Mittwoch, 14. April 2021

Rezension: Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells

 Das neue Buch dieses Autors * >> ist mir auf allen möglichen Kanälen über den Weg gelaufen. Das gibt es aber derzeit weder als e-Book noch als Hörbuch, also habe ich mich erstmal an einen älteren Titel von ihm gewagt - und der hat mir sehr gut gefallen!


Bibliographische Daten:


Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells * >>


Diogenes Verlag, 464 Seiten
ISBN-10 : 3257261551


Klappentext:

Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist


Über Benedict Wells:

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben, seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Seine Bücher erschienen bisher in 38 Sprachen, sein vierter Roman "Vom Ende der Einsamkeit" stand über achtzig Wochen auf der Bestsellerliste. Er wurde u.a. mit dem European Union Prize For Literature ausgezeichnet und zum Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels 2016 gewählt. Nach einigen Jahren in Barcelona lebt Wells inzwischen in Zürich.


Über den Sprecher, Robert Stadlober:

Robert Stadlober, geboren 1982 in Österreich, ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler der jüngeren Generation. Besondere Aufmerksamkeit erregte er mit Kinofilmen wie »Sonnenallee« oder »Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm«. Für seine schauspielerische Leistung wurde Stadlober unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsschauspieler für »Crazy« ausgezeichnet. Außerdem ist er als Theaterschauspieler, Musiker und Hörbuchsprecher erfolgreich.


Und, wie hat es mir gefallen?

Was für ein schönes Buch! Nachdem mir Herr Wells wegen seines neuen Buches "Hard Land" immer wieder über den Weg lief, hab ich's mal als Zeichen genommen und habe angefangen, dieses Buch zu hören, denn Hard Land gibt es noch weder als eBook noch als Hörbuch.

Ist das nun eine Liebesgeschichte? Ja, auch, aber es geht eigentlich mehr um die Beziehungen der drei verwaisten Geschwister im Laufe ihres Lebens. Es gibt auch eine Liebesgeschichte, aber der Fokus liegt darauf erst im letzten Drittel des Buches. Vorher wird erzählt, wie die drei Geschwister mit dem plötzlichen Verlust der Eltern umgehen, wie sie langsam erwachsen werden, Beziehungen eingehen, Berufswege einschlagen...

Dabei sind alle Figuren sehr überzeugend, keiner ist nur einseitig beschrieben und ich konnte die Motivation für ihr Handeln meist nachvollziehen, auch wenn sie oft weit von meiner Lebenswelt entfernt waren. Ich habe viel über meine Beziehung zu meinen Geschwistern nachgedacht- wir sind in der gleichen Konstellation geboren, die älteste Tochter und zwei jüngere Söhne.

Robert Stadlober liest ganz toll, allerdings kann er sich nicht verkneifen, dem "Toni" einen heftigen österreichischen Akzent zu verpassen - naja, sei ihm gegönnt, er ist ja Österreicher, das hört man allerdings bei den anderen Figuren nicht.

Insgesamt ein sehr, sehr tolles Buch, das ich sicher irgendwann noch einmal lesen oder hören möchte! Und mehr von Herrn Wells lesen möchte ich auch noch! Also ohne Frage: 5 von 5 Sternen von mir

So, jetzt Du: Hast Du schon etwas von Benedict Wells gelesen?
Hat es Dir gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Montag, 12. April 2021

Rezension: Über Leben von Dirk Steffens und Fritz Habekuss

 Auf das Buch bin ich in Frau Fröhlichs Büchertalk >> (von dem mir noch nicht mal bewusst war, dass es ihn gibt...) aufmerksam geworden. Der Verlag hat mir das eBook netterweise kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Bibliographische Daten:

Über Leben: Zukunftsfrage Artensterben von Dirk Steffens und Fritz Habekuss* >>

ASIN : B0843T8Y2Z
Penguin Verlag 


Klappentext: 

»Wir befinden uns mitten im sechsten Massenartensterben und erleben den größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Der Mensch hat ihn ausgelöst und nur er kann ihn stoppen.« Der bekannte Naturfilmer und Terra-X-Moderator Dirk Steffens engagiert sich seit Jahren für den Artenschutz. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten Fritz Habekuß zeigt er, wie in der Natur alles mit allem zusammenhängt und warum der Erhalt der Artenvielfalt überlebensnotwendig für die Menschheit ist. Die beiden schlagen Maßnahmen vor, um das Artensterben zu stoppen: drastisch, aber nicht unmöglich – und mit der Chance, unser Verhältnis zur Natur zu revolutionieren. Mit Abbildungen.


Über die Autoren:

Dirk Steffens, geboren 1967 in Stade, Niedersachsen, ist Wissenschaftsjournalist und Moderator der Dokumentationsreihe Terra X. Der wohl bekannteste Artenschützer Deutschlands ist UN-Botschafter für die Dekade biologische Vielfalt. Er vertritt außerdem als nationaler Botschafter den WWF und das Jane-Goodall-Institut. Seit über einem Vierteljahrhundert unternimmt er Expeditionen in alle Regionen der Welt, um über die Natursysteme der Erde zu berichten. Er ist überdies Mitbegründer der Biodiversity Foundation, die eine Petition zur Aufnahme des Artenschutzes ins Grundgesetz auf den Weg gebracht hat. Für seine Verdienste erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Bayreuth.


Fritz Habekuß, geboren 1990 in Pritzwalk, Brandenburg, ist Redakteur der Zeit. Er berichtet weltweit von der Zerstörung der natürlichen Vielfalt und denjenigen, die dagegen kämpfen. In seinen Reportagen beschäftigt er sich grundsätzlich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur. Für seine Arbeit wurde er unter anderem 2018 unter die Journalisten des Jahres gewählt und mit dem Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. 


Und, wie hat es mir gefallen?

Wow. Etwa bis zur Hälfte des Buches liest es sich wie eine ganz, ganz düstere Dystopie - nur ist die dummerweise real, Menschen sterben tatsächlich in der "Cancer Alley" in den USA, der Kieselalgen-Zyklus ist aus dem Gleichgewicht, die Weltmeere und Flüsse sowieso... Da habe ich ernsthaft überlegt, ob ich mir das weiter antun soll oder eher abbrechen, nach dem Motto "Eh schon alles egal, Carpe Diem, her mit dem Schnitzel und dem Einweggeschirr..."

Das wäre auch mein größter Kritikpunkt an dem Buch - die Dramaturgie ist aus meiner Sicht ungeschickt gewählt, ich hätte mir schon früher Infos über "Was können wir denn da noch machen" und "Welche Aktionen geben Anlass zur Hoffnung" gewünscht. Die kommen nämlich durchaus, aber eben erst in der zweiten Hälfte des Buches, wo erzählt wird, wie ausgerechnet Ronald Reagan und Maggie Thatcher es geschafft haben, etwas gegen das Ozonloch zu unternehmen. Oder welche Ideen es gibt, den Ressourcenverbrauch von Unternehmen zu besteuern statt ihren Gewinn. Oder wie sogar Erzkapitalisten ökologisch investieren, wenn ihnen klar wird, dass sich das langfristig auch wirtschaftlich rechnet.

Ein tolles Buch, ein wichtiges Buch - aber für den düsteren ersten Teil bekommt es einen halben Stern Abzug - ich mag einfach keine Dystopien, auch nicht, wenn sie real sind. Und den aufrüttelnden Effekt, den die schonungslose Beschreibung wohl auslösen soll, hat es bei mir nicht- ich werde da eher bockig und will's nicht wissen.


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Freitag, 9. April 2021

Domics Strickpläne: Was habe ich gestrickt im März 2021?

 So wahnsinning viel hatte ich mir ja nicht vorgenommen für den März >>, aber es ist doch ein ziemlich produktiver Monat geworden, würde ich sagen - schau'n wir mal...


1. Norwegische Purlsocken - hat funktioniert

Schon im letzten Jahr hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen >>, "Norwegian Purl" zu lernen, als linke Maschen nicht mit dem Faden VOR der Arbeitsnadel, sondern mit Faden HINTER der Nadel wie bei rechten Maschen, den dann aber quasi rückwärts durch die Masche zu ziehen. Mit diesem Youtube-Tutorial von Arne und Carlos >> hat es jetzt "Klick" gemacht und ich habe meine "Krausen Fersensocken" >> ganz mit dieser Methode gestrickt - also, die linken Maschen natürlich.


Meine Socken mit "Krauser Ferse" sind im März 2021 fertig geworden

Verwendet habe ich Opal Hundertwasser in der Farbe Autobusfenster * >>  Die Krause Ferse ist eine Zunahmeferse, bei der die zugenommenen Maschen nicht glatt, sondern kraus rechts gestrickt werden. War mal was anderes, aber muss ich jetzt nicht zwingend dauerhaft machen. Die fertigen Socken gefallen mir aber ganz gut.


2. Ostereier - ins Fair Isle -Loch gefallen - Colourwork rules!



Ein weiterer Vorsatz war, Ostereier zu stricken. Das habe ich auch gemacht, und dabei auch eine Anleitung von Arne und Carlos verwendet - allerdings aus diesem Best-Of-Buch *>> und nicht nach den neuen Anleitungen, obwohl ich den Oster-Podcast täglich geguckt und sehr genossen habe. Allerdings weniger wegen der Eier-Anleitungen (die auch recht hübsch sind), sondern eher wegen der norwegischen Ostertraditionen, über die die beiden berichtet haben. Wusstet Ihr z.B., dass in Norwegen an Ostern traditionellerweise Quizspiele gespielt werden? Auch über die "Hytte", also das Wochenendhäusle auf dem Land wurde berichtet.

Ich habe mir bei eine Packung Plastik-Ostereier *>> besorgt und die "umstrickt" - ja, ich weiß, nicht unbedingt die nachhaltigste Lösung - aber ich plane ja, die Dinger immer wieder an meinen Osterstrauch zu hängen, denn ich finde sie recht gelungen. 

Außer den Arne- und -Carlos-Mustern habe ich auch noch Muster aus diesem Buch verwendet >>


3. Mehr Stranded Colourwork - Socken mit Einstrickmuster

Tja, und nach den Ostereiern war ich "angefixt" und konnte gar nicht mehr aufhören, mehrfarbig zu stricken. Mein nächstes Projekt war ein Paar Socken, an dem ich ein Einstrickmuster unter dem Bündchen eingebaut habe  >>


Auch dieses Muster ist aus dem oben verlinkten "Alterknit" Buch * >> und ich war schon etwas erstaunt, als ich festgestellt habe, dass mir die Socken trotz der 72 Maschen im Musterbereich nicht zu "labberig" sind.


4.  Maschenprobenmützen mit Einstrickmuster

Nachdem ich jetzt "Blut geleckt" hatte, habe ich mich ernsthaft mit dem Gedanken getragen, mich einmal an einen Pullover mit Einstrickmuster zu wagen. Alle Anleitungen sagen aber, dass man dazu die Maschenprobe auch in Runden und mit Muster stricken soll, also ist eine Mütze ein ideales Projekt dafür.


Mein erstes Projekt war aus Sockenwollresten, der "Anthology Hat" von Tincan Knits >> Ich habe einfach genommen, was ich noch hatte - der Kontrast zwischen den beiden Farben könnte deutlicher sein, aber das fertige Objekt gefällt mir recht gut, auch wenn es auf meinem 58 cm-Kopf ein bissle mickrig aussieht.


Als nächstes habe ich eine Mütze aus Drops Flora >> gestrickt.  Die Anleitung ist direkt als Maschenprobe für einen Pullover >> gedacht, und ich hätte fast genug Reste von Drops Flora da, um den auch zu stricken. 


Dieses Mal habe ich den Hauptteil mit 144 statt nur 132 Maschen gestrickt, das passt schon besser auf meinen dicken Kopf. Das Bündchen ist mit 2,5 mm Nadeln gestrickt, der Hauptteil mit meinen 3, 5 mm Prym Ergonomics *>>

Auf Pullover hatte ich aber immer noch keine Lust, also hab ich kurzerhand noch eine Mütze gestrickt, dieses Mal mit dem Einstrickmuster der Paint Pan Socken >>


Der Musterrapport ist ein Vielfaches von 7, also habe ich mit 147 Maschen gestrickt und mit der Größe dieser Mütze bin ich jetzt wirklich zufrieden.


So, jetzt Du:
Was hast Du im März gestrickt oder gehäkelt?
Hast Du Vorschläge für weitere Colourwork-Projekte?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 7. April 2021

Rezension: Love to Share - Liebe ist die halbe Miete von Beth O' Leary

 Dieses Buch hätte ich ohne die vielen Empfehlungen auf Booktube nie gelesen - der Titel hörte sich nach ziemlich übler Chic-Lit an, die ich jetzt wirklich nicht brauche. Wieso bitte musste der Titel halb Englisch sein, in der deutschen Ausgabe? Und warum die deutschen Verlage in diesem Genre IMMER irgendwo "Liebe" im Titel einbauen müssen, verstehe ich auch nicht. Warum hat man nicht einfach den englischen Titel "The Flatshare" * >> (den ich auch eigentlich gelesen habe, weil günstiger und auch sehr schön "britisch") übersetzt? Also meinetwegen "Der Mitbewohner" oder "Die Mitbewohner"? Naja, das ist aber auch einer der wenigen Kritikpunkte, die ich hier habe....


Bibliographische Daten:


Love to Share - Liebe ist die halbe Miete von Beth O'Leary * >>


Diana Verlag; Taschenbuch, 496 Seiten

ISBN-10 : 3453360354



Klappentext:

Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht Geld. Warum nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Regeln eindeutig. Doch viele in der Küche hinterlassene Post-its später wird klar: Liebe hält sich nicht an Regeln.


Über Beth O'Leary:

Beth O'Leary schrieb ihren ersten Roman »Love to share« auf der täglichen Zugfahrt zu ihrem Job in einem Kinderbuchverlag und landete damit einen internationalen Bestseller. »Time to Love« ist ihr zweites Buch. Heute ist Beth freie Autorin, und wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt, macht sie es sich gerade irgendwo mit einem Buch, einer Tasse Tee und mit mehreren Wollpullovern (bei jedem Wetter) gemütlich. Sie lebt mit ihrem Partner und ihrem Hund auf dem Land nicht weit von London..(und auf ihrem Autorenfoto hier >> hat sie einen coolen Pulli mit Bobbles an den Ärmeln an, auch wenn der eher gekauft aussieht...)


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach. Was für ein nettes, tolles Buch! Klar, keine hohe Literatur, aber so richtig gute Unterhaltung mit durchweg glaubhaften, charmanten Charakteren und einem tollen Setting!

Tiffy arbeitet in einem Verlag für DIY-Bücher und betreut dabei unter anderem eine Autorin von Häkelbüchern, die zum Social Media-Star aufsteigt - hah! Wie nett ist das denn! 

Nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat, braucht sie dringend eine Unterkunft und gerät an Leon, der dringend Geld braucht und deshalb sein Bett "untervermietet". Er arbeitet nachts als Krankenpfleger und so dauert es fast bis zur Hälfte des Buches, bis sich die beiden das erste Mal "in person" begegnen. Vorher kommunizieren sie nur über Postit-Zettel, die in der ganzen Wohnung verteilt werden.

Die Kapitel werden abwechselnd von Tiffy und Leon erzählt, und das würde man auch merken, wenn der Verfasser NICHT als Kapitelüberschrift stehen würde. Leon hat nämlich einen sehr typischen, sehr knappen Sprachstil und lässt meist die Personalpronomen weg - fand ich klasse zu lesen, sehr britisch, zumal in meiner englischen Version.

Nicht nur die beiden Hauptprotagonisten sind toll, sondern auch alle anderen - Leons schalstrickender Patient, die kleine Holly, Tiffies Anwaltsfreundin und ihre Kollegen im Verlag, alle ganz entzückend!

Das Buch ist so eine richtige Feel-Good-Story. Ja, natürlich "kriegen" sie sich am Ende,, aber das ganze ist nicht so vorhersehbar, wie es sich anhört, sondern einfach klasse erzählt. Dieses Buch werde ich sicher immer mal wieder lesen, wenn mir nach "was fürs Herz" ist - selbstverständlich bekommt es 5 von 5 Sternen - und das zweite Buch der Autorin, auf Englisch "The Switch"* >> hat mir ebenfalls sehr, sehr gut gefallen. Im Frühjahr 2021 kommt das dritte Buch der Autorin - ich bin gespannt!


So, jetzt Du:
Hast Du in letzter Zeit eine/(n) neue(n) Autorin/en für Dich entdeckt, von dem/der Du einfach alles lesen willst?
Wenn ja, wen?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Montag, 5. April 2021

Bücher im April: Der Monat-für-Monat Book Tag von Elena Tardy


Ich finde diese Aktion vom Booktube-Kanal Elena Tardy >> sehr gelungen und habe ja schon im März mitgemacht >>. Ehrensache, dass ich auch im April wieder mit dabei bin!




1. Wie der April zu seinem Namen kam, ist nicht genau bekannt. Da die ersten Monate im Jahr nach Göttern benannt sind, war es vielleicht die „schaumgeborene“ Aphrodite, die dem April seinen Namen gab. Andere Thesen vermuten die Namensgebung vom lateinischen Wort „aperire“, öffnen“. Zeige ein Buch, bei dem du nicht mehr weißt, von wem du es bekommen hast oder wann du es gekauft hast.


Oh, das ist aber ganz schön schwierig... Das weiß ich nämlich bei den allermeisten Büchern schon noch sehr genau. Dann interpretiere ich es anders, ich zeige ein Buch, das ich auf einem Flohmarkt ergattert habe >> und von dem ich deshalb nicht weiß, wer es vor mir gelesen hat: "Karneval der Toten" von Martha Grimes * >> Das Buch ist Teil 19 der Inspektor-Jury-Reihe. Die ersten Bücher der Inspektor-Jury-Reihe habe ich sehr gern gelesen, aber dann irgendwann aufgehört - irgendwie war mir die Geschichte dann zu konstruiert.

 

2. Die Tulpe ist die Blume des Frühlings. Der Name leitet sich vom Wort „Turban“ ab und diesen schmückten die Osmanen mit Tulpen. Im 16 Jahrhundert wurden in der Türkei unter Sultan Suleiman prächtige Tulpenfeste gefeiert. Der Botaniker Crusius brachte die Tulpe und damit den Tulpenwahn nach Holland.
a) Hast du ein Buch, dass in Holland spielt?


Jau, hab ich - "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton * >>  spielt in Amsterdam. Ist auch noch gar nicht sooo lange her, dass ich das gelesen habe - hier geht es zur Rezension >> Wobei Holland nur ein Teil der Niederlande ist und ich mir jetzt gar nicht so 100% sicher bin, dass Amsterdam dazu gehört? *sucht*  Ja, Glück gehabt - Amsterdam ist die größte Stadt der Provinz Nord-Holland >>


b) Zeige ein Buch, in dem es um Tulpen geht.  (Es darf auch dasselbe Buch für beide Fragen gezeigt werden ;))

Das habe ich noch nicht gelesen - steht aber noch auf der Liste: "Tulpenfieber" von Deborah Moggach * >>  In meinem ersten "Holland"-Buch kommen noch keine Tulpen vor, nur Gewürze und Zucker.


3. „Jemanden in den April schicken“ ist eine Redewendung, die auch heute noch am 1. April Anwendung in einem mehr oder weniger derben Aprilscherz findet. Hast du jemals einen Aprilscherz gemacht, wenn ja, welcher? Hast du ein Buch, dessen Titel eine Redewendung ist oder einen Teil einer Redewendung beinhaltet bzw. umformuliert wurde?

Klar hab ich schon Aprilscherze gemacht, aber eher die harmloseren, kindischen - sowas wie "Guck mal, da ist ein Schaf in unserem Garten!" (das war übrigens tatsächlich mal der Fall, vom Nachbarn ausgebüxt...- das war aber im Juni, nicht im April...

Und Redewendung? Da gibt's viele - z.B. "Gegensätze ziehen sich aus" von Kerstin Gier * >>, ein Teil der Mütter-Mafia-Serie, die ich sehr empfehlen kann, wenn Du was locker-flockig-leichtes lesen möchtest.


4. Im April findet Ostern statt, das sich für viele mittlerweile zu einem echten Familienfest entwickelt hat. Zeige ein Buch, das eine Familiensaga ist oder wo eine Familie im Mittelpunkt steht.

Das ist einfach, ich bin ja ein großer Fan von Familiengeschichten! Ich nehme jetzt mal bewußt nicht "Die Geschichte der Baltimores" * >> oder "Das Flüstern der Bäume" * >>, obwohl ich die vor Kurzem gelesen habe und sie mir auch gut gefallen haben. Aber  die werden schon genug "ge-hypt", also suche ich mir mal was unbekannteres... Wie wäre es mit "Der letzte Sommer" von Phillip Rock * >>, das ist Teil 1 der Abingdon-Hall-Trilogie und spielt kurz vor dem 1. Weltkrieg in England. Ist schon ein bissle her, dass ich das gelesen habe - hat mir damals aber gut gefallen >>


5. April Geborene sind Abenteurer, Pioniere und Entdecker. Es sind Menschen, die nach Herausforderungen suchen. Zeige eine Biografie oder einen autobiografischen Roman.

Auch das ist einfach- ich bin ja ein sehr großer Fan von Biografien und habe hier auch schon mal einen Blogpost dazu geschrieben >>. Das war im Januar 2018, also nehme ich jetzt mal ein Buch, das ich danach gelesen habe... Oh, ich weiß: "Born a Crime" von Trevor Noah * >> - das war eines meiner Jahreshighlights in 2018 >> Wenn Du halbwegs fit in Englisch bist, höre unbedingt das englische Hörbuch, gelesen vom Autor selber. Vermutlich haben sie keinen Sprecher gefunden, der soviele afrikanische Sprachen spricht... ;-) Aber als Moderator ist Trevor ja durchaus qualifiziert und liest das supertoll.


6. Am 23. März ist Welttag des Buches. Dieser Tag wird u.a. von Organisationen, wie der Stiftung Lesen genutzt, um die Freude am Lesen zu vermitteln. Es finden viele Veranstaltungen und Bücher-Schenkungen statt. Zeige eins deiner allerersten Bücher, das du gelesen hast.

Das war "Der Glückliche Löwe" von Louise Fatio * >>, den habe ich mir aus der Bücherei ausgeliehen und war stolz wie Bolle, dass ich den "selber" lesen konnte - da war ich 6 oder 7, in der ersten Klasse also, und "eigentlich" konnten wir noch keine Druckschrift, sondern nur Schreibschrift lesen...


7. Die Natur zeigt uns viel Farbe und Bewegung in diesem Monat. Der April steht auch für Entfaltung. Ausprobieren ist angesagt! In welchem Genre bzw. von welchem Autor hast du noch nie gelesen und würdest es gerne ausprobieren?

Hm - die Genres, die ich nicht oder selten lese, reizen mich auch nicht - Horror z.B. ist nicht wirklich was für mich und ein großer Fantasy-Fan bin ich auch nicht, das gleiche gilt für New Adult. Aber eher klassische Titel würde ich gerne mehr lesen - auf meinem Zettel für dieses Jahr steht noch John Steinbecks "Früchte des Zorns"* >>


8. Der April hat 30 Tage. Zeige das 30. Buch aus deinem vierten Bücherregal aus dem vierten Bord. Stehen dort nicht so viele Bücher, zähle im Kreis. Hast du kein viertes Bücherregal, dann nimm das erste Regal.

Da wähle ich wieder die Goodreads-Variante -  das 30te Buch im 4ten "Regal" in der Kategorie "Read" ist "Die Prophetin" von Barbara Wood * >>


Fun-Frage: „April, April, der macht, was er will!“ Hast du ein Buch, in dem das Wetter verrückt spielt oder es eine besondere Wetterlage herrscht?

Naja, ich weiß nicht mehr genau, ob das Wetter auch verrückt spielt - aber die Meeres-Lebewesen tun das in "Der Schwarm" von Frank Schätzing * >> auf alle Fälle! Ich habe es damals als Hörbuch gehört - da bekommst Du wirklich viel Hörbuch fürs Geld!


So, jetzt Du:
Wie hättest Du die Fragen beantwortet?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 2. April 2021

8 neue Anleitungen auf Deutsch auf Ravelry, davon 4 kostenlos

 Noch immer ist meine Hauptsuchmaschine für neue Strickanleitungen Ravelry - wenn Du eine andere Quelle nutzt - Facebook? Pinterest? CrazyPatterns? Noch ganz was anderes? - schreib mir das doch bitte in die Kommentare!

Wenn Du noch gar nicht weißt, was Ravelry ist und wie Du das benutzt, schaue hier bei Lolles Wolle, da gibt es eine detaillierte Anleitung >>




Meine letzte Ravelry-Runde auf der gezielten Suche nach Anleitungen auf Deutsch ist schon ein bissle her - das war im März 2019 >> - also dachte ich, es wäre mal wieder Zeit. Ich selbst habe kein Problem mit englischen Anleitungen, aber die bekommen ja eh schon genug Aufmerksamkeit, also werde ich hier mal einen Fokus auf deutschsprachige Designer und Anleitungen legen - los geht's:


1. Thrift Bloom Socks von Lisa Schütte (kostenlos) >>

Diese hübsche Sockenanleitung ist kostenlos erhältlich. Sie werden Top-Down gestrickt, haben eine Ferse mit verkürzten Reihen und ein kleines Lacemuster - gefallen mir sehr gut, die kommen in hellem, möglichst einfarbigem Garn sicher gut zur Geltung.


2. Frühlingssocken mit Hase von Tanja Steinbach (kostenlos) >>

Auch diese österlichen Socken sind kostenlos. Sie wurden im März 2021 im ARD-Buffet vorgestellt und Du kannst die Anleitung für 1 Jahr hier als PDF kostenlos herunterladen >> Außer den gezeigten Hasensocken gibt es noch diverse andere Socken mit österlichen Motiven.


3. Birdseed Sweater von Jamie Hoffman (kostenlos) >>

Dieser Pullover ist ursprünglich auf Englisch erschienen, daher der Name. Es gibt aber auf Ravelry auch eine deutsche Übersetzung zum Download. Der Pullover wird nahtlos von oben gestrickt, verwendet wird ein Garn mit einer Lauflänge von ca. 200 Meter auf 100 Gramm. Der Pulli hat eine Rundpasse mit einem hübschen Rechts-Links-Muster und leichte Puffärmel (oder sind das Ballonärmel?).


4. Häkeldecke "Hase" von Sandra Scherndl (kostenlos) >>

Diese Häkeldecke wird in Stäbchen gehäkelt, mit Häkelnadel 5-6 mm mit einem Boucle-Garn, das ebenfalls ca. 200 Meter Lauflänge auf 100 Gramm * >> hat. Die Anleitung findest Du kostenlos auf Häkelfieber Austria >>


5.  Ripple Jacket von Hinterm Stein  (Kaufanleitung)>>

Bei dieser Kaufanleitung wird die Jacke nahtlos von oben nach unten gestrickt. Verwendet wird ein Garn in Sockenwollstärke * >>, das aber doppelt gehalten wird. Die Anleitung enthält zwei verschiedene Längen. 


6.  Pullover "Kerzenlicht" von Astrid Müller  (Kaufanleitung) >>

Astrid Müller gehört ja zu meinen Lieblingsdesignerinnen, und auch ihr neuestes Model gefällt mir sehr gut. Der Kerzenlicht-Pulli wird mit Garn in 6-fach Sockenwollstärke (also ca. 300 Meter auf 100 g) * >>nahtlos von oben gestrickt. Die Konstruktion ist eine Kombination aus Rundpasse und Raglanpullover und enthält als Hingucker am Hals und am Saum eine Kombination aus Einstrickmuster und Noppen, die vermutlich das heruntergelaufene Wachs darstellen sollen. Sobald ich wieder Lust bekomme, Pullover zu stricken, werde ich mich da mal heranwagen. Du kannst die Anleitung zum eher kleinen Preis auf Ravelry kaufen.


7.  Sidelines-Sweater von Susanne Sommer  (Kaufanleitung) >>

Auch Susanne Sommers Anleitung habe ich schon nachgestrickt und kann sie empfehlen. Dieser Pullover (es gibt auch eine passende Strickjacke) wird seitwärts gestrickt, die Anleitung ist sehr flexibel und enthält Infos für 6 verschiedene Längen und 3 Ausschnittlösungen. Die Designerin hat ebenfalls ein Garn in 200 Meter/ 100 g * >>verwendet und sagt, dass der Pulli wegen der modularen Konstruktion fast nahtlos zu stricken ist.


8. Tanzlay Pullover von Nicola Susen (Kaufanleitung) >>

Von Nicolor, wie die Designerin auf Ravelry heisst, habe ich in 2020 vor allem Sockenanleitungen nachgestrickt. Aber auch ihre Oberteile sind sehr schön, wie ich finde. Beim "Tanzlay" wird ebenfalls von oben nach unten gestrickt, allerdings kannst Du jede Garnstärke verwenden, die Du möchtest. Die Anleitung enthält Infos, wie Du den Pulli an Deine Maschenprobe anpasst und gibt Infos für 3 verschiedene A-Linien. Seinen Namen hat der Pulli vom Wasserfall-Kragen, denn der Tanzlay ist ein Wasserfall in der Eifel >>


So, jetzt Du: 
Welche Anleitungen sind Dir so aufgefallen?
Welche Anleitungsquellen außer Ravelry nutzt Du?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 31. März 2021

Rezension: "Herz über Kopf" von Jo Platt

 Ich habe das Buch bei der Onleihe ergattert und es hat mich ganz gut unterhalten - auch wenn es jetzt nicht unbedingt ein Highlight war.

Bibliographische Daten:



Herz über Kopf von Jo Platt * >>

Rowohlt Taschenbuch; 368 Seiten

ISBN-10 : 9783499268854


Klappentext:

Mit Rückschlägen kennt Rosalind sich aus. Achtzehn Monate ist es her, dass ihr Verlobter – aus gutem Grund nur «die Ratte» genannt – aus der Kirche floh. Am Tag ihrer Hochzeit, durch das Fenster der Sakristei. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor. Im malerischen St Albans hofft Ros, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können: Sie liebt das beschauliche Leben dort, den neuen Job in der Buchhandlung und vor allem ihre Kollegen: den schweigsamen Andrew, Georgina, die alles zu haben scheint, was sich Ros wünscht, und die liebenswert-schrullige Joan. Doch dann klingelt es eines Freitagabends an der Tür: Der Mann mit dem Blumenstrauß entpuppt sich als ihr Nachbar Daniel, und er bringt schlechte Nachrichten: Er hat Mr. Edward überfahren. Mit dem Rasenmäher. Noch ahnt Ros nicht, dass das vorzeitige Ableben ihres geliebten Meerschweinchens einen noch größeren Einfluss auf ihr Leben haben wird als die Flucht der Ratte.


Über Jo Platt:

Jo Platt wurde in Liverpool geboren und studierte Literatur. Über das ländliche Wiltshire, London und Seattle, wo sie als Lehrerin arbeitete, verschlug es sie nach St Albans, wo ihr erster Roman «Herz über Kopf» spielt, der es auf Anhieb auf die deutsche Bestsellerliste schaffte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Bristol.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joah, kann man schon mal lesen zwischendrin, ist eine nette Liebesgeschichte, auch wenn das Ende dann doch etwas sehr vorhersehbar war. 

Vor allem die Geschichte von Georg(ina) fand ich ein bissle arg "glatt" - ach, Du hast Beziehungsprobleme? Na, dann trennst Du Dich eben und lässt Dich scheiden, Deine Tochter wird schon damit klarkommen... - aehm, bitte? Und ja, es ist nicht schön, vor dem Altar sitzen gelassen zu werden, aber ich habe nicht ganz verstanden, wieso das die Protagonistin jetzt so aus der Bahn geworfen hat - das hätte ich nicht gebraucht.

Ingesamt ist die Story aber ganz nett, ich mag Roz' Familie, ich mag ihre Arbeitskollegen und hätte über die kauzige Joan gerne noch mehr gelesen. Der nette Nachbar war mir dann doch etwas "too good to be true"- zu gutaussehend, zu toll insgesamt. 

Auch würde ich empfehlen, die Geschichte vor Weihnachten zu lesen, denn ein guter Teil der Story spielt um Weihnachten. 

Fazit: 3,5 von 5 Sternen - nett für zwischendurch, ich werde mir weitere Titel der Autorin durchaus mal angucken, hat mich aber jetzt nicht vom Hocker gehauen.


So, jetzt Du:
Hast Du Bücher der Autorin gelesen?
Wenn ja, welche und haben sie Dir gefallen?
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