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Mittwoch, 2. September 2026

Rezension: Der Sturm zwischen uns von Carley Fortune

 Vor 2 Jahren habe ich das erste von Carley Fortunes Sommerbüchern gelesen >>, das hat mir überraschend gut gefallen, obwohl ich ja eigentlich nicht soooo der Fan von sehr jungen Protagonisten bin und ein bissle viel Spice war's auch - da konnte ich beim ersten Buch aber noch drüberweg lesen.

Buch 2 und 3 haben mir dann schon nicht mehr sooo gut gefallen, und ich hatte mir den "Sturm" als physisches Buch gekauft, bevor ich Buch 3 gelesen hatte - ich hatte schon ein bissle Sorge, dass mir das gar nicht gefallen würde... Aber zum Glück kam es ganz anders!

Bibliographische Daten:

Der Sturm zwischen uns von Carley Fortune * >>

Penguin Verlag, broschiert, 512 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3328114599


Klappentext:

Niemals hätte Frankie erwartet, dass sie dieses Schicksal ereilen wird: Kurz vor der Hochzeit lässt ihr Verlobter ihre gemeinsame Zukunft zerplatzen. Mit gebrochenem Herzen kehrt Frankie zu ihrer Familie zurück, um sich in ihrem Elend zu suhlen – doch sie hat die Rechnung ohne ihren besten Freund George gemacht. Er möchte, dass Frankie in die Flitterwochen fährt. Mit ihm. Eine Woche lang die frische Meeresluft von Tofino einatmen, in den wilden Wellen surfen und den atemberaubenden Regenwald erleben. Georges Plan, Frankie von ihrem Herzschmerz zu befreien, entwickelt sich schon bald zu etwas anderem: einer letzten Chance, ihre Freundschaft zu retten. Und das bedeutet, Geheimnisse und unausgesprochene Gefühle ans Licht zu bringen.


Über Carley Fortune:

Carley Fortune ist eine preisgekrönte kanadische Journalistin. Ihr Debütroman »Fünf Sommer mit dir« über eine unvergessene Jugendliebe an einem kanadischen See eroberte sofort die Bestsellerlisten der »New York Times«, »Sunday Times«, »Globe and Mail« und des »Toronto Star«. Carley Fortune denkt so gern an die Sommer ihrer Kindheit in dem idyllischen Ort Barry’s Bay zurück, dass sie ihn unbedingt zum Schauplatz ihrer wunderschönen Liebesgeschichte machen musste. Sie lebt mit ihrer Familie in Toronto.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach, das war wieder echt nett! Bisher war mir ja vor allem bei ihrem zweiten und dritten Buch zuviel Spice drin, das hielt sich hier zum Glück in Grenzen (aber das, was dann drin war, sorgte dafür, dass es eben doch eher 4,5 statt 5 Sterne geworden sind). 

Aber es hat mir soooo gut gefallen! Vor allem das Setting im kanadischen Regenwald (wusste nicht mal, dass es den gibt) war genau meins, aber auch die Freundschaftsgeschichte zwischen Frankie und George mochte ich sehr. Ja, geschenkt - ich halte es schon für sehr, sehr unwahrscheinlich, dass diese zwei, die zusammen aufgewachsen sind und sogar mal in ihren 20gern zusammen gewohnt haben, nicht früher hätten merken können, dass da mehr zwischen ihnen ist als nur Freundschaft. 

Aber die Geschichte ist wirklich schön erzählt und hat mir auch deutlich besser gefallen als "Sommer ohne August". Außer dem Natursetting gibt's auch noch tolle Beschreibungen der Gerichte, die die beiden so verspeisen (Frankie ist Köchin) und am Rande kommt noch eine problematische Mutter -Tochter-Beziehung vor, die ich jetzt nicht dringend gebraucht hätte, aber auch ganz gut beschrieben fand. 

Und es wird alle Nase lang aus "Little Women" zitiert, was dazu geführt hat, dass ich mir die Schmuckausgabe von Coppenrath zugelegt habe. Ich muss sagen, das ist bisher mein liebstes Buch der Autorin, ich vergebe sehr gute 4,5 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Wann ging es Dir zuletzt so, dass Dir ein Folgeband einer Reihe besser gefallen hat als die ersten Bände? Welche Reihe war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 26. August 2026

Rezension: Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger

 Das Buch war auf der "Sommer-Buchliste" der Stadtbibliothek Karlsruhe. Ist jetzt nicht unbedingt ein reines Sommerbuch, hat mir aber ordentlich gefallen.

Bibliographische Daten:

Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger * >>

dtv Verlagsgesellschaft, Taschenbuch, 432 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3423221852


Klappentext:

Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.


Über Beatrix Gerstberger:

Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den SPIEGEL-Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen vor 20 Jahren, als sie für sechs Monate in einem Hummerfischerdorf in Maine lebte. Viele Jahre später kehrte sie an diesen Ort zurück, fuhr mit Hummerfischerinnen hinaus aufs Meer und sprach mit ihnen über das Leben, über Verluste, Trauer und das Weitermachen. Daraus entstand die Idee für diesen Roman. Beatrix Gerstberger lebt in Hamburg.


Und, wie hat es mir gefallen?

War auf der Sommer-Empfehlungsliste der Stadtbibliothek Karlsruhe, und ich habe es - gerade auch als "Sommerbuch" ganz gern gelesen. Die Geschichte spielt zwar nicht nur im Sommer, aber der Vergangenheitsstrang schon: Die Hauptfigur Mina hat mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder viele Sommer ihrer Kindheit auf der Insel Eagle Island bei Stone Harbour in Maine verbracht. Nach einem Schicksalsschlag kommt sie wieder in die Region und findet Unterschlupf bei der alten Hummerfischerin Ann. 

Erzählt wird dann, wie sie sich in Stone Harbour einlebt und zusammen mit Ann und der Fischerin Julie zum Hummerfischen aufs Meer fährt. In Rückblenden erfährt man auch einiges über ihre Kindheitssommer auf der Insel, und auch ihren Jugendfreund Sam trifft sie wieder. Es geht in dieser Geschichte viel um Familienbeziehungen, aber auch um Freundschaft und "Found Family". 

Einzig die Geschichte um Minas und Sams Brüder hat mich etwas genervt - beide sind bei Unfällen ums Leben gekommen, und obwohl immer angedeutet wird, dass es da ein "Geheimnis" zu lüften gibt, wird das bis zum Schluss nicht aufgelöst. Fand ich ein bissle nervig - wenn das nicht relevant ist, hätte sie diesen Erzählstrang doch gar nicht einführen müssen? 

However, das ist Jammern auf hohem Niveau - die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten, und ich mochte die Figuren sehr, vor allem Julie. Die bekommt im 2. Band "Hummerjahre", der im August 2026 erscheinen soll, die "Hauptrolle", sagt der Klappentext. Joa, werde ich vielleicht auch lesen, muss jetzt aber nicht sofort sein. 

Insgesamt ein nettes Buch mit guten Charakteren und nicht-kitschigen Liebesgeschichten. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Hast Du ein "Sommerbuch" gelesen, das Du mir empfehlen kannst? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 19. August 2026

Rezension: Sommer in Wien von Petra Hartlieb

 Das erste Buch in dieser Reihe, "Winter in Wien", habe ich vor Ewigkeiten schon gelesen >>. Hat mir damals gut gefallen, und eigentlich wollte ich schon längst die anderen Bücher aus dieser Reihe lesen. Den "Sommer" habe ich mir jetzt jahreszeitlich passend vorgenommen, und auch den Frühling habe ich schon als gedrucktes Buch hier liegen...


Bibliographische Daten:

Sommer in Wien
von Petra Hartlieb * >>

DuMont Buchverlag , 176 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3832183728


Klappentext:

Der berühmte Dichter Arthur Schnitzler verbringt mit seiner Familie die Sommerfrische auf der mondänen Adria-Insel Brioni. Und Marie, das Kindermädchen der Familie, reist mit. Doch obwohl sie zum ersten Mal am Meer ist, sind ihre Gedanken in Wien. Oskar Nowak, der junge Buchhändler aus der Währinger Straße, geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ob sie als Paar eine Zukunft haben?


Über Petra Hartlieb:

Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte in Wien Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau bei verschiedenen Verlagen in Wien und Hamburg, später als Literaturkritikerin für den NDR, Ö1 und die Financial Times. Seit 2001 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joah, kann man schon mal lesen, muss man sicher nicht. Ich würde -wie auch schon beim Winterbuch- unbedingt empfehlen, das in der passenden Jahreszeit zu lesen, denn ich konnte die Sommerhitze in Wien sehr gut "nachfühlen". 

Außerdem gefällt mir die Reihe vermutlich auch deshalb so gut, weil sie in Wien spielt und ich die Stadt ein bissle kenne. Ich war also wieder gerne bei Marie, den Schnitzler-Kindern und Oskar. 

Allerdings geht die Entwicklung der Beziehung ein bissle fix, was vermutlich der Kürze des Buches geschuldet ist - da war wohl einfach nicht genug Platz, um das ganze etwas langsamer zu entwickeln. Vermutlich hätte man die ganze Geschichte gut in einen, maximal 2 längere Bücher packen können - aber ich hab's trotzdem ganz gern gelesen.

Ich habe den Frühling schon hier liegen, und auch den Herbst - den letzten Band- werde ich vermutlich noch lesen. Die Figur der Fanni als frühe, emanzipierte Frau, fand ich ganz interessant, aber die kam ja schon noch sehr am Rand vor.

Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen - wenn Du jetzt nicht der größte Wien-Fan bist, ist das Buch sicher kein Muss, aber als "seasonal read" fand ich es schon ganz nett.

So, jetzt Du: Gibt's ein "Sommerbuch", das ich unbedingt diesen Sommer noch lesen sollte? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 12. August 2026

Rezension: Hier muss es sein von Maggie O'Farrell

Wieder eine Empfehlung meiner "Buchclub-Schwester" vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe - und das war ein absoluter Volltreffer! Ein 5-Sterne-Highlight, könnte gut sein, dass das mein Jahreshighlight wird in 2026.

Bibliographische Daten:

Hier muss es sein von Maggie O'Farrell * >>

Piper Taschenbuch, 544 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492321275


Klappentext:

Claudette Wells ist eine Frau, die zur Schrotflinte greift, sobald sich ein Fremder dem Haus ihrer Familie nähert. Warum beschützt sie ihr Refugium im Nordwesten Irlands so rigoros? Und warum gab sie ihre Karriere als Filmstar auf, obwohl ihr die Welt zu Füßen lag? Ihr Ehemann Daniel, Linguistikprofessor aus Brooklyn, verliert die ihm eigene Bodenhaftung, als er vom Tod seiner Ex-Geliebten Nicola Janks erfährt. Eine über Jahrzehnte verdrängte Schuld bricht über ihn herein – und reißt ihn aus dem Leben, das er und Claudette sich aufgebaut haben.


Über Maggie O'Farrell:

Maggie O’Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach - was für ein tolles Buch! Hätte ich schon viel früher lesen sollen! Ich hatte es aus der Onleihe, aber das ist eines der Bücher, die ich sicher nochmal lesen möchte und die ich auch sehr gerne "in echt und gebunden" im Regal stehen hätte!

Die Geschichte hat sehr viel von dem, was ich mag: Es gibt sehr viele unterschiedliche Figuren und die Geschichte wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Manche Figuren haben nur ein Kapitel und sind ziemlich weit von den Hauptfiguren entfernt - z.B. eine alte Dame, die zwei der Hauptfiguren auf einer Reise kennenlernt, die Hauptfiguren - vor allem Daniel - haben auch schon mal mehrere Kapitel, die sie erzählen. Besonders gut gefallen hat mir ein Kapitel ziemlich weit vorne, das einfach nur ein Auktionskatalog mit Erinnerungsstücken an die Schauspielerin Claudette ist - dabei werden viele später aufgeklärte Elemente der Geschichte schon mal "angeteasert".

Außerdem wird nicht linear erzählt - wir starten in den 2010er Jahren, springen dann in die 80ger, 90er, einmal sogar in die 1940er, immer munter hin- und her - fand ich super und überhaupt nicht verwirrend! Auch die Sprache mochte ich sehr, sehr schön, manchmal fast lyrisch, ohne kitschig zu sein. Aber um was geht es eigentlich? Hauptsächlich um die Lebens- und Liebesgeschichte(n) von Claudette und Daniel und ihren Familien - Kinder, Geschwister, Enkelkinder usw. Dabei mochte ich vor allem die Kinder und Geschwister wirklich gerne, auch Claudette. Daniel wollte ich des Öfteren ordentlich schütteln, der war schon manchmal anstrengend. Aber insgesamt war ich supergerne dabei und fand es echt schade, als das Buch ausgelesen war. 

Das war absolut ein Lebens-Lesehighlight, das ich sicher noch einmal lesen werde. Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und ich werde sicher noch mehr von der Autorin lesen.

So, jetzt Du: Welches Buch konnte Dich zuletzt so richtig begeistern? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 29. Juli 2026

Rezension: Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak

Auf dieses Buch wäre ich ohne die Empfehlung aus dem eat-read-sleep-Buchclub Karlsruhe nicht gestoßen. Es war zwar keines, das wir im Buchclub zusammen gelesen haben, aber eine meiner "Buchclub-Schwestern" hat es empfohlen - und das tue ich auch, wenn die leicht verschrobene Geschichten magst...

Bibliographische Daten:

Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak * >>

C.Bertelsmann Verlag, 304 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3570104699


Klappentext: 

Claudia Hendl ist nicht unbedingt glücklich und noch weniger fantasiebegabt – bis eines Tages eine alte, egozentrische Dame in ihr Wirtshaus kommt. Ihr Name ist Johanna Fialla, und nachdem sie Vertrauen zu Claudia gefasst hat, eröffnet sie Unglaubliches: Sie, Johanna, sei in Wahrheit die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf. Der habe sich nämlich gar nicht erschossen, sondern sei nur untergetaucht und habe unter falschem Namen eine neue Familie gegründet, dessen Sprössling Johannas Vater gewesen sei. Nach und nach erzählt Johanna ihre Lebensgeschichte, und Claudia, die niemals schriftstellerische Ambitionen gehabt hat, beginnt sie aufzuschreiben. Dabei erfährt sie vielleicht nicht unbedingt historische Fakten – aber sie erkennt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht.


Über Irene Diwiak:

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz, ist eines der großen Erzähltalente ihrer Generation. Für ihre literarischen Texte sowie ihre Theaterstücke wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Liebwies« stand bereits auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Es folgten ihre Romane »Malvita« sowie »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Nett - und sehr österreichisch! Auch dieses Buch war eine Empfehlung meiner "Buchclubschwester" aus dem eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe 2, wie schon "Heimweh". 

Ich hab ja mal 3 Monate Auslandssemester in Wien verbracht und fahre regelmässig nach Tirol in Urlaub, also ist mir alles österreichische sehr "nah am Herzen". Und der Ton dieses Buches ist schon sehr österreichisch, witzig, sarkatisch und mit vielen skurillen Figuren. 

Da ist zum einen natürlich die "letzte Kaiserin" Frau Fialla, ihre diversen Ehemänner, aber auch ihre Herkunftsfamilie in Wien. Viele der Figuren sind aber auch historisch real-existierend: Der Kronprinz Rudolf und seine Mätresse(n), sein Kutscher, sein Kammerdiener, die verrückte Schauspiel-Gräfin, andere Habsburger-Verwandtschaft - hat es alle wirklich gegeben, ich habe ordentlich Google und Wikipedia bemüht. 

Last, but not least ist da auch noch die "Erzählerin" Claudia Hendl, die Frau Fiallas Geschichte in einem österreichischen Landgasthaus aufschreibt. Auch die macht eine Entwicklung durch, die mir sehr gefallen hat.

Insgesamt ging es aber gar nicht so sehr darum, ob an der Geschichte etwas Wahres sein könnte, sondern eher um Herkunft, Familie und wie Frauen seit den 1920gern ihren Lebensweg selbst gestalten konnten oder auch nicht.

Hat mir sehr gefallen, ich vergebe solide 4 Sterne und schaue mal, was die Autorin sonst noch so geschrieben hat.

So, jetzt Du: Wann hast Du zuletzt auf Empfehlung anderer ein (gerne schon älteres) Buch gelesen, das Dir richtig gut gefallen hat? Welches war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 15. Juli 2026

Rezension: Heimweh von Graham Norton

Ich kannte Norton bisher nur als Host einer britischen Talkshow, die ich hin und wieder gern ansehe auf Youtube. Das er auch schreibt (und sogar ziemlich gut!), war mir bisher entgangen. Das Buch hat mir aber wirklich gut gefallen, ich möchte gern noch mehr von ihm lesen! 

Bibliographische Daten:

Heimweh von Graham Norton * >>

Rowohlt Taschenbuch, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3499006502


Klappentext:

Ein Sommertag Ende der Achtziger, sechs junge Leute fahren ans Meer. Auf dem Rückweg ein schrecklicher Unfall: Es sterben ein junges Paar, das am nächsten Tag hätte heiraten sollen, und eine Brautjungfer; die andere überlebt schwer verletzt. Kaum blessiert sind Martin, der Arztsohn, und Connor, der eigentlich nicht zur Clique gehörte. Er saß am Steuer. Der ganze Ort Mullinmore ist wie gelähmt. Und nach dem Prozess wird Connor nach England geschickt. Niemand weiß, dass er noch vor etwas ganz anderem flieht. Bald bricht er den Kontakt zu den Eltern ab. Connors Schwester wird derweil von Martin umworben. Die beiden heiraten, und die Ehe wird für Ellen ein Unglück. Zwanzig Jahre später betritt ein Gast eine Bar in New York. Er versteht sich sofort gut mit dem jungen Barkeeper. Dann stellen sie fest, was sie verbindet. Und jenseits des Atlantiks, in einem kleinen Ort im County Cork, löst dies eine dramatische Kette von Ereignissen aus.


Über Graham Norton:

Graham Norton, Schauspieler, Comedian und Talkmaster, ist eine der bekanntesten Fernsehpersönlichkeiten der englischsprachigen Welt. Geboren wurde er in Clondalkin, einem Vorort von Dublin, aufgewachsen ist der Sohn einer protestantischen Familie aber im County Cork im Süden Irlands. Sein erster Roman «Ein irischer Dorfpolizist» überraschte viele durch seine Wärme und erzählerische Qualität, er avancierte in Irland und Großbritannien zum Bestseller, wurde mit dem Irish Book Award 2016 ausgezeichnet und wird nun auch zu einer Fernsehserie. «Möglicherweise war es Verschwendung, dass der Mann die ganzen Jahre im Fernsehen war», schrieb Bestsellerautor John Boyne in der «Irish Times».


Und, wie hat es mir gefallen?

Das Buch war eine Empfehlung vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe. Ich kenne die Graham-Nordon-Show, ich wußte gar nicht, dass der gute Graham auch schreiben kann - und zwar gar nicht schlecht!

Das Buch spielt teilweise im Irland der späten 1980ger, teils in London, teils in New York, da aber in den frühen 2000ern und bis zur Gegenwart. Erzählt wird vor allem, wie der dramatische Unfall in den 1980gern das Leben von Connor und seiner Familie beeinflusst hat.

Im letzten Drittel des Buches gibt es dann einen Plottwist, den ich aber schon habe kommen sehen, was aber auch nicht schlimm war. Es geht viel um queeres Leben, was ich jetzt nicht soooo gern lese, aber hier hat es mir doch sehr gut gefallen, umso besser, je weiter ich in der Geschichte vorangekommen bin.

Wir erfahren abwechselnd von Connor und seiner Schwester Ellen, wie deren Leben nach dem dramatischen Unfall verläuft - Connor verlässt seinen Heimatort, Ellen bleibt. Es ist auch eher eine Familiengeschichte als eine queere Liebesgeschichte, wir erfahren auch viel über Connors Eltern und die angehörigen der anderen Unfallbeteiligten.

Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, ich mochte vor allem, wie alles gen Ende ein Happy End findet, ohne (übermässig) kitschig zu sein.

Ein sehr nettes Buch, ich denke, die anderen Titel des Autors werde ich mir auch noch ansehen!

Ich vergebe sehr solide 4 Sterne.

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit eine(n) neue(n) Autorin/Autoren für Dich entdeckt? Wenn ja, wen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 8. Juli 2026

Rezension: Samstagabend im Lakeside Supper Club von J. Ryan Stradal

 Seit längerem mal wieder ein 5-Sterne-Buch - vielen Dank an Sarah-Sophie, ohne deren Tipp ich dieses Buch ganz sicher eher nicht gelesen hätte! Das Buch hätte ich im Diogenes-Verlag auch nie und nimmer vermutet, ist eher so ein KiWi oder DuMont-Titel, würde ich sagen....

Bibliographische Daten:


Samstagabend im Lakeside Supper Club von J. Ryan Stradal * >>

Diogenes-Verlag, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3257073321


Klappentext:

Für Betty war er die Rettung aus existenzieller Not. Für Florence eine Bürde und der Ort ihrer schlimmsten Niederlage. Für Mariel ist er ein Traum, in dem sie sich selbst verwirklicht. Für Julia ist er eine bloße Legende, die nichts mehr mit ihr zu tun hat: Im ›Lakeside Supper Club‹ am Bear Jaw Lake in Minnesota trotzen vier Frauen dem Leben auf ganz unterschiedliche Weise ihr Quäntchen Glück ab.


Über J. Ryan Stradal:

J. Ryan Stradal, geboren 1975, wuchs in Hastings, Minnesota, auf. Er studierte Film, Fernsehen und Radio an der Northwestern University. Er ist Lektor, Redakteur und Produzent von Fernsehserien. Seine Romane ›Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens‹ und ›Die Bierkönigin von Minnesota‹ waren ›New York Times‹-Bestseller. J. Ryan Stradal lebt in Los Angeles, Kalifornien.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hey, das war richtig nett -danke an Sarah-Sophie für den Tipp! Ich hatte echt "Grüne Tomaten"-Vibes, die Geschichte um einen Small-Town-Diner hat mir sehr gut gefallen! Ist jetzt nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen, und wenn Dich Verlust von Kindern triggert, solltest Du's vielleicht nicht unbedingt lesen, aber ich war sehr gerne bei den Figuren.

Es geht hauptsächlich um die Geschichte von Großmutter, Mutter und Enkelin, wobei die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Mutter, Enkelin und Schwiegersohn (also dem Mann der Enkelin, dann wohl Schwiegerenkel?) erzählt wird.

Die Geschichte springt in den Zeitebenen, allerdings nicht gleichmäßig, sondern es werden durchaus mehrere Kapitel aus der Sicht einer Person hintereinander erzählt. Die Mutter, vor allem in ihren "älteren" Jahren, konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, und von den weiblichen Mitgliedern von Neds Familie hätte ich gern noch mehr erfahren, vor allem die Geschichte seiner Schwester verläuft ziemlich im Sand.

Trotzdem war ich sehr gerne im Lakeside Supper Club - auch wenn einige Passagen des Buches in St. Paul und Minneapolis spielen, haben mir die Supper Club Teile am besten gefallen, auch wegen all der anderen Bewohner. 

Obwohl sich das Buch über mehrere Jahrzehnte erstreckt, passieren viele der entscheidenden Szenen im Sommer, deshalb würde ich auch empfehlen, das Buch im Sommer zu lesen. Waren jetzt vielleicht nicht 5,5 Sterne, aber 4.8, also vergebe ich gerne 5 Sterne und werde in die anderen Bücher auch noch hereinlesen.

So, jetzt Du: Welches "Sommer-Buch" hat Dir in letzter Zeit gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Rezension: Wedding People von Alison Espach

Das war so ein Buch, von dem ich vorher dachte, es müsste mir eigentlich gut gefallen - amerkanische Hochzeits-Setting lese ich eigentlich gerne. Das hier war aber für mich ein bissle "drüber" - dieser Geisteswissenschaftler-Akademiker-Schwulst hat mich echt nur genervt! Ich bin froh, dass ich's aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe....

Bibliographische Daten: 

Wedding People von Alison Espach * >>

Lübbe- Verlag, 480 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3757701291


Klappentext:

Als Phoebe Stone in einem grünen Seidenkleid und goldenen High Heels im prächtigen »Cornwall Inn« ankommt, wird sie von allen für einen Hochzeitsgast gehalten. Doch sie ist die Einzige, die nicht zum Feiern angereist ist. Seit Jahren hat sie davon geträumt, mit ihrem Mann hierherzukommen. Nun ist sie ohne ihn hier, am Tiefpunkt ihres Lebens, fest entschlossen, sich ein letztes Mal etwas zu gönnen, bevor sie mit allem Schluss macht. Dumm nur, dass sie ausgerechnet der Braut in die Quere kommt. Die hat jedes Detail und jede denkbare Katastrophe sorgfältig einkalkuliert - mit einer Ausnahme: Phoebe und deren Vorhaben. Als sich ihre Wege kreuzen, gerät alles aus dem Takt, und es setzt etwas in Gang, das keine von ihnen erwartet hat.


Über Alison Espach:

Alison Espach wuchs in Trumbull, Connecticut, auf, wo sie den Großteil ihres Lebens verbrachte. Sie erwarb ihren Bachelor-Abschluss am Providence College und ihren Master in Kreativem Schreiben an der Washington University in St. Louis. Ihre Texte wurden in FIVE CHAPTERS, GLAMOUR, SALON, THE DAILY BEAST, WRITER'S DIGEST und anderen Zeitschriften veröffentlicht.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ich war ja ziemlich gespannt auf dieses Buch, denn wie die Hauptfigur mag auch ich Geschichten über Hochzeiten sehr gern. So ganz erfüllen konnte das Buch meine Erwartungen aber nicht- war mir irgendwie zu Ostküsten-Upperclass-Akademiker-Schwulst-Lastig. Obszön reiche Braut und ihre nicht weniger wohlhabende Verwandtschaft-to-Be treffen auf ein Professoren-Ehepaar von einer Ostküsten-Uni - oergs...

Ich mochte irgendwie keine der Figuren so richtig gern, und die Geschichte ist zwar ganz nett erzählt, das Ende ist ein bissle unerwartet - aber so wirklich vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht.

Ich bin ganz gut durchgekommen und es war ok zu lesen - aber wie gesagt, es war insgesamt etwas "drüber" für mich und sehr, sehr, sehr amerikanisch. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn ich mich in der amerkanischen resp. englischsprachigen Literaturgeschichte besser ausgekannt hätte und außer Jane Eyre auch was von Virginia Woolf oder Edith Wharton gelesen hätte - so habe ich die diversen Zitate und Referenzen eher als nerviges, bildungsbürgerliches Name-Dropping empfunden.

Ich vergebe mal 3 Sterne - aber so richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Ich bin nur froh, dass ich es aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe. Mal wieder eine Empfehlung aus dem 2-Seiten-Podcast, die den beiden Hosts gefallen hat, mir aber eher nicht.

So, jetzt Du: Hat Dich in letzter Zeit ein Buch enttäuscht, von dem Du dachtest, es müsste Dir eigentlich gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 24. Juni 2026

Rezension: Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Ich weiß gar nicht mehr, über wen ich auf dieses Buch gestoßen bin - Sarah-Sophie vielleicht? War ok, aber obwohl ich eigentlich Bücher mag, die in den Zeitebenen springen, fand ich es hier recht schwer, mich zu orientieren....

Bibliographische Daten: 

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly * >>

mareverlag, 352 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3866487487


Klappentext:

Schottland, Winter 1900. Am Strand von Skerry wird ein lebloser Junge angeschwemmt. Als der Fischer Joseph ihn ins Dorf trägt, erntet er ungläubige Blicke, denn das Kind ähnelt auf unheimliche Weise dem Sohn der Lehrerin Dorothy, der in einer längst vergangenen Nacht ans Meer ging und nie mehr gesehen wurde. Ausgerechnet Dorothy erklärt sich bereit, das rätselhafte Kind aufzunehmen, bis seine Herkunft geklärt ist. Doch die Anwesenheit des Jungen wühlt nicht nur Dorothy auf, sondern stellt die gesamte Dorfgemeinschaft vor Fragen. Weshalb war Joseph sowohl an dem Tag am Strand, als der fremde Junge angespült wurde, als auch in der Nacht, als Dorothys Kind verschwand? Worüber haben Dorothy und Joseph damals so erbittert gestritten? Und warum wurden sie nie ein Paar, obwohl sie sich für jedermann offensichtlich liebten?


Über Julia R. Kelly:

Julia R. Kelly ist Schriftstellerin, Englischlehrerin und Mutter von fünf Kindern. Sie lebt in Herefordshire und schätzt, seit sie im Rollstuhl sitzt, die Reisen, auf die uns das geschriebene Wort führen kann, noch mehr. Ihr Debütroman Das »Geschenk des Meeres« war auf der Longlist für den Mslexia Novel Prize, den Exeter Novel Prize, PenguinWriteNow und den Bath Novel Award, wurde mit dem Blue Pencil First Novel Award ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm. Ich schwanke, ob es für 4 Sterne reicht oder ob es eher 3.5 sind.... Ich bin etwas schwer reingekommen in dieses Buch, denn obwohl ich es EIGENTLICH sehr mag, wenn Bücher in den Zeitebenen springen, hatte ich Schwierigkeiten, mich zu orientieren - waren wir jetzt in der Vergangenheit oder in der Gegenwart? Das ist auch bis zum Ende nicht wirklich besser geworden, aber so ab etwa 2/3 war ich dann besser "drin" und das Buch nahm etwas Fahrt auf.

Das Setting - eine einsame schottische Insel, mitten im tiefsten Winter, eingeschneit und im Schneesturm, zumindest im Gegenwarts-Strang - hätte toll sein können, aber ich fand es ziemlich deprimierend. Nicht nur wegen des grauen Wetters, auch wegen der harten Bedingungen, denen die Figuren, vor allen die Frauen, ausgesetzt sind: Häusliche Gewalt, unerfüllter Kinderwunsch, die Abhängigkeit der Frauen von ihren (oft gewalttätigen) Männern - war jetzt alles nix, was "Happy" macht.

Im Klappentext wird erwähnt, dass das Buch 1900 spielt - ich weiß nicht, woran das festgemacht wird. Es ist schon klar, dass das zu einer Zeit vor Autos und Telefonen spielt, aber ob es jetzt 1900 oder 1850 war, hätte ich aus dem Inhalt nicht entnehmen können - oder hab ich was überlesen?

Dabei gab es schon kurze Szenen, die fast ein bissle "cozy" waren - der Tanzabend, die Gespräche im Laden oder auch die Strickzusammenkünfte. Wie genau die Geschichte zusammenhängt, war mir wirklich erst im allerletzten Viertel klar. 

Vorher habe ich immer überlegt, ob es vielleicht magischen Realismus gibt und das Kind wirklich zurückgekehrt ist - okay, das ist jetzt vielleicht ein kleiner Spoiler, aber nein: Kein magischer Realismus, es sei denn, Du verstehst die Beschreibung der Szene, in der ganz am Schluss beschrieben wird, was wirklich mit Moses geschah, schon als solchen.

Es gab schon einige Figuren, die ich sehr mochte - Joseph, natürlich, Mrs. Brown vom Laden und auch William. Mit Dorothy habe ich ein bissle gefremdelt, von Agnes hätte ich gern noch etwas mehr erfahren. 

Wenn ich mir das jetzt so angucke - ich denke, es reicht doch für 4 Sterne, auch wenn das jetzt nicht das tollste Buch ist, das ich je gelesen habe.

So, jetzt Du: Kennst Du das Buch? Oder was Ähnliches? Hat es Dir gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 17. Juni 2026

Rezension: Mord bei Schietwetter von Manuela Sanne

Ich mag ja die "Strick-Krimis" von Maggie Sefton oder Sally Goldenbaum recht gern, also habe ich mir diese Reihe einer deutschen Autorin mal angesehen - war ok, das Richtige für Zwischendurch, würde ich sagen.

Bibliographische Daten: 

Mord bei Schietwetter von Manuela Sanne * >>

between pages by Piper, Taschenbuch, 248 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492508561


Klappentext:

In Norddeich ist die Welt noch in Ordnung – davon ist Sefa Pannkok überzeugt und genießt mit ihrem Kater den Ruhestand im ostfriesischen Küstendorf ihrer Kindheit. Doch mit den behaglichen Tagen zwischen Lesen und Stricken ist es jäh vorbei, als ihre Freundin Conni umgebracht wird. Die nette Inhaberin eines Woll-Lädchens war zusammen mit drei anderen Damen und dem pensionierten Kriminalkommissar Derk Mitglied in Sefas Strickzirkel. Ab sofort ruhen die Nadeln, denn Ermittlungen gehen vor! 


Über Manuela Sanne:

Manuela Sanne wuchs in Höxter an der Weser auf. Mit Anfang zwanzig zog sie ins Bergische Land, wo sie seither mit ihrer Familie lebt. Sie arbeitete viele Jahre im Buchhandel, bis sie sich 2010 als Schriftstellerin und Werbetexterin selbstständig machte. Als Autorin humorvoller Nordsee-Krimis verbindet sie drei große Leidenschaften: Bücher, Schreiben und die Nordseeküste als liebstes Urlaubsziel. 


Und, wie hat es mir gefallen?

War ein Tipp von einer Strickpodcasterin, und wenn auch das Mordopfer einen Handarbeitsladen geführt hat, kommt Stricken eher am Rande vor. War aber nicht schlimm, der "Krimi" war trotzdem ganz nett. Klar erwarte ich bei so einem Cozy keine nagelbeißende Spannung oder Splatter-Horror, aber die Story war ganz nett erzählt und nicht zu vorhersehbar. Mich hat allerdings die eine Figur, die nur auf Plattdeutsch kommunizieren kann, etwas genervt. Wenn Du das gerne magst, trägt es sicher zum "Lokalkolorit" bei, mich hat es wie gesagt genervt und das Buch unnötig schwer lesbar gemacht.

Ein bissle ein Geschmäckle hatte es auch, dass der pensionierte Kommissar nie mitstrickt, sondern einfach nur seinem Love-Interest näher sein will, die Damen des Strickkreises werden vom Polizeipersonal insgesamt nicht ganz für voll genommen - zu Unrecht, würde ich sagen, denn bis auf die Plattdeutsche (Du merkst, die habe ich gefressen...) sind die eigentlich alle ganz clever.

Ist also nicht unbedingt ein klassischer Strickkrimi, dafür wird zu wenig gestrickt, aber lässt sich gut lesen. Ich werde in der Reihe weiterlesen und vergebe knapp 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Liest Du "Handarbeitskrimis"? Wenn ja, welche kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 3. Juni 2026

Rezension: Was Wanda will von Lena Hach

Zwischendurch lese ich ganz gerne mal ein Kinderbuch - und dieses hat mir wirklich gut gefallen, das ist nicht nur was für kleine Menschen so ab 8-10, sondern auch für "Ausgewachsene"!

Bibliographische Daten:

Was Wanda will von Lena Hach * >>

mixtvision-Verlag, 192 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3958542565


Klappentext:

Wanda will nur Eines: den signierten und wahnsinnig wertvollen Tennisball von Mr. B. Dumm nur, dass dieser in einer Vitrine liegt, die strengstens gesichert ist. Was tun? Unter ihren Mitschülern findet sie fünf Mitstreiter. Zusammen bilden sie ein sechsköpfiges Team, in dem jeder mindestens eine herausragende Fähigkeit hat. Und dann nimmt der meisterhaft geplante Diebstahl seinen Lauf ... Lena Hachs Plan, im Kinderkrimi einen echten Coup zu landen, ist perfekt aufgegangen: Ihr Sinn für Humor und Situationskomik, ihr liebevoller Blick für Außenseiter und ihre große Erzählkunst machen diesen rasanten Ganoven-Krimi zu mehr als einer spannenden Unterhaltung.


Über Lena Hach:

Lena Hach wurde 1982 in Hessen geboren. Sie besuchte eine Schule für Clowns, studierte anschließend Anglistik, Germanistik und Kreatives Schreiben. Sie arbeitete zu- nächst als Journalistin und widmete sich dann der Kinder und Jugendliteratur. Inzwischen sind zahlreiche Bücher von Lena Hach bei Mixtvision erschienen, beispielsweise das weihnachtliche Vorlesebuch »Leander Linnens Wunderladen«, die Kinderreihe »Mission Hollercamp« sowie die Jugendbücher »Grüne Gurken« und »Popcorn süß-salzig«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Was für ein cooles Kinderbuch! Oceans Eleven für Kinder mit der Botschaft, dass ein Team umso besser ist, je diverser und unterschiedlicher die Teammitglieder sind. Wanda ist neu in der Schule und beginnt ziemlich schnell, hauptsächlich aus den Sonderlingen und Außenseitern ein Team zusammenzustellen. Ein Kind kann gut malen, eines ist supersportlich, eines schwätzt die Leute schwindlig und eines ist einfach besonders unauffällig.

Die Kapitel sind sehr kurz und enden nicht selten mit einem kleinen Cliffhanger, aber den hätte es gar nicht gebraucht, dass ich unbedingt immer weiterlesen wollte. Natürlich läuft der Coup nicht glatt, aber wie das Team die verschiedenen Hindernisse überwindet und zu einem echten Team zusammenwächst, fand ich ganz toll erzählt. Und ja, spätestens nach dem ersten Drittel war mir schon klar, welche Position Wanda hier einnimmt und warum sie soviele Insider-Infos hat - macht aber nix, es war trotzdem spannend zu lesen1 Würde ich definitiv an kleine Menschen ab 8 oder so verschenken, ist aber auch für Erwachsene ein echter Spaß!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

So, jetzt Du: Welche Kinderbücher - außer Harry Potter - haben Dir auch als Erwachsene gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 27. Mai 2026

Rezension: Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Über das Buch hatte ich schon viel Gutes gehört, aber als meine Vormerkung bei der Onleihe fällig war, war ich eigentlich gerade nicht so recht in Stimmung, es zu lesen. Zum Glück habe ich's trotzdem getan - es waren 5 Sterne!

Bibliographische Daten:

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall * >>

Piper Taschenbuch (erscheint im Oktober 2026), 400 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492069908


Klappentext:

Als Siebzehnjährige verliebt sich Beth in den schönen und klugen Gabriel. Am Ende eines leidenschaftlichen, flirrenden Sommers jedoch zerbricht ihr Glück. 13 Jahre später lebt Beth glücklich mit ihrem Mann auf einer Farm. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um Land und Tiere und genießen ihre noch immer große Liebe. Doch dann kehrt Gabriel mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück und reißt alte Wunden auf. Beth hat einen Sohn verloren – damals war er so alt, wie Leo jetzt. Ihre Gefühle brechen mit Wucht über sie herein, und sie trifft eine Entscheidung, die verheerende Folgen hat. Ein Mensch wird sterben, und ein anderer wird dafür büßen. Doch wer wirklich die Schuld trägt, bleibt bis zum Schluss das große Geheimnis dieses herausragenden Romans.


Über Clare Leslie Hall:

Clare Leslie Hall ist eine Bestsellerautorin und Journalistin. Mit ihrer Familie lebt sie in der betörenden Wildnis von Dorset, England. Dort spielt auch ihr überragender Roman, mit dem sie sich noch einmal ganz neu erfindet. Er erscheint weltweit in 30 Ländern und sorgt bereits vor seinem Erscheinen für Furore.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hah - das war doch mal wieder ein Buch nach meinem Geschmack! Wobei ich anderen Rezensenten zustimmen würde - es ist schwer in ein Genre einzuordnen... Ja, es gibt eine - oder eigentlich gleich drei- Liebesgeschichten. Aber es hat auch sehr viele Spannungselemente und ist supergut erzählt - nicht linear, nämlich, das liebe ich ja eh sehr! Gleich zu Anfang erfahren wir, dass ein geliebter Mann der Hauptfigur vor Gericht steht - aber wir wissen sehr lange nicht, wer das ist und auch nicht, wer das Opfer der Tat ist, die da verhandelt wird.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus Sicht der Hauptfigur Claire erzählt, wie gesagt, nicht linear und auf mehreren Zeitebenen. In der frühesten Ebene erfahren wir, wie Beth und Gabriel sich kennenlernen und in Liebespaar werden. In einer zweiten Ebene erfahren wir, wie das Leben von Beth und Frank mit ihrem Sohn Bobby war, von dem wir sehr früh wissen, dass er mit 9 Jahren verstorben ist, aber sehr lange nicht, was zu seinem Tod geführt hat.

In der dritten Ebene sind wir Jahre nach Bobbies Tod, als Gabriel nach einer Zeit weg vom elterlichen Landsitz wieder nach Hause kommt und dabei seinen Sohn Leo mitbringt.

Und dazwischen werden immer kurze Episoden geschoben, in den kurze Einblicke in den Prozess gegeben werden.

Ich habe es seeeehr gern gelesen, ich liebe ja so nicht-lineares Erzählen und hatte deswegen ein bissle Joel Dicker Vibes- wobei die Liebesgeschichte(n) schon stärker sind als die Spannungselemente. Ich mochte die Figuren sehr, auch wenn Frank vielleicht einen Tick zu rosarot ist und ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum Beth ein sehr wichtiges Thema lange nicht mit Gabriel, sondern nur mit seiner (fürchterlich bösen!) Mutter bespricht. Diese Mutter war dann vielleicht ein bissle eindimensional fies, aber so eine große Rolle hat sie auch nicht. Bobbies Großvater verschwindet irgendwie - oder habe ich überlesen, wie und wann der gestorben ist? Den mochte ich auch sehr.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, ich vergebe 5 Sterne und gucke mir die weiteren Bücher der Autorin auch noch an.,

So, jetzt Du: Kannst Du mir - außer Joel Dicker - noch andere Bücher empfehlen, die nicht-linear erzählt sind? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 20. Mai 2026

Rezension: Lupus von Tibor Rode

Ich lese Thriller ja nicht mehr so oft, weil sie mir oft zu grausam sind. Dieser war mal ein Tipp bei einer eat-read-sleep-Buchladen-Folge, und da meine Vormerkung bei der Onleihe fällig war, habe ich ihn halt gelesen - was soll ich sagen - ich fand's ziemlich gut!

Bibliographische Daten:

Lupus von Tibor Rode * >>

Droemer Taschenbuch, 480 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3426309181


Klappentext:

Ohne jede Spur verschwinden nachts Jäger auf der Pirsch – so auch der Vater von Tierärztin Jenny Rausch. Zeitgleich häufen sich Angriffe scheinbar wild gewordener Wölfe in deutschen Wäldern. Die Kameras auf einem eigens eingerichteten und von KI gesteuerten Schutzzaun zeichnen seltsame Daten auf, was Staatsanwalt Frederik Bach auf den Plan ruft. Sind die vermissten Jäger tatsächlich Wölfen zum Opfer gefallen oder hat man es mit Mord zu tun? Staatsanwalt Bach und Jenny geraten in einen Strudel aus Ereignissen, die Verbrechen während der Nazi-Zeit, eines der bestgehüteten Geheimnisse der DDR-Diktatur  und ein Familiendrama miteinander verknüpfen. Antworten finden die beiden schließlich in Jennys eigener Vergangenheit – und auf der gefährlichsten Insel der Welt.


Über Tibor Rode:

Tibor Rode, 1974 in Hamburg geboren, lebt in Schleswig-Holstein. Er studierte Rechtswissenschaften und arbeitete erst als Journalist, später als Justiziar für eine große Tageszeitung. Heute ist er als Anwalt und Notar tätig. Große gesellschaftliche Fragen und wissenschaftliche Themen wecken sein Interesse und inspirieren ihn zu ebenso spannenden wie raffinierten Geschichten. Seine Thriller sind weltweit in vielen verschiedenen Ländern erschienen.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ein guter Thriller, nicht zu grausam, obwohl es durchaus jede Menge Tote und Verletzte gibt, aber zum Glück wird auf die detaillierte Beschreibung, wie die einzelnen Menschen zu Tode kommen, verzichtet. Es gibt sehr viele - vielleicht ein paar zu viele - Figuren, und wie die alle zusammenhängen, ist mir erst sehr nach und nach klar geworden.

Die Auflösung war dann aber stimmig und das Buch lies sich gut und schnell lesen. Die einzelnen Kapite enden oft mit Cliffhangern, so dass ich immer wissen wollte, wie es weiter geht.

Einzig die Love Story fand ich ein bissle "drüber" - hätte ich jetzt nicht wirklich gebraucht, und sie ging mir auch ein bissle unrealistisch schnell - da wäre weniger mehr gewesen.

Aber ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, ich werde mir sicher noch weitere Bücher des Autors anschauen und würde das Buch Leuten empfehlen, die gerne nicht zu grausame, aber trotzdem spannende Thriller lesen. Wer ein Fan von Hunden und / oder Wölfen ist - hm, ich weiß nicht, ob ich das dann wirklich empfehlen kann, denn es gibt schon einiges an Tierleid- wenn Du da empfindlich bist, ist dieses Buch vielleicht eher nix für Dich.

So, jetzt Du: Welche (nicht zu blutigen) Krimis und Thriller kannst Du mir empfehlen? Schreib es doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 29. April 2026

Rezension: Der Hypnotiseur von Jakob Hein

Ich habe dieses Jahr Lesekreise a.k.a. Buchclubs für mich entdeckt. Dieses Buch war das erste, das ich im örtlichen Literaturkreis mitgelesenhabe. Hätte ich ohne die Anregung nie gelesen, aber es hat mir echt gut gefallen.

Bibliographische Daten:

Der Hypnotiseur von Jakob Hein * >>

KiWi-Taschenbuch, 208 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462005189


Klappentext:

Das untere Odertal in den Zeiten des Sozialismus. Als Micha nach seinem Ausschluss vom Psychologiestudium in das Haus seiner Großmutter zieht, kommen neue Leute ins Dorf – Künstler und Studenten, in erster Linie junge Frauen. Schillernde Gerüchte tauchen auf. Eine Sekte sei am Entstehen – und organisiere Westreisen! Tatsächlich hat Micha eine Gabe: Er kann Menschen hypnotisieren und ihnen so ihren Traum von Frankreich oder Kalifornien erfüllen. Aber schon bald stößt sein Unternehmen für Reisen im Kopf an Grenzen der realen Welt.


Über Jakob Hein:

Jakob Hein arbeitet als Psychiater. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Mein erstes T-Shirt (2001), Herr Jensen steigt aus (2006), Wurst und Wahn (2011), Kaltes Wasser (2016) und Die Orient-Mission des Leutnant Stern (2018). Sein Buch Hypochonder leben länger und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis (2020) stand nach Erscheinen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt erschien sein Roman Der Hypnotiseur oder Nie so glücklich wie im Reich der Gedanken im Frühjahr 2022.


Und, wie hat es mir gefallen?

Das Buch spielt in den späten 1980gern am Ende der Welt im Odertal. Jedes der Kapitel wird aus Sicht eines anderen Protagonisten erzählt: Die Nachbarin, eine der ersten Teilnehmerinnen, die Sekretärin der LPG, eine spätere Teilnehmerin...

Es geht um das, was der Klappentext erzählt: Ein "abgebrochener" Psychologiestudent bietet Reisen per Hypnose an  - und da sie da sonst frühestens als Rentner hinreise können, sind das meistens Westreisen. 

Bei der Diskussion im Literaturkreis wurde vermutet, dass Marlene - neben der sich offensichtlich enttarnenden Figur- auch eine Stasi-Mitarbeiterin hätte gewesen sein können. Wäre ich jetzt nicht so drauf gekommen, kann ich mir aber durchaus vorstellen.

Ein weiteres Diskussionsthema war, warum das "Hypnose-Business" nach Öffnung der Grenzen zusammenbricht: Waren es wirklich nur die fehlenden Fotos zum "Angeben"? Denn die Hypnosereisen sind ja immer toll - keine verpassten Flüge, keine überfüllten Busse, kein Gedränge im Konzertsaal. Eine Teilnehmerin trifft sogar Alain Delon persönlich in ihrer Hypnosereise - das hätte sie vermutlich bei einer "normalen" Reise nicht machen können.

Ein Teilnehmer brachte dann noch die Sprache auf die "Generation Instagram", der das bildliche Dokumentiere ihres Lebens so wichtig ist - die wären vermutlich mit einer Hypnosereise nicht zufrieden.

Leider hatten wir niemanden, der in der DDR gelebt hat zu der Zeit, nur einige mit Ost-Verwandtschaft, die von einigen Repressialien berichten konnten, wenn diese Verwandtschaft mal zu Besuch gewesen war.

Das Buch hat mir aber sehr gut gefallen und ich werde definitiv noch mehr von dem Autor lesen. Und die Diskussion im Literaturkreis hat großen Spaß gemacht, da gehe ich sicher noch einmal hin. Leider kann ich am nächsten Termin nicht, weil ich da auf Geschäftsreise bin.

Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Welches Buch mit "DDR-Thematik" kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 22. April 2026

Rezension: Tage im warmen Licht von Kristina Pfister

Ich habe von der Autorin ja schon das "Sommerbuch" gelesen und gemocht >> , und dieses wurde im Zwei-Seiten-Podcast zum Thema Herbst empfohlen - ja, doch, kann ich unterschreiben, wäre sicher NOCH besser gewesen, hätte ich es im Herbst und nicht im Winter gelesen.

Bibliographische Daten:

Tage im warmen Licht von Kristina Pfister * >>

Fischer Taschenbuch, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3596710154


Klappentext: 

Gemeinsam mit ihrer Teenie-Tochter wagt Maria einen Neustart – in der alten Heimat, im Haus ihrer verstorbenen Großmutter, aber »nur vorübergehend, wirklich …« War sie in der Großstadt auf sich allein gestellt, findet sie auf dem Dorf nicht nur knarzende Fachwerk-Idylle und eine friedliche Landschaft unter gefallenem Laub, sondern auch eine scheinbar zeitlose Gemeinschaft. Doch welcher Schmerz, welche Erfahrungen haben die Frauen hier zusammengeschweißt? Maria möchte die letzten Sonnenstrahlen festhalten, möchte sich eine Scheibe abschneiden von der Kraft und Zuversicht der alten Nachbarin, für ihre Tochter stark sein und ihren Bedürfnissen Gehör verschaffen. Aber dazu muss die Maria von damals ihre Stimme wiederfinden und im Jetzt neuen Mut fassen


Über Kristina Pfister:

Kristina Pfister wurde 1987 in Bamberg geboren und verbrachte schon als Kind zahlreiche schöne Ferientage auf den Campingplätzen Europas. Der Sommer ist für sie am schönsten mit den Füßen im Wasser. Deshalb studierte sie am Bodensee, fährt wenn möglich jedes Jahr ans Meer, und freute sich sehr, als sie 2018 ein Aufenthaltsstipendium im »Baltic Centre for Writers and Translators« auf der Insel Gotland bekam. Wenn sie nicht gerade an einem Strand zeltet oder auf schwedischen Inseln schreibt, lebt und arbeitet sie in Nürnberg.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joa, ganz nett . Sehr atmosphärisch, ich konnte das Apfelmus schmecken und das Laub riechen. Von daher würde ich empfehlen, das Buch wirklich im Herbst zu lesen, es gibt viel Halloween-Content (also im Sinne von die gehen verkleidet auf Halloween-Parties).

Die Story - naja, schon vorhersehbar, wer da wen bekommt. Die Figuren mochte ich sehr, vor allem Linni, Martha und ihre Frauengruppe. Die Hauptfigur Maria hat mich aber ein bissle genervt - dieses Rumgeeier - wir gehen zurück nach München - ach doch nicht - wir gehen zurück! - fand ich vor allem gegen Ende etwas bäh.

Und das aus dem traumatisierenden Event in der Jugend so lange ein Geheimnis gemacht wird, hat mich auch genervt - da hätte ich besser gefunden, wenn das früher klar gewesen wäre und mehr Zeit auf die Aufarbeitung des Traumas verwendet worden wäre.

Insgesamt aber ein nettes Buch mit toller Atmosphäre - ich vergebe 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Kannst Du mir - jahreszeitlich passend- ein Buch zum Thema Frühling empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 8. April 2026

Rezension: Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan

 Ich bin nicht erst seit "Der Pfau" ein Fan der Autorin >>, auch "Sachen machen" * >>  hat mir vor Jahren sehr gut gefallen. Über dieses Buch bin ich eher zufällig gestolpert, aber auch das hat mich gut unterhalten.

Bibliographische Daten: 

Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan * >>

Kiepenheuer&Witsch, 272 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3462004190


Klappentext:

Constanze zieht nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten in die Wohngemeinschaft von Jörg, Anke und Murat. Was zunächst als Übergangslösung gedacht war, entpuppt sich als zunehmend stabil. Da ist Jörg, dem die Wohnung gehört und der eine große Reise plant; Anke, die als mittelalte Schauspielerin kaum noch gebucht wird und plötzlich nicht mehr die einzige Frau in der WG ist; und Murat, der sich einfach keine Sorgen machen will und dessen Lebenslust auf die anderen mitreißend und manchmal auch enervierend wirkt. Constanze sorgt als Neuankömmling dafür, dass sich die bisherige Tektonik gehörig verschiebt. Alle vier haben ihre eigenen Träume und Sehnsüchte und müssen sich irgendwann der Frage stellen, ob sie eine reine Zweck-WG sind oder doch die Wahlfamilie.


Über Isabel Bogdan:

Isabel Bogdan, *1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Lebt in Hamburg, weil es da so schön ist. Liest, schreibt, übersetzt (u.a. Jane Gardam, Jonathan Safran Foer, Nick Hornby, Jasper Fforde). 2012 erschien ihr erstes eigenes Buch, „Sachen machen“, bei Rowohlt, 2016 der erste Roman, „Der Pfau“, bei Kiepenheuer und Witsch, 2019 folgte der Roman „Laufen“. Vorsitzende des Vereins zur Rettung des „anderthalb“. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung, 2011 den für Literatur. Bloggerin des Jahres 2014, zusammen mit Maximilian Buddenbohm für das Interviewprojekt „Was machen die da?“


Und, wie hat es mir gefallen?

at mir gut gefallen, wenn es auch nicht für 5 Sterne gereicht hat. Die Geschichte der Wohngemeinschaft wird abwechselnd aus der Sicht der vier Bewohner erzählt. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel, in denen mehrere Bewohner zu Wort kommen, die sind dann oft wie ein Theaterstück geschrieben (also sowas wie: Jörg betritt den Raum - Jörg: Das Auto ist weg...)

Ist einerseits mal was anderes, andererseits kommt man da nicht so recht in einen Lesefluss. Bei meinen Vor-Rezensenten wird oft angemerkt, dass die Geschichte etwas zu sehr "Friede -Freude-Eierkuchen" ist - ja, könnte man schon sagen, vor allem Murat ist eigentlich immer nur gut drauf und kocht und tut, da wäre es schon hübsch gewesen, wenn er etwas mehr Tiefe bekommen hätte und man mehr von seinen dunklen Tagen erfahren hätte - das kommt nur an einer Stelle eher nebenbei zur Sprache.

Insgesamt mochte ich das Buch aber gerade deshalb, weil es insgesamt recht harmonisch zugeht und es auch irgendwie gut ausgeht, das ist doch zwischendrin auch mal schön. So 100 Seiten mehr wären auch nicht schlecht gewesen, vor allem ab der ersten Hälfte schreitet die Handlung dann sehr zügig voran, da wäre ein bissle weniger Erzähltempo nicht schlecht gewesen.

Hat mir also gut gefallen - nicht so gut wie der Pfau, ist auch eine ganz andere Geschichte, aber trotzdem ein schönes Feel-Good-Buch. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Welches Buch mit einer "gefundenen Familie" kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 11. März 2026

Rezension: Hier draussen von Martina Behm

Ich war ein bissle skeptisch und wollte das Buch erst nicht unbedingt lesen - ich kenne und schätze Frau Behms Strickdesigns >>, aber ob die auch Belletristik kann? Katharina von eat-read-sleep fand es auch nicht gut.... - ich aber schon, wirklich gut sogar!

Bibliographische Daten:

Hier draussen von Martina Behm * >>

dtv Verlag, 496 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3423284781


Klappentext:

In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.


Über Martina Behm:

Martina Behm ist ausgebildete Journalistin, hat Volkswirtschaftslehre in Konstanz und Oxford studiert und lebt nach Stationen in Santiago de Chile und Hamburg wieder dort, wo ihre Wurzeln sind: in Schleswig-Holstein. Sie ist international als Strickdesignerin bekannt und Mutter zweier Teenager. ›Hier draußen‹ ist Martina Behms erster Roman.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ich war zugegebenermaßen etwas skeptisch, ob das was für mich ist - Frau Behm kenne und schätze ich als Strickdesignerin, aber ob die auch schreiben kann? Turns out: Sie kann!

Eine wirklich interessante Dorfgeschichte in Ostholstein, im fiktiven Dorf Fehrdorf, wo wir neben den Zugezogenen Lara und Ingo auch noch viele weitere Dorfbewohner kennenlernen und immer abwechselnd aus wechselnden Perspektiven das Dorfleben in Fehrdorf erzählt bekommen.

Das war auch gleichzeitig die größte Schwäche des Buches für mich, denn ich hatte schon Schwierigkeiten, mir zu merken, wer jetzt wer ist und mit wem wie verwandt respektive befreundet oder auch nicht, wie alt usw... Da wäre vielleicht ein Personenverzeichnis ganz gut gewesen, so wie bei einem Historienschinken.

Auch bei den Themen wäre vielleicht weniger mehr gewesen - es geht viel um verschiedene Beziehungen, die von Eltern zu Kindern genauso wie die von langjährigen Eheleuten untereinander oder die von langjährigen Fehrdorfbewohnern zu Zugezogenen. Einige Geschichten werden auch in Rückblenden in die 1990ger erzählt, als sich z.B. die "Super-Landfrau" Maggie und ihr Sven kennengelernt haben.

Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, es gibt nur einen halben Stern Abzug für die etwas verwirrende Figurenvielfalt, aber insgesamt vergebe ich gute 4,5 von 5 Sternen und freue mich schon auf weitere Romane von Martina Behm.


So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit eine neue Autorin für Dich entdeckt? Wer wäre das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 25. Februar 2026

Rezension: Hallo, Du Schöne! von Ann Napolitano

Das Buch wurde in diversen Podcasts - unter anderem bei eat-read-sleep - sehr empfohlen, also habe ich es mir bei der Onleihe vormerken lassen - tja... ich weiß nicht so recht - also, ein Highlight war's nicht gerade....

Bibliographische Daten:

Hallo, Du Schöne! von Ann Napolitano * >>

DuMont Buchverlag, 512 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3755805200


Klappentext:

Gemeinschaft und Zugehörigkeit kennt William Waters nur vom Basketballplatz. Das ändert sich, als er am College die temperamentvolle Julia Padavano kennenlernt und sich in sie verliebt. Er, der eine unglückliche Kindheit erlebt hat, erfährt, was es heißt, eine Familie zu haben. Denn Julia und ihre drei Schwestern sind unzertrennlich und ihre Eltern immer präsent. William wird Teil des so herrlichen wie anstrengenden Chaos aus Liebe und Fürsorge. Zusammen überstehen die Schwestern den Tod des Vaters und den Weggang der Mutter. In allen Krisen geben sie einander Halt und erfreuen sich gemeinsam an Julias Glück mit William. Doch seine tiefe Einsamkeit wirft nicht nur Julias genau durchdachte Pläne für ihre gemeinsame Zukunft über den Haufen, sondern treibt auch die vier Schwestern auseinander – bis ein Schicksalsschlag ihren alten Zusammenhalt erfordert.


Über Ann Napolitano:

Ann Napolitano studierte an der New York University und unterrichtet heute an verschiedenen Universitäten Literatur. Sie war Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift One Story und wurde 2019 für den Simpson/Joyce-Carol-Oates-Literaturpreis nominiert. ›Hallo, du Schöne‹ stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste und war sowohl eine Empfehlung des Oprah-Winfrey-Book-Clubs als auch auf Barack Obamas Buchempfehlungsliste Sommer 2023 vertreten. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in New York.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm. Ich tue mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten - teilweise fand ich es richtig gut, so dass ich mir sogar Passagen markiert hätte, hätte es mir gehört (war aus de Onleihe). Teilweise musste ich echt mit den Augen rollen, weil mir das US-Upper-Class-Psychogeschwafel so auf den Zeiger ging...

Das Cover gefällt mir auf alle Fälle gut, und auch, dass man den englischen Titel anständig übersetzt hat.

Auch die Beziehungen der Familie Padavano haben mir gut gefallen, ich mochte vor allem Charlie und die Zwillinge - aus deren Sicht wir leider nie lesen, die Geschichte wird abwechselnd von Julia, Sylvie, William und später auch von Alice erzählt - Alices Kapitel mochte ich besonders.

William - ja, der hat sein Päckchen zu tragen, aber sein Teil der Geschichte ging mir echt auf die Nerven - die Padavanos und seine Freunde schleichen die ganze Zeit auf Zehenspitzen um ihn herum, das war mir echt zuviel Drama, wollte ich nicht wirklich lesen.

Gerne hätte ich mehr von den Zwillingen erfahren, oder auch von der Mutter, aber William hätte aus meiner Sicht deutlich weniger Raum gebraucht, denn das "Psycho-Geschwaller" drehte sich meistens um ihn.

Irgendwie hat der mich ein bissle an Jude aus "Ein wenig Leben" erinnert, den mochte ich ja auch schon nicht.

Würde ich noch mehr von der Autorin lesen wollen? Eher nicht. Wobei - das Flugzeugabsturzbuch hört sich ganz interessant an, da lese ich mal rein, wenn ich es in die Finger bekomme, aber Geld ausgeben werde ich dafür nicht. Ich vergebe mal knappe 3 von 5 Sternen.

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Mittwoch, 11. Februar 2026

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuß von Amy Achterop

Diese Reihe ist mir schon mehrfach über den Weg gelaufen - Setting auf einem Hausboot in Amsterdam, hört sich erstmal gut an, also habe ich bei der Onleihe zugeschlagen. War jetzt aber nicht soooo überzeugend für mich.

Bibliographische Daten:

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss von Amy Achterop * >>

FISCHER Taschenbuch, 352 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 359670670X


Klappentext:

Arie, Maddie, Jack, Jan und Elin suchen noch nach ihrem Platz im Leben. Und finden ihn auf einem alten Hausboot, wo sie eine Detektei gründen, um sich den Fällen zu widmen, auf die die Polizei keine Lust hat. 

Auf dem Deck bauen sie Tomatenpflanzen an, genießen die Amsterdamer Grachtenidylle im Liegestuhl, trinken an trüben Tagen Irish Coffee mit viel Whiskey und ordentlich Sahne und schauen zusammen alte Miss Marple-Filme. Die Hobby-Detektive sind also bestens vorbereitet für ihren ersten Auftrag, der sie in die Gastro-Szene der Stadt führt, wo ein kulinarischer Wettstreit zwischen zwei Sterneköchen entbrannt ist. Die Detektei soll ein Rezept ausspionieren, als plötzlich eine Wasserleiche gefunden wird: ausgerechnet der berühmte Sommelier Henk Perenboom. Welche Verbindung gibt es zwischen den drei Feinschmeckern, und wer täuscht wen? Fest steht jedenfalls: Gemeinsam schlagen sich die Detektive gar nicht schlecht.


Über Amy Achterop:

Amy Achterop alias Heidi van Elderen wollte eigentlich selbst auf ein Hausboot in Amsterdam ziehen. Dann wurde ihr klar, dass man dort zwar Hunde, aber keine Esel und Schafe halten kann. Deshalb genießt die am Niederrhein aufgewachsene Autorin heute nur echte und fiktionale Ausflüge in die Grachtenstadt. Die übrige Zeit lebt sie zusammen mit ihrem niederländischen Ehemann, ihren Kindern und vielen Tieren auf einem kleinen Bauernhof in Schweden.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joa, kann man mal lesen - aber da hätte man mehr draus machen können! Ich mag Amsterdam sehr, also war das Setting schon mal klasse. Und die "Detektive" fangen vom Prinzip her auch gut an - schön divers, allerdings wirkt das schon ein wenig gewollt - ok, wir brauchen noch eine queere Person, und vielleicht jemand mit Behinderung - check, check... Am ehesten war noch Maddie "relatable", alle anderen bleiben eher blass und ich konnte nicht so recht nachvollziehen, warum die unbezahlt als Detektive arbeiten

Der "Fall" ist dann auch ein bissle konstruiert und absolut nicht spannend. OK, ist ein Cozy-Krimi, da erwarte ich jetzt nicht unbedingt nagelbeissende Spanung und spritzendes Blut - aber ein wenig spannender und zum Miträtseln hätte es schon sein dürfen. Es waren etwas zu viele Zufälle dabei.

Fazit: OK, kann man mal lesen, und ich hatte es aus der Onleihe und habe also kein Geld dafür ausgegeben. Hätte ich das getan, würde ich mich vielleicht schon ärgern. 

Werde ich in der Reihe weiterlesen? Mal gucken, wenn gerade nix anderes verfügbar ist, dann vielleicht. Geld ausgeben würde ich für die Bücher aber eher nicht. 

Ich vergebe 3 von 5 Sternen - kann man lesen, muss man sicher nicht.

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit ein Buch gelesen, das Dir empfohlen wurde, Dich aber enttäuscht hat? Welches war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 4. Februar 2026

Rezension: In Liebe, Deine Paula von Lucinde Hutzenlaub

 Ich glaube, ich bin auf das Buch gestoßen, weil ein Blurb von Maria Nikolai drauf ist, deren Schokoladenvilla-Reihe ich ja gern gelesen habe. Dieses Buch war dann auch nett - aber jetzt "nothing to write home about", wie die Briten sagen.

Bibliographische Daten:

In Liebe, Deine Paula von Lucinde Hutzenlaub * >>

Penguin Verlag, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3328109196


Klappentext:

Als Esther den Dachboden ihres Einfamilienhauses in Stuttgart ausmistet, fällt ihr der elegante Fuchspelzmantel ihrer Mutter Paula in die Hände. Und mit einem Mal sind all die schmerzhaften Erinnerungen wieder da, denn der Mantel hat eine lange Geschichte: Er stammt aus Paulas Jahren als Kindermädchen bei einer der reichsten Familien New Yorks. Esther weiß, wie sehr ihre Mutter das Leben in der pulsierenden Metropole der Dreißigerjahre liebte, die Jazzclubs und die Spaziergänge im Central Park – und einen jungen Anwalt namens Norman. Doch der Mantel erinnert Esther auch an all die Geheimnisse, an den schrecklichen Verrat und schließlich an Paulas plötzliches Verschwinden. Und sie weiß, dass es nun endlich an der Zeit ist, sich auf die Suche zu machen nach jener großen Lebensliebe, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte.


Über Lucinde Hutzenlaub:

Lucinde Hutzenlaub (benannt nach Lucinde von Friedrich Schlegel)ist als Tochter des Journalisten Hans Ulrich Reichert und der Leichtathletin Karin Reichert-Frisch in Stuttgart aufgewachsen. Dort absolvierte sie das Abitur 1990. Sie studierte Sprachwissenschaften in England und Spanien sowie Grafik-Design und Bildhauerei in San Francisco, was sie 1998 an der Merz-Akademie in Stuttgart mit einem Diplom als Kommunikations-Designerin abschloss.

Nach dem Studium arbeitete Hutzenlaub als Art-Direktorin in Göppingen. In Japan schrieb sie einen Blog und ein Buch über die Zeit in Japan. Aktuell lebt Hutzenlaub in Böblingen und arbeitet als Schriftstellerin.

Lucinde Hutzenlaub hat drei Töchter (* 1996, * 1999, * 2000) und einen Sohn (* 2007).


Und, wie hat es mir gefallen?

Nett - aber jetzt nicht so der Riesenburner... Warum das jetzt dringend in den 1930ger Jahren spielen musste - naja - vielleicht war da doch mehr von der echten Grossmutter der Autorin enthalten, als ich dachte.. Dieses Roaring 30ties Setting in New York hatte schon was, auch die "Millionäre im Knickerbocker Club" habe ich ganz gern gelesen. Aber warum das alles auseinander ging und warum die Tochter da so ein Riesending draus macht -naja...

Ich hab's aber trotzdem gern gelesen, zumal die in Deutschland angesiedelten Elemente der Geschichte in Stuttgart spielen und nicht in Berlin oder so - das mag ich immer gern. Bei der Liebesgeschichte war vielleicht ein bissle viel Drama dabei, da wäre vielleicht weniger mehr gewesen. Die Zeitsprünge waren auch recht groß, wir springen von Mitte der 1940ger direkt in die 1960ger. Über die Ehe von Paula hören wir nur sehr wenig, da hätte es für meinen Geschmack deutlich mehr Details geben können.

Insgesamt habe ich das Buch aber sehr gern gelesen, es hat mich gut unterhalten. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen und würde weitere Bücher der Autorin gerne lesen.

So, jetzt Du: Hast Du schon mal ein Buch gelesen, weil ein Lieblingsautor auf dem Klappentext zitiert wurde? Welches war das? Und hat es Dir dann gefallen? Schreib es doch bitte in die Kommentare!

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