Freitag, 13. Mai 2022

Domics Strickpläne: Was habe ich gestrickt im März und April 2022

 Mein Strickmojo ist irgendwie immer noch ein bissle in der Pause - deshalb habe ich meine Vorschau ja beim letzten Mal direkt großzügig auf drei Monate ausgedehnt >> Zwei dieser drei Monate sind aber seitdem herum und ein bissle was ist schon fertig geworden - schau'n wir mal:

Der Easy One ist fertig, aber noch ungetragen



Ja, fertig gestrickt ist mein Easy One >>, aber ich habe ihn noch kein einziges Mal getragen. Das Garn mit einem hohen Alpakaanteil ist mir jetzt einfach zu warm. Außerdem sind die Ärmel vielleicht einen Tick enger, als ich es gern habe, zumindest die T-Shirt-Ärmel vom Shirt, das ich beim Anprobieren druntergetragen habe, haben sich unangenehm in der Achselhöhle gebeult... 

Naja, der nächste Herbst und Winter kommt sicher, aber im Moment habe ich das Dingsi nicht so wirklich lieb - mal sehen, ob sich das nach etwas "Ablagerung" geben wird.


Ein Langzeitprojekt ist fertig: Die Häkel-Primeldecke



Da hätte ich allerdings auch nicht damit gerechnet, dass die jetzt dann doch "schon" nach nicht einmal einem Jahr fertig geworden ist: Angefangen habe ich diese Häkeldecke >> Ende Mai letzten Jahres, für fertig erklärt habe ich sie Mitte April 2022. 

Ich habe tatsächlich fast meine gesamten Polytierchen-Wollvorräte aufgebraucht, allerdings ist die Form schon recht "organisch", will sagen, ich habe keine wirklich geraden Kanten. Macht aber nix, warm ist sie auch so und groß genug auch. Ich werde allerdings wohl beim nächsten Deckenprojekt wieder auf etwas ausweichen, bei dem auch die Kanten der einzelnen Module schon gerade sind - will sagen, Quadrate - das macht mir einfach mehr Spaß.

Effektiv daran gehäkelt habe ich aber eher nur so ca. 3 Monate, letztes Jahr im Juni und Juli, danach war sie in der Sommerpause und erst im April diesen Jahres habe ich sie wieder hervorgeholt und mein restliches Garn verarbeitet. 


Noch eine Decke: Die Song Song Blanket ist gut gewachsen



Und wo wir gerade schon bei Decken sind: Ich habe ja auch noch meine dritte SongSong Blanket aus doppelt gehaltener Sockenwolle >> in Arbeit, die eigentlich erst zum Herbst oder auch erst zu Weihnachten fertig sein muss. 

Allerdings bin ich da so gut vorangekommen, dass ich mein Ziel von 24 Quadraten vielleicht schon vor dem Sommer erreichen könnte, wenn es mir dann wieder zu warm wird, um die ganze Decke auf dem Schoss zu haben. Im Moment ist es abends noch ganz angenehm, wenn die Beine etwas gewärmt werden.


Socken gehen immer: Viele Stinos, viele Strandtreppen



Tja, und ansonsten waren es meist Socken, die ich gestrickt habe - einfache Stinos mit 2 rechts, 2 links Bündchen wie diese >> und diese >> und diese >>. Oder auch Sneakersöckchen nach der Strandtreppe-Anleitung >>, so wie diese >> und diese >> und diese >> - da habe ich dankbare Abnehmer und außerdem machen die mir Spaß zu stricken. 

So, jetzt Du: Was hast Du in letzter Zeit so gestrickt?
Gibt es eine (neue?) Lieblingsanleitung?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

Mittwoch, 11. Mai 2022

Rezension: Wieviel von diesen Hügeln ist Gold? von C. Pam Zhang

Besonders SarahSophie vom gleichnamigem Booktube-Kanal hat sehr von diesem Buch geschwärmt, also habe ich zugegriffen, als es bei meiner Onleihe verfügbar war - und ich muss schon sagen, es war ein sehr ungewöhnliches Leseerlebnis!

Bibliographische Daten:

Wieviel von diesen Hügeln ist Gold? von C. Pam Zhang * >>

S. FISCHER Verlag, gebundene Ausgabe, 352 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3103973926


Klappentext:

Mit einer Pistole in den Händen und der Leiche des Vaters auf dem Rücken des Pferdes sind die chinesischen Waisenkinder Lucy und Sam auf der Flucht durch die Prärie. Amerika ist ein unbarmherziges Land, von Bisonknochen übersät und dem Goldrausch verfallen. Die Geschwister wollen den Vater gemäß dem chinesischen Ritual begraben – mit zwei Silberdollars auf den Augen. Nur auf diese Weise kann Ba nach Hause finden. Doch wo in dieser fremden Welt ist für Lucy und Sam das Zuhause, das so unerreichbar scheint wie das versprochene Gold in den Hügeln?


Über C. Pam Zhang:

C Pam Zhang wurde 1990 in Peking geboren, ist aber hauptsächlich ein Kind der Vereinigten Staaten. Sie hat bislang in dreizehn Städten gelebt und ist immer noch auf der Suche nach einem Zuhause. Zahllose Schreibstipendien wurden ihr verliehen, darunter das des renommierten Iowa Writers' Workshops. Ihre Literatur erschien u.a. in Harper's Bazaar und im New Yorker. »Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« ist ihr Debütroman, der in den USA zur hochgelobten Überraschungssensation des Jahres wurde. Der Bestseller schaffte es sogar auf die Longlist des Booker Prize und wurde 2020 zu einem von Obamas Lieblingsbüchern. Zhang lebt zurzeit in San Francisco.


Und, wie hat es mir gefallen?

Tja. Wieviel Sterne gebe ich diesem sehr ungewöhnlichen Buch? Denn ungewöhnlich ist es definitiv - die Sprache zum einen, teils sehr poetisch, teils unvollständige Sätze und Satzfetzen, in die immer wieder chinesische Begriffe eingeworfen werden (transkribiert in lateinische Schrift natürlich), die dann aber nicht übersetzt werden - einige wenige werden im Interview mit der Autorin im Anhang erklärt. An diesen Schreibstil musste ich mich erstmal gewöhnen, fand es aber insgesamt gut.

Dann wird die Geschichte nicht linear erzählt - Teil 1 erzählt, wie die Geschwister Sam und Lucy mit ihrem toten Vater die Stadt verlassen und einen Platz für die Beerdigung suchen. Dabei wird in Rückblenden erzählt, wie es dazu kam, das der Vater gestorben ist. In Teil 2 erzählt Lucy, wie das Leben in der Bergarbeiterstadt war und was mit der Mutter passiert ist. In Teil 3 erfahren wir, wie sich die Eltern kennengelernt haben und woher sie jeweils kamen. Und in Teil 4 wird erzählt, wie es mit Lucy und Sam weitergeht, nachdem sie den Vater schließlich beerdigt haben.

Am verworrensten fand ich Teil 4, da habe ich bis zum Schluß nicht so 100% verstanden, was genau passiert ist, denn auch hier ist die Sprache wieder sehr blumig und viele Dinge werden nur angedeutet. Das hat zu dem 1 Stern Abzug sicher beigetragen, aber auch beim Schreibstil bin ich mir nicht 100% sicher, ob mir das jetzt gefällt.

Das Setting im "Wilden Westen" ist aber genial, und auch wenn Goldsucher und Revolvermänner vorkommen, ist das Buch sicher kein Western im klassischen Sinne. Ich fand es aber sehr interessant, etwas über die chinesischen Einwanderer in die USA zu lesen und möchte mich da definitiv noch schlauer machen. Ach ja, es gibt durchaus auch Hinweise auf Umweltverschmutzung durch Eisenbahn- und Bergbau, auf Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen - im Interview mit der Autorin erwähnt sich auch, dass ihr das wichtig war.

Ach ja - die Vignette auf dem Cover ist ein bissle schief - und obwohl das sicher gewollt ist und ich auch "nur" das ebook gelesen habe, wo das Cover ja nicht sooo auffällt - das hat mich total wuschig gemacht, ich hätte das gerne gerade!

Insgesamt habe ich mich jetzt zu 4 Sternen durchgerungen und ich werde definitiv mal im Auge behalten, was die Autorin sonst noch so schreibt.

So, jetzt Du:
Hast Du in letzter Zeit ein Buch mit ungewöhnlicher Sprache gelesen, das Dir gut gefallen hat?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Freitag, 6. Mai 2022

Was tun mit Sockenwollresten? 6 neue Ideen für Resteprojekte

Die Posts zum Thema "Sockenwollreste" gehören zu den beliebtesten hier auf dem Blog - guckst du z.B. hier >>, hier >>, hier >> und hier >>. Und da ich selber sehr gerne Sockenwollreste verarbeite - das geht soweit, dass ich sogar schon mal eine "gemischte Restetüte" gekauft habe, weil ich selber nicht ausreichend bunte Reste übrig hatte - dachte ich, ich schaue mal, was sich da für neue Anleitungen finden lassen. 

Alle Anleitungen, die ich unten verlinke, sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Posts im Mai 2022 kostenlos verfügbar.




1. Sea Glass Hat von Wool & Pine (Englisch) >>

Die Anleitung für diese hübsche Mütze mit 1 -1 Colourwork (d.h. die Farbe wird nach jeder Masche gewechselt) bekommst Du kostenlos, wenn Du Dich für den Newsletter dieses amerkanischen (oder ist es kanadisch?) Garnanbieters registrierst. Colourwork-Anfänger können damit klasse üben, und durch die Spannfäden innen ist die Mütze trotz des eher dünnen Sockengarns schön warm. Es gibt sie in vielen Größen, vom Baby übers Kleinkind bis zum großen Erwachsenenkopf.


2. Cloudburst Handstulpen von Arienne Grey (Deutsch und Englisch) >>

Diese Handstulpen haben ein hübsches Fächer-Lochmuster auf der Handoberseite. Sie werden mit Daumenspickel gestrickt und verbrauchen laut Anleitung nur ca. 150 Meter Garn in Sockenwollstärke. Ich benötige für ein Paar Damensocken in Größe 38/39 meist so ca. 300 Meter Garn, so ein Paar Stulpen sollte also noch "drin" sein aus dem Rest. Notfalls strickst Du das Bündchen etwas kürzer oder aus einem anderen Rest. 


3. Scrunch Me Up Haarbänder von Tina van den Berg (Englisch) >>

Wenn Du noch weniger Rest hast und der vielleicht auch noch wild bunt gemustert ist, sind die Haarbänder "Scrunch me Up" vielleicht etwas für Dich. Dazu brauchst Du laut Anleitung nur ca. 50 Meter eines Sockenwollrests, der dann als "Ummantelung" um ein schlichtes Haargummi gezogen wird - fertig ist der fröhlich-bunte Haarschmuck.


4. Stirnband Drejö von Fiber Tales (Englisch) >>

Bei diesem Stirnband wird Garn in Sockenwollstärke doppelt gehalten. Es wird im Patent gestrickt und ist sicher ein tolles "Übungsprojekt", wenn Du noch nie Patent gestrickt hast. Wenn Du zwei Reste in unterschiedlichen Farben verwendest, entsteht ein "marmorierter" ode rmelierter Effekt, der mir persönlich sehr gut gefällt. 


5. Brosche Festive Rose von Ambah O' Brien (Englisch) >>

"Dekorative" Projekte wie z.B. so eine Blume werden ja oft eher gehäkelt als gestrickt, aber diese Rose ist gestrickt. Die Designerin schlägt vor, sie als Brosche zu verwenden, sie eignet sich aber sicher auch als Haarschmuck oder auch als dekoratives Element - wie wäre es z.B. mit einem gestrickten Rosenstrauß zum Muttertag?  Du benötigst laut Anleitung einen Rest von ca. 70 Metern/ 17 Gramm Sockenwolle. 


6. Gehäkelter Tintenfisch "Little Squid" von Rebecca Thrasher >>

Dieser Tintenfisch wird gehäkelt und gefällt mir besonders deshalb, weil er eben eher wie ein "echter" Tintenfisch aussieht wie viele der runden, knuddeligen Modelle, die eher an Disneyfilme erinnern. Der lange Kopf hat was von einem Alien und gefällt mir supergut. Natürlich könntest Du diesen Gesellen auch mit dickerem Garn oder doppelt gehaltener Sockenwolle häkeln, dann wird er entsprechen größer. Die Designerin hat Garn in Sockenwollstärke und eine 3,25 mm Häkelnadel verwendet und nur ca. 18 Meter / 4 Gramm Garn verbraucht.


So, jetzt Du: Was machst Du so mit Deinen Sockenwollresten? Ist Dir in letzter Zeit eine interessante Verwendungsmöglichkeit begegnet?
Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

Mittwoch, 4. Mai 2022

Rezension: Mrs. Potts Mordclub und der tote Nachbar von Robert Thorogood

Der Klappentext hörte sich nach so einem richtig netten englischen Krimi im "Miss-Marple"-Stil an, inklusive der schön etwas reiferen 77jährigen Kreuzworträtsel-Autorin Judith Potts. Allerdings hätte ich das wohl lieber selber lesen denn als Hörbuch hören sollen, denn mit der Sprecherin bin ich nicht so recht warm geworden...


Bibliographische Daten:


Mrs. Potts Mordclub und der tote Nachbar von Robert Thorogood * >>

Spieldauer: 10 Stunden und 40 Minuten

Sprecherin: Christine Prayon

Argon Verlag, ungekürzte Ausgabe

ASIN B09NPT9MSS


Klappentext:

Die siebenundsiebzigjährige Judith Potts lebt allein in einem Herrenhaus im idyllischen Marlow und arbeitet als Kreuzworträtsel-Autorin. Sie genießt ihren beschaulichen Alltag mit gelegentlichem Nacktschwimmen in der Themse. Ihr Leben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als sie Zeugin eines Mordes auf dem Nachbargrundstück wird. Weil es weit und breit von der Leiche keine Spur gibt und die Polizei den Fall nicht ernst nimmt, beginnt Judith, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei lernt sie die Hundesitterin Suzie und die neurotische Pfarrersfrau Becks kennen, die ihr fortan als "Marlow Murder Club" bei den Ermittlungen helfen. Als es zu einem weiteren Mord kommt, erscheint der Fall immer rätselhafter.


Über Robert Thorogood:

Robert Thorogood ist ein englischer Drehbuchautor. Er ist vor allem als Schöpfer der BBC 1 Murder Mystery Series, Death in Paradise, bekannt. Robert Thorogood wurde an der Uppingham School in Rutland ausgebildet und studierte Geschichte am Downing College in Cambridge. Während seines Studiums in Cambridge ging er 1993 mit der studentischen Comedy-Truppe Footlights auf Tournee und wurde 1994 zum Präsidenten gewählt. Kurz nachdem er Cambridge verlassen hatte, gründete Robert eine Theatertruppe, die an kleinen Theatern und Schulen auftrat. Der Höhepunkt war eine Produktion von Molières Der Geizige, bei der er Regie führte und an der Seite von Robert Webb, David Mitchell und Olivia Colman spielte. Robert hat viele Jahre lang geschrieben und Drehbücher an die BBC, ITV und unabhängige Filmgesellschaften verkauft. Das einzige Drehbuch, das vor 2011 tatsächlich ausgestrahlt wurde, war ein Radio 4-Nachmittagsstück namens From Abstraction über das Leben von Paul Wolfskehl. Im Jahr 2008 nahm Robert am ersten Red Planet Prize teil und wurde als Finalist ausgewählt, wo er Tony Jordan seine Idee von "Copper in the Caribbean" vorstellen konnte. Als die Sendung 2011 schließlich ausgestrahlt wurde - und Robert im Alter von 39 Jahren zum ersten Mal im Fernsehen zu sehen war -, war Robert so etwas wie ein Aushängeschild für das Motto "Niemals den Traum aufgeben" geworden.


Über die Sprecherin, Christine Prayon:

Christine Prayon (* 22. Mai 1974 in Bonn) ist eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin. Seit dem 7. Oktober 2011 wirkt sie als Birte Schneider in der heute-show des ZDF mit. Zuvor hatte sie während der Proteste gegen Stuttgart 21 auf Kundgebungen satirische Reden gehalten und u. a. die damalige Landesministerin Tanja Gönner persifliert,[8] wodurch eine Redakteurin der Sendung auf sie aufmerksam wurde.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ehrlich gesagt - ich bin ein bissle enttäuscht, ich habe mir mehr erwartet. Allerdings hat das Buch dann gegen Ende an Fahrt aufgenommen, den Showdown fand ich schon ziemlich spannend. Ich habe das Hörbuch gehört und bin mit dem Vortrag der Sprecherin irgendwie so gar nicht warm geworden - fand ich größtenteils uninspiriert und lahm, auch konnte man die verschiedenen Charaktere nicht wirklich gut an der Stimme der Sprecherin unterscheiden. 

Ich habe mich immer an Mirja Bös erinnert gefühlt, die mag ich eigentlich sehr als Sprecherin, keine Ahnung, warum das mit Frau Prayon so gar nicht geklappt hat. Nachdem ich jetzt gelesen habe, dass sie in Bonn geboren ist, erklärt eine leichte "rheinische Stimmfärbung" diese Assoziation vielleicht. Sie liest auch nicht schlecht, aber für mich war's nix.

Die Geschichte als solche war eigentlich ganz nett, die verschrobene Kreuzworträtsel-Autorin, die überpenible Pfarrersgattin und auch die robuste Dogwalkerin fand ich durchaus interessant und auch die diversen Mordopfer und -verdächtigen waren detailreich gezeichnet. 

Die Auflösung war für mich schlüssig und für mich auch ziemlich spannend, wie schon erwähnt. Außerdem werden Geheimnisse im "Vorleben" sowohl der Hauptfigur als auch der "Dogwalkerin" angedeutet, das bietet sicher Stoff für weitere Bände. 

Ich weiß nicht, ob das Ganze als Einzelband angelegt ist oder ob das der Auftakt zu einer Serie sein soll. Weitere Bücher würde ich dann aber wohl selber lesen und nicht hören, es sei denn, die Sprecherin wechselt. Insgesamt hat es dann doch noch für knapp 3.5 von 5 Sternen gereicht.

So, jetzt Du:
Hast Du in letzter Zeit einen "klassischen englischen Krimi" gelesen, den Du mir empfehlen kannst?
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Freitag, 29. April 2022

8 neue kostenlose Sockenstrickanleitungen auf Deutsch

 Der Post zu kostenlosen Sockenanleitungen >> , den ich im August 2021 geschrieben habe, gehört zu den beliebtesten hier auf dem Blog. Also habe ich mal geschaut, was ich jetzt an neuen Anleitungen auf Deutsch finden konnte.


1. June Jumpers von Drops Design >>

Diese hübschen Sneakersöckchen werden ganz normal vom "Schaft" - der ist bei Sneakersocken ja eher nur ein Bündchen - zur Spitze gestrickt und haben ein hübsches Zickzack-Lochmuster - so wird das Stricken nicht langweilig, ist aber auch nicht zu kompliziert.


2. Pünktchen ohne Anton von Michaela Richter >>

Diese Socken sind ideal zur Resteverwertung von zwei stark kontrastierenden Resten. Gestrickt wird ein einfaches Hebemaschenmuster - ich bin da ja etwas vorsichtig, ob mir das nicht zu wenig dehnbar ist, habe mir aber sagen lassen, das soll ganz ok sein. Ich will die Socken auf alle Fälle ganz bald mal nachstricken - Reste hab ich ja genug...


3. Sommerlaub von Heike Kreativ (a.k.a. eifelstern) >>

Nochmal Sneakersocken, diesmal mit Blattmuster - erwähnte ich schon, dass ich total gern Blattmuster stricke? Die Anleitung ist im Moment "nur" für dieses Blattmuster, Bündchen, Ferse und Spitze kannst Du stricken, wie Du magst. Allerdings kündigt die Designerin an, dass es auch für diese Elemente demnächst eine Anleitung geben soll. Da muss ich nochmal schauen, das Bündchen sieht nämlich interessant aus, als sei es doppelt gestrickt und hinten höher...


4. Lotta von Maren Sgries >>

Hier zur Abwechslung mal "normal" lange Socken mit einem hübschen Lochmusterband auf dem Oberfuß, gestrickt von Bündchen zur Spitze mit Bumerangferse und Bandspitze. Die Bumerangferse stricke ich ja nicht so gerne, aber ich denke, die kannst Du problemlos durch Deine Lieblingsferse >> austauschen.


5. Quin Socks von Barbara Augi (a.k.a. Sockshype) >>

Das ist mal eine richtig ungewohnte Konstruktion: Toe-Up, mit einer Zunahmeferse und einer "Prinzess-Sohle", d.h. die Sohle wird glatt links gestrickt, so dass die glattere Seite direkt an der Haut liegt. Außerdem wird eine Bumerangspitze gearbeitet  - das würde ich aber eher nicht tun, da muss frau mit provisorischem Anschlag rumfummeln, das ist nicht so meins. Die Anleitung für Größe 38/39 ist kostenlos, andere Größen können für eine geringe gebühr erworben werden.


6. Ronja von Petra Baur >>

"Ronja" werden wieder vom Bündchen zur Ferse gestrickt, die Anleitung ist nur für das hübsche Zopfmuster, Bündchen, Ferse und Spitze kannst Du nach Belieben kombinieren. Die bisherigen Projekte sind oft aus selbstgefärbter Sockenwolle gestrickt, die dann hübsch wildert. Ich kann mir die Socken aber auch in einem hellen Uni-Garn sehr gut vorstellen.


7.  Perfect Fit von Corinna Nielsen >>

Eine relativ schlichte Rippensocke, bei der besonderen Wert auf den guten Sitz am Fuß gelegt wurde. Deshalb hat die Designerin ein Rippenmuster an der Fußseite "eingebaut". Außerdem werden die Socken Toe-Up gestrickt, die Ferse ist laut Designerin eine Kombi aus Spickel und verkürzten Reihen. Hört sich interessant an -besonders sehr große Männersocken (also alles über Größe 44) stricke ich ganz gerne Toe-Up, dann zieht sich der Fuß nicht so - werde ich mir mal näher anschauen.


8.  Söckchen mit Lochmuster von Gründl Wolle >>

Wieder an Zickzack-Lochmuster, dieses Mal aber mit einem "normalen"Schaft. Die Ferse sieht mir nach einer mit verkürzten Reihen aus - aber auch hier würde ich vermutlich eine andere stricken - vielleicht sogar eine Zunahmeferse? Mir gefällt auch das rote Garn sehr gut, das hier verwendet wurde, ich denke, dieses Muster kommt mit unifarbenem Garn am besten zur Geltung.


So, jetzt Du:
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Gibt es eine Anleitung, die Du in letzter Zeit neu für Dich entdeckt hast?
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Mittwoch, 27. April 2022

Rezension: Mein Blockhaus in Kanada von Carmen Rohrbach

 Dieses Buch ist mir zufällig bei der Suche nach "Wandern" in der Onleihe über den Weg gelaufen, und es hat mir so richtig gut gefallen!

Bibliographische Daten:

Mein Blockhaus in Kanada von Carmen Rohrbach * >>

Malik Verlag, gebundene Ausgabe, 288 Seiten

ISBN-10: ‎389029507X


Klappentext:

2017/2018 erfüllte sich Carmen Rohrbach einen lang gehegten Traum und lebte mehrere Monate in einem Holzhaus fernab der Zivilisation, an einem See mit glasklarem Wasser, umkränzt von felsigen Bergen. Fesselnd berichtet sie von den Vorbereitungen und Schwierigkeiten ihres Abenteuers. Sie beschreibt, wie sie schon als Kind fasziniert war von den Geschichten über Trapper, Holzfäller und Goldsucher im ungezähmten Norden Amerikas. Wie sie auf ausgedehnten Wanderungen die Wildnis erkundete und schließlich mehrere Wintermonate in völliger Isolation bei bis zu minus 48 Grad verbrachte, ohne einem einzigen Menschen zu begegnen. Auf mitreißende Art lässt sie uns an ihren intensiven Erfahrungen und Wahrnehmungen, ihren Beobachtungen und Gedanken teilhaben.


Über Carmen Rohrbach:

Carmen Rohrbach, geboren in Bischofswerda, ist Entdeckerin aus Leidenschaft. Sie studierte Biologie in Greifswald und Leipzig und schloss mit der Promotion in München ab. Ihre Reisen führten sie nach Südamerika, Afrika, Asien und Arabien, auf dem Jakobsweg durch Frankreich und Spanien und entlang der Isar durch Bayern und Österreich, stets auf der Suche nach intensiven Begegnungen und Naturerlebnissen. Heute ist sie die beliebteste Reiseschriftstellerin Deutschlands, dreht Dokumentarfilme, schreibt für Zeitschriften und hält Vorträge über ihre Reisen. Mit ihren persönlich geschriebenen Reiseberichten hat sie sich inzwischen eine große Fangemeinde erworben. Bei MALIK und MALIK NATIONAL GEOGRAPHIC erschienen mehr als zehn Bücher von Carmen Rohrbach, darunter »Unterwegs sein ist mein Leben«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Ui, das hat mir aber wirklich gut gefallen! Ich kannte Carmen Rohrbach als Reiseschriftstellerin überhaupt nicht vorher, aber jetzt möchte ich definitiv noch mehr von ihr lesen. Sie erzählt sehr interessant von ihrer "Überwinterung" von März bis Anfang Juni in einer einsam gelegenen Blockhütte in Kanada - und ja, da ist es DEFINITIV noch Winter, mit Schneemassen und Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Ich habe viel erfahren über die verschiedenen Tiere, die es da gibt (Vögel, Karibus, Elche, Wölfe..) und wie die sich im Winter verhalten. Es dauert allerdings ziemlich lange, bis der "Überwinterungsteil" beginnt, vorher wird erzählt, wie Carmen Rohrbach im Sommer das "Terrain erkundet" und auch, wie lange es dauert, bis sie von ihrem Guide dann tatsächlich in die Blockhütte gebracht wird... Da muss nämlich erst eine Piste fürs Schneemobil erstellt werden, und dann schneit es zwischendrin immer wieder und der Guide muss von vorne anfangen...

Also insgesamt eine tolle Naturgeschichte, ich vergebe gute  4 von 5 Sternen.

So, jetzt Du: 
Kannst Du mir ähnliche "Reiseberichte" von Outdoorern und AbenteurerInnen empfehlen?
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Freitag, 22. April 2022

4 Strickanleitungen, bei denen ich etwas Neues gelernt habe

 Manchmal geht es mir beim Stricken nicht so sehr um das fertige Objekt, sondern um die neuen Techniken oder Strickweisen, die ich dabei erlernen kann. Ich habe mir meine fertigen Objekte einmal angeschaut nach Projekten, bei denen ich besonders viel gelernt habe.



1. Rückwärtsstricken beim "Bobbledings"-Untersetzer >>

Dieser gefilzte Untersetzer nach einer kostenlosen Drops-Anleitung >> besteht fast ausschließlich aus Noppen, englisch "Bobbles" genannt. Dabei soll man laut Anleitung jeweils pro Noppe mehrfach hin- und herstricken, wozu man bei klassischer Strickweise mehrfach wenden müsste. In den Ravelry-Kommentaren wurde deshalb empfohlen, Rückwärts stricken zu lernen - dann muss frau nicht alle naselang wenden. Ich habe mir dieses Video angeschaut >> und dann ging das ganz hervorragend. Allerdings muss ich zugeben, dass ich das seitdem noch nicht wieder gebraucht habe, also müsste ich im Bedarfsfall das Video wohl noch mal anschauen.




2.  Vorderteil und Rückenteil beim Stricken zusammenstricken beim Amazing Technicolor Dream Sweater >>



Dieser Pullover von Stephen West >> wird seitwärts gestrickt und  dann oben an den Schultern mit einem eingestrickten kraus-rechten Keil verbunden. Diese "Zusammenstrick-Technik" fand ich sehr nützlich zu lernen, ich habe sie bereits mehrfach bei meinen FF-Backwards-Pullovern angewendet.


3. Eingestrickte "Stickstiche" bei der Lovely Loona Jacke >>



Bei der "Lovely-Loona"-Strickjacke von Astrid Müller >> bekommt frau eine ganze Reihe von ungewöhnlichen Musteranleitungen, die aussehen wie nachträglich augestickt, die aber gleich mitgestrickt werden. Ich finde die sehr dekorativ und habe sie nicht nur bei den zwei "Loonas" verwendet, die ich bisher gestrickt habe, sondern auch bei verschiedenen anderen (Reste-)Projekten.


4.  Schräg über den Fuß laufendes Lochmuster bei den Diagon Alley Socks >>

Bei dieser kostenlosen englischen Anleitung >> habe ich gelernt, wie ich das Lochmuster quer über den Fuß laufen lasse, nämlich indem ich auf der einen Seite zu- und auf der anderen Seite abnehme. Muss ja nicht unbedingt ein Lochmuster sein, geht prinzipiell sicher mit jedem anderen Muster auch, habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Aber die Socken habe ich schon zweimal gestrickt und kann mir gut vorstellen, davon noch mehr zu stricken.


So, jetzt Du: Kannst Du mir Anleitungen empfehlen, bei denen Du etwas für Dich Neues gelernt hast? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!