Freitag, 7. Juni 2019

15 auf Ravelry ge-hypte Anleitungen, die ich eher nicht stricken werde und warum

Neulich habe ich ja einen Post veröffentlicht, in denen es um Anleitungen ging, die ich mehrfach gestrickt habe und warum >>

Bei meinem Post über die Ravelry-Hits von August- Oktober 2018 >> ist mir dann aufgefallen, dass es auch Anleitungen gibt, die gefühlt jeder außer mir schon gestrickt hat.

Da hab ich mir überlegt, das wäre doch vielleicht auch was, was ich mal genauer angucken könnte - welche sind das genau und warum habe ich sie bisher noch nicht gestrickt? Will ich das in Zukunft nochmal tun oder eher nicht und wenn nicht, warum nicht? Los gehts!



Oberteile: Nix Ärmelloses, nix mit Zöpfen, nix nicht Geschlossenes



1. February Lady Sweater >>



Diese Jacke kommt ganz als erstes, wenn ich bei Ravelry nach der Anleitung mit den meisten Projekten suche.

Die finde ich prinzipiell zwar recht hübsch und sie hat auch einige Elemente, die ich bei einem Oberteil mag: Garter Stitch (aka kraus rechts), eher U-Boot-Ausschnitt, eher "rustikales" Garn und das Lace-Muster ist auch schön.

Aber die Ärmel sind mir definitiv zu weit, da fädele ich an sämtlichen verfügbaren Türklinken ein.

Und sie sind mir auch zu kurz - wenn ich eine Strickjacke trage, dann auch deshalb, weil es mir ohne zu kühl ist. Und wenn dann 3/4 meiner Arme unbedeckt sind, dann ist mir kalt.

Das gilt auch für die Verschlusslösung bei dieser Jacke, die ja nur oben geschlossen wird - ich fürchte, die ist mir zu zugig. Das ist der Grund, warum ich z.B. meine Atelier Jacke >> oder auch die Henni-Jacke >> so wenig trage - die sind mir um die Brust rum einfach zu kalt.

Also kein February Lady Sweater für mich, höchstens einzelne Elemente und in Abwandlungen. Das habe ich auch schon gemacht, bei dieser Jacke z.B. >>habe ich das Lace Muster verwendet.


2. Shalom Cardigan >>


Du kannst Dir wahrscheinlich denken, warum auch diese Jacke / Weste nix für mich ist: Keine Ärmel, also kalt! Und das, obwohl sie ja aus ziemlich dicker Wolle gestrickt wird.

Außerdem ist das eine Rundpassen-Konstruktion, die passen mir irgendwie nicht so wirklich gut, meine letzten Versuche damit waren eher suboptimal >>

Aber auch hier gibt es Elemente, die ich mir gut vorstellen kann, das Muster von der Rundpasse gefällt mir z.B. sehr, das könnte ich mir gut vorstellen, mal zu stricken - irgendwann.


3. Central Park Hoody >>


Diese Jacke finde ich prinzipiell superschön - ich würde auch sehr gerne eine besitzen.

Aaaaber - dann müßte ich Zöpfe stricken! Und obwohl ich die optisch sehr mag und gerne trage, stricke ich sie nur sehr ungern. Das ist immer so ein Gefummel mit der Zopfnadel.

Und ja, ich weiß, dass man das - zumindest bei recht wenigen zu verkreuzenden Maschen - auch ohne Zopfnadel machen kann. Habe ich sogar schon mal gemacht, wie ich hier berichtet habe >>

Aber ich glaube, Zöpfe und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Allerdings muss ich sagen, dass der Central Park Hoodie von den drei nicht-gestrickten Oberteilen dasjenige ist, das ich mir am ehesten vorstellen kann, doch nochmal irgendwann zu stricken.


Mützen: Keine linken Maschen in der Runde


1. Wurm-Mütze >>

Dazu habe ich bei Ravelry-Hits von August- Oktober 2018 >> schon was geschrieben: Linke Maschen in Runden sind bäh! Die vermeide ich wie der Teufel das Weihwasser. 

So sehr ich kraus rechts eigentlich mag - wenn ich dafür links in Runden stricken müsste, nähe ich eher zusammen. Das mag ich zwar auch nicht, aber wenn die Alternative links in Runden ist, dann nähe ich lieber.





2. Rikke Hat >>

Haste Dir schon gedacht, gell? Genau: Links in Runden! GEHT. GAR. NICHT.

Wenn Du einen Trick hast, wie ich das vermeiden kann (außer, in Reihen zu stricken und dann zu nähen), schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

Ich habe schon mal verkürzte Reihen probiert, also immer so 1-2 Maschen nicht stricken und dann "Rückwärts" zurück, also auf der Innenseite, aber das wird nicht sehr sauber und ist auch nicht ganz das gleiche...


3. Kohlhaas Hat >>


Den finde ich total schön! Aber da muss frau sooooooo viele Maschen verkreuzen!

Und das hast Du Dir vielleicht gedacht: Maschen verkreuzen ist wie Zöpfe stricken so gar nix, was mir Spaß macht! 

Falls Du aber ein Fan davon bist und schon viel mehr Kohlhaasen gestrickt hast, als Du tragen kannst: Immer her damit! Ich würde mich opfern, ich trage die! ;-)



Schals und Tücher: Keine Rechtecke, nicht zu viel Lace



1. Clapotis >>

Den mag ich eigentlich schon, den Clapotis. Ich habe sogar schon mal einen besessen, den hat meine Wichtelmama prä-Ravelry bei einer Wollfee-Swapaktion für mich gestrickt.

Aber das ist dann doch ein - wenn auch recht großes - Rechteck. Und ich trage rechteckige Schals und Tücher einfach sehr ungern, da weiß ich nicht so recht, wie drapieren und irgendwo zieht es immer rein. 

Neee, nix für mich. Auch wenn ich mir evtl. vorstellen könnte, mal so eine Fallmaschenkonstruktion in einem anderen Zusammenhang zu stricken, das wäre vielleicht schon spannend.


2. Ishbel >>


Ein eher kleines Lacetuch - aber eben doch Lace. Und das ist echt nicht meins. Stricken soll mich entspannen, dazu brauche ich eher mindless knitting, und bei Lace muss ich mich zu arg konzentrieren.

Ich weiß, dass es Strickerinnen gibt, die genau das entspannend finden, dass sie sich auf ein Muster konzentrieren müssen und dann eben keine Zeit haben, an irgendwelchen Problemen herumzudenken.

Aber meins ist es nicht.


3. Swallowtail Shawl >>


Noch ein tolles Lacetuch - aber ein recht großes und deutlich anspruchsvolleres als die Ishbel.

Bei dem kommt dazu, dass mir das zu verspielt ist, das würde ich auch einfach nicht tragen.

Außerdem mag ich keine Garne, die dünner sind als Sockenwollstärke. Ich weiß, vermutlich könnte man den Swallowtail auch aus dickerem Garn machen, aber ich werde den wohl eher nicht mehr stricken.

Lacemuster, die nicht zu kompliziert sind, stricke ich aber durchaus gerne - Blattmuster z.B. mag ich sehr!


Socken: Nix, was wenig elastisch ist. Und nicht soviel Gefummel


1. Jaywalker Socks >>

Die habe ich sogar schon mal gestrickt. Aber die waren der totale Reinfall: Durch die dreifach Abnahmen war das Gestrick extrem unelastisch.

Das hatte ich zwar vorher schon gelesen und entsprechend mehr Maschen angeschlagen. Das hatte aber dann zur Folge, dass die Dinger viel zu weit waren und geschlabbert haben.

Wenn ich also jetzt Zickzacksocken möchte, achte ich darauf, dass die Zu- und Abnahmen entsprechend elastisch sind - z.B. dann, wenn sie mit Umschlägen gemacht werden, die geben dann ein bissle Flexibilität - wie z.B. bei meinen Groovy-Socken >> 


2. Nutkin >>


Auch diese Anleitung habe ich schon einmal gestrickt >> und sie gefallen mir auch recht gut.

Allerdings habe ich die Anleitung verändert, denn in den Ravelry-Kommentaren wurde angemerkt, dass sich die Socken durch das Muster sehr verziehen kann, wenn man es nicht spiegelt.

Außerdem würde ich das Muster beim nächsten Mal eher nur auf der Vorderseite des Schafts machen, denn elastisch ist auch hier anders.




3. Houdini-Socks >>

Über diese Konstruktion habe ich im Knitmore-Girl-Podcast gehört und musste die dann mal ausprobieren >>

Es wird zuerst der Fuß inkl. Spitze u. Sohle gestrickt, um dann an einer Soll-Bruchstelle oberhalb der Ferse Maschen für den Schaft aufzunehmen - so weit theoretisch logisch.

Ich  habe mir aber fast die Finger gebrochen, als ich versucht habe, die Maschen aufzufangen und das Ergebnis gefällt mir auch nicht. 

Für mich wird es also in Zukunft eher weiter meine Lieblingskonstruktion geben >>

So, jetzt Du:
Welche Anleitung, die scheinbar alle außer Dir schon gestrickt haben, wirst Du eher nicht stricken? Und warum? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare! 







Kommentare:

  1. Von diesen Teilen habe ich auch noch nur die Wurmmütze gestrickt.
    Ärmellose Westen sind für mich ebenfalls nichts. Wenn es mir kalt wird, dann auch an den Armen.
    LG
    Ingrid

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    1. Ja, nech? Aber ich keine mehrere Damen, die so "heißblütig" sind, dass sie sagen, sie brauchen die Wärme vor allem um die Nieren herum, Ärmel stören nur und werden eh immer hochgeschoben. Manchmal ändern sich ja auch Präferenzen - ich habe z.B. lange bevorzugt sehr lange Oberteile getragen, mittlerweile bevorzuge ich es etwas kürzer.

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