Mittwoch, 12. August 2026

Rezension: Hier muss es sein von Maggie O'Farrell

Wieder eine Empfehlung meiner "Buchclub-Schwester" vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe - und das war ein absoluter Volltreffer! Ein 5-Sterne-Highlight, könnte gut sein, dass das mein Jahreshighlight wird in 2026.

Bibliographische Daten:

Hier muss es sein von Maggie O'Farrell * >>

Piper Taschenbuch, 544 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492321275


Klappentext:

Claudette Wells ist eine Frau, die zur Schrotflinte greift, sobald sich ein Fremder dem Haus ihrer Familie nähert. Warum beschützt sie ihr Refugium im Nordwesten Irlands so rigoros? Und warum gab sie ihre Karriere als Filmstar auf, obwohl ihr die Welt zu Füßen lag? Ihr Ehemann Daniel, Linguistikprofessor aus Brooklyn, verliert die ihm eigene Bodenhaftung, als er vom Tod seiner Ex-Geliebten Nicola Janks erfährt. Eine über Jahrzehnte verdrängte Schuld bricht über ihn herein – und reißt ihn aus dem Leben, das er und Claudette sich aufgebaut haben.


Über Maggie O'Farrell:

Maggie O’Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach - was für ein tolles Buch! Hätte ich schon viel früher lesen sollen! Ich hatte es aus der Onleihe, aber das ist eines der Bücher, die ich sicher nochmal lesen möchte und die ich auch sehr gerne "in echt und gebunden" im Regal stehen hätte!

Die Geschichte hat sehr viel von dem, was ich mag: Es gibt sehr viele unterschiedliche Figuren und die Geschichte wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Manche Figuren haben nur ein Kapitel und sind ziemlich weit von den Hauptfiguren entfernt - z.B. eine alte Dame, die zwei der Hauptfiguren auf einer Reise kennenlernt, die Hauptfiguren - vor allem Daniel - haben auch schon mal mehrere Kapitel, die sie erzählen. Besonders gut gefallen hat mir ein Kapitel ziemlich weit vorne, das einfach nur ein Auktionskatalog mit Erinnerungsstücken an die Schauspielerin Claudette ist - dabei werden viele später aufgeklärte Elemente der Geschichte schon mal "angeteasert".

Außerdem wird nicht linear erzählt - wir starten in den 2010er Jahren, springen dann in die 80ger, 90er, einmal sogar in die 1940er, immer munter hin- und her - fand ich super und überhaupt nicht verwirrend! Auch die Sprache mochte ich sehr, sehr schön, manchmal fast lyrisch, ohne kitschig zu sein. Aber um was geht es eigentlich? Hauptsächlich um die Lebens- und Liebesgeschichte(n) von Claudette und Daniel und ihren Familien - Kinder, Geschwister, Enkelkinder usw. Dabei mochte ich vor allem die Kinder und Geschwister wirklich gerne, auch Claudette. Daniel wollte ich des Öfteren ordentlich schütteln, der war schon manchmal anstrengend. Aber insgesamt war ich supergerne dabei und fand es echt schade, als das Buch ausgelesen war. 

Das war absolut ein Lebens-Lesehighlight, das ich sicher noch einmal lesen werde. Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und ich werde sicher noch mehr von der Autorin lesen.

So, jetzt Du: Welches Buch konnte Dich zuletzt so richtig begeistern? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 7. August 2026

Domics Strickpläne: Rückblick Juli 2026

 Was bei den Booktubern die "Lesemonate", ist hier mein "Strickmonat" für Juli: Schauen wir mal, welche meiner Vorsätze >> ich umgesetzt habe.



1. Männliche Blendersocken Gr. 45/46 >> und 2. Mehr männliche Blendersocken in riesengroß >>

Über diese beiden Sockenpaare habe ich ja schon in der Juli-Vorschau berichtet, sie sind auch gleich ganz Anfang des Monats fertig geworden und harren jetzt ihrer Verschenkung zu Weihnachten oder Geburtstagen.

Ich habe sie dann auch endlich mal wieder beim "Socken-Ingo" nachgereicht, da habe ich ja schon seit Februar kein Kästle mehr abgehakt... Ich bin einfach nicht wirklich gut bei solchen Spielen, ich fange immer movitiert an, aber spätestens ab März lasse ich stark nach... 

Naja, sind ja noch ein paar Monate, schauen wir mal, was der August als Aufgabe bringt, da habe ich noch gar nicht geguckt...


3. Mehr männliche Blendersocken, nicht mehr ganz so groß, Gr. 42/43 >>

Auch dieses Paar war bei der Vorschau schon angeschlagen, sie haben dann aber wegen der unten vorgestellten Tops erstmal ein bissle gelegen. Jetzt sind sie aber fertig und gefallen mir sehr gut - ich hoffe, dem späteren Empfänger dann auch...


Blendersocken aus Fabel-Sockenwolle (und ein bissle Aldi) in Größe 42/43

4. Snüsslinge für die Sommersneaker >>

Auch diese Dingsis waren schon angeschlagen und haben wegen der Sommertops ein bissle warten müssen, obwohl sie natürlich eigentlich schnell gestrickt sind. Verwendet habe ich wieder die Drops Fabel *>> (die übrigens im August bei vielen Shops im Angebot ist...) zusammen mit einem uni-weißen Garn, damit aus den weißen Sneakerschuhen auch nur weiß rausguckt.


Bei meinen Snüsslingen sieht man den bunten Teil nicht, wenn sie in Schuhen getragen werden.

Tja, was soll ich sagen: Schon ok, aber irgendwie glaube ich nicht, dass das meine Lieblings-Sneakersocken werden. Ich denke, ich werde eher nochmal Utsubos stricken, bei denen ich den Fersenteil in weiß lasse - mal sehen...


4. Margarita Sommertop in Drops Belle >>

Aus den Resten der Drops Belle * >> habe ich dann wie geplant das (kostenlose) Margarita-Sommertop von Veronika Stoncus >> angeschlagen. Das hat laut Anleitung einen U-Boot-Ausschnitt, also eigentlich quasi keinen Ausschnitt.

Ich bin eigentlich ein Fan von U-Boot-Ausschnitten, aber auf den Projektfotos auf Ravelry sah mir das doch ein bissle arg "gewürgt" aus. Also habe ich versucht, einen Ausschnitt hinzubasteln - hat jetzt so semi-gut geklappt...


Der Ausschnitt an meinem Belle-Ringeltop gefällt mir nicht so wirklich...

Hätte ich mal ein bissle mehr rechnen sollen und vielleicht ein bissle mehr Sorgfalt beim Maschen auffassen walten lassen... War den Aufwand nicht wirklich wert. Auch die Armausschnitte sind ein wenig tief - aber ansonsten gefällt es mir richtig gut. Ich habe wieder mit 6 mm Nadeln gestrickt, für die Belle wird eigentlich nur 3-4 mm empfohlen. Mein Gestrick ist also sehr locker, das ist aber für den Sommer genau richtig.


5. Noch ein Sommertop, diesmal aus Baumwoll-Resten >>

Nachdem ich mit dem ersten Top fertig war, ist mir eingefallen, dass ich von meinem Olga-Sweater im Frühjahr noch Reste von dem Aldi-Baumwollgarn hatte. Das ist ein wenig dünner als die Belle, ich habe den Hauptteil aber trotzdem auf 6 mm Nadeln gestrickt und find's gut.

Den Halsausschnitt habe ich aber mit 3,5 mm gestrickt - wobei das ja nicht wirklich ein Ausschnitt ist, aber so "würgig" wie bei manchen Ravelry-Fotos ist er auch nicht. Ich habe einfach  oben ein paar Reihen Bündchen gestrickt und dann gerade runter. Die Armausschnitte habe ich dann einen Streifen früher beendet, und jetzt gefällt mir die Tiefe gut. Und gen unten ist mir das weiße Aldi-Garn ausgegangen, da habe ich dann mit der Belle weitergestrickt - sieht man, wenn man genau hinguckt, stört mich aber nicht.


Mein zweites Margarita Top aus Aldi Baumwollresten

Mein Fazit: Gefällt mir gut, hab ich auch schon "erfolgreich" getragen. Ich will nicht ausschließen, dass ich von dem Ding sogar noch mehr stricken werde.


So, jetzt Du: Was hast Du im Juli gestrickt und gehäkelt? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 5. August 2026

Rezension: Der Teepalast von Elisabeth Herrmann

Ich lese eigentlich sehr gerne historische Romane, die so Ende des 19ten, Anfang des 20ten Jahrhunderts spielen, habe aber in den letzten Jahren selten etwas gelesen, was mich richtig begeistern konnte - dieses (Hör-)Buch war die rühmliche Ausnahme!

Bibliographische Daten:

Der Teepalast von Elisabeth Herrmann * >>

Spieldauer: 21 Stunden, 9 Minuten

Sprecherin: Julia Nachtmann

Der Hörverlag, ungekürzte Ausgabe

ASIN B09QQHZZFK


Klappentext:

Ein Dorf in Ostfriesland, 1834. Helene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Ihre Familie wird Opfer einer Intrige, die Eltern sterben und sie selbst kommt ins Gefängnis. Aber Lene hat eine Vision, die sie aufrecht hält: Eines Tages will sie die Welt bereisen und mit Tee handeln. Es beginnt eine Odyssee, die sie nach China, Indien und schließlich Java führt. Und gegen alle Widerstände gelingt es ihr, als erste Frau ein Tee-Imperium zu begründen. Nun kann sie sich neuen Zielen zuwenden: Rache nehmen an denen, die ihre Familie zerstört haben, und die Liebe ihres Lebens finden.


Über Elisabeth Herrmann:

Elisabeth Herrmann (* 1959 in Marburg) ist eine deutsche Schriftstellerin, Drehbuch- und Hörspielautorin mit einem Schwerpunkt auf Kriminalromanen.Nach mehreren Dokumentarfilmen für den SFB/RBB erschien 2005 ihr erster Kriminalroman Das Kindermädchen. Herrmann nimmt in ihren Büchern immer wieder Bezug auf die neuere deutsche Geschichte. Darüber hinaus schreibt sie Jugendthriller, Hörspiele und Drehbücher.


Über die Sprecherin, Julia Nachtmann:

Julia Nachtmann (* 1981 in Filderstadt bei Stuttgart) ist eine deutsche Film- und Theaterschauspielerin.In den Jahren von 2005 bis 2007 hatte sie ein Engagement am Jungen Schauspielhaus in Hamburg, ehe sie in der Spielzeit 2007/2008 Ensemblemitglied im Großen Haus des Schauspielhauses wurde. Julia Nachtmann wirkte zudem als Sprecherin in zahlreichen Hörbuch-Produktionen, die sich zum Teil auf der hr2-Hörbuchbestenliste platzierten (darunter Isabel Abedis Lucian im März 2010).


Und, wie hat es mir gefallen?

Hey, das war seit langem mal wieder so ein richtig guter historischer Schmöker in der Zeit, die mir am liebsten ist - Mitte bis Ende 19tes Jahrhundert. Wir erfahren von Lenes Leben von der friesischen Seemannstochter aus ärmlichsten Verhältnissen zu einer reichen Teehändlerin aus Emden - ok, der "reiche" Teil kommt eher nur im Epilog vor.

Zwar fand ich, dass die Ereignisse in China schon sehr, sehr brutal sind und würde da dann vielleicht einen halben Stern abziehen - andererseits war das vermutlich wirklich so brutal. Ansonsten bin ich Lene aber sehr gerne auf ihrem Weg gefolgt, und auch, wenn es vermutlich nicht sonderlich wahrscheinlich ist, dass ein armes, ungebildetes Mädchen aus Friesland bis nach China gekommen wäre zu dieser Zeit - ich fand die Geschichte trotzdem logisch erzählt, auch wenn vielleicht ein paar zuviele Zufälle im Spiel waren.

Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten, das Hörbuch war gut gelesen, und trotz 21 Stunden Hörzeit war ich sehr schnell durch. Ich vergebe als gerne (knappe) 5 Sterne und möchte den zweiten Teil um Lenes Enkelin Bettina, der im Epilog von Teil 1 schon angeteasert wird, sicher auch noch lesen oder auch hören.

So, jetzt Du: Welcher historische Roman hat Dir in letzter Zeit richtig gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 31. Juli 2026

10 kostenlose Strickanleitungen auf Deutsch (von 2023-2026)

Ich habe kein Problem, nach englischen Anleitungen zu arbeiten, aber das geht ja nicht allen so. Also habe ich Ravelry mal durchforstet nach kostenlosen Anleitungen, die auf Deutsch verfügbar sind und ab 2023 erschienen sind - los geht's!

Ich habe - wie schon des Öfteren in letzter Zeit - auch ein Ravelry-Bundle dazu angelegt. >>




1. Little Pumkin Hat von Asita Krebs >>

Diese niedliche Kindermütze (resp. Du kannst sie auch in Erwachsenengröße stricken) hat ein Links-Rechts-Strukturmuster und Ohrenklappen, die den Kopf gut warm halten. Sie wird klassisch von unten nach oben gearbeitet, verwendet wird Garn in DK Stärke - ich würde vermutlich Drops Lima * >> verwenden, aber Du kannst auch einfach Sockenwolle doppelt halten, wenn es das ist, was Du da hast. 


2. Bräm Top von Ellen Furderer (über Järbo) >>

Dieses Top würde ich wohl eher als Weste bezeichnen, denn es hat eine Knopfleiste und wird auch offen gestrickt, von unten nach oben, auch in DK-Garn. Von unten nach oben ist ja nicht so mein Ding, aber die Weste sieht wirklich hübsch aus - sie hat am Saum so ein Muschelmuster aus linken und rechten Maschen und wird ansonsten glatt rechts gestrickt, mit kraus gestrickten Blenden, die gleich mitgestrickt werden. 


3. Timbilia Socks von needle-addicted >>

Diese hübschen Rippensocken aus 4fach-Sockenwolle sind mir doch tatsächlich durchgerutscht, die habe ich jetzt erst gerade bei der Recherche für diesen Post entdeckt - hah! Die Socken sind komplett im Rippenmuster gestrickt, dadurch besonders elastisch und deshalb besonders geeignet, wenn Du Geschenkesocken strickst und die Maße des Empfängers nicht so genau kennst. Sie haben eine Zunahmeferse, die besonders für Leute mit höherem Spann geeignet ist und bei der Du keine Maschen auffassen musst. Die Musterbilder auf der Ravelry-Seite sind aus unifarbigem Garn, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass die auch in selbststreifendem Sockengarn, z. B. Opal Hundertwasser * >>, gut aussehen müssten. 


4. Penny Socks von Knit On Design (über hobbii.de) >>

Die Anleitung für diese Shortie-Socken findest Du auf der Hobbii-Webseite. Gestrickt wird klassisch mit 4fach Sockengarn vom Bündchen bis zur Spitze, mit einem sommerlichen einfachen Lochmuster. Die kann ich mir gut vorstellen mal auszuprobieren, vielleicht mit einem Sockengarn mit Baumwoll- oder Bambusanteil * >>


5. La Brasserie Bralette von Stephanie L (Youtube-Tutorial ) >>

Naja, ich weiß nicht, ob ich jetzt die automatisch übersetzten Youtube Untertitel von Französisch auf Deutsch als "deutschsprachige Anleitung" durchgehen lassen würde, wie Ravelry das macht. Aber ich denke, ein Video zeigt Dir vermutlich ausreichend gut, wie gestrickt werden soll, auch wenn Du den französischen Originaltext nicht gut verstehst... Gestrickt wird vom Bündchen nach oben - wenn Du mit dem Video allein nicht klarkommst, schau Dir vielleicht die sehr ausführlichen deutschen Notizen der Ravelerin CaroLolcat >> an, sie beschreibt genau, wie sie das Bustier gestrickt hat. Empfolen wird Drops Baby Merino * >>, CaroLolcat hat Sockenwolle verwendet.


6. Smiling Honey Top von Drops Design >>

Dieses Sommertop wird aus Drops Safran * >>, einem reinen Baumwollgarn, von unten nach oben gestrickt. Es gibt ein hübsches, luftiges Lochmuster vorne und einige Ravelry-Projekte haben diese Lochmuster durch andere Muster ersetzt oder auch breitere Träger angestrickt. Auf alle Fälle ein hübsches Sommertop, finde ich.


7.  Pantoffelhelden von MichaMade >>

Das ist DIE Anleitung, wenn Du mal ordentlich etwas von Deinen Sockenwollresten loswerden möchtest: Diese Puschen werden nämlich mit 6 Fäden Sockenwolle gleichzeitig auf 4,5 mm Nadeln verstrickt, sind also wirklich fest und verbrauchen ordentlich Garn. Das Ergebnis sind Hauspuschen, die Du entweder als Gästehausschuhe vorhalten kannst oder zu Weihnachten unter den Frostbeulen in Deinem Bekanntenkreis verschenken kannst.


8. Maluhia-Tuch von Frau Feinmotorik >>

Dieses Lochmuster-Tuch war mal ein KnitAlong, verwendet wird ein dünnes Baumwollgarn in Light Fingering-Stärke. Die "Tahiti" von Schachenmayr scheint es nicht mehr zu geben, aber die Cool Wool Lace * >> sollte auch funktionieren. Wenn Du gerne Lochmuster strickst, ist das ein ideales Sommerprojekt, denn der löchrige Baumwollstoff wärmt nicht übermässig und Du hast viele Stunden Strickspass.


9. Shwifty Socks von Katja Wermuth >>

Wenn Du schon immer mal Colorwork-Socken ausprobieren wolltest, sind diese hier vielleicht genau Dein Ding! Das Muster geht nur über maximal 4 Maschen, Du hast also keine langen Spannfäden. Beschrieben wird das Stricken mit Magic Loop oder mit einem 3-Nadel-System wie z.B. Addi Crasy Trio *>>. Du kannst die Socken natürlich mit jeder anderen Sockenstrickmethode, also auf dem klassischen Nadelspiel oder mit einer Mini-Rundnadel, stricken.


10. Räls Scarf von Agnes Brandeis (über Järbo) >>

Kleine Halstüchlein haben ja viele Fans, und auch, wenn ich selbst nicht so dazu gehöre - vielleicht ist diess kleine Tüchlein ja genau Deins? Gestrickt wird seitwärts, von Schmalseite zu Schmalseite, im Rippenmuster und mit einem kleinen Zopf. Verwendet wird Garn in Sportweight, also etwa 6fach-Sockenwolle >>, und ich denke, das kommt in Uni oder maximal Semi-solid am besten raus.


So, jetzt Du: Welche tolle Anleitung, die in den letzten 3 Jahren auf Deutsch erschienen ist, habe ich verpasst? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 29. Juli 2026

Rezension: Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak

Auf dieses Buch wäre ich ohne die Empfehlung aus dem eat-read-sleep-Buchclub Karlsruhe nicht gestoßen. Es war zwar keines, das wir im Buchclub zusammen gelesen haben, aber eine meiner "Buchclub-Schwestern" hat es empfohlen - und das tue ich auch, wenn die leicht verschrobene Geschichten magst...

Bibliographische Daten:

Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak * >>

C.Bertelsmann Verlag, 304 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3570104699


Klappentext: 

Claudia Hendl ist nicht unbedingt glücklich und noch weniger fantasiebegabt – bis eines Tages eine alte, egozentrische Dame in ihr Wirtshaus kommt. Ihr Name ist Johanna Fialla, und nachdem sie Vertrauen zu Claudia gefasst hat, eröffnet sie Unglaubliches: Sie, Johanna, sei in Wahrheit die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf. Der habe sich nämlich gar nicht erschossen, sondern sei nur untergetaucht und habe unter falschem Namen eine neue Familie gegründet, dessen Sprössling Johannas Vater gewesen sei. Nach und nach erzählt Johanna ihre Lebensgeschichte, und Claudia, die niemals schriftstellerische Ambitionen gehabt hat, beginnt sie aufzuschreiben. Dabei erfährt sie vielleicht nicht unbedingt historische Fakten – aber sie erkennt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht.


Über Irene Diwiak:

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz, ist eines der großen Erzähltalente ihrer Generation. Für ihre literarischen Texte sowie ihre Theaterstücke wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Liebwies« stand bereits auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Es folgten ihre Romane »Malvita« sowie »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Nett - und sehr österreichisch! Auch dieses Buch war eine Empfehlung meiner "Buchclubschwester" aus dem eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe 2, wie schon "Heimweh". 

Ich hab ja mal 3 Monate Auslandssemester in Wien verbracht und fahre regelmässig nach Tirol in Urlaub, also ist mir alles österreichische sehr "nah am Herzen". Und der Ton dieses Buches ist schon sehr österreichisch, witzig, sarkatisch und mit vielen skurillen Figuren. 

Da ist zum einen natürlich die "letzte Kaiserin" Frau Fialla, ihre diversen Ehemänner, aber auch ihre Herkunftsfamilie in Wien. Viele der Figuren sind aber auch historisch real-existierend: Der Kronprinz Rudolf und seine Mätresse(n), sein Kutscher, sein Kammerdiener, die verrückte Schauspiel-Gräfin, andere Habsburger-Verwandtschaft - hat es alle wirklich gegeben, ich habe ordentlich Google und Wikipedia bemüht. 

Last, but not least ist da auch noch die "Erzählerin" Claudia Hendl, die Frau Fiallas Geschichte in einem österreichischen Landgasthaus aufschreibt. Auch die macht eine Entwicklung durch, die mir sehr gefallen hat.

Insgesamt ging es aber gar nicht so sehr darum, ob an der Geschichte etwas Wahres sein könnte, sondern eher um Herkunft, Familie und wie Frauen seit den 1920gern ihren Lebensweg selbst gestalten konnten oder auch nicht.

Hat mir sehr gefallen, ich vergebe solide 4 Sterne und schaue mal, was die Autorin sonst noch so geschrieben hat.

So, jetzt Du: Wann hast Du zuletzt auf Empfehlung anderer ein (gerne schon älteres) Buch gelesen, das Dir richtig gut gefallen hat? Welches war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Freitag, 24. Juli 2026

Wiederholungstäterin: Welche 6 Anleitungen habe ich mehrfach gestrickt und warum?

 Es gibt ja viele StrickerInnen, die sagen, es sei ihnen zu langweilig, die gleiche Anleitung mehrfach zu stricken, sie bräuchten Abwechslung. 

Ich hab nix gegen Abwechslung, aber wenn mir eine Anleitung gut gefällt, das fertige Strickstück viel getragen wird und ich ordentlich Strickspaß beim Herstellen hatte, spricht für mich nix dagegen, diese Anleitung noch einmal zu stricken - vielleicht in einer anderen Farbe oder in einer Winter- statt einer Sommerversion.



Dazu habe ich in 2018 >> und 2020 >> schon einmal Posts verfasst - Zeit also, wieder einmal zu gucken, über welche meiner Favoriten ich hier noch nichts erzählt habe.

1. Easy Like Sunday Morning Pullover von Sonder Yarn Co. >>



Diese Version des Easy Like Sunday Morning Pullovers ist schon Nummer 2

Das ist ein relativ neues Wiederholungs-Projekt, die erste Version habe ich im November 2025 gestrickt >> Auf die Anleitung bin ich gestoßen, weil ich auf der Suche nach einer Verwendungsmöglichkeit von Uralt-Stash war - ich hatte noch dünnes Lacemohair da liegen, das schon aus 2007 oder so stammt. Außerdem ein baltisches reines Wollgarn, aus dem ursprünglich mal ein Colorwork-Pullover werden sollte, das mir dann aber zu dick war, um es als Stranded Colorwork zu verstricken.

Und Mohair mit einem anderen Faden doppelt zu halten, hatte ich noch nicht versucht, also dachte ich, mach ich das mal. Was aus dieser "Resteverwertung" entstand, hat mir dann aber wirklich gut gefallen: Schön weit, ich mochte den weiten, doppelten Kragen und auch die eher kurze Länge.

Also habe ich flugs aus einem anderen dünnen Garn, das ich als "Mohair-Ersatz" probieren wollte (Alize Angora Gold * >>, das hat aber nur 10% Mohair, 10% Wolle, der Rest ist Acryl, und besonders flauschig ist es auch nicht...) und weiteren Altbeständen der Tines-Wolle eine weitere Version dieser Anleitung gestrickt, dieses Mal habe ich auch den doppelten Kragen anständig hinbekommen.

Gefällt mir gut, ich will nicht ausschließen, dass ich davon noch mehr stricken werde - Drops Air* >> wäre sicher auch ein tolles Garn dafür. 


2. Ranunculus von Midori Hirose >>

Ich kann's ja kaum glauben, aber meinen allerersten Ranunculus >> habe ich erst im August 2020 fertiggestellt, nach dem letzten "Wiederholungstäter"-Post. Seitdem sind insgesamt 5 weitere dazugekommen, der letzte als erste Winterversion im November 2025.


Alle meine Ranunculi (Ranunculusse?)-Pullis  - Stand Juli 2026

Ich weiß, der Pulli spaltet die Gemüter, aber bei mehr als 37.000 fertigen Projekten allein auf Ravelry bin ich vermutlich nicht die einzige, die mehr als einen gestrickt hat. Als ich meinen ersten im Juli 2020 angeschlagen habe >>, war das erst Projekt Nr. 6001 und es gab nur eine Einheitsgröße, die in 6 mm Nadeln gestrickt wurde. Seitdem hat die Designerin die Anleitung überarbeitet und es gibt mehr Größen.

Ich mag am liebsten meine Sommerversionen aus der Drops Belle * >>, die sind luftig-weit und ziemlich kurz, so dass ich sie sehr gern zu Röcken oder über Kleider trage. Die Winterversion aus Drops Air* >> habe ich nicht ganz soviel getragen - die hätte evtl. ein bissle mehr Länge vertragen können.

Warum mag ich diese Anleitung so? Ich mag das Lochmuster in der Passe und auch die Variante "schräge Puffärmel mit I-Cord". Das macht das Stricken interessant, ohne zu kompliziert zu sein. Außerdem passt mir dieser Pulli gut, das ist bei Rundpassen ja meist eher nicht der Fall. Hier werden aber nach dem Ende der Passenzunahmen noch Raglanzunahmen gearbeitet, vielleicht ist das das Geheimnis? 

Wie auch immer: Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch vom Ranunculus noch mehr geben wird in meinem Kleiderschrank.


3. FF Backwards von alfa knits >>

Auch hier war ich sehr erstaunt, dass der in meinen vorherigen Wiederholungstäter-Posts so gar nicht auftaucht, aber meine erste Version >> habe ich tatsächlich erst im September 2020 gestrickt.


Vom FF Backwards habe ich mittlerweile schon 5 Versionen gestrickt

Gestrickt habe ich jeweils mit Sockenwolle und auf 3,5 mm Nadeln. Ich habe lange gezögert, ob ich mir die Anleitung zulegen soll, denn der Pulli wird nicht, wie eigentlich von mir bevorzugt, in Runden von oben nach unten gestrickt, sondern EIGENTLICH in Einzelteilen von unten nach oben.

Von unten nach oben hab ich schon auch gemacht, allerdings nur das Rückenteil. Das Vorderteil habe ich dann von den Schultern heruntergestrickt und dann mit dem Rückenteil direkt zusammengestrickt. Die Maschen für die Ärmel wurden dann aus den Schultern aufgenommen und nach unten in Runden gestrickt.

Mir hat der sehr oversizige Schnitt super gefallen, und auch die schräg angesetzten Schultern. Hier trage ich die Sockenwoll-Versionen am häufigsten, vor allem den Wellensittich- und den Zuckerstangen-Pullover.

Die Sommerversion mit kurzen Ärmeln ist wegen der Weite dann doch ein bissle Stoff für den Sommer, und der Regenbogen-Pullover hätte einen Tick länger sein dürfen. Hier würde ich sagen, dass der Hype zumindest im Moment erstmal ein bissle vorbei ist, ich will aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann noch einen Pulli nach dieser Anleitung stricken werde.


4. Fairground Socks von Kay F. Jones >>

Auch diese Socken sind erst Ende 2025 in mein Repertoire aufgenommen worden, und ich habe "erst" 2 Paare davon gestrickt, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass da im Laufe der Jahre sehr viele dazukommen. 


Beide Versionen meiner Fairground-Socks sind im Dezember 2025 entstanden

Warum kann ich mir vorstellen, davon noch mehr zu stricken? Das Wellenmuster ist super geeignet für selbststreifende Sockenwolle, von der ich ja ein großer Fan bin. Brauche ich da als erfahrene Strickerin zwingend eine Kaufanleitung? Eher nicht, aber diese hier ist schon sehr gut und detailliert beschrieben. 

Außerdem stricke ich seitdem immer den "Umbrella-Toe", der hier beschrieben ist, statt der Bandspitze (auf Deutsch würde man das wohl eine Sternspitze nennen). Bei mir gibt's an den Abnahmestellen bei der Bandspitze gerne mal weite Maschen, die dann im Laufe der Zeit zu Löchern werden können. Beschrieben ist auch Kays spezielle Fersenkonstruktion, die wie eine Ferse mit verkürzten Reihen aussieht, aber mit Zu- und Abnahmen gearbeitet wird. Habe ich mal ausprobiert, passt mir mit meinem eher hohen Spann aber nicht so gut. 

Alternativ ist die klassische Käppchenferse beschrieben, die ich seit meinen ersten Fairgrounds aus irgendeinem Grund auch meiner bisher favorisierten Herzchenferse vorziehe.


5. Gundel-Socken von Sprottenpaula >>

Gundel-Socken habe ich zuletzt im Mai 2021 gestrickt >>, ist also schon ein bissle her, und auch insgesamt sind es "erst" 3 Paar. Das heißt aber nicht, dass sich das nicht in absehbarer Zeit ändern könnte...


Meine Gundel-Socken habe ich alle aus handgefärbter Sockenwolle gestrickt

Warum gefallen mir die jetzt so gut? Das Muster sieht komplizierter aus, als es ist, frau hat es ziemlich schnell im Kopf und braucht das Chart nicht mehr. Außerdem ist es ziemlich elastisch und sitzt gut am Fuß, ideal also für Geschenkesocken, wo man nicht so genau weiß, wie breit der Fuß des Empfänger ist. 

Meine Versionen habe ich alle aus handgefärbter Sockenwolle gestrickt, was mir gut gefällt, weil's dann gerne mal hübsch poolt - ich mag das ja. Das Gundel-Muster funktioniert aber auch mit einfarbiger oder selbstreifender Sockenwolle, nur zu dunkel sollte sie aus meiner Sicht nicht sein.


6. Utsubo-Sneakersocken von Chiharu Nagase >>

Auch diese Anleitung ist erst seit 2025 im "Relevant Set", aber diese Sneaker-Socken habe ich immerhin von August 2025 bis Juli 2026 schon 7 mal gestrickt...


Von den Utsubo-Sneakern habe ich seit August 2025 schon 7 Paar gestrickt

Ja, ok, sind ja auch Sneakersocken und gehen entsprechend schnell. Ist aber schon ein bissle erstaunlich, dass mir die so einen Spaß machen zu stricken, denn sie werden Toe-Up gestrickt, also von der Spitze bis zum Schaft, und das mag ich ja eigentlich nicht so gerne.

Hier gefällt es mir, und auch die ungewöhnliche Fersenkonstruktion mit kraus rechts gestrickten Elementen und ICord macht Spaß zu stricken und sitzt erstaunlich gut. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich davon noch mehr stricken werde.

So, jetzt Du: Hast Du solche Anleitungen, die Du immer wieder strickst (oder häkelst)? Oder bist Du eher "Team nur einmal stricken"? Wenn Du Wiederholungstäterin bist, warum hast Du genau diese Anleitung schon öfter gestrickt?

Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 22. Juli 2026

Rezension: Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page

Ich mochte "Im Freibad" von der gleichen Autorin sehr gern >> , und Bücher über Bücher sind sowieso toll. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Hörbuch - tja, vielleicht waren sie zu hoch? Ich war ein bissle enttäuscht...

Bibliographische Daten: 

Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page * >>

Spieldauer: 11 Stunden und 1 Minute

Gesprochen von Michaela Gaertner

der Hörverlag, ungekürzte Ausgabe

ASIN B0F4WZW3PD


Klappentext:

Tilly fällt aus allen Wolken, als sie an ihrem Geburtstag einen Anruf von Buchhändler Alfie Lane erhält. Ihr Verlobter Joe hat in Alfies kleinem Laden ein Geschenk für sie hinterlegt: ein Jahr voller Bücher – für jeden Monat eins. Seit Joes Tod vor fünf Monaten ist Tilly nicht mehr dieselbe, doch nun fasst sie sich ein Herz. Die Bücher führen sie von einem Abenteuer ins nächste. Durch die lebhaften Straßen New Yorks, zu neuen Freunden in Paris, in die friedvollen Hügel der Toskana und zu den kilometerlangen Sandstränden von Bali. Mit Alfies Hilfe entdeckt sie alte und neue Seiten an sich und lernt eine Tilly ganz ohne Joe kennen. Kann ihr dieses Jahr voller Bücher und Wunder zeigen, wie man wieder lacht, träumt und Pläne schmiedet? Und wie man sich vielleicht sogar neu verliebt?


Über Libby Page:

Libby Page wollte schon immer Romane schreiben. Als neben der Arbeit die Nächte nicht mehr ausreichten, nahm sie sich eine Auszeit von sechs Monaten. Neben dem Schreiben ist Schwimmen ihre zweite große Leidenschaft, auch bei Wind und Wetter schwimmt sie draußen. Libby Page lebt in London.


Über die Sprecherin, Michaela Gärtner:

Michaela Gärtner ist Sprecherin für verschiedene Projekte, von Hörbüchern und Hörspielen über Imagefilme bis hin zu Werbung und Dokumentationen. Ihr Handwerk im Bereich Hörbuch erlernte sie von Uve Teschner und Johannes Steck. Ihre warme, dynamische Stimme leiht sie vorrangig den Genres Fantasy, Romance und Krimi.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm - definitiv nicht so gut, wie ich erhofft hatte. Allerdings war es dann gen Ende wieder etwas besser - naja, schon sehr kitischig und happy go lucky, vielleicht hatte ich mich einfach dran gewöhnt, dass das Buch nicht ganz das war, was ich erhofft habe.

Ich mag ja EIGENTLICH Bücher über Bücher sehr gern, und Libby Pages Freibad-Buch hat mir besonders gut gefallen. Hier kamen mir die Bücher aber ein bissle sehr kurz: Es gibt am Anfang jedes Kapitels die "Monatsempfehlungen von Book Lane", da werden eigentlich nur die Titel genannt, und es ist sehr UK-lastig, viele der Titel gibt's nicht in deutscher Übersetzung. Das hätte mich aber noch nicht mal gestört, ich hätte nur gerne etwas mehr zu den Büchern erfahren. Und auch Tillies Buch des Monats wird nur sehr am Rande erwähnt, manchmal nicht mal der korrekte Titel. Bei "Büchern über Bücher" besteht der Spaß für mich aber hauptsächlich eben darin, dass ich beim Lesen andere Bücher entdecke und später mal reinlesen könnte.

Dann fand ich, dass Joe übermäßig rosarot gezeichnet wurde - too good to be true... Ja, man soll über Tote nicht schlecht reden, aber so ein Heiliger ist doch niemand! Gleiches gilt für Alfie, auch der war sowas von grundgut, dass es klebte... Und dann diese vermeintliche Paris-Episode *augenroll* - ja, da bin ich vielleicht allein, aber ich mag Paris nicht und verstehe nicht, warum das bei englischsprachigen Autoren dauernd auftauchen muss...

Wie gesagt, ab dem Wandertrip fand ich es dann ein bissle besser und die Rettungsaktion war auch ganz charmant, so daß es am Ende doch noch für 4 Sterne gereicht hat - war halt nicht, was ich mir erhofft hatte.

Die Sprecherin ist ok, jetzt nix Dolles aber auch nicht schlecht. Vielleicht ein bissle betulich, ich habe die Geschwindigkeit etwas hochgedreht (auf 1,25), etwas, was ich eher selten mache. Kann aber gut sein, dass meine allgemeine Genervtheit mit dem Buch ein wenig abgefärbt hat...

So, jetzt Du: Welches Buch einer Lieblingsautorin hat Dich zuletzt eher enttäuscht und warum? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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