Montag, 10. September 2018

Montagsfrage: Hörbücher gleich selbst gelesene Bücher?

Juchuh, es gibt wieder eine Montagsfrage! Die Aktion ist vom Buchfresserchen umgezogen zu Frau Lauter und Leiser hier >>


Die Frage diese Woche ist:


Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?


Hochinteressant, diese Frage! 
Ich bin - nach anfänglichen Schwierigkeiten - mittlerweile ein echter Hörbuch-Fan (guckstu auch hier >>). 

Aber gleichsetzen würde ich es nicht unbedingt. Es gibt Bücher, die MUSS man einfach als Hörbuch hören, wie z.B. "Born a Crime" von Trevor Noah *>> Das liest der Autor selbst (etwas, was ich nicht unbedingt mag) und kann deshalb die verschiedenen Sprachen und Dialekte, die da eine wichtige Rolle spielen, selber sprechen. 

Gerade Bücher, in denen Dialekt eine Rolle spielt, wie z.b. die Eberhofer-Krimis von Rita Falk * >> gewinnen durch einen guten Vorleser ungemein. Christian Tramitz liest das einfach gigantisch gut, finde ich.

Und auch "In der ersten Reihe sieht man Meer * >>" wird von Bastian Pastewka einfach toll gelesen - ich glaube nicht, dass mir das gedruckte Buch soviel Spaß gemacht hätte!

Andererseits: Es gibt natürlich auch den Fall, dass ich mit dem Vorleser so gar nicht warm werde, das verleidet mir dann das ganze Buch. Die Harry-Potter-Bücher gab es z.B. lange  nur gelesen von Rufus Beck. Der hat viele Fans, aber ich mag seine Stimme und seine Art vorzulesen so überhaupt nicht! Glücklicherweise gibt es seit ein paar Jahren bei Audible auch eine andere Version, gelesen von Felix von Manteuffel *>>

Besonders dicke Schmöker lasse ich mir gern vorlesen (z.B. die Folletsche Jahrhunderttrilogie * >>), da steigen die Chancen, dass ich sie auch zu Ende höre.

Und auch Ratgeber-Sachbücher höre ich lieber. Bei englischsprachigen Titeln wie z.B. "Cooked" von Michael Pollan * >> gibt es dann oft noch ein PDF zum Download mit den Dingen, die sich gelesen nicht so transportieren lassen - Rezepte und Tabellen und sowas.

Fällt mir gerade noch ein als Argument eher gegen Hörbücher: Hörbücher werden oft gekürzt, vor allem deutschsprachige Hörbücher. Das kann ein gutes Buch ziemlich verhauen, wenn das "unsensibel" gemacht wird. Ich habe "Die Flüsse von London" als gekürztes Hörbuch gehört, da hab ich die ganze Story nicht mehr richtig nachvollziehen können.  

Und jetzt Du:
Hörst Du Hörbücher? Wenn ja, die gleichen Genres wie Du selber lesen würdest?
Oder was sind Deine Kriterien?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


* = Affiliate-Link, führt zu Amazon.de

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Ich bin kein Fan von Hörbüchern und kann mir gar nicht vorstellen, besonders dicke Wälzer und umfangreiche Reihen auf diese Weise zu konsumieren. Bei mir wäre es also genau andersherum. Es würde mich wahnsinnig machen, nicht einfach etwas nachschlagen zu können und ich denke, ich hätte Probleme, den Überblick zu behalten.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    1. Siehste, so sind die Geschmäcker unterschiedlich! Nachschlagen tue ich bei Belletristik nie, höchstens bei Sachbüchern, und da gibts ja die PDFs. Wenn jemand gerne Notizen in Büchern macht, könnte das bei Hörbüchern auch schwierig werden - mache ich aber auch nie.

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  2. Ich gebe Dir in vielen Punkten recht (auch wenn ich Beck gern höre). Vor allen hinsichtlich der Kürzungen achte ich bei Hörbüchern darauf, denn meist schaffen es die Redakteure nicht, ein Buch sinnvoll zu kürzen. Das könnte vermutlich sowieso nur der Autor oder dessen Lektor und nicht irgendein Hörbuchverlagsredakteur...

    Viele liebe Grüße
    Der Büchernarr Frank

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    1. Ja, das mit den Kürzungen ist eine schwierige Sache. Ich hab durchaus schon (sehr lange) Hörbücher gehört, bei denen aus meiner Sicht Kürzungen nicht geschadet hätten. Aber das ist dann eben sehr individuell, was einen nicht interessiert. Beim Follett hätten die sich aus meiner Sicht den ganzen russischen Plot im zweiten Teil sparen können, mit den Figuren bin ich einfach nicht warm geworden. Aber das bin halt nur ich in dem Fall.

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  3. Sei gegrüßt.

    Hörbücher sind nicht so meins, Hörspiele mag ich dagegen sehr. Aber bei beidem steht und fällt das Ganze mit dem Sprecher, da hast du Recht.

    Ich mag Rufus Beck auch nicht, entsprechend gefielen mir die Harry Potter Hörbücher früher gar nicht. Hatte mal reingehört... Endlich mal jemand, der mich bei der Aussage nicht anschaut, als käme ich vom Mond ;)

    Montagsfrage: Hörbuch = klassisches Buch? || Mein Senf für die Welt

    Liebe Grüße
    Marina

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    1. Hörspiele sind eher nicht so meins - nur als Kind, Pumuckl und Die Wawuschels mit den grünen Haaren und so Märchenzeugs. Wobei natürlich ein guter Sprecher fast ein Hörspiel aus einem Buch machen kann - Bastian Pastewka schafft das z.B. in "In der ersten Reihe sieht man Meer", das ist einfach GROSSARTIG!

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  4. Hallo und danke für deinen Besuch auf meiner Seite! :-)
    Ich bin erst heute aus dem Urlaub zurück, jetzt kann ich auch bei dir mal stöbern.
    Hörbücher sind nicht so mein Ding, ich mag zwar die verschiedenen Stimmen und Intonationen der Sprecher, aber ich bin optisch aufnahmebereiter. Beim Hören muss ich mich zu sehr konzentrieren und lass mich zu schnell ablenken. Schade eigentlich, denn es schont natürlich die Augen, wenn man einfahc nur zuhören kann. :-)

    LG Barbara

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    1. Ja, vermutlich bin ich ein eher auditiver Typ. Ich habe schon zu Schulzeiten meinen Lernstoff auf Cassetten gesprochen (ja, liebe Kinder, da gab das noch keine Smartphones mit Aufnahmefunktion) und mir dann im HIntergrund angehört, da hab ich das am besten behalten. Aber trotzdem hab ich ja ein paar Anläufe gebraucht, bis ich mit Hörbüchern warm geworden bin.

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