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Mittwoch, 28. Januar 2026

Rezension: Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Dieses Buch hatte ich schon auf dem Zettel, seit es 2024 zum "Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhändler" gewählt wurde. Hat ein bissle gedauert, bis ich es bei der Onleihte bekommen habe - aber das Warten hat sich gelohnt!

Bibliographische Daten:

Pi mal Daumen von Alina Bronsky * >>

Kiepenheuer & Witsch,  272 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462004255


Klappentext:

Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs und liebt knalligen Lippenstift und hohe Absätze. Sie ist fest entschlossen, sich heimlich den Traum von einem Mathe-Studium zu erfüllen. Doch im Hörsaal wird Moni für eine Putzfrau gehalten und belächelt. Wie kommt sie dazu, sich für eines der schwierigsten Fächer überhaupt einzuschreiben? Und woher kennt sie den berühmtesten Professor der Uni? Bald muss nicht nur Oscar feststellen, dass Monis Verstand und Beharrlichkeit größer sind als ihre Wissenslücken. Denn Mathematik schert sich nicht um Fragen der Herkunft, des Alters und des Aussehens. Oscar dagegen kämpft mit dem Alltag und findet ausgerechnet in der warmherzigen Moni eine Vertraute, die seinem Leben eine entscheidende Wendung gibt. Bald verbindet die beiden Außenseiter eine Freundschaft, die niemand für möglich gehalten hätte. 


Über Alina Bronsky:

Alina Bronsky (*1978 in Jekaterinburg, Russland) ist eine russisch-deutsche Autorin, bekannt für ihre humorvollen, aber auch tiefgründigen Romane wie den Bestseller-Debütroman "Scherbenpark" (2008), der auch verfilmt wurde. Sie kam als Jugendliche nach Deutschland, arbeitete u.a. als Werbetexterin und lebt heute in Berlin. Bronskys Werke zeichnen sich durch einen markanten Sprachstil und oft skurrile Charaktere aus, wie in "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" oder "Baba Dunjas letzte Liebe"


Und, wie hat es mir gefallen?

Witzig war's wieder! Es ist schon ein bissle her, dass ich das letzte Buch von Frau Bronsky gelesen habe, ich hatte ganz verdrängt, wie witzig sie schreibt!

ETA: Ich hatte außerdem verdrängt, dass ich vor gar nicht so langer Zeit "Barbara stirbt nicht" gelesen habe, auch von Alina Bronsky. Liegt daran, dass der Ton bei dem Buch ganz anders ist, ein bissle ernster und bittersüß - auch gut, aber eben sehr anders. Dieses Buch ist schon ähnlicher zu "Die schärfsten Gerichte der tartarischen Küche" , an das ich gedacht habe.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Oscar, einem nerdigen, hochbegabten, leicht autistischen 17jährigen Mathematikstudenten. Ihm fehlt jede Empathie, er kann überhaupt nicht verstehen, wieso seine Kommilitonin Moni neben dem Studium noch drei Jobs hat und sich außerdem noch um ihre Enkelkinder kümmert.

Oscar war jetzt nicht gerade die sympathischste Figur in der Geschichte, Moni und ihre Familie und auch Professor Herbst mochte ich aber umso mehr. Vielleicht hätte jemand, der sich in Mathematik ein bissle besser auskennt als ich, noch viel mehr Spaß an der Geschichte - nein, nicht vielleicht, sicher sogar.

Aber ich wurde trotzdem, dass meine Mathekenntnisse schon 30+ Jahre alt und ziemlich eingerostet sind, sehr gut unterhalten. Im Vorfeld habe ich Rezensionen gelesen, in denen gesagt wird, dass Menschen, die akademisch eher minderbemittelt sind, in diesem Buch schlecht wegkommen. Würde ich jetzt aber nicht unbedingt sagen, ich denke, der Eindruck entsteht eher deshalb, weil alles aus Oscars Sicht erzählt wird - und der kann sich definitiv nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich in der 4ten Dimension nicht so easy bewegen können wie er und irgendwelche komplizierten mathematischen Beweise zur Unterhaltung im Kopf durchführen.

Das wäre dann vielleicht auch ein kleiner Kritikpunkt: Vielleicht wäre eine zweite Erzählperspektive gut gewesen, die weniger nerdig ist - dann wäre man Moni und den anderen Figuren noch etwas näher gekommen.

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, ich vergebe 4,5 Sterne von 5 und muss mal gucken, welche weiteren Bücher von Frau Bronsky ich noch lesen könnte.

So, jetzt Du: Gibt es einen Lieblingsautoren, deren Bücher Dir sehr unterschiedlich gut gefallen haben? Wer wäre das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

* = Affiliate-Link, führt zu Amazon.de

Sonntag, 14. April 2013

Schon wieder: Oscar-Babyfüssle in Frühlingsfarben

Ja, ich gebe zu, es ist nicht wirklich originell, immer die gleiche Babyschühchen-Anleitung, nämlich die "Oscar"s zu stricken - aber es sind und bleiben meine Lieblingsbabyfüssle!

Und nein, ich bin weder schwanger noch ist bei irgendjemand, den ich kenne, Nachwuchs unterwegs - ich brauchte einfach nur schnell ein transportables Projekt, denn der Nuvem, den ich ausserdem noch in Arbeit habe, füllt meine ganze Tasche völlig aus und ist für die Strassenbahn nicht mehr wirklich geeignet.

Das Garn ist übrigens handgefärbt von der lieben Frau Brirre von der Karlsruher Quiltcorner resp. beim Karlsruher Stricktreff - und sie hat's mir sogar geschenkt - dankeschön!

Oscar Babybooties, reloaded
Needed a quick, small, portable project - so let’s just make another pair of Oscar booties - still love them! Got the yarn from Brirre who dyed it herself as a gift - thanks!

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Rezension: Winter Solstice von Rosamunde Pilcher

Dieses Buch gehört zu den Lieblingsbüchern von Kay von den Bakery Bears, und ich hatte mal so richtig Lust auf einen Weihnachts-Schmachtfetzen. Was soll ich sagen - auch mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen!

Bibliographische Daten:


Winter Solstice von Rosamunde Pilcher * >>

(Deutscher Titel: Wintersonne *>>)

Spieldauer: 17 Stunden und 52 Minuten

Sprecherin: Jilly Bond

Verlag Hodder & Stoughton, ungekürzte Ausgabe

Sprache Englisch

ASIN B078X2YHX7


Klappentext:

Nach dem Tod des ihr liebsten Menschen bricht für die Schauspielerin Elfrida eine Welt zusammen. Um über den Verlust hinwegzukommen, zieht Elfrida von London aufs Land, in das kleine Dorf Dibton in Hampshire. Rasch findet die warmherzige Frau Freunde unter den Dorfbewohnern. Besonders gut versteht sie sich mit dem Ehepaar Oscar und Gloria Blundell. Doch als Elfrida aus einem Urlaub in Cornwall in das Dorf zurückkehrt, ist in der sonst so harmonischen Gemeinde nichts mehr, wie es war.


Über Rosamunde Pilcher:

Rosamunde Pilcher wurde 1924 in Lelant/Cornwall geboren, arbeitete zunächst beim Foreign Office und trat während des Zweiten Weltkrieges dem Women´s Royal Naval Service bei. 1946 heiratete sie Graham Pilcher und zog nach Dundee/Schottland. Rosamunde Pilcher schrieb seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr. Ihre Romane haben sie zu einer der erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart gemacht. Rosamunde Pilcher starb im Februar 2019.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach, das war doch zum Jahresende nochmal ein echtes Highlight! Ja, natürlich ist es manchmal ein bissle kitschig und die Beziehung zwischen Elfrida und Oscar geht auch ein bissle unrealistisch schnell voran - aber insgesamt ist es eine wirklich schöne Geschichte!

Das Setting im verschneiten Schottland passt super in die Vorweihnachtszeit und das englische Hörbuch war auch super gelesen. Allerdings musste ich, obwohl ich eigentlich Englisch gut verstehe, die Wiedergabegeschwindigkeit auf 95% drosseln, vor allem bei den Figuren, die mit schottischem Akzent gesprochen wurden, wäre ich sonst nicht wirklich mitgekommen.

Wie gesagt, das Setting ist klasse, und auch das Thema der "gefundenen Familie" also dieser 5 Personen, die nicht wirklich (eng) verwandt sind, die sich aber zu einer Gemeinschaft zusammenfinden und dann zusammen die Vorweihnachtszeit und Weihnachten feiern, hat mir sehr gefallen. 

Besonders mochte ich Elfrida und Lucy, aber auch Oscar und Sam - und natürlich Horace, den Hund. Carrie war nicht so 100% mein Fall, und Lucies Mutter, Vater und Oma waren mir ein wenig zu eindimensional "die Bösen"- da hätte man vielleicht schon ein bissle mehr Verständnis für ihre Situation einbauen können. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Eltern und Großeltern dem eigenen Kind so gleichgültig gegenüberstehen, wie das hier beschrieben wurde.

Auch die Nebenfiguren in Schottland waren klasse - der Pfarrer und seine Familie, der Kaufmann und seine Frau - oh, und Major Billiecliff - allein der Name! ;-)

Insgesamt ist dieses (Hör-)Buch eine echte Entdeckung, ich werde das sicher auch nochmal lesen/hören, vielleicht wird es sogar eine Vorweihnachtstradition!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit ein Buch auf Empfehlung gelesen? Wie hat es Dir gefallen?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


* = Affiliate-Link, führt zu Amazon.de

Sonntag, 6. Mai 2018

Magische Bücher- Tinettes Fünf am Freitag


In Tinettes Blog werden jeden Freitag 5 Bücher zu einem bestimmten Motto/Thema vorgestellt.
Wir hatten schon das Thema "Blumen" >>, es ging um Hollywood >> , es gab das Thema "Tierisch" >>  und  "Sonnenanbeter" >>Guten Flug >> , Gefahr >>   Liebe >>  und Sterne >>. Diese Woche ist das Thema "Magie" >>

Bei dieser Aktion geht es darum, 5 Bücher zu einem bestimmten Motto vorzustellen. Man kann sich dabei auf das Cover beziehen, die Handlung, den bzw. die Autor/in, usw. Man muss nur irgendwie eine Verbindung zum Thema herstellen.

Oh je - das könnte man jetzt sehr in Richtung Fantasy interpretieren, und das ist so gar nicht meins. Wenn ich ehrlich bin, ist Harry Potter so ziemlich das einzige Buch, in dem Magie eine Rolle spielt, das mir richtig gut gefällt.  Aber ich denke, ich werde schon ein bissle etwas zusammen bekommen. Hier meine Auswahl:


1. Ein Fall für Sarah Booth Delaney von Carolyn Haines  * >>


Ist schon ein bissle her, dass ich diese Reihe gelesen habe, aber sie hat mir recht gut gefallen. Eine Cozy-Krimireihe, die in den Südstaaten spielt, und es kommt ein Geist darin vor. Das ist dann auch schon alles an magischen Elementen, und der Geist könnte aus meiner Sicht auch ein Hund oder ein Bild sein, mit dem sich die Hauptfigur unterhält- Magie ist also drin, aber nicht zu viel, genau richtig für mich!

Klappentext zu Band 1, "Wer die Toten stört" *  >>  : Sarah Booth Delaney ist eine unkonventionelle Südstaaten-Schönheit mit einem Problem: Ledig, über 30 und ohne Arbeit, steht sie kurz davor, den angestammten Familiensitz zu verlieren. Obendrein wird sie vom Geist des Kindermädchens ihrer Ururgroßmutter heimgesucht, der sie mit Freude immer wieder auf ihre bedauernswerte Lage hinweist. Aus Zufall und der Not heraus wird Sarah Privatdetektivin - und schlittert gleich in einen handfesten Mordfall: Hamilton Garrett V. kehrt nach über zwanzig Jahren zurück nach Zinnia, Mississippi. Als Kind soll er in der Kleinstadt seine Mutter getötet haben. Was ist dran an dem Gerücht? Und ist es vernünftig, dass Sarah sich in den mutmaßlichen Mörder verliebt? Bald wird sie selbst zur Verdächtigen - und stellt fest: Wer die Toten stört, steht sehr schnell mit einem Fuß im Grabe ...
Dieser spannende Kriminalroman bildet den Auftakt der Cosy-Crime-Reihe um die sympathische Privatermittlerin Sarah Booth Delaney - für alle Fans von Tante Dimity, M. C. Beaton und Cherringham. Band 2: "Kein Friede seiner Asche".


2. Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht von Nancy Atherton * >>


Dieses Buch wurde mir vorgeschlagen, als ich auf der Suche nach einem Cozy-Krimi war und auch hier kommt irgendwie ein Geist vor. Wie genau, weiß ich aber schon nicht mehr, ist schon etwas her, dass ich das Buch gelesen habe und ich bin ja nicht so der Geisterfan. Als Cozy war es aber ganz nett zu lesen, auch wenn es mich nicht so überzeugt hat, dass ich die Reihe fortgesetzt hätte.

Klappentext: Emma Porter hat die Nase voll. Ihr langjähriger Freund hat sie wegen einer jüngeren Frau verlassen und ihre Mutter und Freundinnen hören nicht auf, sie deswegen zu bemitleiden. Kurzentschlossen macht sie sich auf den Weg nach Südengland, um sich dort die wunderschönen Gärten anzusehen. Emma ahnt nicht, dass die geheimnisvolle Tante Dimity ihre Hände im Spiel hat, als sie ausgerechnet in Penford Hall landet, einem alten Schloss in Cornwall. Dort erwarten sie ein mysteriöses Rätsel um eine Zauberlaterne und andere mörderische Geheimnisse. "Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht. Wie alles begann" spielt chronologisch vor Loris Ankunft in Finch und erzählt die Geschichte von Emma Porter, die später zu Loris bester Freundin wird. Daher kann der Band außerhalb der Reihe gelesen werden.



3. Die Insel-Trilogie von Nora Roberts * >> 


Auch diese Reihe hat mir eher trotz statt wegen ihrer magischen Elemente ganz gut gefallen. Die Hauptfiguren haben irgendwelche magischen Fähigkeiten - hätte ich jetzt aber auch gut darauf verzichten können...  Die Trilogie kann frau trotzdem ganz gut lesen, Frau Roberts versteht einfach ihr Handwerk.

Klappentext zu Band 1, "Im Licht der Sterne" * >> :  Als Nell Channing die Insel der drei Schwestern das erste Mal betritt, verspürt sie nach langer Zeit endlich wieder Frieden und Geborgenheit. Doch ihre wahre Identität muss weiterhin verborgen bleiben. Unter falschem Namen beginnt sie, im Café von Mia Devlin zu arbeiten, in der sie eine treue Freundin findet. Und auch der Sheriff der Insel – Zack Todd – kann sich der charmanten jungen Frau kaum entziehen. Aber dann holt Nells Vergangenheit sie schließlich doch ein



4. Das Gespenst von Canterville von Oscar Wilde * >> 


Na, das kennen wir alle, oder? Aus irgendeinem Grund war die Geschichte die Standardgeschichte, die gerne von Vertretungslehrern in der fünften und sechsten Klasse vorgelesen wurde. Mir war gar nicht klar, das die Geschichte von Oscar Wilde ist!

Klappentext: Merkwürdige Blutflecken vor dem Kamin, mysteriöse Gerueche aus der Bibliothek, klappernde Knochen und rasselnde Ketten im Korridor. Schon seit drei Jahrhunderten verbreitet ein Schlossgespenst ganz souverän auf Canterville Angst und Schrecken. Doch die neuen und modernen Schlossbesitzer haben nur Hohn und Spott für solcherlei Spukgeschichten übrig. Dabei hatte man Mr. Hiram B. Otis gewarnt, bevor er Canterville kaufte. In diesen Mauern würde es nicht ganz mit rechten Dingen zugehen. Doch völlig unbeeindruckt von diesem allzu britischen Aberglauben bezieht der amerikanische Botschafter mitsamt seiner Familie das neu erworbene Domizil. Und schon bald machen besonders die Kinder der Neuankömmlinge dem tatsächlich dort hausenden Geist das Dasein sprichwörtlich zur Hölle, bis schließlich die kleine Virginia sich seiner erbarmt. Die Erzählung -Das Gespenst von Canterville- des irischen Schriftstellers Oscar Wilde (1854-1900) erschien erstmals im Jahr 1887 in der Londoner Zeitschrift -The Court and Society Review-; sie war das erste erzählerische Werk des Schriftstellers.



5. Der Zauberer von Oz von Lyman Frank Brown * >> 


Okay, ich muss zugeben: Eigentlich habe ich nicht das Buch gelesen, sondern die Musical-Verfilmung mit Judy Garland als Dorothy * >> Hach. *trällert* "I want to see the wizaaaaard, the wonderful wizard of Oooooz.... Könnte ich mal wieder angucken...


Klappentext: Ein Wirbelsturm hat die kleine Dorothy und ihren Hund Toto weit von zu Hause fortgeweht. Nun machen sie sich auf den Weg zum Zauberer von Oz, damit er ihnen hilft. Die Vogelscheuche, der ängstliche Löwe und der Blechmann werden zu ihren Gefährten, denn auch sie erhoffen sich vom Zauberer, was sie sich jeweils am meisten wünschen: Verstand, Mut und ein Herz. - 'Der Zauberer von Oz' erschien im Jahr 1900; seither sind zahllose Kinder mit dieser Märchengeschichte aufgewachsen.



Und jetzt Du:

Magst Du Bücher, in denen Magie eine Rolle spielt?

Kennst Du eines der Bücher auf meiner Liste?

Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!






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Freitag, 19. Oktober 2018

4 Strickanleitungen, die ich mehrfach gestrickt habe und warum

EIGENTLICH würde ich sagen, dass ich Anleitungen eher NICHT mehrfach nachstricke. Es gibt schließlich so viele tolle Anleitungen, die ich noch ausprobieren möchte.

Wenn ich mir dann aber so meine Finished Objects bei Ravelry angucke, komme ich da schon ein wenig ins Grübeln. Da ist es nämlich keineswegs so, dass ich nur Einzelstücke gestrickt oder gehäkelt habe, sondern es gibt durchaus mehrere Anleitungen, die ich (viel) mehr als einmal gestrickt habe.

Ich dachte, ich gucke mir das mal genauer an und erzähle Dir, WELCHE Anleitungen das sind und was genau mich dazu bewogen hat, sie mehrfach zu stricken.

1. Vitamin D von Heidi Kirrmaier: 6x nachgestrickt
(Stand Oktober 2018)



Das hast Du ja vermutlich schon vermutet, wenn Du hier regelmässig mitliest, oder? Ja, ich bin da durchaus ein Fan von Frau Kirrmaiers Vitalstoffen und habe ja hier auf dem Blog schon des Öfteren darüber berichtet >> Warum genau gefällt mir diese Anleitung so gut? Muss ich mal nachdenken...

Sie ist supergut und detailliert aufgeschrieben


Ich würde jetzt von mir eher sagen, dass ich nicht so sehr detaillierte Anleitungen benötige. Wenn irgendwas nicht genau hinkommt, pfusche ich es halt so hin, wie ich glaube und dann ist gut. Zur Not häkle ich ein Blümchen und nähe das über den Fehler und gut iss!

Das habe ich aber bei Frau Kirrmaiers Anleitungen (ja, ich hab noch mehr von ihr gestrickt, nämlich die Atelier Cardigan, die gefällt mir aber nicht so - guckstu >>) noch nie machen müssen. Sie hat ein tolles Tabellensystem, in dem sie die Maschenzahl für die unterschiedlichen Größen einträgt. Das finde ich viel übersichtlicher als die übliche Notierung mit den Klammern.


Die Konstruktion ist ein bissle "anders als normal" und damit interessant zu stricken


Eigentlich ist der Vitamin D ein Raglan von Oben, aber zusätzlich gibt es noch Designelemente, die clever sind und dem Design das "gewisse Etwas" verleihen - diese Strahlen-Lochreihen bei den Raglanzunahmen z.B., die kannst Du im Detailbild links ganz gut erkennen

Oder auch die verkürzten Reihen, die der Jacke den "Swing" verleihen. Ok, letztere habe ich in der blauen Variante "Weihnachtsvitamine" einfach weggelassen, weil ich da eine etwas klassischere Jacke wollte.


Die Form der Jacke steht mir gut und ich trage sie viel


Zum Thema "Wie Du Oberteile strickst, die Du auch trägst" habe ich ja schon einmal einen kompletten Blogpost geschrieben >>

Und meine Vitamine "fit the bill", wie die Amis sagen: Sie gehören zu den Kleidungsstücken, die ich am häufigsten trage, vor allem die pastellgelbe Jacke und auch die rote, die aus Sockenwolle mit Baumwolle sind - eines meiner Lieblingsgarne, dazu habe ich hier schon mal etwas geschrieben >>

Außerdem finde ich, dass mir die Jacke als "Birnentyp" auch gut steht - mehr dazu findest Du hier >>

Und ja: Ich kann mir durchaus vorstellen, noch einen Vitamin D zu stricken - ich hab schliesslich noch keinen in Grün! Die Anleitung ist übrigens eine englische Kaufanleitung auf Ravelry >>


Die idealen Garne für diese Anleitung: Sockenwolle mit Baumwolle


Ich habe bei fast allen meinen Vitaminen Sockenwolle verwendet. Besonders gerne trage ich die aus Sockenwolle mit Baumwollanteil *>> , die sind robust, leicht zu waschen und trotzdem im Sommer nicht zu warm.



2. Sockenanleitung "Schicke Stinos" von Frau Wapiti:
20x nachgestrickt (Stand Oktober 2018)




Naja, seien wir ehrlich: Diese kostenlose Sockenanleitung ist jetzt nicht wirklich eine detaillierte Anleitung a la: "Strick X Reihen Bündchen 2 re, 2 li, dann 50 Reihen Muster wie folgt... dann Ferse soundso", sondern lediglich ein Musterchart. Die deutschsprachige Anleitung gibt es kostenlos auf Ravelry >> Das ist aber auch schon Teil des "Geheimnisses"

Die Anleitung ist supersimpel und leicht zu merken


Ich kann dieses Musterchart schlicht auswendig. Wenn ich also ein Paar Socken anschlagen möchte, aber keine Lust auf Stinos habe (also einfache Socken in glatt rechts mit Rippenbündchen ), dann sind die "Schicken Stinos" mein Muster der Wahl.


Die Socken sind sehr elastisch und sitzen gut am Fuß


Ich weiß häufig noch nicht, wer genau meine Socken bekommen wird, wenn ich sie stricke. Ich weiß also nicht, ob der zukünftige Träger eher schmale oder breite Füsse hat und kann die Socken so nicht "auf Figur" stricken. Die Rippen bei den Schicken Stinos sind aber sehr elastisch und schmiegen sich gut an schmale wie breite Füße an.


Die Sockenanleitung funktioniert für Industriegarn genauso wie für handgefärbte Sockenwolle


Ich habe die Schicken Stinos bisher zwar meistens aus Industriegarn gestrickt, aber sie funktioniert genauso gut mit handgefärbter Sockenwolle.


Die idealen Garne für diese Anleitung: Jede Art von Sockenwolle


Nix spezielles - da funktionieren eigentlich alle klassischen Sockengarne mit 75% Wolle, 25% Nylon * >>


3. Willow Cowl von : 4x nachgestrickt (Stand Oktober 2018)




Gut, zwischen 20x und 4x ist schon ein deutlicher Unterschied, aber trotdem mag ich diese Anleitung offensichtlich sehr gern. Als ich meinen ersten Willow gestrickt habe, war die Anleitung noch kostenlos, mittlerweile bekommst Du die englischsprachige Anleitung kostenpflichtig auf Ravelry >>
So, und WARUM genau hab ich jetzt schon vier Willow-Cowls gestrickt (und könnte mir weitere vorstellen)?


Einen Cowl a.k.a. Schlauchschal muss man nicht aufwändig drapieren


Tücher sind zwar nett zu stricken, aber ich tue mir immer schwer, sie so um den Hals zu drapieren, dass sie nett aussehen und trotzdem da bleiben, wo sie sollen. Das Problem habe ich mit so einem Schlauchschal oder wie der Raveler sagt "Cowl" elegant umgangen.


Der Willow-Cowl braucht relativ wenig Garn und macht trotzdem was her


Die Anleitung wird aus Garn in Sockengarn-Stärke gestrickt, also ca. 420 Meter Lauflänge auf 100 g. Die schönen handgefärbten Garne werden meist in 100g-Strängen angeboten, und wenn Du nur einen Strang, also 400 Meter circa, hast, kann das für ein schönes Tuch schon mal knapp werden.

Durch die Lochmusterreihen brauchst Du aber für den Willow-Cowl recht wenig Garn und es sieht trotzdem "nach was aus". Ich habe für alle meine Willow-Cowls weniger als 100g Garn benötigt.


Der Willow-Cowl ist die perfekte Anleitung für schönes Sockengarn, das zu schade ist für "an die Füße"


Gib es zu: Auch Du hast dieses eine tolle Garn, das Du mal auf einem Wollfest erstanden hast und das viiiiiel zu schade ist, um es in den Schuhen als Socken zu verstecken. Der Willow-Cowl ist dann die ideale Lösung, dieses tolle Garn um den Hals zu tragen.


Der Willow-Cowl ist voluminös, auch wenn er aus eher dünnem Garn ist


Eigentlich mag ich keine Cowls aus Sockenwollstärke. Die sind mir eher zu dünn und "lommelig" um den Hals. Der Willow Cowl ist eine Ausnahme: Die Lochmusterelemente machen ihn voluminöser und so mag ich ihn auch in Sockengarnstärke.


Die idealen Garne für diese Anleitung: Sockenwolle, handgefärbt


Wie oben schon erwähnt: Ich finde den Willow-Cowl am schönsten aus handgefärbter Sockenwolle * >>. Wenn Du empfindlich bist und normale Sockenwolle am Hals nicht so gut tragen kannst, such doch einmal nach einem Garn mit Seidenanteil  * >> oder reine Merino* >>


4. Babyschuhe Oscar von Angela Mühlpfordt: 15x nachgestrickt (Stand Oktober 2018)



Diese deutsche Anleitung findest Du kostenlos über Ravelry >> Auf dem Screenshot oben siehst Du nicht alle Oscar - Schühchen, die ich bisher gestrickt habe >>, aber die meisten. Warum ich diese Schühchen so oft gestrickt habe?

Kraus-Rechts Gestrick ist dicker und wärmer als glatt rechts


Die "Oscar"-Schühchen sind kraus rechts gestrickt, dadurch ist das Gestrick dicker und wärmer als glatt rechts. Außerdem mag ich den "Look", also wie diese Krausrippen aussehen. Der Fußteil der "Oscars" wird in Reihen gestrickt, aber bei kraus rechts ist mir das lieber als Runden. Da nehme ich dann sogar in Kauf, dass ich am Ende unter dem Fuß eine Naht schließen muss - da nehme ich einfach den Anschlagfaden. Ich muß dann nur daran denken, den lang genug zu lassen.

Babyschühchen sind die ideale Resteverwertung für Sockenwolle


Für die meisten Erwachsenensocken, die ich stricke, benötige ich ca. 70g Garn. Aus den verbleibenden Resten bekomme ich bequem noch ein Paar Oscars. Ich habe sie allerdings noch nie gewogen - ich würde mal schätzen, es sind so um die 20g pro Paar. Weitere Ideen zur Verwendung von Sockenwollresten findest Du hier >>


Babyschühchen sind super geeignet als Geschenk für junge Eltern


Ich bin ja selber "unbekindert", habe diese Schühchen aber schon sehr, sehr oft verschenkt. Deshalb sehe ich zu, dass ich immer einige im Vorrat habe, die ich dann Freunden, Verwandten und Kollegen "verehren" kann, wenn Nachwuchs ankommt. Weitere Ideen für gestrickte Babygeschenke findest Du hier >> und Tipps für gestrickte Geschenke allgemein gibt es hier >>


Babyschühchen mit "Schuhband" bleiben gut am Fuß


Die "Oscars" haben ein "Schuhband", also eine Kordel, mit der die Schühchen am Fuß fixiert werden können. Dadurch kann das Baby die Schuhe  nicht so einfach "abstrampeln" und die Füße bleiben schön warm. Wobei ich auch schon gehört hab "Och, wie fies! Jetzt raubst Du dem Baby das Erfolgserlebnis, wenn es sich die Socken nicht mehr abstrampeln kann!" ;-)


Die idealen Garne für diese Anleitung: Jede Art von Sockenwollresten


Nix spezielles - da funktionieren eigentlich alle klassischen Sockengarne mit 75% Wolle, 25% Nylon * >> respektive Reste derselben, was Du halt gerade so da hast.


So, jetzt Du: Hast Du Anleitungen, die Du schon mehr als einmal nachgestrickt hast?
Wenn ja, welche und warum?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!



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Montag, 28. Januar 2013

Babyschühchen aka Sockenwollresteverwertung: Noch mehr Oscars

Irgendwie hatte ich keine Lust auf "grosse" Socken, also habe ich aus meinen Sockenwollresten noch zwei Paar "Babyschuhe Oscar" dazwischengeschoben.

Das linke Paar ist aus Opal Regenwald, das rechte aus Tausendschön handgefärbtem, das ich mal bei Ravelry erworben habe.

Bei den Oskars muss frau ja ein wenig Nähen, aber das ist mir noch lieber als kraus rechts in Runden zu stricken. Bei den grün-orangen Schuhen hab ich auch das noch minimiert und habe an der Sohle mit einem Figure-8-Cast-On angeschlagen, dann aber bis zum Bündchen in Reihen gestrickt. So spare ich mir die linken Maschen und muss nur das kurze Stückchen an der Ferse zusammennähen. Ein Schühchen schaffe ich an einem Tag (inkl. Straba-Strick). Doch, bleibt meine Lieblingsanleitung!

Baby-Booties Oscar from Sockyarn scraps
Needed some instant gratification before I can start my second Willow - wanted to test how it wears first. Did these exactly like in pattern - however, I took the purl 2 tgth side as the right side, looks neater, I think.
One bootie takes me app. 1 day when only knitting on the tram and a little on the sofa in the evening. Used the cast off threads to sew together.
This time, I tried to minimize sewing - I used a figure 8 cast on for the sole, but nevertheless worked in rows for the first part. So I only had to sew the seam at the back heel and did not have to do garter in the round - like this!




Montag, 1. Oktober 2012

Babyschuhe Oscar: Instant-Erfolg zum Zwischendurchstricken

Irgendwie war mir nach "schnell fertig" - und da kommen so ein Paar Babyschuhe immer gut! Diese Anleitung erfordert zwar ein kleines bissle Nähen - etwas, was ich normalerweise vermeide wie der Teufel das Weihwasser - aber Kraus-Rechts-In-Runden mag ich noch viel weniger, also sind diese Schühchen schon eine meiner Lieblingsbabyschuh-Anleitungen! Gestrickt aus der Drops Fabel, Farbe Berry Dreams - die Fabel ist immer noch mein Lieblingssockengarn, und diese Farbe mag ich auch sehr.

Baby Booties "Oscar" - Instant Gratification for in-between
It is always fun to make some baby booties in between - and they look sooo cute! Love this pattern, in spite of some sewing involved at the end - but I do NOT like to do garter in the round and I think they look better in garter - so the sewing is ok for me… Did the eylet row in the 5th row of the cuff and did 20 rows after eylet. Used a single crochet cast off for stretchiness.

Donnerstag, 21. September 2017

8 Ideen für selbstgestrickte Babygeschenke: Meine ultimative Hitliste


Selbstgestrickte Geschenke fürs Baby sind eine tolle Sache: Sie benötigen nicht viel Garn, sind schnell fertig und zeigen den Beschenkten, dass jemand etwas speziell für sie hergestellt hat. Allerdings habe ich schon den Ehrgeiz, dass das, was ich da so fabriziere, für die Beschenkten auch wirklich brauchbar ist. 

Bei einer Umfrage zu dem Thema bei Ravelry wurden die oben gezeigten Anleitungen (teilweise kostenlos) als besonders geeignet genannt.

In meiner mittlerweile recht langjährigen Karriere als Geschenke-Strickerin für Babies von Kollegen, Freunden, Verwandten und Bekannten hat sich folgende Hitliste herauskristallisiert:
  1. Babyschühchen
    Das ist eigentlich mein Go-To Geschenk - geht schnell, Frau kann Sockenwollreste verarbeiten und kommt meist gut an. Sehr erfolgreich sind bei mir Schühchen, die man mit einem Band fixieren kann und die nicht so leicht ausgestrampelt werden können, wie z.B. die Babyschuhe Oscar.
  2. Mützen 
    Mützen, gerne welche, die gut über den Ohren sitzen, wie. z.B. diese Teufelsmütze (heißt so wegen des "luziferischen Zipfels" in der Stirn...). Vorsichtshalber würde ich allerdings eher welche ohne Bindebänder machen - Ganz-Frisch-Eltern haben mir schon mal gedroht, Bindebänder abzuschneiden, von wegen das Kind könne sich strangulieren…
  3. Babydecken für den Maxi-Cosy oder den Kinderwagen
    Das ist natürlich je nach Grösse schon etwas mehr Arbeit - da muss ich mir schon sehr sicher sein, dass das Objekt auch gewürdigt wird. Ich habe drum wohl auch erst eine Decke gemacht, war eine kostenlose Anleitung von garnstudio.com
  4. Mobilés und Greifketten für den Kinderwagen
    Find ich eine Superidee, habe ich selber aber noch nicht gemacht- aber aus meinen Fischles z.B. kann frau sicher auch ein Mobile oder eine Greifkette basteln.
  5. T-Shirts/ Kleidchen/Tunikas
    Habe ich auch noch nicht gemacht, plane ich aber un-pe-tinkt! Es gibt soooo niedliche Kleidchen für kleine Mädchen! Das Little Sisters Dress eignet sich aber - in neutralen Farben gestrickt - sicher auch für kleine Jungs. Vorteil ist lt. erfahrenen Eltern, dass das Ding eine ganze Zeit lang "mitwächst": Erst ist es ein langes Kleid, dann eine Tunika und schliesslich nur noch ein T-Shirt. Eine Strickfreundin wusste zu berichten, dass ihre Tochter das Kleid von der Geburt bis zum 3. Geburtstag regelmässig getragen hat.
  6. Strampelanzüge
    Wie Decken: Schon aufwändiger, ausserdem scheiden sich die Geister an der Frage "Fuessle/Socken anstricken - ja oder nein?". Ich find es ja optisch hübscher "mit ohne" Sockenteil, habe mir aber sagen lassen, dass das Baby in so einem klassischen Strampler wärmer eingepackt ist. Gestrickt habe ich die sehr empfehlenswerte (und kostenlose!) Anleitung "Pepita" von Martina Behm.
  7. Pucksäcke, Schlafsäcke, SchlafsäckeWenn es etwas weniger Aufwand sein darf als eine Decke, werden auch Pucksäcke (oder Strampelsäcke) gern genommen: Babys Unterkörper kommt in eine Art "Riesensocke", kann mit den Beinchen strampeln und bleibt warm. Hab ich schon mal gemacht, diese Säcke werden auch von einigen "Stricken für Frühchen" Initiativen gern genommen.
  8. Spielzeug, Püppchen, SchnuffeltücherMeine zweitliebste Wahl nach den Schühchen - die machen Spass zu stricken (oder häkeln) und sind relativ schnell fertig. Wichtig ist natürlich, dass die Füllwatte waschbar ist - ich verwende meistens Zauberwatte. Gestrickt habe ich schon ein Knubbelchen, gehäkelt diese Anleitung
Wichtig außerdem: Das Garn, das Ihr verwendet, sollte idealerweise maschinenwaschbar sein. Gestresste Jungeltern haben Besseres zu tun als vollgesabberte Klamotten von Hand zu waschen - und so ein edles Wollgarn ohne Superwaschausrüstung verzeiht die Waschmaschine eher nicht. Sockenwolle ist aus meiner Sicht gut geeignet - allerdings finden die einige zu kratzig. Alternativ gibt es spezielle Babygarne aus 100% Polytierchen, die maschinenwaschbar und weich sind. Und auch Baumwolle resp. Baumwollmischgarne sind gut geeignet.

ETA: Ich habe hier im Hebammenblog noch eine allgemeine Liste mit sinnvollen Geschenken zur Geburt gefunden - und Babywollsocken und Decken sind da gelistet - hah!

So, und jetzt Ihr: Welches ist Euer erfolgreichstes selbstgestricktes Geschenk?
Oder, falls Ihr nicht strickt, aber Eltern seid: Was findet Ihr praktisch? Über was würdet Ihr Euch freuen resp. habt Euch gefreut, als der Nachwuchs noch frisch war?
Bin gespannt auf Eure Kommentare, gerne hier im Blog

P.S.: *Eigenwerbung an* Wer nicht strickt, auch niemanden kennt, der das machen würde - manchmal habe ich auch ein paar Schühchen oder so übrig - s. hier >> *Eigenwerbung aus*

Sonntag, 15. März 2015

Ein verwirbeltes Babymützchen aus Sockengarn

Im April werden mehrere Babys im Kollegenkreis erwartet - also habe ich Reste aus dem wunderschönen Farbenglück-Garnen zu einem Swirl-Babymuetzchen inkl. Babyfuessle Oscar fabriziert  - mir gefallen sie gut!


Colleague R. is convinced she will have a baby girl in April - I am not sooo sure, I saw the ultrasonic and I am not convinced…. Well, but it will be fun to knit something for a girl, for a change… Started with 2.5 mm needles as I did not have the bigger ones with me for Knit Night. Finsihed -messed up the decreases a little in the end as I mistakedly skiped the yarnovers. Neverthesless quite cute, but would recommend 3 mm more than 3.5 mm needles - this is a summer baby to be born in April so it should be ok to be a little holey.
Made matching booties




Freitag, 12. April 2024

Domics Strickpläne: Rückblick März 2024

 Das erste Quartal von 2024 haben wir schon hinter uns, heute schaue ich einmal, was von meinen Vorsätzen für den März >> ich umsetzen konnte:


1. Endlich fertig: Der Nightgroove-Sweater >>

Ja, das wurde definitiv Zeit, dass der fertig wird - schließlich ist er schon seit Oktober 2023 in Arbeit!
Er gefällt mir auch sehr gut, auch wenn der Kontrast von Einstrickmuster und Hauptfarbe etwas größer sein könnte - allerdings ist er im "echten Leben" stärker, als man auf den Fotos denken könnte.


Die Konstruktion gefällt mir sehr gut, nur der Teil mit dem Einstrickmuster ist eine Rundpasse, danach werden noch einige Raglanzunahmen gearbeitet. Das gefällt mir sehr gut, denn reine Rundpassen passen und stehen mir meist nicht so gut. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich diese Anleitung >> nochmal in anderen Farben stricken werde.


Allerdings wird das nicht so bald sein, denn die Temperaturen, in denen ich den tragen kann, sind vermutlich ziemlich bald erstmal Vergangenheit bis zum Herbst.


2. Broken Seedstitch Restesocken aus Fernerwolle >>



Diese (kostenlose englische) Anleitung für die Broken Seed Stitch Socks >> habe ich schon mehrfach gestrickt, die eignet sich super für Restesocken, und ich verwende gerne auch bunte Sockengarne, nicht nur einfarbige. Die weiß-pink-gefleckte Wolle ist von Ferner Wolle * >> und war ein Souvenir-Knäul aus dem letzten Österreich-Urlaub (Ferner ist ein österreichischer Hersteller). Ich habe sie kombiniert mit einfarbig pinker und grauer Wolle. 

Bei dieser Anleitung wechselt man glatt rechte Reihen mit 1 links, 1 rechts ab. Erstaunlicherweise sieht man eher die Wolle, die glatt rechts gestrickt wird, in meinem Fall also das Ferner Garn. Mir gefällt das Ergebnis sehr gut, sie sind erstmal in die Geschenkekiste gewandert.


3. Babygeschenke: Mützle >> und Babyschuhe >> für eine Kollegin 

Eine liebe Kollegin ist Mitte des Monats in Mutterschutz gegangen, also habe ich den erwarteten kleinen Jungen mit Mützle und Schühchen versorgt.


Für die Mütze habe ich 80 Maschen in Sockenwolle angeschlagen, 15 cm in 2 rechts, 2 links hochgestrickt und dann recht schnell abgenommen, bis noch 8 Maschen übrig waren, durch die ich dann den Faden gezogen habe. Die Anleitung ist zwar eigentlich für Frühchen, aber die Mütze ist so dehnbar, dass sie auch einem "normal ausgewachsenen" Säugling eine Weile passen sollte.


Für die Schühchen habe ich wieder meine geliebten Babyschuhe Oscar >> gestrickt, die sind einfach zu niedlich. Da stört es mich auch nicht, dass man am Schluß ein bissle nähen muss - kraus rechts in Runden wäre einfach noch doofer! Ich stricke solche Schühchen total gerne und hätte auch noch welche im Vorrat gehabt, die aber nicht so ganz für einen "klassischen" Jungen gepasst hätten -nicht jede Mama mag ihren männlichen Nachwuchs in rot und lila gewanden...


So, das war's bei mir im März - was hast Du so fabriziert? Irgendwelche Großprojekte abgeschlossen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Sonntag, 31. März 2019

Rezension: Tina Turner - My Love Story

Das Hörbuch wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Ich bin jetzt nicht unbedingt der Welt größter Tina Turner-Fan, aber ich kenne sie natürlich- schließlich startete ihre Solo-Karriere in den 80gern, als ich ein Teenager war. Und den Kinofilm über ihre "harten Zeiten" mit ihrem prügelnden ersten Ehemann habe ich auch schon mal gesehen. Da ich aber ein großer Fan von Biografien bin >>, wollte ich hier auf alle Fälle mal reinlesen resp. hören - und wurde nicht enttäuscht!


Bibliografische Daten:

My Love Story -
Die Autobiografie
von Tina Turner * >>

Spieldauer: 9 Stunden und 27 Minuten
Ungekürzte Ausgabe, Der Hörverlag

ASIN: B07J2M6B1H


Klappentext:


"Liebe hat mein Leben gerettet. Davon will ich erzählen." Tina Turner, die Königin des Rock 'n' Roll, wird bald 80 Jahre alt. Unter dem Eindruck einer lebensbedrohlichen Erkrankung, die sie aufgrund einer wunderbaren Wendung überwinden konnte, schildert sie erstmals ihre ganze Geschichte.

"Private Dancer", "Simply the Best", "I Can't Stand the Rain" - jeder, der Tina Turners Musik hört, ahnt etwas von ihrer Energie. Ihr Lebenswille und nie versiegender Mut brachten sie aus der Enge der Kindheit in Tennessee auf die Bühnen der Welt. Mit ihrem zweiten Ehemann Erwin Bach durfte sie schließlich auch das lang ersehnte persönliche Glück erleben.


Über die Sprecherin Sandra Schwittau:


Sandra Schwittau wurde am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York und bei Sonja Prechtl in München ausgebildet. Als Bühnenschauspielerin trat Schwittau unter anderem am „Jungen Theater“ in Göttingen auf. Seit 1979 übernimmt sie auch regelmäßig Synchronrollen, z. B. die Rolle von Shelly Marsh aus South Park. Eine der bekanntesten ist die Rolle des Bart Simpson aus der Trickserie Die Simpsons. Sie synchronisierte außerdem unter anderem die Oscar-Preisträgerin Hilary Swank. Schwittau lebt in München, ist verheiratet und Mutter eines Sohnes und einer Tochter. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie den Concept Store Schwittenberg in der Innenstadt von München.


Und, wie hat es mir gefallen?


Sehr gut! Wie gesagt, ich kannte vor allem die Geschichte bis zum Start ihrer Solo-Karriere in den 80gern. Und ich wusste natürlich auch, dass sie schon lange mit einem deutlich jüngeren Mann liiert ist. 

Ich wusste aber nicht, dass sie in den letzten 10 Jahren ziemlich von Krankheiten gebeutelt wurde: Schlaganfall, Darmkrebs, Nierenversagen... - die volle Packung.

In dem Buch geht es aber nicht nur um diese letzten Jahre, sondern um ihr ganzes Leben - sie startet mit der Kindheit in Nutbush, berichtet über die Ehehölle mit Ike Turner und dann aber weiter über den Neustart als Solokünstlerin, wie sie ihre Konzerte plante, berichtet von Begegnungen mit den Rolling Stones oder David Bowie genauso wie über ihren Einbürgerungstest für die Schweizer Staatsbürgerschaft. 

Will sagen: Das Buch ist überhaupt nicht weinerlich, sondern beeindruckend und inspirierend, sehr zu empfehlen - auch wenn Du - so wie ich - nicht unbedingt ein Fan bist!

Die Sprecherin ist übrigens genauso heiser, wie Frau Turner immer singt - ob das Absicht war? Ich kann mich nicht erinnern, dass Frau Swank, die sie ja synchronisiert, auch so heiser spricht? Egal, passt auf alle Fälle gut!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen und würde durchaus die Hörbuch-Version empfehlen.

Ich wünsche Frau Turner und ihren Lieben auf alle Fälle noch viele glückliche und gesunde Jahre zusammen!

Und jetzt Du:
Gibt es einen Star, dessen Biografie Du mir empfehlen kannst?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


* = Affiliate-Link, führt zu Amazon.de



Mittwoch, 12. August 2026

Rezension: Hier muss es sein von Maggie O'Farrell

Wieder eine Empfehlung meiner "Buchclub-Schwester" vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe - und das war ein absoluter Volltreffer! Ein 5-Sterne-Highlight, könnte gut sein, dass das mein Jahreshighlight wird in 2026.

Bibliographische Daten:

Hier muss es sein von Maggie O'Farrell * >>

Piper Taschenbuch, 544 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492321275


Klappentext:

Claudette Wells ist eine Frau, die zur Schrotflinte greift, sobald sich ein Fremder dem Haus ihrer Familie nähert. Warum beschützt sie ihr Refugium im Nordwesten Irlands so rigoros? Und warum gab sie ihre Karriere als Filmstar auf, obwohl ihr die Welt zu Füßen lag? Ihr Ehemann Daniel, Linguistikprofessor aus Brooklyn, verliert die ihm eigene Bodenhaftung, als er vom Tod seiner Ex-Geliebten Nicola Janks erfährt. Eine über Jahrzehnte verdrängte Schuld bricht über ihn herein – und reißt ihn aus dem Leben, das er und Claudette sich aufgebaut haben.


Über Maggie O'Farrell:

Maggie O’Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach - was für ein tolles Buch! Hätte ich schon viel früher lesen sollen! Ich hatte es aus der Onleihe, aber das ist eines der Bücher, die ich sicher nochmal lesen möchte und die ich auch sehr gerne "in echt und gebunden" im Regal stehen hätte!

Die Geschichte hat sehr viel von dem, was ich mag: Es gibt sehr viele unterschiedliche Figuren und die Geschichte wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Manche Figuren haben nur ein Kapitel und sind ziemlich weit von den Hauptfiguren entfernt - z.B. eine alte Dame, die zwei der Hauptfiguren auf einer Reise kennenlernt, die Hauptfiguren - vor allem Daniel - haben auch schon mal mehrere Kapitel, die sie erzählen. Besonders gut gefallen hat mir ein Kapitel ziemlich weit vorne, das einfach nur ein Auktionskatalog mit Erinnerungsstücken an die Schauspielerin Claudette ist - dabei werden viele später aufgeklärte Elemente der Geschichte schon mal "angeteasert".

Außerdem wird nicht linear erzählt - wir starten in den 2010er Jahren, springen dann in die 80ger, 90er, einmal sogar in die 1940er, immer munter hin- und her - fand ich super und überhaupt nicht verwirrend! Auch die Sprache mochte ich sehr, sehr schön, manchmal fast lyrisch, ohne kitschig zu sein. Aber um was geht es eigentlich? Hauptsächlich um die Lebens- und Liebesgeschichte(n) von Claudette und Daniel und ihren Familien - Kinder, Geschwister, Enkelkinder usw. Dabei mochte ich vor allem die Kinder und Geschwister wirklich gerne, auch Claudette. Daniel wollte ich des Öfteren ordentlich schütteln, der war schon manchmal anstrengend. Aber insgesamt war ich supergerne dabei und fand es echt schade, als das Buch ausgelesen war. 

Das war absolut ein Lebens-Lesehighlight, das ich sicher noch einmal lesen werde. Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und ich werde sicher noch mehr von der Autorin lesen.

So, jetzt Du: Welches Buch konnte Dich zuletzt so richtig begeistern? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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