Ich kannte Norton bisher nur als Host einer britischen Talkshow, die ich hin und wieder gern ansehe auf Youtube. Das er auch schreibt (und sogar ziemlich gut!), war mir bisher entgangen. Das Buch hat mir aber wirklich gut gefallen, ich möchte gern noch mehr von ihm lesen!
Bibliographische Daten:
Heimweh von Graham Norton * >>
Rowohlt Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN-10 : 3499006502
Klappentext:
Ein Sommertag Ende der Achtziger, sechs junge Leute fahren ans Meer. Auf dem Rückweg ein schrecklicher Unfall: Es sterben ein junges Paar, das am nächsten Tag hätte heiraten sollen, und eine Brautjungfer; die andere überlebt schwer verletzt. Kaum blessiert sind Martin, der Arztsohn, und Connor, der eigentlich nicht zur Clique gehörte. Er saß am Steuer. Der ganze Ort Mullinmore ist wie gelähmt. Und nach dem Prozess wird Connor nach England geschickt. Niemand weiß, dass er noch vor etwas ganz anderem flieht. Bald bricht er den Kontakt zu den Eltern ab. Connors Schwester wird derweil von Martin umworben. Die beiden heiraten, und die Ehe wird für Ellen ein Unglück. Zwanzig Jahre später betritt ein Gast eine Bar in New York. Er versteht sich sofort gut mit dem jungen Barkeeper. Dann stellen sie fest, was sie verbindet. Und jenseits des Atlantiks, in einem kleinen Ort im County Cork, löst dies eine dramatische Kette von Ereignissen aus.
Über Graham Norton:
Graham Norton, Schauspieler, Comedian und Talkmaster, ist eine der bekanntesten Fernsehpersönlichkeiten der englischsprachigen Welt. Geboren wurde er in Clondalkin, einem Vorort von Dublin, aufgewachsen ist der Sohn einer protestantischen Familie aber im County Cork im Süden Irlands. Sein erster Roman «Ein irischer Dorfpolizist» überraschte viele durch seine Wärme und erzählerische Qualität, er avancierte in Irland und Großbritannien zum Bestseller, wurde mit dem Irish Book Award 2016 ausgezeichnet und wird nun auch zu einer Fernsehserie. «Möglicherweise war es Verschwendung, dass der Mann die ganzen Jahre im Fernsehen war», schrieb Bestsellerautor John Boyne in der «Irish Times».
Und, wie hat es mir gefallen?
Das Buch war eine Empfehlung vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe. Ich kenne die Graham-Nordon-Show, ich wußte gar nicht, dass der gute Graham auch schreiben kann - und zwar gar nicht schlecht!
Das Buch spielt teilweise im Irland der späten 1980ger, teils in London, teils in New York, da aber in den frühen 2000ern und bis zur Gegenwart. Erzählt wird vor allem, wie der dramatische Unfall in den 1980gern das Leben von Connor und seiner Familie beeinflusst hat.
Im letzten Drittel des Buches gibt es dann einen Plottwist, den ich aber schon habe kommen sehen, was aber auch nicht schlimm war. Es geht viel um queeres Leben, was ich jetzt nicht soooo gern lese, aber hier hat es mir doch sehr gut gefallen, umso besser, je weiter ich in der Geschichte vorangekommen bin.
Wir erfahren abwechselnd von Connor und seiner Schwester Ellen, wie deren Leben nach dem dramatischen Unfall verläuft - Connor verlässt seinen Heimatort, Ellen bleibt. Es ist auch eher eine Familiengeschichte als eine queere Liebesgeschichte, wir erfahren auch viel über Connors Eltern und die angehörigen der anderen Unfallbeteiligten.
Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, ich mochte vor allem, wie alles gen Ende ein Happy End findet, ohne (übermässig) kitschig zu sein.
Ein sehr nettes Buch, ich denke, die anderen Titel des Autors werde ich mir auch noch ansehen!
Ich vergebe sehr solide 4 Sterne.
So, jetzt Du: Hast Du in letzter Zeit eine(n) neue(n) Autorin/Autoren für Dich entdeckt? Wenn ja, wen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!
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