Mittwoch, 18. Februar 2026

Rezension: Wenn die Sonne untergeht von Florian Illies

Das Buch habe ich in einer (leicht gekürzten) Hörfassung in der ARD-Adiothek gehört - es ist da noch bis zum 8. März 2026 verfügbar - hier >>

Es war mein erstes Buch von Florian Illies, hat aber absolut Lust auf mehr gemacht!

Bibliographische Daten:

Wenn die Sonne untergeht - Familie Mann in Sanary von Florian Illies >>

Spieldauer: In der ARD-Version 10 Teile a 30 Minuten, im Orginal ungekürzt 10 Stunden und 28 Minuten

Gesprochen von: Stephan Schad

Argon Verlag, Hörbuch

ASIN B0FC6SSHRV


Klappentext:

Im glühend heißen Sommer 1933 spitzt sich die politische Lage in Europa zu – und die der Familie Mann: Thomas und Katia Mann und ihre sechs Kinder sind nach abenteuerlichen Fluchten im Juni in dem verträumten Hafenort Sanary am französischen Mittelmeer gestrandet. Und jetzt wissen sie alle weder vor noch zurück. Ein Ort, eine Familie, drei Monate bei dreißig Grad – Florian Illies erzählt in Wenn die Sonne untergeht von der Trauer um den Verlust der Heimat und des Besitzes, der Angst vor den Plünderungen der Nazis, von Wehmut, Trotz und Leidenschaft. Eine Familie am Abgrund. Eine Zeit aus den Fugen. Und im Sommerwind von Sanary kommt es zur Zerreißprobe zwischen Klaus und Erika und ihrem Vater Thomas – sie wollen ihn zwingen, mit Deutschland zu brechen. Aber stattdessen zerbrechen die Geschwister fast an ihm.


Über Florian Illies:

Florian Illies (* 4. Mai 1971 in Schlitz) ist ein deutscher Autor, Journalist, Kunsthistoriker und Kurator. Nach zahlreichen beruflichen Stationen im Journalismus, Kunstbetrieb und Verlagswesen ist er heute vor allem als freier Schriftsteller tätig.


Über den Sprecher, Stephan Schad:

Stephan Schad ist Schauspieler und Hörspielsprecher, der in Stuttgart in zahlreichen Theaterhäusern engagiert war. Auf der großen Leinwand war er unter anderem in der Verfilmung »Das Tagebuch der Anne Frank« oder »Es ist zu deinem Besten« zu sehen. Seine Stimme ist bekannt aus zahlreichen Hörspielen und -büchern wie der »TKKG«-Reihe oder Florian Illies‘ »1913 – Der Sommer des Jahrhunderts«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Sehr interessant! Das war mein erstes Buch von Florian Illies, aber wahrscheinlich nicht mein letztes. Ich habe die (leicht gekürzte) Hörbuchversion in der ARD-Audiothek (noch verfügbar bis 8.3.26) gehört, die auch sehr gut gelesen war.

Ich habe von Mann vor Urzeiten mal die Buddenbrocks und Felix Krull gelesen, weil frau "das ja mal lesen muss", habe aber kaum eine Erinnerung daran.

Sehr gefallen hat mir aber vor nicht allzu langer Zeit eine Biografie über Monika Mann von Kerstin Holzer, "Monascella" von Kerstin Holzer *>>. Schon da bekommt man mit, dass "der Zauberer" sicher kein einfacher Zeitgenosse war. 

Illies erzählt auf Basis von (reichlich vorhandenen) Tagebucheinträgen und Briefen der diversen Manns von deren Zeit in Sanary sur Mer, wo außer ihnen auch noch viele andere Literaten der Zeit im Exil waren: Lion Feuchtwanger, Aldous Huxley...

Ich fand es sehr kurzweilig zu hören und es hat mir Lust gemacht, weitere von Illies' "romanhaften Sachbüchern" zu lesen. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Hast Du schon etwas von Florian Illies gelesen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 13. Februar 2026

Domics Strickpläne: Vorschau Februar 2026

 Okay, der erste Monat ist rum, auf geht's in die zweite Runde! Januar war recht produktiv, mal sehen, ob das im Februar so weitergeht...


1. Ein "Großprojekt": Noch ein Sunday Morning Sweater >>



Mein 2ter Sunday Morning Sweater braucht nur noch Ärmel

Nach der (kostenlosen englischen) Anleitung >> habe ich ja im November schon einmal einen Pulli gestrickt >>, damals aus sehr, sehr gut abgelagertem Stash.

Davon war immer noch etwas da, und den ersten Pulli mag ich sehr, also habe ich beschlossen, aus den Resten der Reste noch einen weiteren zu stricken. Der wird dann allerdings noch etwas bunter werden resp. die "Buntheit" kommt jetzt vom Fingering-Garn >> und nicht vom Flausch * (der dieses Mal auch gar nicht soooo flauschig ist )>>

Die Ärmel werden aus dem helleren Grau, das beim ersten Sunday Morning die Hauptfarbe war.
Wie gesagt, es fehlen nur noch die Ärmel, da bin ich zuversichtlich, dass das gut funktionieren wird bis Monatsende.


2. Ein Quilt-Inspiriertes Kissen aus Baumwoll Resten >>



Aus Resten der Drops Safran soll ein Kissenbezug werden

Ich habe von diversen Projekten noch ziemlich viel von der Drops Safran * >> und hatte sehr viel Lust, auf modulares Stricken in kraus rechts im "Quilt-Style". Da gibt's bei Purl Soho viele (meist kostenlose) Anleitungen für (meist) Decken, aber eine Decke ist mir ein bissle viel Comittment und ich habe auch nicht mehr soooo viel Garn. Außerdem finde ich Decken aus Baumwolle nicht wirklich warm genug.

However, ich habe also einen Kissenbezug angefangen, der soll so ähnlich werden wie diese Anleitung von Laura Penrose >>. So ein Quadrat dauert dann doch länger, als ich so gedacht hätte - aber ich bin doch zuversichtlich, dass ich das bis Monatsende fertig bekommen könnte, wenn der Pullover erstmal fertig ist.


3. Ein Sockenprojekt aus dem (Anleitungs-)Stash - was von Summer Lee? >>



Bei den Tender Ages Socks ist nur der Schaft gemustert

Ich habe vor Weihnachten in so einer 2-in-1 Aktion unter anderem ein Anleitungs-Bundle von Summer Lee gekauft. Darin enthalten sind die Tender Age Socks, bei denen nur der Schaft gemustert ist und der Rest glatt rechts gestrickt wird. Das könnte ich mir sehr gut in einer Kombi von Uni und selbstreifend vorstellen, vielleicht in Pink oben?

Das Februar-Thema beim Socken-Ingo sind Streifen, vielleicht schiebe ich die noch nach...

So, jetzt Du: Was hast Du Dir für Februar so vorgenommen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 11. Februar 2026

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuß von Amy Achterop

Diese Reihe ist mir schon mehrfach über den Weg gelaufen - Setting auf einem Hausboot in Amsterdam, hört sich erstmal gut an, also habe ich bei der Onleihe zugeschlagen. War jetzt aber nicht soooo überzeugend für mich.

Bibliographische Daten:

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss von Amy Achterop * >>

FISCHER Taschenbuch, 352 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 359670670X


Klappentext:

Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin suchen noch nach ihrem Platz im Leben. Und finden ihn auf einem alten Hausboot, wo sie eine Detektei gründen, um sich den Fällen zu widmen, auf die die Polizei keine Lust hat. 

Auf dem Deck bauen sie Tomatenpflanzen an, genießen die Amsterdamer Grachtenidylle im Liegestuhl, trinken an trüben Tagen Irish Coffee mit viel Whiskey und ordentlich Sahne und schauen zusammen alte Miss Marple-Filme. Die Hobby-Detektive sind also bestens vorbereitet für ihren ersten Auftrag, der sie in die Gastro-Szene der Stadt führt, wo ein kulinarischer Wettstreit zwischen zwei Sterneköchen entbrannt ist. Die Detektei soll ein Rezept ausspionieren, als plötzlich eine Wasserleiche gefunden wird: ausgerechnet der berühmte Sommelier Henk Perenboom. Welche Verbindung gibt es zwischen den drei Feinschmeckern, und wer täuscht wen? Fest steht jedenfalls: Gemeinsam schlagen sich die Detektive gar nicht schlecht.


Über Amy Achterop:

Amy Achterop alias Heidi van Elderen wollte eigentlich selbst auf ein Hausboot in Amsterdam ziehen. Dann wurde ihr klar, dass man dort zwar Hunde, aber keine Esel und Schafe halten kann. Deshalb genießt die am Niederrhein aufgewachsene Autorin heute nur echte und fiktionale Ausflüge in die Grachtenstadt. Die übrige Zeit lebt sie zusammen mit ihrem niederländischen Ehemann, ihren Kindern und vielen Tieren auf einem kleinen Bauernhof in Schweden.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joa, kann man mal lesen - aber da hätte man mehr draus machen können! Ich mag Amsterdam sehr, also war das Setting schon mal klasse. Und die "Detektive" fangen vom Prinzip her auch gut an - schön divers, allerdings wirkt das schon ein wenig gewollt - ok, wir brauchen noch eine queere Person, und vielleicht jemand mit Behinderung - check, check... Am ehesten war noch Maddie "relatable", alle anderen bleiben eher blass und ich konnte nicht so recht nachvollziehen, warum die unbezahlt als Detektive arbeiten

Der "Fall" ist dann auch ein bissle konstruiert und absolut nicht spannend. OK, ist ein Cozy-Krimi, da erwarte ich jetzt nicht unbedingt nagelbeissende Spanung und spritzendes Blut - aber ein wenig spannender und zum Miträtseln hätte es schon sein dürfen. Es waren etwas zu viele Zufälle dabei.

Fazit: OK, kann man mal lesen, und ich hatte es aus der Onleihe und habe also kein Geld dafür ausgegeben. Hätte ich das getan, würde ich mich vielleicht schon ärgern. 

Werde ich in der Reihe weiterlesen? Mal gucken, wenn gerade nix anderes verfügbar ist, dann vielleicht. Geld ausgeben würde ich für die Bücher aber eher nicht. 

Ich vergebe 3 von 5 Sternen - kann man lesen, muss man sicher nicht.

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit ein Buch gelesen, das Dir empfohlen wurde, Dich aber enttäuscht hat? Welches war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 6. Februar 2026

Domics Strickpläne: Rückblick Januar 2026

So, der erste Monat in 2026 ist rum. Zeit also, zu schauen, was von meinen Vorsätzen >> ich auch umgesetzt habe.





1. Meine Zopfsocken sind fertig >>

Die waren für den Socken-Ingo-KAL in der Sockenstricker-Gruppe auf Ravelry >> und ich habe meine Anfangsmotivation für diese Socken genutzt.

Zopfsocken - also solche mit "echten", verkreuzten Zöpfen, hätte ich ansonsten wohl nicht so schnell angeschlagen. Gestrickt aus Resten von Lana Grossa Tweed *>> und Drops Fabel * >> bin ich auch ziemlich schnell voran gekommen. Ein Rapport waren 6 Runden, also wollte ich immer "ach, noch schnell bis zur nächsten Krausrippe" oder so. 

Auch die fertigen Socken gefallen mir gut, ich kann mir sehr gut vorstellen, die Anleitung >>nochmal zu stricken, vor allem auch für Männersocken, die "ziehen" sich dann nicht ganz so sehr.




2. Noch ein Paar Socken "hinterher", diesmal falsche Zöpfe >>

Nachdem die "Pflicht" durch war, habe ich zur "Kür" wieder mal eine Socke mit falschen Zöpfen gestrickt, nämlich meine (resp. Frau Wapitis) bewährte Anleitung "Der Blender" >>

Verwendet habe ich Gründl Hot Socks Madena *>> - die sind mir kurz nach Weihnachten im Baumarkt zugelaufen (ja, ich weiß, Wolldiät und Stashabbau und so - aber die haben "Mama!" zu mir gesagt....)

Wie schon bei den "echten" Zopfsocken habe ich auch hier wieder eine quadratische Käppchenferse und eine Sternspitze gestrickt, das gefällt mir im Moment irgendwie richtig gut.

Gestrickt habe ich wieder eine Männergröße für meinen Geschenke-Vorrat und auch die finde ich ziemlich gelungen.



Socken "Der Blender" aus Hot Socks Madena - sitzen bei mir halt etwas locker


3. Socken-Chirurgie: Aus Zehensocken mach "normale" Socken >>

Anno 2022 habe ich Herrn Domic ein Paar Zehensocken gestrickt >> , weil er im Sommer gerne Flip-Flops trägt und ich dachte, er würde deren Tragesaison gerne auf den Winter ausdehnen.



Die Zehensocken vor der "Operation"

Aber die hat er kaum getragen, weshalb er mich gefragt hat, ob ich ihm da nicht "normale" Spitzen dran stricken könnte. Hab ich zwar noch nicht nie gemacht, so einen Teil ribbeln und neu anstricken, aber irgendwann ist ja immer das erste Mal und so...



Eine Socke erfolgreich "operiert", die zweite folgt...

Also habe ich die Spitzen geribbelt und neu angestrickt. Ich habe sogar einen Teil des Ribbelgarns verwenden können, ansonsten habe ich einen grauen Rest verwendet.



Operation gelungen, Patient lebt! ;-)

Ich bin echt ein bissle stolz darauf, wie gut das gelungen ist - hah! Ich glaube, das traue ich mich jetzt mal öfter, sowas nachträglich zu ändern und zu reparieren.


4.  Fahrradoutfit mit Beleuchtung, Teil 1: Stirnband >>




Da war ja der Plan, dieses Reflektor-Garn * >> einzustricken. Hab ich auch gemacht, aber ich würde es nicht empfehlen. Das Garn ist wirklich dünn wie Nähgarn, und der Reflektoreffekt ist zwar vorhanden, aber wirklich kaum sichtbar. Da ist das weiße Drops Nord * >> noch deutlicher sichtbar. 

Aber das Stirnband passt wie geplant unter den Fahrradhelm und hält warm, also soweit ok.


5. Fahrrad-Ausstattung "mit Beleuchtung", Teil 2: Fäustlinge mit Colorwork >>





Auch hier habe ich wie geplant den Reflektorfaden mitlaufen lassen, in den Reihen in Weiß nach dem Daumen. Da ist der Leuchteffekt vermutlich noch geringer, aber auch da hilft das Weiß eher als das Reflektorgarn.

Ich habe wieder die gleiche Anleitung >> verwendet wie beim letzten Mal >>. Direkt nach der Fertigstellung, als ich die Fotos gemacht habe, war ich mit dem Maschenbild so gar nicht zufrieden, fand ich viel zu ungleichmässig.

Allerdings muss ich sagen, dass sich das nach 2 Wochen tragen gut "zurechtgezuppelt" hat, das Maschenbild ist jetzt viel gleichmässiger. Und die Farbkombi - die ich ja danach ausgesucht habe, dass sie zu meinem Go-Go-Dynamo-Shawl >> passt, gefällt mir auch supergut.


6. Go-Go Dynamo Shawl ist fertig und wird fleißig getragen >>



Der Go-Go-Dynamo-Shawl vor dem Waschen und Spannen

Oh, dabei fällt mir auf: Das Tuch hab ich hier noch gar nicht fertig gezeigt! Der ist fertig, ist riiiiesig geworden und gefällt mir sehr! Erstmals überlegt >>, ihn anzuschlagen, habe ich schon im Oktober >>, aber es hat dann doch bis Dezember gedauert, bis das wirklich passiert ist.

Verwendet habe ich diverses Sockengarn, unter anderem die Lana Grossa Meilenweit Dip * >> und eine Opal-Wolle aus der Funky-Reihe * >>. Das Tuch ist auch ohne die optionale untere Wellenkante wirklich groß, also habe ich mir die gespart. Ich trage das Ding unter der Winterjacke um Schultern und Hals geschlungen und es ist wirklich kuschlig warm.




So, jetzt Du: Was hast Du im Januar so fertiggestellt? Gibt es Pläne für den Februar? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 4. Februar 2026

Rezension: In Liebe, Deine Paula von Lucinde Hutzenlaub

 Ich glaube, ich bin auf das Buch gestoßen, weil ein Blurb von Maria Nikolai drauf ist, deren Schokoladenvilla-Reihe ich ja gern gelesen habe. Dieses Buch war dann auch nett - aber jetzt "nothing to write home about", wie die Briten sagen.

Bibliographische Daten:

In Liebe, Deine Paula von Lucinde Hutzenlaub * >>

Penguin Verlag, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3328109196


Klappentext:

Als Esther den Dachboden ihres Einfamilienhauses in Stuttgart ausmistet, fällt ihr der elegante Fuchspelzmantel ihrer Mutter Paula in die Hände. Und mit einem Mal sind all die schmerzhaften Erinnerungen wieder da, denn der Mantel hat eine lange Geschichte: Er stammt aus Paulas Jahren als Kindermädchen bei einer der reichsten Familien New Yorks. Esther weiß, wie sehr ihre Mutter das Leben in der pulsierenden Metropole der Dreißigerjahre liebte, die Jazzclubs und die Spaziergänge im Central Park – und einen jungen Anwalt namens Norman. Doch der Mantel erinnert Esther auch an all die Geheimnisse, an den schrecklichen Verrat und schließlich an Paulas plötzliches Verschwinden. Und sie weiß, dass es nun endlich an der Zeit ist, sich auf die Suche zu machen nach jener großen Lebensliebe, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte.


Über Lucinde Hutzenlaub:

Lucinde Hutzenlaub (benannt nach Lucinde von Friedrich Schlegel)ist als Tochter des Journalisten Hans Ulrich Reichert und der Leichtathletin Karin Reichert-Frisch in Stuttgart aufgewachsen. Dort absolvierte sie das Abitur 1990. Sie studierte Sprachwissenschaften in England und Spanien sowie Grafik-Design und Bildhauerei in San Francisco, was sie 1998 an der Merz-Akademie in Stuttgart mit einem Diplom als Kommunikations-Designerin abschloss.

Nach dem Studium arbeitete Hutzenlaub als Art-Direktorin in Göppingen. In Japan schrieb sie einen Blog und ein Buch über die Zeit in Japan. Aktuell lebt Hutzenlaub in Böblingen und arbeitet als Schriftstellerin.

Lucinde Hutzenlaub hat drei Töchter (* 1996, * 1999, * 2000) und einen Sohn (* 2007).


Und, wie hat es mir gefallen?

Nett - aber jetzt nicht so der Riesenburner... Warum das jetzt dringend in den 1930ger Jahren spielen musste - naja - vielleicht war da doch mehr von der echten Grossmutter der Autorin enthalten, als ich dachte.. Dieses Roaring 30ties Setting in New York hatte schon was, auch die "Millionäre im Knickerbocker Club" habe ich ganz gern gelesen. Aber warum das alles auseinander ging und warum die Tochter da so ein Riesending draus macht -naja...

Ich hab's aber trotzdem gern gelesen, zumal die in Deutschland angesiedelten Elemente der Geschichte in Stuttgart spielen und nicht in Berlin oder so - das mag ich immer gern. Bei der Liebesgeschichte war vielleicht ein bissle viel Drama dabei, da wäre vielleicht weniger mehr gewesen. Die Zeitsprünge waren auch recht groß, wir springen von Mitte der 1940ger direkt in die 1960ger. Über die Ehe von Paula hören wir nur sehr wenig, da hätte es für meinen Geschmack deutlich mehr Details geben können.

Insgesamt habe ich das Buch aber sehr gern gelesen, es hat mich gut unterhalten. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen und würde weitere Bücher der Autorin gerne lesen.

So, jetzt Du: Hast Du schon mal ein Buch gelesen, weil ein Lieblingsautor auf dem Klappentext zitiert wurde? Welches war das? Und hat es Dir dann gefallen? Schreib es doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 30. Januar 2026

Mützen, Kapuzen, Balaclavas: 10 kostenlose Anleitungen, um Kopfbedeckungen selber stricken und häkeln

 Seit ich entdeckt habe, dass die Ravelry-Bundles auch so erstellt werden können, dass Nicht-Ravelry-Mitglieder sie sehen können, bin ich nicht mehr zu halten. Es ist schon ein bissle her, dass ich eine Mützen-Anleitungssammlung erstellt habe >>

Und dann haben die Mädels vom Knits and Drinks Podcast auch noch eine Sammlung von Mützen veröffentlicht >>


Die sind allerdings (fast) alle Kaufanleitungen, und obwohl es dafür sicher gute Gründe gibt, dachte ich, ich schaue trotzdem mal, welche kostenlosen Anleitungen vielversprechend aussehen. Los geht's!

Hier geht's zu meinem Bundle auf Ravelry >>




1. Fischermütze von Sandra Fischer ( deutsche Anleitung) >>

Die Mütze wird aus Sport-Weight-Garn, also etwa 6fache Sockenwolle mit 3,5 mm Nadeln von unten nach oben geschickt. Für Kinder werden 120, für Erwachsene 144 Maschen angeschlagen. Das sollte auch für dickere Köpfe passen, denn durch das Rippenmuster ist die Mütze sehr dehnbar. Wenn Du die Mütze lang genug machst, kann der Träger sie sowohl mit ein - oder zweifach gekrempelter Krempe für extra "Winddichtigkeit" als auch mit einem "Zipfel" oben etwas "slouchy" tragen, wie es gerade "trendy" ist. Außerdem "wächst" die Mütze für Kinder dann auch eine ganze Zeit lang mit.


2. Frost Buster Balaclava von Drops Design (gibt's auch auf Deutsch) >>

Spätestens seit der Sophie-Hood sind solche gestrickten Kapuzen ja total "in". Diese hier wird aus der Drops Air * >> gestrickt, einem voluminösen, aber sehr leichten Garn, bei dem die Fasern nicht versponnen, sondern in einen Nylon-Schlauch geblasen werden. Ich habe als Kind so eine "Schalmütze" gehabt und sehr gern getragen, jetzt finde ich die für mich aber eher unpraktisch - passt nicht unter den Fahrradhelm. Aber da die Dinger ja im Moment so "angesagt" sind, stehen die Chancen gut, dass es in Deinem Umfeld jemanden gibt, der so ein Ding haben möchte.


3. Nivia-Mütze von Babette Ulmer (deutsche Anleitung) >>

Diese Mütze kombiniert Rippen mit Zöpfen, weshalb sie gut am Kopf anliegen sollte. Verwendet wird ein Garn in DK-Stärke, also etwa doppelt gehaltene Sockenwollstärke. Es wird nicht zu oft verzopft, so ist der Stoff dick(er), aber nicht zu schwer, dann hätte ich Angst, dass die Mütze rutscht.


4. Mütze No. 2 von Norman Schwarze (Nimble Needles) >>

Diese Mütze wird aus sehr dünner Wolle in Sockenwollstärke gestrickt. Damit's trotzdem nicht zu kühl und zugig ist, wird die Krempe doppelt gestrickt, innen außerdem mit Rippenmuster und dünneren Nadeln, so dass sie trotzdem gut am Kopf anliegen sollte.


5. Rainbow Indigo Fisherman's Beanie von Janet Stimson >>

Hier werden die traditionellen Gansey-Strukturmuster (also z.b. Perlmuster-Rauten und einfach Zöpfe) in einer Mütze verwendet, die aus Garn in DK-Stärke gestrickt wird, also z.B. Drops Karisma *>> Die ist zwar schön warm, weil reine Wolle, allerdings könnte sie empfindlichere Gemüter kratzen, da würde ich dann eher die Drops Nord * >> empfehlen, die hat einen Alpaka-Anteil und ist für mein Gefühl deutlich weicher. Sie ist zwar ein bissle dünner als die Karisma, flauscht aber schön auf, so dass das passen sollte. Allerdings könnte es sein, dass man die Muster dann nicht mehr so gut sehen kann. Oder die Drops Lima * >>, die hat auch Alpaka und Wolle - wobei ich die schon fast zu dick finde.


6. Y(et) A(nother) S(tockinette) Hat von Jasmine Davis >>

Diese Mütze wird von der Spitze nach unten gestrickt, so daß Du wirklich alle Deine Reste aufbrauchen kannst. Auch hier wird dünnes Garn in Sockenwollstärke verwendet, dass am Ende per Maschenstich zu einer doppelten Blende zusammengenäht wird, dazu hat die Designerin extra ein Tutorial-Video aufgenommen >>



7.  Old Memories Balaclava von Kaori Katsurada (noch eine Kapuze, gehäkelt) >>


Ok, wenn Du für diese Kapuze traditionelle Granny Squares verwendest, ist die vielleicht zu löchrig, um warm zu sein. Aber es gibt ja durchaus auch recht dichte Häkel-Quadrate, und die "Halskrause" wird eh in Rippen gestrickt, das sollte dann warm genug sein. Cool aussehen tut's auf alle Fälle!


8. Cinnamon Beanie von Drops Design (gibt's auf Deutsch) >>


Diese Drops-Anleitungen wird aus Drops Lima * >> gestrickt, ebenfalls mit doppelter Blende, und sieht mir verdächtig ähnlich aus wie der Oslo Hat von Frau Petiteknits. Wenn Du also etwas ähnliches stricken willst, versuch es vielleicht einmal damit.


9. Watch Cap (and mitts) von Purl Soho >>


Wieder eine einfach gerippte Mütze, von der Krempe nach oben gestrickt, aus Garn in DK-Stärke. Tut vermutlich, was sie soll - hält warm und sieht auch ganz nett aus. Wenn Du magst, kannst Du auch noch ein Paar Handschuhe passend dazu stricken, wahlweise mit oder ohne Kappe über den Fingern.


10. Goyo Balaclava von Sijin Lee >>


Und weil sie gerade so angesagt sind, noch eine Kapuze, wieder in DK-Stärke, aber mit einem hübschen Zopfmuster. Das zieht sich über die ganze Kapuze, da sollte sie wirklich schön warm sein. Ich mag auch, wie der Oberkopf gearbeitet ist - sieht ein bissle aus wie eine Sockenferse.


So, das soll's erstmal gewesen sein! In meinem verlinkten Bundle >> sind noch eine weitere Anleitungen - 29 insgesamt... Mal sehen, vielleicht mache ich irgendwann nochmal einen zweiten Teil dieser Mützen-Übersicht!

Jetzt Du: Welches ist Deine "Lieblingsanleitung" aus dieser Übersicht?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 28. Januar 2026

Rezension: Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Dieses Buch hatte ich schon auf dem Zettel, seit es 2024 zum "Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhändler" gewählt wurde. Hat ein bissle gedauert, bis ich es bei der Onleihte bekommen habe - aber das Warten hat sich gelohnt!

Bibliographische Daten:

Pi mal Daumen von Alina Bronsky * >>

Kiepenheuer & Witsch,  272 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462004255


Klappentext:

Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs und liebt knalligen Lippenstift und hohe Absätze. Sie ist fest entschlossen, sich heimlich den Traum von einem Mathe-Studium zu erfüllen. Doch im Hörsaal wird Moni für eine Putzfrau gehalten und belächelt. Wie kommt sie dazu, sich für eines der schwierigsten Fächer überhaupt einzuschreiben? Und woher kennt sie den berühmtesten Professor der Uni? Bald muss nicht nur Oscar feststellen, dass Monis Verstand und Beharrlichkeit größer sind als ihre Wissenslücken. Denn Mathematik schert sich nicht um Fragen der Herkunft, des Alters und des Aussehens. Oscar dagegen kämpft mit dem Alltag und findet ausgerechnet in der warmherzigen Moni eine Vertraute, die seinem Leben eine entscheidende Wendung gibt. Bald verbindet die beiden Außenseiter eine Freundschaft, die niemand für möglich gehalten hätte. 


Über Alina Bronsky:

Alina Bronsky (*1978 in Jekaterinburg, Russland) ist eine russisch-deutsche Autorin, bekannt für ihre humorvollen, aber auch tiefgründigen Romane wie den Bestseller-Debütroman "Scherbenpark" (2008), der auch verfilmt wurde. Sie kam als Jugendliche nach Deutschland, arbeitete u.a. als Werbetexterin und lebt heute in Berlin. Bronskys Werke zeichnen sich durch einen markanten Sprachstil und oft skurrile Charaktere aus, wie in "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" oder "Baba Dunjas letzte Liebe"


Und, wie hat es mir gefallen?

Witzig war's wieder! Es ist schon ein bissle her, dass ich das letzte Buch von Frau Bronsky gelesen habe, ich hatte ganz verdrängt, wie witzig sie schreibt!

ETA: Ich hatte außerdem verdrängt, dass ich vor gar nicht so langer Zeit "Barbara stirbt nicht" gelesen habe, auch von Alina Bronsky. Liegt daran, dass der Ton bei dem Buch ganz anders ist, ein bissle ernster und bittersüß - auch gut, aber eben sehr anders. Dieses Buch ist schon ähnlicher zu "Die schärfsten Gerichte der tartarischen Küche" , an das ich gedacht habe.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Oscar, einem nerdigen, hochbegabten, leicht autistischen 17jährigen Mathematikstudenten. Ihm fehlt jede Empathie, er kann überhaupt nicht verstehen, wieso seine Kommilitonin Moni neben dem Studium noch drei Jobs hat und sich außerdem noch um ihre Enkelkinder kümmert.

Oscar war jetzt nicht gerade die sympathischste Figur in der Geschichte, Moni und ihre Familie und auch Professor Herbst mochte ich aber umso mehr. Vielleicht hätte jemand, der sich in Mathematik ein bissle besser auskennt als ich, noch viel mehr Spaß an der Geschichte - nein, nicht vielleicht, sicher sogar.

Aber ich wurde trotzdem, dass meine Mathekenntnisse schon 30+ Jahre alt und ziemlich eingerostet sind, sehr gut unterhalten. Im Vorfeld habe ich Rezensionen gelesen, in denen gesagt wird, dass Menschen, die akademisch eher minderbemittelt sind, in diesem Buch schlecht wegkommen. Würde ich jetzt aber nicht unbedingt sagen, ich denke, der Eindruck entsteht eher deshalb, weil alles aus Oscars Sicht erzählt wird - und der kann sich definitiv nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich in der 4ten Dimension nicht so easy bewegen können wie er und irgendwelche komplizierten mathematischen Beweise zur Unterhaltung im Kopf durchführen.

Das wäre dann vielleicht auch ein kleiner Kritikpunkt: Vielleicht wäre eine zweite Erzählperspektive gut gewesen, die weniger nerdig ist - dann wäre man Moni und den anderen Figuren noch etwas näher gekommen.

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, ich vergebe 4,5 Sterne von 5 und muss mal gucken, welche weiteren Bücher von Frau Bronsky ich noch lesen könnte.

So, jetzt Du: Gibt es einen Lieblingsautoren, deren Bücher Dir sehr unterschiedlich gut gefallen haben? Wer wäre das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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