Freitag, 24. Juli 2026

Wiederholungstäterin: Welche 6 Anleitungen habe ich mehrfach gestrickt und warum?

 Es gibt ja viele StrickerInnen, die sagen, es sei ihnen zu langweilig, die gleiche Anleitung mehrfach zu stricken, sie bräuchten Abwechslung. 

Ich hab nix gegen Abwechslung, aber wenn mir eine Anleitung gut gefällt, das fertige Strickstück viel getragen wird und ich ordentlich Strickspaß beim Herstellen hatte, spricht für mich nix dagegen, diese Anleitung noch einmal zu stricken - vielleicht in einer anderen Farbe oder in einer Winter- statt einer Sommerversion.



Dazu habe ich in 2018 >> und 2020 >> schon einmal Posts verfasst - Zeit also, wieder einmal zu gucken, über welche meiner Favoriten ich hier noch nichts erzählt habe.

1. Easy Like Sunday Morning Pullover von Sonder Yarn Co. >>



Diese Version des Easy Like Sunday Morning Pullovers ist schon Nummer 2

Das ist ein relativ neues Wiederholungs-Projekt, die erste Version habe ich im November 2025 gestrickt >> Auf die Anleitung bin ich gestoßen, weil ich auf der Suche nach einer Verwendungsmöglichkeit von Uralt-Stash war - ich hatte noch dünnes Lacemohair da liegen, das schon aus 2007 oder so stammt. Außerdem ein baltisches reines Wollgarn, aus dem ursprünglich mal ein Colorwork-Pullover werden sollte, das mir dann aber zu dick war, um es als Stranded Colorwork zu verstricken.

Und Mohair mit einem anderen Faden doppelt zu halten, hatte ich noch nicht versucht, also dachte ich, mach ich das mal. Was aus dieser "Resteverwertung" entstand, hat mir dann aber wirklich gut gefallen: Schön weit, ich mochte den weiten, doppelten Kragen und auch die eher kurze Länge.

Also habe ich flugs aus einem anderen dünnen Garn, das ich als "Mohair-Ersatz" probieren wollte (Alize Angora Gold * >>, das hat aber nur 10% Mohair, 10% Wolle, der Rest ist Acryl, und besonders flauschig ist es auch nicht...) und weiteren Altbeständen der Tines-Wolle eine weitere Version dieser Anleitung gestrickt, dieses Mal habe ich auch den doppelten Kragen anständig hinbekommen.

Gefällt mir gut, ich will nicht ausschließen, dass ich davon noch mehr stricken werde - Drops Air* >> wäre sicher auch ein tolles Garn dafür. 


2. Ranunculus von Midori Hirose >>

Ich kann's ja kaum glauben, aber meinen allerersten Ranunculus >> habe ich erst im August 2020 fertiggestellt, nach dem letzten "Wiederholungstäter"-Post. Seitdem sind insgesamt 5 weitere dazugekommen, der letzte als erste Winterversion im November 2025.


Alle meine Ranunculi (Ranunculusse?)-Pullis  - Stand Juli 2026

Ich weiß, der Pulli spaltet die Gemüter, aber bei mehr als 37.000 fertigen Projekten allein auf Ravelry bin ich vermutlich nicht die einzige, die mehr als einen gestrickt hat. Als ich meinen ersten im Juli 2020 angeschlagen habe >>, war das erst Projekt Nr. 6001 und es gab nur eine Einheitsgröße, die in 6 mm Nadeln gestrickt wurde. Seitdem hat die Designerin die Anleitung überarbeitet und es gibt mehr Größen.

Ich mag am liebsten meine Sommerversionen aus der Drops Belle * >>, die sind luftig-weit und ziemlich kurz, so dass ich sie sehr gern zu Röcken oder über Kleider trage. Die Winterversion aus Drops Air* >> habe ich nicht ganz soviel getragen - die hätte evtl. ein bissle mehr Länge vertragen können.

Warum mag ich diese Anleitung so? Ich mag das Lochmuster in der Passe und auch die Variante "schräge Puffärmel mit I-Cord". Das macht das Stricken interessant, ohne zu kompliziert zu sein. Außerdem passt mir dieser Pulli gut, das ist bei Rundpassen ja meist eher nicht der Fall. Hier werden aber nach dem Ende der Passenzunahmen noch Raglanzunahmen gearbeitet, vielleicht ist das das Geheimnis? 

Wie auch immer: Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch vom Ranunculus noch mehr geben wird in meinem Kleiderschrank.


3. FF Backwards von alfa knits >>

Auch hier war ich sehr erstaunt, dass der in meinen vorherigen Wiederholungstäter-Posts so gar nicht auftaucht, aber meine erste Version >> habe ich tatsächlich erst im September 2020 gestrickt.


Vom FF Backwards habe ich mittlerweile schon 5 Versionen gestrickt

Gestrickt habe ich jeweils mit Sockenwolle und auf 3,5 mm Nadeln. Ich habe lange gezögert, ob ich mir die Anleitung zulegen soll, denn der Pulli wird nicht, wie eigentlich von mir bevorzugt, in Runden von oben nach unten gestrickt, sondern EIGENTLICH in Einzelteilen von unten nach oben.

Von unten nach oben hab ich schon auch gemacht, allerdings nur das Rückenteil. Das Vorderteil habe ich dann von den Schultern heruntergestrickt und dann mit dem Rückenteil direkt zusammengestrickt. Die Maschen für die Ärmel wurden dann aus den Schultern aufgenommen und nach unten in Runden gestrickt.

Mir hat der sehr oversizige Schnitt super gefallen, und auch die schräg angesetzten Schultern. Hier trage ich die Sockenwoll-Versionen am häufigsten, vor allem den Wellensittich- und den Zuckerstangen-Pullover.

Die Sommerversion mit kurzen Ärmeln ist wegen der Weite dann doch ein bissle Stoff für den Sommer, und der Regenbogen-Pullover hätte einen Tick länger sein dürfen. Hier würde ich sagen, dass der Hype zumindest im Moment erstmal ein bissle vorbei ist, ich will aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann noch einen Pulli nach dieser Anleitung stricken werde.


4. Fairground Socks von Kay F. Jones >>

Auch diese Socken sind erst Ende 2025 in mein Repertoire aufgenommen worden, und ich habe "erst" 2 Paare davon gestrickt, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass da im Laufe der Jahre sehr viele dazukommen. 


Beide Versionen meiner Fairground-Socks sind im Dezember 2025 entstanden

Warum kann ich mir vorstellen, davon noch mehr zu stricken? Das Wellenmuster ist super geeignet für selbststreifende Sockenwolle, von der ich ja ein großer Fan bin. Brauche ich da als erfahrene Strickerin zwingend eine Kaufanleitung? Eher nicht, aber diese hier ist schon sehr gut und detailliert beschrieben. 

Außerdem stricke ich seitdem immer den "Umbrella-Toe", der hier beschrieben ist, statt der Bandspitze (auf Deutsch würde man das wohl eine Sternspitze nennen). Bei mir gibt's an den Abnahmestellen bei der Bandspitze gerne mal weite Maschen, die dann im Laufe der Zeit zu Löchern werden können. Beschrieben ist auch Kays spezielle Fersenkonstruktion, die wie eine Ferse mit verkürzten Reihen aussieht, aber mit Zu- und Abnahmen gearbeitet wird. Habe ich mal ausprobiert, passt mir mit meinem eher hohen Spann aber nicht so gut. 

Alternativ ist die klassische Käppchenferse beschrieben, die ich seit meinen ersten Fairgrounds aus irgendeinem Grund auch meiner bisher favorisierten Herzchenferse vorziehe.


5. Gundel-Socken von Sprottenpaula >>

Gundel-Socken habe ich zuletzt im Mai 2021 gestrickt >>, ist also schon ein bissle her, und auch insgesamt sind es "erst" 3 Paar. Das heißt aber nicht, dass sich das nicht in absehbarer Zeit ändern könnte...


Meine Gundel-Socken habe ich alle aus handgefärbter Sockenwolle gestrickt

Warum gefallen mir die jetzt so gut? Das Muster sieht komplizierter aus, als es ist, frau hat es ziemlich schnell im Kopf und braucht das Chart nicht mehr. Außerdem ist es ziemlich elastisch und sitzt gut am Fuß, ideal also für Geschenkesocken, wo man nicht so genau weiß, wie breit der Fuß des Empfänger ist. 

Meine Versionen habe ich alle aus handgefärbter Sockenwolle gestrickt, was mir gut gefällt, weil's dann gerne mal hübsch poolt - ich mag das ja. Das Gundel-Muster funktioniert aber auch mit einfarbiger oder selbstreifender Sockenwolle, nur zu dunkel sollte sie aus meiner Sicht nicht sein.


6. Utsubo-Sneakersocken von Chiharu Nagase >>

Auch diese Anleitung ist erst seit 2025 im "Relevant Set", aber diese Sneaker-Socken habe ich immerhin von August 2025 bis Juli 2026 schon 7 mal gestrickt...


Von den Utsubo-Sneakern habe ich seit August 2025 schon 7 Paar gestrickt

Ja, ok, sind ja auch Sneakersocken und gehen entsprechend schnell. Ist aber schon ein bissle erstaunlich, dass mir die so einen Spaß machen zu stricken, denn sie werden Toe-Up gestrickt, also von der Spitze bis zum Schaft, und das mag ich ja eigentlich nicht so gerne.

Hier gefällt es mir, und auch die ungewöhnliche Fersenkonstruktion mit kraus rechts gestrickten Elementen und ICord macht Spaß zu stricken und sitzt erstaunlich gut. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich davon noch mehr stricken werde.

So, jetzt Du: Hast Du solche Anleitungen, die Du immer wieder strickst (oder häkelst)? Oder bist Du eher "Team nur einmal stricken"? Wenn Du Wiederholungstäterin bist, warum hast Du genau diese Anleitung schon öfter gestrickt?

Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 22. Juli 2026

Rezension: Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page

Ich mochte "Im Freibad" von der gleichen Autorin sehr gern >> , und Bücher über Bücher sind sowieso toll. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Hörbuch - tja, vielleicht waren sie zu hoch? Ich war ein bissle enttäuscht...

Bibliographische Daten: 

Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page * >>

Spieldauer: 11 Stunden und 1 Minute

Gesprochen von Michaela Gaertner

der Hörverlag, ungekürzte Ausgabe

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Klappentext:

Tilly fällt aus allen Wolken, als sie an ihrem Geburtstag einen Anruf von Buchhändler Alfie Lane erhält. Ihr Verlobter Joe hat in Alfies kleinem Laden ein Geschenk für sie hinterlegt: ein Jahr voller Bücher – für jeden Monat eins. Seit Joes Tod vor fünf Monaten ist Tilly nicht mehr dieselbe, doch nun fasst sie sich ein Herz. Die Bücher führen sie von einem Abenteuer ins nächste. Durch die lebhaften Straßen New Yorks, zu neuen Freunden in Paris, in die friedvollen Hügel der Toskana und zu den kilometerlangen Sandstränden von Bali. Mit Alfies Hilfe entdeckt sie alte und neue Seiten an sich und lernt eine Tilly ganz ohne Joe kennen. Kann ihr dieses Jahr voller Bücher und Wunder zeigen, wie man wieder lacht, träumt und Pläne schmiedet? Und wie man sich vielleicht sogar neu verliebt?


Über Libby Page:

Libby Page wollte schon immer Romane schreiben. Als neben der Arbeit die Nächte nicht mehr ausreichten, nahm sie sich eine Auszeit von sechs Monaten. Neben dem Schreiben ist Schwimmen ihre zweite große Leidenschaft, auch bei Wind und Wetter schwimmt sie draußen. Libby Page lebt in London.


Über die Sprecherin, Michaela Gärtner:

Michaela Gärtner ist Sprecherin für verschiedene Projekte, von Hörbüchern und Hörspielen über Imagefilme bis hin zu Werbung und Dokumentationen. Ihr Handwerk im Bereich Hörbuch erlernte sie von Uve Teschner und Johannes Steck. Ihre warme, dynamische Stimme leiht sie vorrangig den Genres Fantasy, Romance und Krimi.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm - definitiv nicht so gut, wie ich erhofft hatte. Allerdings war es dann gen Ende wieder etwas besser - naja, schon sehr kitischig und happy go lucky, vielleicht hatte ich mich einfach dran gewöhnt, dass das Buch nicht ganz das war, was ich erhofft habe.

Ich mag ja EIGENTLICH Bücher über Bücher sehr gern, und Libby Pages Freibad-Buch hat mir besonders gut gefallen. Hier kamen mir die Bücher aber ein bissle sehr kurz: Es gibt am Anfang jedes Kapitels die "Monatsempfehlungen von Book Lane", da werden eigentlich nur die Titel genannt, und es ist sehr UK-lastig, viele der Titel gibt's nicht in deutscher Übersetzung. Das hätte mich aber noch nicht mal gestört, ich hätte nur gerne etwas mehr zu den Büchern erfahren. Und auch Tillies Buch des Monats wird nur sehr am Rande erwähnt, manchmal nicht mal der korrekte Titel. Bei "Büchern über Bücher" besteht der Spaß für mich aber hauptsächlich eben darin, dass ich beim Lesen andere Bücher entdecke und später mal reinlesen könnte.

Dann fand ich, dass Joe übermäßig rosarot gezeichnet wurde - too good to be true... Ja, man soll über Tote nicht schlecht reden, aber so ein Heiliger ist doch niemand! Gleiches gilt für Alfie, auch der war sowas von grundgut, dass es klebte... Und dann diese vermeintliche Paris-Episode *augenroll* - ja, da bin ich vielleicht allein, aber ich mag Paris nicht und verstehe nicht, warum das bei englischsprachigen Autoren dauernd auftauchen muss...

Wie gesagt, ab dem Wandertrip fand ich es dann ein bissle besser und die Rettungsaktion war auch ganz charmant, so daß es am Ende doch noch für 4 Sterne gereicht hat - war halt nicht, was ich mir erhofft hatte.

Die Sprecherin ist ok, jetzt nix Dolles aber auch nicht schlecht. Vielleicht ein bissle betulich, ich habe die Geschwindigkeit etwas hochgedreht (auf 1,25), etwas, was ich eher selten mache. Kann aber gut sein, dass meine allgemeine Genervtheit mit dem Buch ein wenig abgefärbt hat...

So, jetzt Du: Welches Buch einer Lieblingsautorin hat Dich zuletzt eher enttäuscht und warum? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 17. Juli 2026

Domics Strickpläne: Vorschau Juli 2026

 Juli war in der Vergangenheite ja nicht unbedingt meine Haupt-Stricksaison, denn da sind wir traditionellerweise oft im Wanderurlaub, und wenn ich fit bin und ordentlich wandern kann, bleiben die Strickprojekte oft auf der Strecke. 

Ein bissle was ist aber schon geplant, hauptsächlich transportable Kleinprojekte, die ich mit in den Urlaub nehmen kann und (vor allem auf der Fahrt hin- und her) stricken kann. Schaun' wir also mal!


1. Blendersocken-Sommer, die dritte: Männersockenproduktion für die Geschenkesaison >>

Wie schon in den Vorjahren, habe ich mir auch für dieses Jahr vorgenommen, die Socken in Herrngröße, die ich im Herbst und Winter verschenken möchte, über den Sommer als transportables Reiseprojekt zu stricken. Damit's schneller geht, stricke ich Blender-Socken >>, die eigentlich als Resteprojekt gedacht sind.

Ich stricke die aber meist nicht aus Resten, sondern kombiniere mehrere selbststreifende Sockengarne.

Dazu verwende ich 50 Gramm Knäul, z.B. Drops Fabel * >>, meist so 3-4 verschiedene Farben. Dann will ich immer möglichst schnell zur neuen Farbe kommen, und so gehen auch Herrensocken Größe 44/45 (da habe ich zum Glück nur einen Abnehmer mit so großen Füßen) relativ schnell.

Ich habe auch schon ganz gut was fertig bekommen:

a) Paar 1: Blender-Männersocken aus Resten >>



Mein erstes Paar Männer-Blendersocken ist tatsächlich aus Resten entstanden


Das erste Paar der Saison ist dieses Jahr tatsächlich aus Resten entstanden, und da habe ich das lilabunte Garn direkt "nullen" können und von beige und türkis sind nur noch die kleinen Böbbelchen übrig, die Du auf dem Bild siehst - hah! Sie gefallen mir auch ziemlich gut und ich hoffe, dem Empfänger auch.


b.) Paar 2: Männer-Blendersocken aus 50-Gramm-Sockenwollknäulen >>



Bis auf den grün-gestreiften Teil habe ich hier keine Reste, sondern 50-Gramm-Knäul verwendet

Beim 2ten Paar war nur noch der grüngestreifte Teil an Bündchen und Spitze ein Rest, die anderen Teile wurden aus den erwähnten 50-Gramm-Fabel-Knäulen gestrickt. Auch diese Socken gefallen mir gut, aber obwohl die türkis-rot-gestreifte (neue) Farbe mir an sich gut gefällt, in den Socken "blenden" die sich nicht so richtig gut ein, finde ich. Die wollen alleine der "Star" sein, die werde ich also eher mit einer neutralen Farbe verstricken oder ganz allein.


c.) Paar 3: Männer-Blendersocken in grün und grau >>



Das dritte Blendersocken-Paar ist angeschlagen, diesmal in Grün und Grau

Und auch das dritte Paar ist angeschlagen, dieses Mal wie erwähnt ohne das "vorlaute" türkis-bunte Knäul, nur mit grün(lich) und grau-schwarz. Die werden jetzt "nur" noch in Größe 42/43, sind also schneller fertig, hoffe ich. Der Plan ist, noch mindestens ein weiteres Paar in Größe 42/43 fertig zu bekommen im Sommer, vielleicht auch noch 2 - mal sehen, ich bin definitiv "auf Spur".


2. Snüsslinge - ein Mittelding zwischen Sneaker und Füsslingen >>


Dieses Dingsi wird (hoffentlich) ein Mittelding zwischen Sneakersocke und Füßling

Wie gesagt, die türkis-orange Fabel-Farbe gefällt mir gut, braucht aber einen zurückhaltenden Partner, um richtig zu wirken. Und ich brauche für meine weißen Turnschuhe weiße Sneaker. 

Also habe ich mit einem einfarbig naturweißen Garn * >> sogenannte "Snüsslinge" >> angeschlagen, ein Mittelding zwischen Sneakersocke und Füßling. Die (kostenlose deutsche)  Anleitung wurde mir in meinen Ravelry-Feed gespült und ich dachte mir, das probiere ich mal aus. Die gehen ja hoffentlich schnell, so dass ich sie diesen Sommer noch tragen kann und schauen, ob das was für mich ist.


3. Noch ein ärmelloses Sommertop: Das Margarita-Top >>

Das Top, das ich im Juni gestrickt habe >>, gefällt mir richtig gut, und ich habe davon und von dem jeansblauen Pullover >> noch einiges an Resten von der Drops Belle * >>.

Also dachte ich, ich stricke noch ein ärmelloses, eher kurzes Top, vermutlich in gestreift, um die Reste sinnvoll zu verwenden. Ich könnte natürlich einfach die Anleitung verwenden, die ich schon gestrickt habe, und einfach den Lace-Teil in der Mitte weglassen. Aber ich würde gerne wieder mit 6er Nadeln stricken, also sehr locker, und auch eigentlich lieber nicht Maschen aus den Schultern auffassen.

Funktionieren müsste das - hoffe ich - mit dem Margarita-Top >>, da werden die Schultern erst mit Raglanzunahmen geformt. Ich möchte aber den Ausschnitt vorne ein bissle tiefer machen - ich mag ja U-Boot-Ausschnitte, aber das hier sieht mir schon arg "würgig" aus. Ich hoffe, ich bekomme das hin - ich plane momentan, die ersten Reisen noch nicht in Runden zu stricken und die restlichen Ausschnittmaschen erst nach 3-4 Runden anzuschlagen, um dann zur Runde zu schließen - schaun' wir mal!


Mein Margarita-Top soll auch Streifen bekommen, aber vorne einen tieferen Ausschnitt

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Mittwoch, 15. Juli 2026

Rezension: Heimweh von Graham Norton

Ich kannte Norton bisher nur als Host einer britischen Talkshow, die ich hin und wieder gern ansehe auf Youtube. Das er auch schreibt (und sogar ziemlich gut!), war mir bisher entgangen. Das Buch hat mir aber wirklich gut gefallen, ich möchte gern noch mehr von ihm lesen! 

Bibliographische Daten:

Heimweh von Graham Norton * >>

Rowohlt Taschenbuch, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3499006502


Klappentext:

Ein Sommertag Ende der Achtziger, sechs junge Leute fahren ans Meer. Auf dem Rückweg ein schrecklicher Unfall: Es sterben ein junges Paar, das am nächsten Tag hätte heiraten sollen, und eine Brautjungfer; die andere überlebt schwer verletzt. Kaum blessiert sind Martin, der Arztsohn, und Connor, der eigentlich nicht zur Clique gehörte. Er saß am Steuer. Der ganze Ort Mullinmore ist wie gelähmt. Und nach dem Prozess wird Connor nach England geschickt. Niemand weiß, dass er noch vor etwas ganz anderem flieht. Bald bricht er den Kontakt zu den Eltern ab. Connors Schwester wird derweil von Martin umworben. Die beiden heiraten, und die Ehe wird für Ellen ein Unglück. Zwanzig Jahre später betritt ein Gast eine Bar in New York. Er versteht sich sofort gut mit dem jungen Barkeeper. Dann stellen sie fest, was sie verbindet. Und jenseits des Atlantiks, in einem kleinen Ort im County Cork, löst dies eine dramatische Kette von Ereignissen aus.


Über Graham Norton:

Graham Norton, Schauspieler, Comedian und Talkmaster, ist eine der bekanntesten Fernsehpersönlichkeiten der englischsprachigen Welt. Geboren wurde er in Clondalkin, einem Vorort von Dublin, aufgewachsen ist der Sohn einer protestantischen Familie aber im County Cork im Süden Irlands. Sein erster Roman «Ein irischer Dorfpolizist» überraschte viele durch seine Wärme und erzählerische Qualität, er avancierte in Irland und Großbritannien zum Bestseller, wurde mit dem Irish Book Award 2016 ausgezeichnet und wird nun auch zu einer Fernsehserie. «Möglicherweise war es Verschwendung, dass der Mann die ganzen Jahre im Fernsehen war», schrieb Bestsellerautor John Boyne in der «Irish Times».


Und, wie hat es mir gefallen?

Das Buch war eine Empfehlung vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe. Ich kenne die Graham-Nordon-Show, ich wußte gar nicht, dass der gute Graham auch schreiben kann - und zwar gar nicht schlecht!

Das Buch spielt teilweise im Irland der späten 1980ger, teils in London, teils in New York, da aber in den frühen 2000ern und bis zur Gegenwart. Erzählt wird vor allem, wie der dramatische Unfall in den 1980gern das Leben von Connor und seiner Familie beeinflusst hat.

Im letzten Drittel des Buches gibt es dann einen Plottwist, den ich aber schon habe kommen sehen, was aber auch nicht schlimm war. Es geht viel um queeres Leben, was ich jetzt nicht soooo gern lese, aber hier hat es mir doch sehr gut gefallen, umso besser, je weiter ich in der Geschichte vorangekommen bin.

Wir erfahren abwechselnd von Connor und seiner Schwester Ellen, wie deren Leben nach dem dramatischen Unfall verläuft - Connor verlässt seinen Heimatort, Ellen bleibt. Es ist auch eher eine Familiengeschichte als eine queere Liebesgeschichte, wir erfahren auch viel über Connors Eltern und die angehörigen der anderen Unfallbeteiligten.

Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, ich mochte vor allem, wie alles gen Ende ein Happy End findet, ohne (übermässig) kitschig zu sein.

Ein sehr nettes Buch, ich denke, die anderen Titel des Autors werde ich mir auch noch ansehen!

Ich vergebe sehr solide 4 Sterne.

So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit eine(n) neue(n) Autorin/Autoren für Dich entdeckt? Wenn ja, wen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 8. Juli 2026

Rezension: Samstagabend im Lakeside Supper Club von J. Ryan Stradal

 Seit längerem mal wieder ein 5-Sterne-Buch - vielen Dank an Sarah-Sophie, ohne deren Tipp ich dieses Buch ganz sicher eher nicht gelesen hätte! Das Buch hätte ich im Diogenes-Verlag auch nie und nimmer vermutet, ist eher so ein KiWi oder DuMont-Titel, würde ich sagen....

Bibliographische Daten:


Samstagabend im Lakeside Supper Club von J. Ryan Stradal * >>

Diogenes-Verlag, 384 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3257073321


Klappentext:

Für Betty war er die Rettung aus existenzieller Not. Für Florence eine Bürde und der Ort ihrer schlimmsten Niederlage. Für Mariel ist er ein Traum, in dem sie sich selbst verwirklicht. Für Julia ist er eine bloße Legende, die nichts mehr mit ihr zu tun hat: Im ›Lakeside Supper Club‹ am Bear Jaw Lake in Minnesota trotzen vier Frauen dem Leben auf ganz unterschiedliche Weise ihr Quäntchen Glück ab.


Über J. Ryan Stradal:

J. Ryan Stradal, geboren 1975, wuchs in Hastings, Minnesota, auf. Er studierte Film, Fernsehen und Radio an der Northwestern University. Er ist Lektor, Redakteur und Produzent von Fernsehserien. Seine Romane ›Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens‹ und ›Die Bierkönigin von Minnesota‹ waren ›New York Times‹-Bestseller. J. Ryan Stradal lebt in Los Angeles, Kalifornien.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hey, das war richtig nett -danke an Sarah-Sophie für den Tipp! Ich hatte echt "Grüne Tomaten"-Vibes, die Geschichte um einen Small-Town-Diner hat mir sehr gut gefallen! Ist jetzt nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen, und wenn Dich Verlust von Kindern triggert, solltest Du's vielleicht nicht unbedingt lesen, aber ich war sehr gerne bei den Figuren.

Es geht hauptsächlich um die Geschichte von Großmutter, Mutter und Enkelin, wobei die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Mutter, Enkelin und Schwiegersohn (also dem Mann der Enkelin, dann wohl Schwiegerenkel?) erzählt wird.

Die Geschichte springt in den Zeitebenen, allerdings nicht gleichmäßig, sondern es werden durchaus mehrere Kapitel aus der Sicht einer Person hintereinander erzählt. Die Mutter, vor allem in ihren "älteren" Jahren, konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, und von den weiblichen Mitgliedern von Neds Familie hätte ich gern noch mehr erfahren, vor allem die Geschichte seiner Schwester verläuft ziemlich im Sand.

Trotzdem war ich sehr gerne im Lakeside Supper Club - auch wenn einige Passagen des Buches in St. Paul und Minneapolis spielen, haben mir die Supper Club Teile am besten gefallen, auch wegen all der anderen Bewohner. 

Obwohl sich das Buch über mehrere Jahrzehnte erstreckt, passieren viele der entscheidenden Szenen im Sommer, deshalb würde ich auch empfehlen, das Buch im Sommer zu lesen. Waren jetzt vielleicht nicht 5,5 Sterne, aber 4.8, also vergebe ich gerne 5 Sterne und werde in die anderen Bücher auch noch hereinlesen.

So, jetzt Du: Welches "Sommer-Buch" hat Dir in letzter Zeit gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 3. Juli 2026

Domics Strickpläne: Rückblick Juni 2026

 Na, das kann ja ein Sommer werden - schon im Juni haben wir hier bei Karlsruhe die 40-Grad-Marke geknackt, und das ist definitiv KEIN SPASS und auch keine Temperatur, bei der ich wirklich Lust habe, zu stricken! Dafür habe ich im Juni einiges fertig bekommen- schauen wir mal, welche meiner Vorsätze >> ich umsetzen konnte! 



1. Ein Paar Socken ist fertig: Die Arrow Lace Socks aus der Columns-Serie >>

Die hatte ich ja nochmal komplett geribbelt (naja, war erst nur ein Stückle vom Schafft fertig, nicht soooo viel ), weil wir mir das alte rechts-links-Muster nicht gefallen hat. In der Anleitungssammlung von Nancy Wheeler >> sind 6 "Säulen", also Zählstreifen enthalten, von denen ich ein Lochmuster verwendet habe.


Meine Juni-Socken mit einem Lochmuster von Nancy Wheeler

Erwartungsgemäß habe ich viel davon "on the road" gestrickt: Socke 1 auf einer Geschäftsreise nach München - da hatte ich "dank" einer Vollsperrung auf der A8 im Flixbus 2 Stunden mehr Strickzeit, als eigentlich geplant *grmpfl*. Zum Glück war das, bevor es so heiß wurde, das wäre noch einmal "interessanter", zum Stau auch noch 38 Grad draußen *grusel*

Die zweite Socke wurde dann als Beifahrerin im Auto auf einer Fahrt nach Ostwestfalen fertig - da hatten wir keinen Stau, aber das dauert ja schon geplant mindestens 7-8 Stunden (3,5 bis 4 Stunden eine Strecke). 

Sie gefallen mir gut - wobei ich das Muster gerne auch noch mal in einer "ruhigeren" Wolle ausprobieren wollen würde, da kommt es natürlich nochmal besser raus. Die selbstmusternde Wolle,
Fischer Wolle Corina >>, gefällt mir aber auch recht gut, aber die brauchte eigentlich nicht noch ein Muster, die wirkt auch so.


2. Sommer-Top aus Drops Belle: Das Summer Fan Top >>

Das Top nach einer Drops-Anleitung >> aus der Drops Belle* >> war genau passend zu den ersten heißen Tagen fertig und ich habe es auch schon getragen - gefällt mir echt gut! Ich habe mich genau an die Anleitung gehalten und Größe M gestrickt, mit 4er Nadeln. 


Das Summer-Fan-Top, gestrickt aus der Drops Belle

Gebraucht habe ich nur 4,5 Knäul,  5 sind angegeben. Ich verstricke mich ja eigentlich gern mal bei Fächer- oder Pfauenmustern aber hier hat es gut funktioniert, denn die Abnahmen passieren gleich am Anfang und am Ende, wenn mit überzogenen Maschen Maschen abgenommen werden, also eine Art falscher Zopf und das mag ich gern.

Ich habe das gute Stück auch schon getragen, und auch, wenn ich das Garn dieses Mal viel fester verstrickt habe als bei meinen anderen Drops-Belle-Oberteilen, trägt es sich auch bei höheren Temperaturen wirklich gut. Das Lochmuster vorne sorgt für gute "Belüftung", Arm- und Halsausschnitte sind nicht zu groß. Ich kann mir durchaus vorstellen, das Top noch einmal zu stricken oder zumindest das Lochmuster anderweitig zu verwenden. 


3. Der Jeans Kiss Jumper, nochmal Drops Belle - fast fertig >>

Als das Top fertig war, habe ich direkt das nächste Oberteil aus der Belle angeschlagen, den Raspberry Kiss Jumper >>. Dieses Mal habe ich aber wieder viiiiiel lockerer gestrickt als eigentlich empfohlen, nämlich mit Nadelstärke 6 statt 4 mm. Das ergibt natürlich einen sehr lockeren Stoff, aber das finde ich für ein Sommeroberteil genau richtig. 

Ich habe also nur Größe S gestrickt, werde mit meiner Maschenprobe aber hoffentlich auf eine großzügige Größe M-L kommen. Ich war ja erst nicht sicher, ob ich das Lochmuster nicht ändern soll und den Bobble in der ersten Runde durch ein Loch ersetzen. Hab ich dann aber doch nicht gesagt und es gefällt mir echt gut.

Nur die Bündchen habe ich mit Nadelstärke 3,5 mm gestrickt. Beim unteren Bündchen wurden dann noch Maschen zugenommen, bevor das Bündchen gestrickt wurde, bei den Ärmeln nicht.

Da war ich mir nicht sicher, ob das Abketten am Ärmel mit 3,5 mm Nadeln nicht zu fest würde, also habe ich dafür wieder 6 mm Nadeln verwendet. 


Die Abkettkante am Ärmel ist vor dem Blocken noch etwas rüschig

Das ist jetzt vielleicht ein bissle "rüschig", aber ich denke, das legt sich nach dem Blocken. Da fehlt nur noch ein Stückle vom zweiten Ärmel, dann ist auch dieses Pullöverle fertig. Ist nicht ganz so kurz wie in der Anleitung, dürfte aber zu Röcken und über Kleidern sehr gut aussehen.

Auch diese Anleitung hat mir gut gefallen beim Stricken, auch hier kann ich mir vorstellen, sie noch einmal zu stricken.


4. Honorable Mentioning: Die Pistachio Tea Cardigan >>

Da ist mir aufgefallen, dass ich Dir diese Strickjacke noch gar nicht gezeigt habe... Die ist Anfang Juni fertig geworden, aber die ist aus Sockenwolle und auch, wenn sie kurze Ärmel hat - bis zum Herbst werde ich die wohl eher erstmal nicht tragen...



Die Pistachio Tea Cardigan ist seit Anfang Juni fertig

Das war ja ein Resteprojekt, um das Garn aufzubrauchen. Gefällt mir ganz gut, mal sehen, ob und wann ich sie tragen werde - aber bis Ende August vermutlich eher noch nicht.

So, jetzt Du: Was hast Du im Juni so gestrickt? Gibt es Pläne für den Sommer? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Rezension: Wedding People von Alison Espach

Das war so ein Buch, von dem ich vorher dachte, es müsste mir eigentlich gut gefallen - amerkanische Hochzeits-Setting lese ich eigentlich gerne. Das hier war aber für mich ein bissle "drüber" - dieser Geisteswissenschaftler-Akademiker-Schwulst hat mich echt nur genervt! Ich bin froh, dass ich's aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe....

Bibliographische Daten: 

Wedding People von Alison Espach * >>

Lübbe- Verlag, 480 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3757701291


Klappentext:

Als Phoebe Stone in einem grünen Seidenkleid und goldenen High Heels im prächtigen »Cornwall Inn« ankommt, wird sie von allen für einen Hochzeitsgast gehalten. Doch sie ist die Einzige, die nicht zum Feiern angereist ist. Seit Jahren hat sie davon geträumt, mit ihrem Mann hierherzukommen. Nun ist sie ohne ihn hier, am Tiefpunkt ihres Lebens, fest entschlossen, sich ein letztes Mal etwas zu gönnen, bevor sie mit allem Schluss macht. Dumm nur, dass sie ausgerechnet der Braut in die Quere kommt. Die hat jedes Detail und jede denkbare Katastrophe sorgfältig einkalkuliert - mit einer Ausnahme: Phoebe und deren Vorhaben. Als sich ihre Wege kreuzen, gerät alles aus dem Takt, und es setzt etwas in Gang, das keine von ihnen erwartet hat.


Über Alison Espach:

Alison Espach wuchs in Trumbull, Connecticut, auf, wo sie den Großteil ihres Lebens verbrachte. Sie erwarb ihren Bachelor-Abschluss am Providence College und ihren Master in Kreativem Schreiben an der Washington University in St. Louis. Ihre Texte wurden in FIVE CHAPTERS, GLAMOUR, SALON, THE DAILY BEAST, WRITER'S DIGEST und anderen Zeitschriften veröffentlicht.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ich war ja ziemlich gespannt auf dieses Buch, denn wie die Hauptfigur mag auch ich Geschichten über Hochzeiten sehr gern. So ganz erfüllen konnte das Buch meine Erwartungen aber nicht- war mir irgendwie zu Ostküsten-Upperclass-Akademiker-Schwulst-Lastig. Obszön reiche Braut und ihre nicht weniger wohlhabende Verwandtschaft-to-Be treffen auf ein Professoren-Ehepaar von einer Ostküsten-Uni - oergs...

Ich mochte irgendwie keine der Figuren so richtig gern, und die Geschichte ist zwar ganz nett erzählt, das Ende ist ein bissle unerwartet - aber so wirklich vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht.

Ich bin ganz gut durchgekommen und es war ok zu lesen - aber wie gesagt, es war insgesamt etwas "drüber" für mich und sehr, sehr, sehr amerikanisch. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn ich mich in der amerkanischen resp. englischsprachigen Literaturgeschichte besser ausgekannt hätte und außer Jane Eyre auch was von Virginia Woolf oder Edith Wharton gelesen hätte - so habe ich die diversen Zitate und Referenzen eher als nerviges, bildungsbürgerliches Name-Dropping empfunden.

Ich vergebe mal 3 Sterne - aber so richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Ich bin nur froh, dass ich es aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe. Mal wieder eine Empfehlung aus dem 2-Seiten-Podcast, die den beiden Hosts gefallen hat, mir aber eher nicht.

So, jetzt Du: Hat Dich in letzter Zeit ein Buch enttäuscht, von dem Du dachtest, es müsste Dir eigentlich gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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