Mittwoch, 8. April 2026

Rezension: Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan

 Ich bin nicht erst seit "Der Pfau" ein Fan der Autorin >>, auch "Sachen machen" * >>  hat mir vor Jahren sehr gut gefallen. Über dieses Buch bin ich eher zufällig gestolpert, aber auch das hat mich gut unterhalten.

Bibliographische Daten: 

Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan * >>

Kiepenheuer&Witsch, 272 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462004190


Klappentext:

Constanze zieht nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten in die Wohngemeinschaft von Jörg, Anke und Murat. Was zunächst als Übergangslösung gedacht war, entpuppt sich als zunehmend stabil. Da ist Jörg, dem die Wohnung gehört und der eine große Reise plant; Anke, die als mittelalte Schauspielerin kaum noch gebucht wird und plötzlich nicht mehr die einzige Frau in der WG ist; und Murat, der sich einfach keine Sorgen machen will und dessen Lebenslust auf die anderen mitreißend und manchmal auch enervierend wirkt. Constanze sorgt als Neuankömmling dafür, dass sich die bisherige Tektonik gehörig verschiebt. Alle vier haben ihre eigenen Träume und Sehnsüchte und müssen sich irgendwann der Frage stellen, ob sie eine reine Zweck-WG sind oder doch die Wahlfamilie.


Über Isabel Bogdan:

Isabel Bogdan, *1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Lebt in Hamburg, weil es da so schön ist. Liest, schreibt, übersetzt (u.a. Jane Gardam, Jonathan Safran Foer, Nick Hornby, Jasper Fforde). 2012 erschien ihr erstes eigenes Buch, „Sachen machen“, bei Rowohlt, 2016 der erste Roman, „Der Pfau“, bei Kiepenheuer und Witsch, 2019 folgte der Roman „Laufen“. Vorsitzende des Vereins zur Rettung des „anderthalb“. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung, 2011 den für Literatur. Bloggerin des Jahres 2014, zusammen mit Maximilian Buddenbohm für das Interviewprojekt „Was machen die da?“


Und, wie hat es mir gefallen?

at mir gut gefallen, wenn es auch nicht für 5 Sterne gereicht hat. Die Geschichte der Wohngemeinschaft wird abwechselnd aus der Sicht der vier Bewohner erzählt. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel, in denen mehrere Bewohner zu Wort kommen, die sind dann oft wie ein Theaterstück geschrieben (also sowas wie: Jörg betritt den Raum - Jörg: Das Auto ist weg...)

Ist einerseits mal was anderes, andererseits kommt man da nicht so recht in einen Lesefluss. Bei meinen Vor-Rezensenten wird oft angemerkt, dass die Geschichte etwas zu sehr "Friede -Freude-Eierkuchen" ist - ja, könnte man schon sagen, vor allem Murat ist eigentlich immer nur gut drauf und kocht und tut, da wäre es schon hübsch gewesen, wenn er etwas mehr Tiefe bekommen hätte und man mehr von seinen dunklen Tagen erfahren hätte - das kommt nur an einer Stelle eher nebenbei zur Sprache.

Insgesamt mochte ich das Buch aber gerade deshalb, weil es insgesamt recht harmonisch zugeht und es auch irgendwie gut ausgeht, das ist doch zwischendrin auch mal schön. So 100 Seiten mehr wären auch nicht schlecht gewesen, vor allem ab der ersten Hälfte schreitet die Handlung dann sehr zügig voran, da wäre ein bissle weniger Erzähltempo nicht schlecht gewesen.

Hat mir also gut gefallen - nicht so gut wie der Pfau, ist auch eine ganz andere Geschichte, aber trotzdem ein schönes Feel-Good-Buch. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Welches Buch mit einer "gefundenen Familie" kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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