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Mittwoch, 8. März 2023

Rezension: Mein Lebensmittelkompass von Katharina Schickling

Der e-Book-Download wurde mir vom Verlag kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür! Ich habe ja schon Frau Schicklings andere Bücher hier vorgestellt >>  und ich denke, man kann sagen, ich bin ein Fan von ihr. Also war ich gespannt, ob ich hier noch etwas Neues erfahren würde - Spoilerwarnung - naja, ein bissle...

Bibliographische Daten:

Mein Lebensmittelkompass von Katharina Schickling * >>

Goldmann Taschenbuch, 304 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3442179556


Klappentext:

Beim Einkauf würden wir am liebsten alles richtig machen: Tiergerechte, klimaneutrale Lebensmittel sollen es sein, umweltfreundlich verpackt, erzeugt zu fairen Preisen und unter vertretbaren Arbeitsbedingungen. Allzu oft, spätestens aber beim hektischen Supermarktbesuch nach Feierabend, scheitern wir an unserem eigenen Nachhaltigkeitsanspruch. Denn wer blickt auf die Schnelle schon durch im Dickicht des Lebensmittelrechts, der Siegel, Label und Kennzeichnungen? Dieses Buch schlägt eine Schneise durch den Wirrwarr unklarer Verbraucherinformationen und begrifflicher Mogelpackungen. Aufgeteilt nach Produktkategorien erfährt die Kundschaft, was sie tatsächlich kauft, worauf sie achten kann und wie sie den Schummeleien der Lebensmittelhersteller ein Schnippchen schlagen kann. Ein praktisches Handbuch für bewusste Konsument*innen, die mit gutem Gewissen zugreifen wollen.


Über Katharina Schickling:

Katarina Schickling ist Dokumentarfilmerin, Ernährungsexpertin und Autorin mit einem Schwerpunkt auf Nahrungsmitteln und der dazugehörigen Industrie. Als Expertin wird sie in zahlreichen Medien immer wieder zurate gezogen, wenn es ums Essen und umweltbewusste Leben geht. Sie lebt und arbeitet in München. Katarina Schickling hat immer schon gerne gekocht und gegessen. Als Journalistin hat sie sich mit dem Thema zum ersten Mal befasst, als sie 2009 für die ARD eine historische Dokumentation über Essen und unsere Geschichte drehte: "Mahlzeit, Deutschland" ist seither über 40 Mal im deutschen Fernsehen wiederholt worden. Danach hat sie regelmäßig Fernsehdokumentationen über Ernährungsthemen gemacht, oft zusammen mit Fernsehkoch Tim Mälzer. Und ein Film mit ihm über die Suche nach DER gesunden Ernährung war auch der Startschuss für die Recherchen, die letztlich zum Buch "Aber bitte mit Butter" geführt haben. 


Und, wie hat es mir gefallen?

Wie gesagt, ich habe ja schon andere Bücher der Autorin gelesen und habe nicht ernsthaft erwartet, viel Neues zu erfahren - aber ich muss sagen, ich bin durchaus positiv überrascht, auch weil das Buch sehr gut strukturiert ist und spezifisch für den deutschsprachigen Markt funktioniert. Das hat mich nämlich bei übersetzten Titeln zu dem Thema immer gestört - die Links und Tipps sind meist sehr spezifisch für das Heimatland des Autoren - also meist die USA oder manchmal auch Großbritannien, funktionieren dann aber für Deutschland nicht.

Das ist hier anders, vor allem die Strukturierung hat mir gut gefallen: Es geht los mit einigen allgemeineren Kapiteln zu Themen wie:

  • Wer verdient eigentlich alles an meinem Einkauf, und wieviel? 
  • Was kann ich gegen Lebensmittelverschwendung tun?
  • Mit welchen Problemen haben LandwirtInnen zu kämpfen und wie kann ich sie unterstützen?

Es folgen dann - nach Kategorien gegliedert - Einkaufstipps und Hinweise für
  • Fleisch/Wurst/Fisch/Eier (ja, das Buch sagt nicht, dass vegan per se immer das Beste sein muss)
  • Milch und Milchersatz
  • vegane Fleischersatzprodukte und Fertiggerichte generell
  • Gemüse
  • Obst
  • Getreide und Gebäck
  • Getränke, inkl. Kaffee und Tee
  • Öle und Fette
  • Nüsse und Süßwaren

Zum Abschluss gibt es noch eine Übersicht zu
  • verschiedenen Siegel, wie z.B. Bio-Siegel, Fair-Trade-Siegel o.ä.
  • "Tarnnamen" für Zucker in Fertigprodukten
  • "Tarnnamen" für Geschmacksverstärker in Fertigprodukten
  • eine ausführliche Linksammlung mit den genannten Einkaufsmöglichkeiten und Organisationen

Besonders gut hat mir gefallen, dass es am Ende jedes Kapitels eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Schlagworten aus dem jeweiligen Kapitel gibt - da kann man das Buch ganz gut erstmal "durchscannen" und dann entscheiden, in welchem Bereich man jetzt weiterlesen möchte.

Die Siegel- und Tarnnamenübersicht fand ich ein bissle zu kurz, die wirkten auf mich irgendwie "angepappt", so als habe man nicht gewusst, wo man die jetzt sinnvoll unterbringt.

Insgesamt ist das Buch eine sehr übersichtlich gegliederte Hilfe für alle, die sich im deutschen Lebensmitteldschungel zurechtfinden möchten und ihr tägliches Einkaufsverhalten in Richtung "nachhaltig" ändern möchten. Wie das geht? Naja, kurz gesagt: Möglichst von vor Ort, wo Du genau weißt, wo das Lebensmittel herkommt - also vom (Bio-)Bauern vor Ort, aus dem Hofladen oder von transparenten Fair Trade Initiativen, wie z.B. Crowdfarming.

Hat mich überzeugt, Frau Schickling - ich vergebe 4 von 5 Sternen (wegen der "rangeklatschten" Siegelkapitel gibt es etwas Abzug...)

So, jetzt Du: Kannst Du mir ähnliche Sachbücher zum Thema Nachhaltigkeit empfehlen?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Dienstag, 4. August 2020

Rezension: Der Konsumkompass von Katarina Schickling

Das eBook wurde mir netterweise kostenlos vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür! Ich habe ja letztes Jahr schon den "Einkaufsberater" der gleichen Autorin gelesen - die Rezension findest du hier >> Der hatte mir sehr gut gefallen, also war ich gespannt, ob mir auch dieses Buch gefallen würde.


Bibliografische Daten:

Der Konsumkompass
von Katarina Schickling * >>


Mosaik-Verlag, 272 Seiten
ISBN-10: 3442178665


Klappentext:


Wie viel »Öko« steckt im Bio-Apfel aus Neuseeland im Vergleich zum konventionellen Apfel vom Bodensee? Welche Kaffeepads kann man guten Gewissens kaufen und genießen? Sind waschbare Windeln mit Abhol- und Bringservice nachhaltiger als Öko-Wegwerfwindeln? Und wie viele Reisen mit dem Flieger kann sich unser Planet noch leisten? Jeden Tag stehen wir vor Konsum-Fragen wie diesen und finden statt klaren Antworten nur ein schlechtes Gewissen. Den Politikern beim Streiten zuhören, Studien wälzen, Recyclinghöfe besuchen – das alles können (und wollen) wir als Konsumenten gar nicht leisten und überblicken. Nun gibt es endlich Orientierung im alltäglichen Konsumdschungel. Wohnen, Körperpflege, Kleidung, Essen, Verkehr und Reisen – Katarina Schickling ist renommierte Expertin auf dem Gebiet ökologischer Ressourcennutzung und hat alle wichtigen Informationen für ein umweltbewusstes Leben ausgewertet und einen praktischen Leitfaden formuliert – klar, fundiert und nachvollziehbar. Das Buch der Stunde für alle, die im Alltag unkompliziert und ohne schlechtes Gewissen konsumieren möchten. Nachmachen unbedingt erwünscht!


Über Katarina Schickling:


Katarina Schickling ist Dokumentarfilmerin, Ernährungsexpertin und Autorin mit einem Schwerpunkt auf Nahrungsmitteln und der dazugehörigen Industrie. Als Expertin wird sie in zahlreichen Medien immer wieder zurate gezogen, wenn es ums Essen und umweltbewusste Leben geht. Sie lebt und arbeitet in München. Katarina Schickling hat immer schon gerne gekocht und gegessen. Als Journalistin hat sie sich mit dem Thema zum ersten Mal befasst, als sie 2009 für die ARD eine historische Dokumentation über Essen und unsere Geschichte drehte: "Mahlzeit, Deutschland" ist seither über 40 Mal im deutschen Fernsehen wiederholt worden. Danach hat sie regelmäßig Fernsehdokumentationen über Ernährungsthemen gemacht, oft zusammen mit Fernsehkoch Tim Mälzer. Und ein Film mit ihm über die Suche nach DER gesunden Ernährung war auch der Startschuss für die Recherchen, die letztlich zum Buch "Aber bitte mit Butter" geführt haben. 


Und, wie hat es mir gefallen?


Definitiv eines der empfehlenswerteren Bücher zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Autorin deckt wirklich alle Bereiche des täglichen Lebens ab: Müll (Vermeidung, Recycling usw...), Energie- und Wasserverbrauch, Mobilität, Ernährung, Urlaub und Freizeit...

Dabei merkt man schon recht deutlich, dass es Bereiche gibt, die ihr deutlich schwerer fallen als andere. Öfter mal auf den Flieger zu verzichten - so richtig gut gefällt ihr das nicht, habe ich den Eindruck. Und auch ihr "heilig's Blechle" lässt sie eher ungern stehen. Aber das macht das Buch dann auch wieder authentisch und gut, denn es zeigt, dass wir vermutlich alle Bereiche haben, die uns leichter fallen beim Klimaschutz und solche, mit denen wir uns schwer tun.

Besonders interessant fand ich z.B. das Thema Strom und Energiesparen. Sie zitiert da einen Experten der sinngemäss sagt " So richtig gut ist Stromerzeugung nie" und plädiert dafür, öfter mal die "nicht-elektrische" Variante zu wählen, also die Zwiebeln von Hand zu schneiden statt den elektrischen Blitzhacker zu nehmen und vielleicht doch mal das (im besten Fall analoge) Buch zu lesen, statt bei Youtube, Netflix und Co zu streamen. Es gibt sogar ein eigenes Kapitel zum Thema e-Book-Reader: Der ist auf alle Fälle nachhaltiger als Lesen auf dem Tablet oder Smartphone, am besten sei aber, Bücher in der Bücherei auszuleihen. Insgesamt ist es bei elektronischen Geräten wichtig, sie möglichst lange zu nutzen, denn die Resourcen, die für die Produktion verbraucht werden, sind schon gewaltig. Und wenn das elektrische Käschdle dann hinüber ist, bitte korrekt recyclen, denn da kann man einiges noch einmal verwenden.

Insgesamt hatte ich viele der vorgestellten Tipps schon mal gehört, aber die Zusammenstellung in einem gut gegliederten Buch ist auf alle Fälle sehr gelungen. Es gibt auch ein umfangreiches Link- und Literaturverzeichnis für den, der tiefer einsteigen will. Ich vergebe - wie schon bei Buch 1 - 5 Sterne und kann Dir die Lektüre wirklich empfehlen!


So, jetzt Du:
Hast Du schon ähnliche "Öko-Ratgeber" gelesen?
Welche kannst Du mir empfehlen?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!



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Freitag, 4. Januar 2019

Domics Faserverrückter Jahresrückblick 2018: Höhepunkte im Strick- und Häkeljahr

Der "Faserverrückte Jahresrückblick" ist eine Aktion, die Ziska aus Berlin ins Leben gerufen hat. Sie ist die Gastgeberin des Audiopodcasts "Die Urbane Spinnstube", über den ich hier schon einmal berichtet habe >>
Beim Jahresrückblick habe ich in 2015 schon mal mitgemacht, guckstu hier >>
Und auch im letzten Jahr war ich dabei, den Blogpost findest Du hier >>

Die Strick-Statistik 2018 findest Du in diesem Blogpost >> 


So, aber nu geht's los:

Domics Faserverrückter Jahresrückblick 2018:
Höhepunkte im Strick- und Häkeljahr



1. 2018 - das Strick-, Spinn- und Häkeljahr:
Was für Herausforderungen hast du gemeistert?
Was waren erstaunliche und erwähnenswerte Projekte?


Ich habe endlich die "Neverending Strickjacke" >> fertig gestrickt - aber ich mag sie nicht. Ich hätte die Zeichen richtig deuten sollen und sie einfach ribbeln, das Garn irgendjemand anderem vererben - das war echt nix.

Es sind deutlich mehr als 12 Paar Socken geworden


Aber ich hatte mir ja vorgenommen, 12 Socken in 2018 zu stricken, das hat super geklappt - yeah! Sicher auch dank des Supports in der 12-Socken-in-2018-Gruppe auf Ravelry >> , für 2019 habe ich das gleiche Ziel, da mache ich da weiterhin mit.


2. Der Stash 2018
Wie bist du mit deinem Wollvorrat umgegangen?
Unter welchem Zeichen stand dein “Stashjahr”, wie hat sich alles entwickelt?
Errungenschaften? Abbau-Erfolge?


Souvenir-Garn statt Tulpen aus Amsterdam


Doch, da bin ich ganz zufrieden. Ich habe relativ wenig Wolle gekauft, nur einige Farbverlaufsbobbel >> und ein bissle Souvenir-Garn aus Amsterdam - hey, wenn ich schon mal bei Stephen und Penelope bin... Meinen jährlichen Geburtstagsgutschein habe ich dieses Jahr komplett in die neue Monet-Sockenwolle von Opal* >> investiert, die ist soooooo toll! Das erste Paar Stinos daraus >> ist direkt schon fertig geworden. 

Einige meiner Altbestände habe ich bei Ravelry auf "Trade and Sell" gestellt (wie das funzt, habe ich hier mal erklärt >>), aber erst kurz vor Jahresende hatte ich da mal eine Anfrage, das funzt also nicht so richtig gut.


3. Mein Kleiderschrank
Welche Sachen hast du 2018 oft und gerne getragen?
(Können auch Sachen aus Vorjahren sein)


Von den dieses Jahr gefinishten Projekten habe ich wenig auch getragen. Ok, das hängt sicher auch mit dem Mördersommer zusammen, da mag ich beim besten Willen keine gestrickte Kleidung tragen. Und viele von den Socken waren nicht für mich, sondern für die Geschenkekiste.

Mein Schlauchdingens habe ich 2018 recht häufig getragen

Recht häufig getragen und auch dieses Jahr gestrickt habe ich mein Schlauchdingens >> Und auch meinen Capuccino Caponcho >> aus Drops Air trage ich jetzt im Winter sehr gerne, der ist sooo schön kuschelig! Ich habe auch noch eine Version in anthrazit, den ich im Büro deponiert habe und da "überwerfen" kann, wenn mir kalt wird.


4. Gemeinsam geht alles besser
Was hast du für Aktionen/-Alongs/Events mitgemacht?
Was waren deine virtuellen und vielleicht auch persönlichen Treffpunkte mit anderen aus der Fasercommunity?


Mach das Ufo Fertig KAL


Die erste Aktion dieses Jahr war der "Mach das UFO fertig"-KAL bei den Damen Frickelcast >> Das war auch recht erfolgreich, denn die Jacke ist ja fertig geworden, und dafür, dass ich sie trotzdem nicht tragen mag, können die Damen ja nix.

Adventskalendersöckchen für die Kinderklinik Tübingen


Adventskalendersöckchen für die Kinderklinik Tübingen

Im Herbst habe ich dann - angestachelt von einigen Podcastern und Strick-Youtubern >> - kleine Adventskalendersöckchen für die Kinderklinik in Tübingen gestrickt. Ich habe mir 24 Söckchen vorgenommen, und das habe ich auch geschafft. Insgesamt sind bei der Aktion 320 komplette Adventskalender zusammengekommen >> - Wow, oder? StrickerInnen sind einfach die allerbesten!

Year of Projects Blogathlon auf Ravelry


Seit September bin ich dabei beim "Year of Project" Blogathlon >>, der in der englischsprachigen Ravelry-Gruppe >> veranstaltet wird. Macht Spass, immer am Sonntag gibt es ein Update.


5. Hattest du ein Motto für 2018? Wenn ja, wie lief es damit? Hast du es umgesetzt?


Ja, wenn auch eher verspätet: Seit so ungefähr Mai-Juni habe ich mir überlegt, dass mein Motto sein soll "Lieber Sachen machen als Sachen kaufen". Und ja, das hat ziemlich gut funktioniert. Ich habe mehr Dinge unternommen, z.B. war ich in der Cezanne- Ausstellung in Karlsruhe und ich habe einen Teil einer mehrtägigen Wanderung gemacht. 

Na, und in puncto Stash verstricken und vorhandene Anleitungen verwenden (das ist auch eines meiner Year of Projects-Ziele) hat das auch ganz gut gefunzt.


6. Was waren die schlimmsten Crafting-Unfälle und Reinfälle?


Total verfilzt: Mein Raglano-Pullover aus Finkhofwolle - eben no Superwash...


Neben der oben schon erwähnten Strickjacke  habe ich meinen Raglano total verfilzt >>

Viel zu groß: Das Bobbel-Restetop
Tja, und dann wollte ich die Reste von meinen Bobbeln aufbrauchen und habe aus dem "Handy Book of Top Down Sweaters" * >> einen Rundpassenpulli gestrickt - das war auch gar nischt: Viel zu weit, vor allem an den Armlöchern, da konnte man einmal nach Weihnachten gucken. Hab ich dann an jemanden verschenkt, der da ein bissle mehr Frau reinzupacken hat.

7. Lieblings-DesignerIn 2018?




8. Song des Jahres? (Wird bei mir Podcast des Jahres)


Oh, da tue ich mich immer schwer.... Ich glaub, den gibt es dieses Jahr definitiv nicht. Ich höre wenig Musik, eher Podcasts. Und was mir da - außerhalb vom Stricken - so gefällt, darüber habe ich hier schon mal berichtet >>


9. Bücher des Jahres?


Das ist jetzt deutlich leichter, da gab es nämlich - mal wieder - ziemlich viel, was mir gut gefallen hat!

Belletristik:



Sachbuch:



10. Film/Serie des Jahres? Wird bei mir Videopodcast des Jahres

Ist wie mit Musik - guck ich sehr selten, da hab ich jetzt nix, was ich als Highlight hervorheben könnte. Ich schaue eher Youtube >> und da sind meine Lieblingskanäle, die nix mit Stricken zu tun haben



11. Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen?


Zu Fuß zur Arbeit gehen zu können
Die Wanderurlaube, vor allem den im Lechtal
Das Vogelkonzert in der Sommerküche in unserem Urlaubsdomizil auf Malle.


12. Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können?


Den Hitzesommer - 25 Grad reichen mir völlig!
Das verregnete und kalte Wetter in Mallorca
Die Granatenerkältung im März


13. Was hast du 2018 neues begonnen?


Wir waren zum ersten mal nicht-pauschal auf Mallorca, aber nicht zum letzten Mal!
Wir haben das Lechtal als Wanderziel entdeckt.
Ich habe mit Yoga angefangen.
Ich rezensiere regelmässig Bücher hier auf dem Blog und habe dazu des öfteren auch Rezensionsexemplare von den Verlagen erhalten- dafür nochmal vielen Dank!
Ich mache seit September beim Year of Projects mit und schreibe deshalb wieder regelmässig englische Blogposts.


14. Wovon hast du dich 2018 getrennt?


In der Fastenzeit habe ich ordentlich ausgemistet, jeden Tag ist ein Teil gegangen. Das waren vor allem Klamotten, die ich nicht mehr trage, aber auch einige gelesene Bücher, die ich entweder weiterverschenkt oder zum öffentlichen Bücherschrank gebracht habe. Insgesamt möchte ich noch viel minimalistischer leben, das funktioniert aber nicht immer soooo gut. Aber die "1 Teil Every Day"-Aktion werde ich definitiv in der Fastenzeit 2019 wiederholen.


15. Hast du ein Motto für 2019? Und wenn ja, welches?


Ich denke "Sachen machen statt Sachen kaufen" wird bleiben, außerdem "Verwende, was Du bereits hast!" (das kann sowohl auf den Garnstash, auf Anleitungen oder auch auf Kochbücher passen).


So, jetzt Du: Wie war Dein Strick- und Häkeljahr 2018?
Was planst Du für 2019?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Samstag, 8. September 2018

Meine 3 Buch-Highlights im 2. Quartal 2018

Im Rahmen der Montagsfrage findest Du hier meine Buch-Highlights für das erste Quartal 2018 >>
Hier findest Du meine Highlights in den verschiedenen Quartalen 2017 >> und auch im faserverrückten Jahresrückblick gibt es unter Punkt 9 ein paar Buch-Highlights >>

Die Montagsfrage ruht ja derzeit, drum mache ich diesen Rückblick über meine Buch-Highlights von April - Juni jetzt einfach "mit ohne" offiziellem "Dach", einfach so, aaaaalso:

Hier sind meine Top 3 Buch-Highlights von April - Juni 2018:



1. Meet the Frugalwoods von Elizabeth Willard Thames * >>


Ein Sachbuch einer US-Amerikanerin, die mit knapp über 30 das Angestelltendasein hinter sich gelassen hat und  mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern im ländlichen Vermont lebt. In dem Buch berichtet sie, wie sie das Ziel "finanzielle Unabhängigkeit" für sich entdeckt hat und wie sie es geschafft hat, ihr Ziel zu erreichen. Ich habe das Buch bei Audible als englisches Hörbuch gehört. Meine Rezension findest Du hier >> - definitiv eine echte Empfehlung


2. Besser Einkaufen von Katharina Schickling * >>


Durch das Buch von Frau Frugalwoods habe ich meinen Fokus wieder verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt, und da kam mir Frau Schicklings Info zu nachhaltigem Lebensmitteleinkauf gerade recht. Das Buch hat 5 Sterne von mir bekommen, warum, kannst Du in meiner Rezension hier nachlesen >>


3. Der Geschmack von Salz und Honig von Hannah Tunnicliffe * >>


Wo jetzt schon zwei Sachbücher dabei sind, gibt's jetzt noch einen Roman, den ich im Mai im Urlaub auf Mallorca >> gelesen habe und über den ich hier schon einmal kurz berichtet habe, dass er mir gut gefallen hat >>. Eine Rezension bin ich aber schuldig geblieben - dann liefere ich sie einfach nach, voila:

Der Geschmack von Salz und HonigDer Geschmack von Salz und Honig by Hannah Tunnicliffe
My rating: 4 of 5 stars

Hach. Hat mir sehr gut gefallen! Von der gleichen Autorin habe ich ja bereits "Der Duft von Tee" gelesen, das fand ich auch schon gut. Und dann hat Frau "Bücher in meiner Hand" das Buch noch empfohlen, da musste es doch ganz nach vorne auf meiner Leseliste.

Okay, ein kleines bissle nervt dieses Herumreiten auf der italienischen Herkunft der Protagonistin Das scheint aber was typisch italo-amerikanisches zu sein, das hat mich auch bei den Büchern von Adriana Trigiani, die ich ansonsten sehr mag, immer schon ein bissle gestört.

Insgesamt fand ich die Geschichte gut erzählt, die Stimmung hat mir sehr gefallen. Dabei hat natürlich geholfen, dass ich das Buch im Urlaub am Meer gelesen habe. Und auf unserem Tisch in der Ferienwohnung stand eine blaue Schale mit Zitronen, genau wie auf dem Titelbild. Da passt das Buch wie die Faust aufs Auge, oder?

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Du siehst, mein zweites Quartal war eher sachbuchlastig und ich habe eher selber gelesen als mir vorlesen zu lassen - ich habe sogar mein Audible-Abo pausiert >>, weil ich noch ein Guthaben "auf Halde" habe und derzeit eher Podcasts höre >>.

So, jetzt Du: Welches waren Deine Buch-Highlights von Mai-Juli?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Sonntag, 17. Juni 2018

Rezension: Besser einkaufen von Katharina Schickling

Der Herder-Verlag hat mir netterweise ein kostenloses Rezensionsexemplar diese Buches über netgalley.de zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Wie Dir sicher schon aufgefallen ist, ist das Thema Bewusster Konsumieren bei mir im Moment hoch im Kurs. Ergo wurde ich hellhörig, als ich von dem Buch las - und ich wurde nicht enttäuscht - das gibt 5 Sterne! Vielen Dank für dieses tolle Buch, Frau Schickling!


Rezension: Besser einkaufen  - Der Lebensmittel-Ratgeber für kritische Verbraucher von Katharina Schickling * >>


Taschenbuch: 224 Seiten, Herder Verlag
Auflage: 1. (19. Februar 2018)
ISBN-10: 3451600536

Klappentext: 

Dieses Buch ist ein Wegweiser durch den unübersichtlichen Dschungel aus Lebensmittelvorschriften, Tierhaltungs- und Produktionsbedingungen, Handelsstrukturen und Herkunftsquellen bei Nahrungsmitteln, der das tägliche Einkaufen so erschwert. Die Journalistin und Nahrungsmittelexpertin Katarina Schickling zeigt, was man beim Einkaufen beachten kann, wo Verbraucher hinters Licht geführt werden, welche Siegel vertrauenswürdig sind, was das Kauderwelsch auf Zutatenlisten wirklich bedeutet und wie Kunden das gelingt, was sie eigentlich wollen: mit gutem Gewissen gute Lebensmittel kaufen.
Als Fernsehjournalistin macht sie seit vielen Jahren Filme für ARD und ZDF über Ernährung. Sie hat für diese Dokumentationen oft in Ställen und Fabriken gedreht und viele Male hinter die Kulissen der Lebensmittelerzeugung geblickt. Die Ergebnisse dieser Recherchen gibt sie in diesem Buch weiter. Aufgeteilt nach Lebensmittelkategorien macht sie die Erzeugung von Lebensmitteln transparenter: Warum ist Milch so billig und weshalb ist das nicht nur für Konsumenten in Deutschland schlecht, sondern auch für die Menschen in Afrika? Welche Eier stammen wirklich von glücklichen Hühnern? Woran erkennt man, wieviel Zucker tatsächlich in einem Frühstücksmüsli enthalten ist? Welchen Rucksack an ökonomischen und ökologischen Konsequenzen kauft man mit ein, wenn es selbst gemachte Guacamole zum Abendessen gibt?
Viele möchten so gerne alles richtigmachen: Lebensmittel für den täglichen Bedarf einkaufen und dabei ein gutes Gewissen haben: politisch korrekt erzeugte Produkte, ökologisch ausgewogen, zu fairen Erzeugerpreisen. Ein Verbraucher sein, der das Tierwohl und die Transportwege bedenkt, sich gesund ernährt, und all das, ohne ein Vermögen auszugeben. Dabei stößt man jedoch ständig an Grenzen: Regional klingt plausibel – doch die Ökobilanz eines chilenischen Apfels kann, je nach Jahreszeit, besser sein, als die eines Bodenseeapfels, der seit der Ernte im Kühlhaus lagert. Saisonal einkaufen hilft beim Sparen – aber wer weiß schon noch so genau, was wann wirklich wo Saison hat. Selbst wer immer das Teuerste kauft, geht nicht auf Nummer sicher: bei REWE, zum Beispiel, kann die „Ja!“-Milchtüte zuweilen die identische Milch enthalten, wie die doppelt so teure „REWE-Frischmilch“.
Katarina Schickling wirft einen Blick hinter die Kulissen: Man erfährt, unter welchen Bedingungen die Hauptnahrungsmittel Milch, Eier, Fleisch, Brot, Obst, Gemüse, Olivenöl und Kaffee wirklich produziert und gehandelt werden und wie man mit dem eigenen Kaufverhalten Fehlentwicklungen maßgeblich begünstigt. Denn fast nirgends wird so wenig Geld für Essen und Nahrung ausgegeben wie in Deutschland - angetrieben von der Geiz-ist-geil-Mentalität. Die fatale Marktmacht großer Lebensmittel-Discounter und -Ketten ist keine Hilfe, denn sie beschert desaströs niedrige Preise für Lebensmittel wie Milch oder Butter, die den Bauern die Existenzgrundlage entziehen.
Auch auf die Gesetzgebung ist in diesem Zusammenhang kein Verlass: Die verschiedenen Biosiegel mit ihren so unterschiedlichen Kriterien machen den Durchblick selbst für engagierte Kunden fast unmöglich. Tierschutzlabel halten oft nicht das, was sie versprechen. Handelsbezeichnungen führen den Verbraucher sogar gezielt in die Irre – zum Beispiel die Kalbfleischleberwurst, die komplett ohne Kalbsleber auskommt oder die italienischen Tomaten, die in China am Strauch gewachsen sind und in Italien nur eingedost wurden. Inhaltsstoffe auf Zutatenlisten sind oft etwas ganz Anderes, als der arglose Käufer vermuten würde – wer denkt bei „Milcheiweißerzeugnis“ oder „Weizenextrakt“ schon an Geschmacksverstärker?
Dieser kritische Ratgeber bietet einen wertvollen Überblick darüber, was Verbraucher über die Hauptnahrungsmittel wissen müssen und bietet zusätzlich viele praktische Tipps und Hinweise wie kurze Warenkunden, tabellarische Übersichten (z. B. über Biosiegel) und einen Saisonkalender für Gemüse und Obst.

Über die Autorin (ihr eigener Text von ihrer Amazon-Autorenseite):

Ich habe immer schon gerne gekocht und gegessen. Als Journalistin habe ich mich mit dem Thema zum ersten Mal befasst, als ich 2009 für die ARD eine historische Dokumentation über Essen und unsere Geschichte drehte: "Mahlzeit, Deutschland" ist seither über 40 Mal im deutschen Fernsehen wiederholt worden.

Danach habe ich regelmäßig Fernsehdokumentationen über Ernährungsthemen gemacht, oft zusammen mit Fernsehkoch Tim Mälzer. Und ein Film mit ihm über die Suche nach DER gesunden Ernährung war auch der Startschuss für die Recherchen, die letztlich zu meinem Buch "Aber bitte mit Butter" geführt haben. Die Erkenntnis, dass am Essen vor allem die Menge ungesund ist, nicht jedoch die Art der Ernährung, dass Vollkorn gar nicht unbedingt besser ist, als Weißbrot, dass wir keine Angst vor Vitaminmangel haben müssen, dass Fett gar nicht so böse ist, und dass wir uns generell viel zu viele Sorgen machen darüber, ob wir das Richtige essen, hat mein Leben seitdem sehr entspannt. Diesen positiven Effekt gebe ich gerne weiter.

In meinem neuen Buch "Besser Einkaufen" sammle ich meine Rechercheerkenntnisse rund um das Thema Lebensmittel aus vielen Fernsehdokumentationen. Es geht um die Frage, wie wir als Verbraucher herausfinden können, was wir da eigentlich kaufen und wie wir zu Lebensmitteln kommen, die anständig erzeugt wurden, zu Preisen, von denen Bauern und Hersteller leben können, nachhaltig und tiergerecht. Essen, das wir mit gutem gewissen genießen dürfen.

Und, wie hat es mir gefallen?


Besser einkaufen: Der Lebensmittel-Ratgeber für kritische VerbraucherBesser einkaufen: Der Lebensmittel-Ratgeber für kritische Verbraucher by Katarina Schickling
My rating: 5 of 5 stars

Wow. Das war mal ein echtes Highlight! Ich dachte ja, ich wuesste schon ziemlich viel über nachhaltiges Einkaufen, Lebensmittelqualität und Konsumieren, aber Frau Schickling hat mir doch noch das ein oder andere beibringen können.

Avocados werden unter Trinkwasserverwendung angebaut, Quinoa wird nach Europa importiert, und die bolivianischen Bauern bleiben hungrig. Äthopien, der Hauptproduzent vom neuen "Hype-Superfood" Teff versucht gerade zu verhindern, das dort das gleiche passiert.

Sie hat die sehr sehenswerten "Lebensmittelcheck"-Dokus mit Tim Mälzer konzipiert und recherchiert und teilt hier das Wissen, dass sie da erworben hat. Neben den gut recherchierten und ausführlich belegten Fakten nennt sie auch Unternehmen, Labels und Internet-Kampagnen, die Alternativen bieten -zum Beispiel eine Initiative, die Bioorangen direkt importiert oder eine Schweizer Initiative, die Nüsse und Früchte direkt an die Mitglieder des Vereins verteilt. Sehr inspirierend und ich werde definitiv noch öfter im Buch blättern!


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