt erschien sein Roman Der Hypnotiseur oder Nie so glücklich wie im Reich der Gedanken im Frühjahr 2022.


Und, wie hat es mir gefallen?

Das Buch spielt in den späten 1980gern am Ende der Welt im Odertal. Jedes der Kapitel wird aus Sicht eines anderen Protagonisten erzählt: Die Nachbarin, eine der ersten Teilnehmerinnen, die Sekretärin der LPG, eine spätere Teilnehmerin...

Es geht um das, was der Klappentext erzählt: Ein "abgebrochener" Psychologiestudent bietet Reisen per Hypnose an  - und da sie da sonst frühestens als Rentner hinreise können, sind das meistens Westreisen. 

Bei der Diskussion im Literaturkreis wurde vermutet, dass Marlene - neben der sich offensichtlich enttarnenden Figur- auch eine Stasi-Mitarbeiterin hätte gewesen sein können. Wäre ich jetzt nicht so drauf gekommen, kann ich mir aber durchaus vorstellen.

Ein weiteres Diskussionsthema war, warum das "Hypnose-Business" nach Öffnung der Grenzen zusammenbricht: Waren es wirklich nur die fehlenden Fotos zum "Angeben"? Denn die Hypnosereisen sind ja immer toll - keine verpassten Flüge, keine überfüllten Busse, kein Gedränge im Konzertsaal. Eine Teilnehmerin trifft sogar Alain Delon persönlich in ihrer Hypnosereise - das hätte sie vermutlich bei einer "normalen" Reise nicht machen können.

Ein Teilnehmer brachte dann noch die Sprache auf die "Generation Instagram", der das bildliche Dokumentiere ihres Lebens so wichtig ist - die wären vermutlich mit einer Hypnosereise nicht zufrieden.

Leider hatten wir niemanden, der in der DDR gelebt hat zu der Zeit, nur einige mit Ost-Verwandtschaft, die von einigen Repressialien berichten konnten, wenn diese Verwandtschaft mal zu Besuch gewesen war.

Das Buch hat mir aber sehr gut gefallen und ich werde definitiv noch mehr von dem Autor lesen. Und die Diskussion im Literaturkreis hat großen Spaß gemacht, da gehe ich sicher noch einmal hin. Leider kann ich am nächsten Termin nicht, weil ich da auf Geschäftsreise bin.

Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Welches Buch mit "DDR-Thematik" kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 22. April 2026

Rezension: Tage im warmen Licht von Kristina Pfister

Ich habe von der Autorin ja schon das "Sommerbuch" gelesen und gemocht >> , und dieses wurde im Zwei-Seiten-Podcast zum Thema Herbst empfohlen - ja, doch, kann ich unterschreiben, wäre sicher NOCH besser gewesen, hätte ich es im Herbst und nicht im Winter gelesen.

Bibliographische Daten:

Tage im warmen Licht von Kristina Pfister * >>

Fischer Taschenbuch, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3596710154


Klappentext: 

Gemeinsam mit ihrer Teenie-Tochter wagt Maria einen Neustart – in der alten Heimat, im Haus ihrer verstorbenen Großmutter, aber »nur vorübergehend, wirklich …« War sie in der Großstadt auf sich allein gestellt, findet sie auf dem Dorf nicht nur knarzende Fachwerk-Idylle und eine friedliche Landschaft unter gefallenem Laub, sondern auch eine scheinbar zeitlose Gemeinschaft. Doch welcher Schmerz, welche Erfahrungen haben die Frauen hier zusammengeschweißt? Maria möchte die letzten Sonnenstrahlen festhalten, möchte sich eine Scheibe abschneiden von der Kraft und Zuversicht der alten Nachbarin, für ihre Tochter stark sein und ihren Bedürfnissen Gehör verschaffen. Aber dazu muss die Maria von damals ihre Stimme wiederfinden und im Jetzt neuen Mut fassen


Über Kristina Pfister:

Kristina Pfister wurde 1987 in Bamberg geboren und verbrachte schon als Kind zahlreiche schöne Ferientage auf den Campingplätzen Europas. Der Sommer ist für sie am schönsten mit den Füßen im Wasser. Deshalb studierte sie am Bodensee, fährt wenn möglich jedes Jahr ans Meer, und freute sich sehr, als sie 2018 ein Aufenthaltsstipendium im »Baltic Centre for Writers and Translators« auf der Insel Gotland bekam. Wenn sie nicht gerade an einem Strand zeltet oder auf schwedischen Inseln schreibt, lebt und arbeitet sie in Nürnberg.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joa, ganz nett . Sehr atmosphärisch, ich konnte das Apfelmus schmecken und das Laub riechen. Von daher würde ich empfehlen, das Buch wirklich im Herbst zu lesen, es gibt viel Halloween-Content (also im Sinne von die gehen verkleidet auf Halloween-Parties).

Die Story - naja, schon vorhersehbar, wer da wen bekommt. Die Figuren mochte ich sehr, vor allem Linni, Martha und ihre Frauengruppe. Die Hauptfigur Maria hat mich aber ein bissle genervt - dieses Rumgeeier - wir gehen zurück nach München - ach doch nicht - wir gehen zurück! - fand ich vor allem gegen Ende etwas bäh.

Und das aus dem traumatisierenden Event in der Jugend so lange ein Geheimnis gemacht wird, hat mich auch genervt - da hätte ich besser gefunden, wenn das früher klar gewesen wäre und mehr Zeit auf die Aufarbeitung des Traumas verwendet worden wäre.

Insgesamt aber ein nettes Buch mit toller Atmosphäre - ich vergebe 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Kannst Du mir - jahreszeitlich passend- ein Buch zum Thema Frühling empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 8. April 2026

Rezension: Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan

 Ich bin nicht erst seit "Der Pfau" ein Fan der Autorin >>, auch "Sachen machen" * >>  hat mir vor Jahren sehr gut gefallen. Über dieses Buch bin ich eher zufällig gestolpert, aber auch das hat mich gut unterhalten.

Bibliographische Daten: 

Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan * >>

Kiepenheuer&Witsch, 272 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462004190


Klappentext:

Constanze zieht nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten in die Wohngemeinschaft von Jörg, Anke und Murat. Was zunächst als Übergangslösung gedacht war, entpuppt sich als zunehmend stabil. Da ist Jörg, dem die Wohnung gehört und der eine große Reise plant; Anke, die als mittelalte Schauspielerin kaum noch gebucht wird und plötzlich nicht mehr die einzige Frau in der WG ist; und Murat, der sich einfach keine Sorgen machen will und dessen Lebenslust auf die anderen mitreißend und manchmal auch enervierend wirkt. Constanze sorgt als Neuankömmling dafür, dass sich die bisherige Tektonik gehörig verschiebt. Alle vier haben ihre eigenen Träume und Sehnsüchte und müssen sich irgendwann der Frage stellen, ob sie eine reine Zweck-WG sind oder doch die Wahlfamilie.


Über Isabel Bogdan:

Isabel Bogdan, *1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Lebt in Hamburg, weil es da so schön ist. Liest, schreibt, übersetzt (u.a. Jane Gardam, Jonathan Safran Foer, Nick Hornby, Jasper Fforde). 2012 erschien ihr erstes eigenes Buch, „Sachen machen“, bei Rowohlt, 2016 der erste Roman, „Der Pfau“, bei Kiepenheuer und Witsch, 2019 folgte der Roman „Laufen“. Vorsitzende des Vereins zur Rettung des „anderthalb“. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung, 2011 den für Literatur. Bloggerin des Jahres 2014, zusammen mit Maximilian Buddenbohm für das Interviewprojekt „Was machen die da?“


Und, wie hat es mir gefallen?

at mir gut gefallen, wenn es auch nicht für 5 Sterne gereicht hat. Die Geschichte der Wohngemeinschaft wird abwechselnd aus der Sicht der vier Bewohner erzählt. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel, in denen mehrere Bewohner zu Wort kommen, die sind dann oft wie ein Theaterstück geschrieben (also sowas wie: Jörg betritt den Raum - Jörg: Das Auto ist weg...)

Ist einerseits mal was anderes, andererseits kommt man da nicht so recht in einen Lesefluss. Bei meinen Vor-Rezensenten wird oft angemerkt, dass die Geschichte etwas zu sehr "Friede -Freude-Eierkuchen" ist - ja, könnte man schon sagen, vor allem Murat ist eigentlich immer nur gut drauf und kocht und tut, da wäre es schon hübsch gewesen, wenn er etwas mehr Tiefe bekommen hätte und man mehr von seinen dunklen Tagen erfahren hätte - das kommt nur an einer Stelle eher nebenbei zur Sprache.

Insgesamt mochte ich das Buch aber gerade deshalb, weil es insgesamt recht harmonisch zugeht und es auch irgendwie gut ausgeht, das ist doch zwischendrin auch mal schön. So 100 Seiten mehr wären auch nicht schlecht gewesen, vor allem ab der ersten Hälfte schreitet die Handlung dann sehr zügig voran, da wäre ein bissle weniger Erzähltempo nicht schlecht gewesen.

Hat mir also gut gefallen - nicht so gut wie der Pfau, ist auch eine ganz andere Geschichte, aber trotzdem ein schönes Feel-Good-Buch. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Welches Buch mit einer "gefundenen Familie" kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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