Mittwoch, 1. Juli 2026

Rezension: Wedding People von Alison Espach

Das war so ein Buch, von dem ich vorher dachte, es müsste mir eigentlich gut gefallen - amerkanische Hochzeits-Setting lese ich eigentlich gerne. Das hier war aber für mich ein bissle "drüber" - dieser Geisteswissenschaftler-Akademiker-Schwulst hat mich echt nur genervt! Ich bin froh, dass ich's aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe....

Bibliographische Daten: 

Wedding People von Alison Espach * >>

Lübbe- Verlag, 480 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3757701291


Klappentext:

Als Phoebe Stone in einem grünen Seidenkleid und goldenen High Heels im prächtigen »Cornwall Inn« ankommt, wird sie von allen für einen Hochzeitsgast gehalten. Doch sie ist die Einzige, die nicht zum Feiern angereist ist. Seit Jahren hat sie davon geträumt, mit ihrem Mann hierherzukommen. Nun ist sie ohne ihn hier, am Tiefpunkt ihres Lebens, fest entschlossen, sich ein letztes Mal etwas zu gönnen, bevor sie mit allem Schluss macht. Dumm nur, dass sie ausgerechnet der Braut in die Quere kommt. Die hat jedes Detail und jede denkbare Katastrophe sorgfältig einkalkuliert - mit einer Ausnahme: Phoebe und deren Vorhaben. Als sich ihre Wege kreuzen, gerät alles aus dem Takt, und es setzt etwas in Gang, das keine von ihnen erwartet hat.


Über Alison Espach:

Alison Espach wuchs in Trumbull, Connecticut, auf, wo sie den Großteil ihres Lebens verbrachte. Sie erwarb ihren Bachelor-Abschluss am Providence College und ihren Master in Kreativem Schreiben an der Washington University in St. Louis. Ihre Texte wurden in FIVE CHAPTERS, GLAMOUR, SALON, THE DAILY BEAST, WRITER'S DIGEST und anderen Zeitschriften veröffentlicht.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ich war ja ziemlich gespannt auf dieses Buch, denn wie die Hauptfigur mag auch ich Geschichten über Hochzeiten sehr gern. So ganz erfüllen konnte das Buch meine Erwartungen aber nicht- war mir irgendwie zu Ostküsten-Upperclass-Akademiker-Schwulst-Lastig. Obszön reiche Braut und ihre nicht weniger wohlhabende Verwandtschaft-to-Be treffen auf ein Professoren-Ehepaar von einer Ostküsten-Uni - oergs...

Ich mochte irgendwie keine der Figuren so richtig gern, und die Geschichte ist zwar ganz nett erzählt, das Ende ist ein bissle unerwartet - aber so wirklich vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht.

Ich bin ganz gut durchgekommen und es war ok zu lesen - aber wie gesagt, es war insgesamt etwas "drüber" für mich und sehr, sehr, sehr amerikanisch. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn ich mich in der amerkanischen resp. englischsprachigen Literaturgeschichte besser ausgekannt hätte und außer Jane Eyre auch was von Virginia Woolf oder Edith Wharton gelesen hätte - so habe ich die diversen Zitate und Referenzen eher als nerviges, bildungsbürgerliches Name-Dropping empfunden.

Ich vergebe mal 3 Sterne - aber so richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Ich bin nur froh, dass ich es aus der Onleihe hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe. Mal wieder eine Empfehlung aus dem 2-Seiten-Podcast, die den beiden Hosts gefallen hat, mir aber eher nicht.

So, jetzt Du: Hat Dich in letzter Zeit ein Buch enttäuscht, von dem Du dachtest, es müsste Dir eigentlich gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 26. Juni 2026

Sneakersocken für den Sommer selber stricken - 10 + kostenlose Anleitungen

 Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich zuletzt einen Post zum Thema Sneaker-Socken veröffentlicht habe >> , im Juni 2021 war das. Was meine ich mit "Sneaker-Socken"? Das sind für mich kurze Söckchen, die nur bis zum Knöchel gehen und aus Turnschuhen (a.k.a. Sneaker) nur so ganz eben herausschauen.

Da solche kurzen Socken schnell fertig sind und nicht mit viel Stoff auf dem Schoß beim Stricken übermässig wärmen, sind sie das ideale Sommerprojekt, finde ich. Also habe ich in meiner Ravelry-Tapetenrolle mal nach kostenlosen Sneakersocken gesucht und sie Dir - zusammen mit den Anleitungen vom 2021er-Post, allerdings sind die heute nicht mehr alle kostenlos )- in ein Ravelry-Bundle gepackt >>




1. Utsubo-Socks von Chiharu Nagase >>

Fangen wir mit denen an, die ich auch selbst schon gestrickt habe: Wenn Du hier schon ein bissle länger mitliest, weißt Du, dass diese Söckchen seit letztem Jahr meine Lieblings-Sneakeranleitung sind. Sie werden Toe-Up gestrickt, eigentlich nicht meine bevorzugte Strickweise, aber hier gefällt es mir gut. Außerdem haben sie eine ungewöhliche Konstruktion beim Schaft/ Bündchen, so daß Du gut in die Socken "reinkommst", auch wenn Du - oder der Empfänger - vielleicht zu geschwollenen Knöcheln neigt. Ich habe schon viiiiiele Utsubos gestrickt, und ich denke, da kommen noch einige dazu!


Eine Auswahl der "Utsubo"-Sneaker, die ich schon gestrickt habe


2. Pink Lemonade Socks von Amy Rapp >>

Ein bissle Lochmuster kann im Sommer für zusätzliche Belüftung nie schaden: Diese Sneakersocken wurden für die Sock Madness 2021 entworfen und sind jetzt als kostenloser (englischer) Download erhältlich. Sie werden vom Bündchen zur Spitze gestrickt und haben eine Käppchenferse und eine Bandspitze, aber das kannst Du natürlich ändern, wenn Du eine andere Ferse oder Spitze lieber magst.


3. Birch Shorties von Rachel Nutting >>

Auch diese Socken werden vom Bündchen zur Spitze gestrickt. Sie haben auf dem Oberfuß ein hübsches "falsches" Zopfmuster, das aus einer Kombination von Lochmuster und Hebemaschen entsteht. Die Hebemaschen bei der Fersenwand werden abwechselnd abgehoben, wodurch statt der üblichen Streifen ein "Schachbrettmuster" entsteht- mal was anderes und sieht hübsch aus.


4. Together We Knit von Twin Stitches Design >>

Diese Socken haben ein Strukturmuster auf dem Oberfuß, bestehend aus linken Maschen und einem einfachen Zopf - vielleicht sollte man den auch eher als "falschen" Zopf bezeichnen, weil nur 1 Maschen übergezogen wird. Auch hier wird vom Bündchen zur Spitze gestrickt, mit Käppchenferse und Bandspitze. Die Anleitung ist zum Start der Pandemie in 2020 erschienen, daher wohl der Name.


5. Fresh Air Socks von Karalee Harding >>

Hier gibt's - wie der Name schon vermuten lässt - ein bissle Frischluft für die Füße, durch ein sehr einfaches, über die ganze Socke verteiltes Lochmuster. Dieses Muster funktioniert für bunte Sockenwolle genauso gut wie für einfarbige, würde ich sagen. Die Socken werden vom Bündchen zur Spitze gestrickt, wieder mit Käppchenferse und Bandspitze.


6. Clusane Socks von Anja Endrullis >>

Diese Anleitung gibt es kostenlos auf Deutsch. Hier wird die typische Sneaker-Fersenlasche gestrickt, die verhindern soll, dass die Socken in die Schuhe rutschen. Außerdem gibt es auf dem Oberfuß eine schöne Kombination aus Loch- und Zopfmuster. Nicht unbedingt etwas für blutige Anfänger, würde ich sagen, aber den Aufwand mit Sicherheit wert!


7. Rosmarino Socks von Sophie Heathscott >>

Die Rosmarino-Socks haben ebenfalls ein Lochmuster und eine interessante Bündchen-Konstruktion mit kleinen Noppen. Die Anleitung ist auf der Website von Hobbii unter anderem auch auf Deutsch verfügbar. Gestrickt wird wieder vom Bündchen zur Spitze, mit Fersenkäppchen und Bandspitze. Das Lochmuster ist zur Abwechslung mal auf glatt linkem Grund gestrickt, weshalb ich die Socken vermutlich Inside-Out stricken würde, damit's nicht so viele linke Maschen sind.


8. Gerentia Sneaker Socks von Silke R >>

Oh, wie kann es sein, dass mir diese deutschsprachige Anleitung bisher "durchgegangen" ist? Das sieht ja höchstinteressant aus! Gestrickt wird Toe-Up mit einer (für mich) neuen Fersen-Konstruktion, der sogenannten "Schnapp-Ferse". Wie die gestrickt wird, zeigt die Designerin in diversen Video-Tutorials. Sieht superinteressant aus, die muss ich ganz bald mal ausprobieren! Von der gleichen Designerin gibt es auch noch die Autobahn A1 Socken >>, die die gleiche Ferse verwenden, aber ein anderes Muster auf dem Oberfuß haben, die kommen ebenfalls auf den Zettel.


9. Sole Dancer von Drops Design >>

Wie alle Drops-Anleitungen ist auch diese in vielen Sprachen verfügbar, unter anderem auch auf Deutsch. Die Rüsche am Bündchen wird zuerst gestrickt, dann geht's klassisch weiter zur Spitze, mit Käppchenferse und Bandspitze. Da könnte ich mir gut vorstellen, Rüsche und Bündchen aus einem einfarbigen* >> und den Rest der Socke aus einem selbstmusternden Kontrastgarn * >> zu stricken.


10. Urlaubsstimmung von Nancy Antilles >>

Noch eine kostenlose deutsche Anleitung, ein hübsches Allover-Lochmuster (das in der Anleitung als Chart notiert ist ) und zur Abwechslung mal eine Bumerang-Ferse, wenn Du die lieber strickst. Allerdings wird in der handschriftlichen Anleitung nicht erklärt, wie Du die strickst, falls Du das noch nicht kennst - dazu guckst Du einfach in eines der vielen Youtube-Videos, z.B. in das hier von Melanie Eckstaller >>


Wenn Dir - so wie mir - eine Käppchenferse besser passt, kannst Du das aber sicher auch einfach ändern.

So, jetzt Du: Strickst Du Sneakersocken? Und wenn ja, hast Du eine Lieblingsanleitung? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 24. Juni 2026

Rezension: Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Ich weiß gar nicht mehr, über wen ich auf dieses Buch gestoßen bin - Sarah-Sophie vielleicht? War ok, aber obwohl ich eigentlich Bücher mag, die in den Zeitebenen springen, fand ich es hier recht schwer, mich zu orientieren....

Bibliographische Daten: 

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly * >>

mareverlag, 352 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3866487487


Klappentext:

Schottland, Winter 1900. Am Strand von Skerry wird ein lebloser Junge angeschwemmt. Als der Fischer Joseph ihn ins Dorf trägt, erntet er ungläubige Blicke, denn das Kind ähnelt auf unheimliche Weise dem Sohn der Lehrerin Dorothy, der in einer längst vergangenen Nacht ans Meer ging und nie mehr gesehen wurde. Ausgerechnet Dorothy erklärt sich bereit, das rätselhafte Kind aufzunehmen, bis seine Herkunft geklärt ist. Doch die Anwesenheit des Jungen wühlt nicht nur Dorothy auf, sondern stellt die gesamte Dorfgemeinschaft vor Fragen. Weshalb war Joseph sowohl an dem Tag am Strand, als der fremde Junge angespült wurde, als auch in der Nacht, als Dorothys Kind verschwand? Worüber haben Dorothy und Joseph damals so erbittert gestritten? Und warum wurden sie nie ein Paar, obwohl sie sich für jedermann offensichtlich liebten?


Über Julia R. Kelly:

Julia R. Kelly ist Schriftstellerin, Englischlehrerin und Mutter von fünf Kindern. Sie lebt in Herefordshire und schätzt, seit sie im Rollstuhl sitzt, die Reisen, auf die uns das geschriebene Wort führen kann, noch mehr. Ihr Debütroman Das »Geschenk des Meeres« war auf der Longlist für den Mslexia Novel Prize, den Exeter Novel Prize, PenguinWriteNow und den Bath Novel Award, wurde mit dem Blue Pencil First Novel Award ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm. Ich schwanke, ob es für 4 Sterne reicht oder ob es eher 3.5 sind.... Ich bin etwas schwer reingekommen in dieses Buch, denn obwohl ich es EIGENTLICH sehr mag, wenn Bücher in den Zeitebenen springen, hatte ich Schwierigkeiten, mich zu orientieren - waren wir jetzt in der Vergangenheit oder in der Gegenwart? Das ist auch bis zum Ende nicht wirklich besser geworden, aber so ab etwa 2/3 war ich dann besser "drin" und das Buch nahm etwas Fahrt auf.

Das Setting - eine einsame schottische Insel, mitten im tiefsten Winter, eingeschneit und im Schneesturm, zumindest im Gegenwarts-Strang - hätte toll sein können, aber ich fand es ziemlich deprimierend. Nicht nur wegen des grauen Wetters, auch wegen der harten Bedingungen, denen die Figuren, vor allen die Frauen, ausgesetzt sind: Häusliche Gewalt, unerfüllter Kinderwunsch, die Abhängigkeit der Frauen von ihren (oft gewalttätigen) Männern - war jetzt alles nix, was "Happy" macht.

Im Klappentext wird erwähnt, dass das Buch 1900 spielt - ich weiß nicht, woran das festgemacht wird. Es ist schon klar, dass das zu einer Zeit vor Autos und Telefonen spielt, aber ob es jetzt 1900 oder 1850 war, hätte ich aus dem Inhalt nicht entnehmen können - oder hab ich was überlesen?

Dabei gab es schon kurze Szenen, die fast ein bissle "cozy" waren - der Tanzabend, die Gespräche im Laden oder auch die Strickzusammenkünfte. Wie genau die Geschichte zusammenhängt, war mir wirklich erst im allerletzten Viertel klar. 

Vorher habe ich immer überlegt, ob es vielleicht magischen Realismus gibt und das Kind wirklich zurückgekehrt ist - okay, das ist jetzt vielleicht ein kleiner Spoiler, aber nein: Kein magischer Realismus, es sei denn, Du verstehst die Beschreibung der Szene, in der ganz am Schluss beschrieben wird, was wirklich mit Moses geschah, schon als solchen.

Es gab schon einige Figuren, die ich sehr mochte - Joseph, natürlich, Mrs. Brown vom Laden und auch William. Mit Dorothy habe ich ein bissle gefremdelt, von Agnes hätte ich gern noch etwas mehr erfahren. 

Wenn ich mir das jetzt so angucke - ich denke, es reicht doch für 4 Sterne, auch wenn das jetzt nicht das tollste Buch ist, das ich je gelesen habe.

So, jetzt Du: Kennst Du das Buch? Oder was Ähnliches? Hat es Dir gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 17. Juni 2026

Rezension: Mord bei Schietwetter von Manuela Sanne

Ich mag ja die "Strick-Krimis" von Maggie Sefton oder Sally Goldenbaum recht gern, also habe ich mir diese Reihe einer deutschen Autorin mal angesehen - war ok, das Richtige für Zwischendurch, würde ich sagen.

Bibliographische Daten: 

Mord bei Schietwetter von Manuela Sanne * >>

between pages by Piper, Taschenbuch, 248 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492508561


Klappentext:

In Norddeich ist die Welt noch in Ordnung – davon ist Sefa Pannkok überzeugt und genießt mit ihrem Kater den Ruhestand im ostfriesischen Küstendorf ihrer Kindheit. Doch mit den behaglichen Tagen zwischen Lesen und Stricken ist es jäh vorbei, als ihre Freundin Conni umgebracht wird. Die nette Inhaberin eines Woll-Lädchens war zusammen mit drei anderen Damen und dem pensionierten Kriminalkommissar Derk Mitglied in Sefas Strickzirkel. Ab sofort ruhen die Nadeln, denn Ermittlungen gehen vor! 


Über Manuela Sanne:

Manuela Sanne wuchs in Höxter an der Weser auf. Mit Anfang zwanzig zog sie ins Bergische Land, wo sie seither mit ihrer Familie lebt. Sie arbeitete viele Jahre im Buchhandel, bis sie sich 2010 als Schriftstellerin und Werbetexterin selbstständig machte. Als Autorin humorvoller Nordsee-Krimis verbindet sie drei große Leidenschaften: Bücher, Schreiben und die Nordseeküste als liebstes Urlaubsziel. 


Und, wie hat es mir gefallen?

War ein Tipp von einer Strickpodcasterin, und wenn auch das Mordopfer einen Handarbeitsladen geführt hat, kommt Stricken eher am Rande vor. War aber nicht schlimm, der "Krimi" war trotzdem ganz nett. Klar erwarte ich bei so einem Cozy keine nagelbeißende Spannung oder Splatter-Horror, aber die Story war ganz nett erzählt und nicht zu vorhersehbar. Mich hat allerdings die eine Figur, die nur auf Plattdeutsch kommunizieren kann, etwas genervt. Wenn Du das gerne magst, trägt es sicher zum "Lokalkolorit" bei, mich hat es wie gesagt genervt und das Buch unnötig schwer lesbar gemacht.

Ein bissle ein Geschmäckle hatte es auch, dass der pensionierte Kommissar nie mitstrickt, sondern einfach nur seinem Love-Interest näher sein will, die Damen des Strickkreises werden vom Polizeipersonal insgesamt nicht ganz für voll genommen - zu Unrecht, würde ich sagen, denn bis auf die Plattdeutsche (Du merkst, die habe ich gefressen...) sind die eigentlich alle ganz clever.

Ist also nicht unbedingt ein klassischer Strickkrimi, dafür wird zu wenig gestrickt, aber lässt sich gut lesen. Ich werde in der Reihe weiterlesen und vergebe knapp 4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: Liest Du "Handarbeitskrimis"? Wenn ja, welche kannst Du mir empfehlen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 12. Juni 2026

Domics Strickpläne: Vorschau Juni 2026

 Ja, mein Strickmojo ist immer noch so ein bissle in der Sommerpause - aber Socken sollten schon gehen, und vielleicht auch das ein- oder andere Sommertop... Letztes Jahr hatte ich auch keine weiteren Pläne >>, aber dieses Jahr habe ich mich mit meinem Sommertop-Posting >> selbst inspiriert, das ein oder andere Sommeroberteil anzunadeln...



Aaaalso:

1. Arrow Lace Socks als Auto -und Bahnfahrten Projekt >>


Da hatte ich ja erst die Don Q-Socken angeschlagen, aber wie hier schon berichtet >>, haben mir die in dem Garn nicht so recht gefallen. Also habe ich eine Anleitung aus den Columns Volume 2 von Nancy Wheeler >> angeschlagen - eigentlich eine Stino, nur eine "Säule" mit Muster, quasi als Zählstreifen.


Arrow Lace Column nach Nancy Wheeler - gefällt mir besser in diesem Garn

Ich habe im Juni einige Auto -und Bahnfahrten, da sollte genügend Strickzeit sein, damit diese Socken fertig werden. Sind auch eher für die Geschenkekiste, ich habe noch keine Abnhemerin im Auge.


2. Weitere Socken - Utsubos>>  und Blendersocken >>


Die Utusubo-Sneaker schätze ich für mich selbst als Sommersocken, außerdem gehen die fix, also kann ich mir gut vorstellen, dass da im Juni noch mindestens ein Paar fertig werden wird.


Diese Utsubo-Restesneaker habe ich letztes Jahr im Oktober gestrickt


Und auch auf den Blendersocken-Sommer, den ich ja schon in 2024 und 2025 ausgerufen habe, habe ich wieder Lust. Diese Blendersocken gehen einfach viel schneller als "normale" Stinos, also werde ich auch in diesem Jahr mit meiner Jahresend-Geschenkeproduktion für die männlichen Füße der Familie schon im Sommer beginnen. Das hat dann auch den Vorteil, dass ich tatsächlich mal wieder ein paar Bingo-Kästchen beim Sockeningo abhaken kann - Thema im Juni sind Geschenkesocken und Restesocken waren Thema im April, glaube ich - oder März? Sowas...


Meine letzten Blendersocken habe ich im Dezember 2025 gestrickt, die allerdings in Damengröße


3. Sommertops, die erste: Fan Top >>


Wie gesagt, mein Sommertop-Posting hat mich inspiriert, selber auch mal wieder eines zu stricken, aus meiner geliebten Drops Belle * >> Da gab's im Mai eine Rabatt-Aktion, da habe ich zugeschlagen. Und das erste Top von meiner Liste ist also auf den Nadeln:


Dieses ärmellose Top wird hoffentlich im Juni fertig


Ich bin ganz zuversichtlich, dass ich das "Summer Fan Top" >> im Juni fertig bekomme, und für die weiteren Sommermonate habe ich auch schon Pläne (und Garn im Stash):

4. Der Raspberry Kiss Jumper >>


Auch für diesen Pulli habe ich schon Drop Belle im Stash, allerdings nicht in Pink, obwohl mir das auch gut gefallen würde - aber Tops in Rot und/oder Pink habe ich schon einige. Also habe ich mich für ein helles Jeansblau entschieden. Ansonsten soll meiner genauso werden wie auf den Anleitungsfotos, also eher cropped, nur taillenlang, so dass ich ihn gut zu Röcken tragen kann oder über Sommerkleidchen.

5. Der Copper Rose Pulli >>


Und noch eine Drops-Anleitung, dieses mal aber aus der Safran * >>, also einer dünneren Qualität. Auch da werde ich nicht die Farbe aus der Anleitung stricken, sondern habe statt des Kupfertons ein helles Rosa gewählt. Aber ob ich zu den beiden Pullis im Juni kommen werde - ich weiß nicht... Wenn's Juli oder August wird, bis die fertig sind, macht das auch nichts.

So, jetzt Du: Hast Du Pläne für Juni? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 10. Juni 2026

Rezension: Monstergott von Caroline Schmitt

Ich fand das Thema interessant, seit ich bei "2 Seiten" von dem Buch gehört habe. Nachdem ich es jetzt gehört habe, weiß ich nicht so recht - 5 Sterne sind's definitiv nicht, aber eher 3 oder 4? Ich weiß nicht so recht....

Bibliographische Daten:

Monstergott von Caroline Schmitt * >>

Spieldauer:6 Stunden und 32 Minuten

Gesprochen von Flemming Stein, Miriam Schiweck

Hörbuch Hamburg Verlag, ungekürzte Ausgabe

ASIN B0FFBGHZ1R


Klappentext:

Eigentlich haben Ben und Esther alles, was sie brauchen: eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus und wichtige Funktionen in ihrer Gemeinde – dem göttlich funkelnden Safespace, in dem der Pastor teure Sneaker trägt, seine Frau Highlights aus der Predigt auf Instagram teilt und Gott uns so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, und so weiter. Doch Ben hat ein Problem, das zwischen ihm und seinem göttlichen Vater steht. Niemand weiß davon, nicht mal seine Schwester Esther. Je verzweifelter er sich aus den Fängen der Sünde befreien will, desto mehr tyrannisiert sie sein Leben. Esther hat ihr Leben lang gelernt, dass sich die Frau unterordnet. Das steht in der Bibel. Das ist Gottes Wille. Aber sie will endlich ernstgenommen werden als eigenständiger Mensch und als Musikerin. Als sie einen verlorengeglaubten, aber nie vergessenen Menschen von früher wiedertrifft, spürt sie einen Hunger nach der Welt da draußen, die gar nicht so verdorben wirkt. 


Über Caroline Schmitt:

Caroline Schmitt, Jahrgang 1992, studierte Journalismus an der University of the Arts London. Sie lebt in Berlin und arbeitet als freie Journalistin für Deutschlandfunk Kultur und die Deutsche Welle. 2023 erschien ihr literarisches Debüt Liebewesen.


Und, wie hat es mir gefallen?

Das Buch wurde bei 2 Seiten besprochen, und das Thema fand ich interessant, also habe ich es als Hörbuch gehört. War ok, aber irgendwie hätte man da mehr daraus machen können, glaube ich. Die Geschichte wurde abwechselnd von Esther und Ben erzählt, zwei Geschwistern, die in einer evangelikalen Freikirche aufgewachsen sind und da auch sehr engagiert sind. Ich fand es deshalb gut, dass auch das Hörbuch abwechselnd von einer männlichen und einer weiblichen Stimme gesprochen wird. Beide machen ihren Job ordentlich, eher gut als schlecht, aber jetzt auch nicht so gut, dass das meine unbedingten Lieblings-Hörbuchsprecher werden müssten.

Ihr ganzes soziales Leben dreht sich um die Kirche, sie spielen in der Band, leiten Hauskreise, Gebetsgruppen, Freizeiten... Dabei würde Esther gerne mehr Verantwortung übernehmen, aber mit Frauen in Führungspositionen tut sich diese Gemeinde, vor allem der ansonsten jung-dynamisch Pastor, schwer, da wird sie immer wieder ausgebremst.

Ben kämpft unterdessen mit privaten Problemen - er würde so gern die Frau fürs Leben finden und heiraten, schafft das aber nicht und hadert sehr mit sich. Er geht zu dubiosen Therapeuten und "Männlichkeits-Seminaren" und vermisst seinen Freund Noah, der vor Jahren plötzlich aus der Gemeinde ausgeschieden ist.

Außerdem erfahren wir die Geschichte von Esthers Freundin Hannah, die heiratet und mit ihrem Eheleben ganz schön hadert. Etwa nach 2/3 des Buches gibt es einen ziemlichen "Twist", den ich so nicht habe kommen sehen, der aber dazu führt, dass sowohl Esther als auch Ben über ihr Engagement in der Gemeinde sehr ins Grübeln geraten.

Ich fand gut, dass es kein stumpfes "Kirchen-Bashing" gibt - ich konnte gut nachvollziehen, warum sich beide so schwer damit tun, sich von der Gemeinde zu distanzieren. Schließlich sind sie damit aufgewachsen, ihre gesamte Familie ist dort - die Eltern sind sogar Gründungsmitglieder. Vor allem Esther sieht sich auch weiter als Christin, betet regelmäßig und sagt auch oft, dass sie das weiter tun will.

Vielleicht wäre es besser gewesen, den "Twist" etwas früher einzuführen, dann hätte die Entwicklung etwas länger erzählt werden können. Wobei Esther an einer Stelle sagt, dass die Entwicklung bei ihr sicher schon vor Jahren begonnen hat. Insgesamt hat es mir aber gut gefallen, ein interessantes Thema, gut umgesetzt.

Ich habe mich dann also doch für knapp 4 von 5 Sternen entschieden.

So, jetzt Du: Kennst Du ein Buch in einem ähnlichen Setting? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 5. Juni 2026

Domics Strickpläne: Rückblick Mai 2026

 Der Mai ist herum, mein Strickmojo immer noch ein bissle in der (Früh-)Sommerpause, dafür bin ich recht zufrieden mit meinem "Output". Schaun' mer mal, was ich also so fertigstellen konnte:


1. Diverse Wasch- und Spüllappen >>

Ich hatte es ja in meinen Plänen für Mai schon angedeutet, aber bei der Recherche für meinen Spüllappen-Post >> habe ich so richtig Lust bekommen, mal wieder Spüllappen zu häkeln. 

Ich habe zum einen bewährte Muster nochmal gehäkelt, wie das Waffelmuster >> oder diese Mischung an festen Maschen und Stäbchen >>, habe mich aber auch an eine der Anleitungen neu gewagt, die ich Dir im Spüllappen Post vorgestellt hatte, nämlich den Star Stitch Dishcloth >>


Der Starstitch-Dishcloth ist in diesem grauen Garn nicht richtig fotogen... 

Ich finde ihn ja "in echt" viel hübscher, als er auf den Fotos rauskommt, aber vielleicht liegt das auch an dem grauen Baumwoll-Mischgarn, das ich verwendet habe. Ich habe ein bissle gebraucht, bis ich geblickt habe, dass ich drei Schlaufen statt nur zwei aus dem "Sternchen" der Vorreihe heraushäkeln soll, drum ist der erste Lappen deutlich kleiner. 

Ich habe aber "Yarn Chicken" gewonnen, das kleine Fitzelchen auf dem Foto ist alles, was mir von meinen zwei Knäul Tedi-Wolle übriggeblieben ist. Hat aber Spaß gemacht, und dieses Muster häkel ich sicher nochmal!


2. Socken gehen immer: Die ersten Utsubos des Sommers >>


Eigentlich wollte ich ja so langsam in die Männersocken-Produktion einsteigen, aber ich brauchte erst ein Paar Sneakersocken, denn für "normale" Socken ist es mir jetzt zu warm. Also habe ich ein Paar Utsubo-Socken >> angeschlagen, aus einem Aldi-Sockenwollknäul vom letzten Jahr.

Ich wollte ursprünglich die Ferse und den ICord oben am Bündchen aus einem Kontrastgarn machen, war dann aber zu faul dazu - sie gefallen mir auch so. 



Ein Paar Utsubo-Sneaker aus Aldi-Wolle sind fertig geworden



3. Nochmal Socken angeschlagen, für den Socken-Ingo >>


Wie ich schon befürchtet habe, hat meine Motivation für das Bingo-Spiel in der Sockenstrickereien-Gruppe auf Ravelry sehr schnell nachgelassen - seit Februar habe ich kein Bingo-Feld mehr abhaken können. März wären Restesocken dran gewesen, dazu wollte ich erst noch "schöne" Reste "produzieren".

Aber das Thema für April waren geometrische Muster, dazu habe ich mir die Don Q-Socken >> ausgesucht, ein Quadrate-Muster mit einer Kombi von rechten und linken Maschen. So richtig weit bin ich damit noch nicht gekommen...



Bin mir nicht sicher, ob hier nicht die Wolle das Muster frist...


Ich weiß nicht so recht, vielleicht ribbele ich die auch nochmal, denn bei der verwendeten selbststreifenden Sockenwolle *>> kommt das Muster nicht so richtig raus, und außerdem mag ich solche rechs-links Muster nicht wirklich gerne stricken.

Kann also gut sein, dass ich den Ingo Ingo sein lasse und einfach eine (weitestgehende) Stino stricke, auch wenn die dann nicht für den Ingo qualifiziert ist. Denn wenn ich ehrlich bin, war mir ja eigentlich von Anfang an klar, dass ich vermutlich (wieder mal) nicht ganz weit kommen werde bei diesem Bingo-Spiel, weil ich dann immer keine Lust habe, das zu stricken, was ich "muss".


4. Die Streifen-Raglanjacke  - Wunder der KI >>


Die habe ich angefangen, und ich bin auch schon ziemlich weit, wenn auch nicht so weit, wie frau bei dem Foto in der Übersicht denken könnte - nein, ich bin noch NICHT fertig!

Aber der Reihe nach: Ich habe dann doch keine von den Anleitungen verwendet, die ich im Mai-Vorschau-Post in Erwägung gezogen habe, sondern eine Drops-Anleitung namens "Pistachio Cardigan" >>

Das ist ein "Compound-Raglan", da wird nach ca. 5 cm ab Anschlag für den Körper in jeder 2ten Reihe zugenommen, für die Ärmel aber nur in jeder 4ten Reihe. Der Rest ist glatt rechts, die Knopfleiste wird gleich mitgestrickt - mit einem 2er ICord, der mir sehr gut gefällt.

Ich habe - wie geplant - das Hjertegarn Armonia verwendet, das ich noch im Stash hatte, und habe an den Übergängen gestreift. Den Zwischenstand habe ich fotografiert (einfach vor die Laptop-Kamera gehalten) und bin dann auf die Idee gekommen, die KI meine Hände und den HIntergrund entfernen zu lassen - hat gut geklappt:

Mein Work in Progress - Hände und Hintergrund von der KI entfernt


Nachdem das so gut geklappt habe, habe ich das nochmal gemacht - WIP vor die Kamera gehalten und dann wollte ich einfach nur das im Hintergrund entfernen lassen, was nicht zum Strickstück gehört... Dann war die KI (war eine andere diesmal, Copilot und nicht ChatGPT) aber oberschlau und hat direkt das ganze Strickstück "fertiggemacht":

So sieht die fertige Jacke aus, meint die KI...


Aehm - naja, war nicht wirklich das, was ich wollte... Aber schon interessant. Ich habe nicht genug Garn, um die Ärmel so zu streifen, ganz so lang werden die auch nicht und unten am Körper habe ich noch von dem hellgrauen Garn ergänzt, das vom Alina-Sweater übrig war. Aber insgesamt kommt es schon ganz gut hin. Was diese KIs so können ist toll und spooky zugleich, irgendwie...

Also: Ich muss noch den Körper fertigstricken und dann die Ärmel dran, die aber vermutlich nicht ganz so lang werden wie auf dem Bild, ich werde nur aufbrauchen, was ich noch habe und nicht nochmal zukaufen.

Insgesamt bin ich durchaus zufrieden mit meinem "Mai-Output"!

So, jetzt Du: Was hast Du im Mai so gehandarbeitet? Hast Du im Strickumfeld schon mal eine KI verwendet? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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