Mittwoch, 19. August 2026

Rezension: Sommer in Wien von Petra Hartlieb

 Das erste Buch in dieser Reihe, "Winter in Wien", habe ich vor Ewigkeiten schon gelesen >>. Hat mir damals gut gefallen, und eigentlich wollte ich schon längst die anderen Bücher aus dieser Reihe lesen. Den "Sommer" habe ich mir jetzt jahreszeitlich passend vorgenommen, und auch den Frühling habe ich schon als gedrucktes Buch hier liegen...


Bibliographische Daten:

Sommer in Wien
von Petra Hartlieb * >>

DuMont Buchverlag , 176 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3832183728


Klappentext:

Der berühmte Dichter Arthur Schnitzler verbringt mit seiner Familie die Sommerfrische auf der mondänen Adria-Insel Brioni. Und Marie, das Kindermädchen der Familie, reist mit. Doch obwohl sie zum ersten Mal am Meer ist, sind ihre Gedanken in Wien. Oskar Nowak, der junge Buchhändler aus der Währinger Straße, geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ob sie als Paar eine Zukunft haben?


Über Petra Hartlieb:

Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte in Wien Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau bei verschiedenen Verlagen in Wien und Hamburg, später als Literaturkritikerin für den NDR, Ö1 und die Financial Times. Seit 2001 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien.


Und, wie hat es mir gefallen?

Joah, kann man schon mal lesen, muss man sicher nicht. Ich würde -wie auch schon beim Winterbuch- unbedingt empfehlen, das in der passenden Jahreszeit zu lesen, denn ich konnte die Sommerhitze in Wien sehr gut "nachfühlen". 

Außerdem gefällt mir die Reihe vermutlich auch deshalb so gut, weil sie in Wien spielt und ich die Stadt ein bissle kenne. Ich war also wieder gerne bei Marie, den Schnitzler-Kindern und Oskar. 

Allerdings geht die Entwicklung der Beziehung ein bissle fix, was vermutlich der Kürze des Buches geschuldet ist - da war wohl einfach nicht genug Platz, um das ganze etwas langsamer zu entwickeln. Vermutlich hätte man die ganze Geschichte gut in einen, maximal 2 längere Bücher packen können - aber ich hab's trotzdem ganz gern gelesen.

Ich habe den Frühling schon hier liegen, und auch den Herbst - den letzten Band- werde ich vermutlich noch lesen. Die Figur der Fanni als frühe, emanzipierte Frau, fand ich ganz interessant, aber die kam ja schon noch sehr am Rand vor.

Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen - wenn Du jetzt nicht der größte Wien-Fan bist, ist das Buch sicher kein Muss, aber als "seasonal read" fand ich es schon ganz nett.

So, jetzt Du: Gibt's ein "Sommerbuch", das ich unbedingt diesen Sommer noch lesen sollte? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 14. August 2026

Domics Strickpläne: Vorschau August 2026

So, nach dem Rückblick kommt die Vorschau: Was habe ich mir also für August so vorgenommen, bevor es hoffentlich wieder kühler wird und ich einen Pulloverberg auf meinem Schoß eher tolerieren kann? Schau'n wir mal!



1. Noch (mindestens 1) Urlaubs-Blendersocken >>

Mein transportables Projekt für den noch anstehenden Wanderurlaub sind ein weiteres Paar Blendersocken >> in Männergröße als Geschenk für das 4. Quartal - teilweise Geburtstag, teilweise Weihnachten.

Angeschlagen habe ich die auch schon, aber mehr als das Bündchen ist noch nicht "passiert". Die werden wohl noch ein bissle warten müssen, da geht es vermutlich wirklich erst im Urlaub resp. auf der Fahrt in den Urlaub weiter. 



An meinen nächsten Blendersocken ist noch nicht mehr als das halbe Bündchen "passiert"

2. Das nächste Drops-Sommershirt soll fertig werden - das Rosy Rose Top >>

Diese (kostenlose) Drops-Anleitung >> heißt eigentlich "Copper Rose", weil sie im Original mit so einem kupferfarbenen Garn gestrickt wird. Ich verwende so ein leicht graustichiges Rosa (Farbe Nr. 77), drum heißt es bei mir "Rosy Rose Top".

Das ist die letzte Anleitung, die ich mir aus  meinem Sommertop-Post >> zu stricken vorgenommen hatte, und ich bin recht zuversichtlich, dass die zumindest noch fertig wird zu einer Zeit, in der es warm genug ist, das Ding auch zu tragen - ich bin schon ein gutes Stück nach der Ärmelabtrennung.



Ich bin zuversichtlich, dass dieses Shirt im August noch fertig wird

Die Passe mit den Bobbeln hat wirklich viel Spaß gemacht zu stricken und gefällt mir auch sehr gut. Die Farbe ist ein bissle zu graustichig für meinen Geschmack, aber jetzt nicht soooo grauslich (hah! Wortspiel!), dass ich es gar nicht würde tragen können.

Die Idee ist, das Ding nicht zu lang zu machen, vielleicht so knapp 50 cm oder ein bissle drunter, damit ich es gut zu Röcken werde tragen können.


3. Endlich anschlagen: Das Mukula-Shirt aus Drops Safran >>

Auf diese Anleitung "hibbele" ich schon, seit ich sie bei Frau Appelbanne im Video >> gesehen habe:

Das Mukula-Shirt >> ist ein von oben nach unten gestricktes Sommer-Shirt mit Lochmuster und überschnittenen Ärmeln. Ich "musste" es gleich beim Erscheinen kaufen und möchte es sooooo gerne stricken! 




Verwenden möchte ich - wie schon beim Rosy Rose Top - die Drops Safran * >>, ein dünnes, nicht mercerisiertes Baumwollgarn. Ich habe sogar eine Maschenprobe gestrickt (was ich ja sonst sehr selten mache), weil ich noch Reste hier liegen hatte.



Von meinem Mukula-Shirt gibt es bisher nur eine Maschenprobe

Ja, ist schon eher luftig vom Stoff her, aber das mag ich ja im Sommer sehr gern. Ich habe (schäm...) sogar nochmal ein bissle Garn nachbestellt, weil meine Sommertop-Reste nicht gereicht hätten...



Eine dieser Farben soll zum Mukula-Shirt werden

Ich tendiere im Moment zum roten Knäul, ein helles Rot mit einem Tick ins orange-pink-lachsfarbene - Hummerrot, würde ich es nennen, ist die Farbnummer 13 "Himbeere" - ja, könnten auch Himbeeren sein...

Aber das "darf" ich erst anschlagen, wenn die Rosy Rose fertig ist *seufz* - if at all, also vermutlich erst ganz zu Ende des Monats.


4. Das Hebemuster vom Restl-Shirt >>


Mealana arbeitet hier mit Hebemaschen, und dieses Hebemaschenmuster hat es mir total angetan! Ich weiß noch nicht, ob das tatsächlich ein Shirt wird, ich tendiere im Moment dazu, das Muster erstmal für was Kleineres auszuprobieren - Socken vielleicht oder eine Mütze - mal sehen. 

Ich habe allerdings so meine Zweifel, ob "sich außer dem Mukula-Shirt noch mehr ausgeht", wie die Österreicher sagen... Schaun wir mal!

So, jetzt Du: Was hast Du Dir für August vorgenommen? Welches ist Dein liebstes Hebemaschenmuster? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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Mittwoch, 12. August 2026

Rezension: Hier muss es sein von Maggie O'Farrell

Wieder eine Empfehlung meiner "Buchclub-Schwester" vom eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe - und das war ein absoluter Volltreffer! Ein 5-Sterne-Highlight, könnte gut sein, dass das mein Jahreshighlight wird in 2026.

Bibliographische Daten:

Hier muss es sein von Maggie O'Farrell * >>

Piper Taschenbuch, 544 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3492321275


Klappentext:

Claudette Wells ist eine Frau, die zur Schrotflinte greift, sobald sich ein Fremder dem Haus ihrer Familie nähert. Warum beschützt sie ihr Refugium im Nordwesten Irlands so rigoros? Und warum gab sie ihre Karriere als Filmstar auf, obwohl ihr die Welt zu Füßen lag? Ihr Ehemann Daniel, Linguistikprofessor aus Brooklyn, verliert die ihm eigene Bodenhaftung, als er vom Tod seiner Ex-Geliebten Nicola Janks erfährt. Eine über Jahrzehnte verdrängte Schuld bricht über ihn herein – und reißt ihn aus dem Leben, das er und Claudette sich aufgebaut haben.


Über Maggie O'Farrell:

Maggie O’Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.


Und, wie hat es mir gefallen?

Hach - was für ein tolles Buch! Hätte ich schon viel früher lesen sollen! Ich hatte es aus der Onleihe, aber das ist eines der Bücher, die ich sicher nochmal lesen möchte und die ich auch sehr gerne "in echt und gebunden" im Regal stehen hätte!

Die Geschichte hat sehr viel von dem, was ich mag: Es gibt sehr viele unterschiedliche Figuren und die Geschichte wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Manche Figuren haben nur ein Kapitel und sind ziemlich weit von den Hauptfiguren entfernt - z.B. eine alte Dame, die zwei der Hauptfiguren auf einer Reise kennenlernt, die Hauptfiguren - vor allem Daniel - haben auch schon mal mehrere Kapitel, die sie erzählen. Besonders gut gefallen hat mir ein Kapitel ziemlich weit vorne, das einfach nur ein Auktionskatalog mit Erinnerungsstücken an die Schauspielerin Claudette ist - dabei werden viele später aufgeklärte Elemente der Geschichte schon mal "angeteasert".

Außerdem wird nicht linear erzählt - wir starten in den 2010er Jahren, springen dann in die 80ger, 90er, einmal sogar in die 1940er, immer munter hin- und her - fand ich super und überhaupt nicht verwirrend! Auch die Sprache mochte ich sehr, sehr schön, manchmal fast lyrisch, ohne kitschig zu sein. Aber um was geht es eigentlich? Hauptsächlich um die Lebens- und Liebesgeschichte(n) von Claudette und Daniel und ihren Familien - Kinder, Geschwister, Enkelkinder usw. Dabei mochte ich vor allem die Kinder und Geschwister wirklich gerne, auch Claudette. Daniel wollte ich des Öfteren ordentlich schütteln, der war schon manchmal anstrengend. Aber insgesamt war ich supergerne dabei und fand es echt schade, als das Buch ausgelesen war. 

Das war absolut ein Lebens-Lesehighlight, das ich sicher noch einmal lesen werde. Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und ich werde sicher noch mehr von der Autorin lesen.

So, jetzt Du: Welches Buch konnte Dich zuletzt so richtig begeistern? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 7. August 2026

Domics Strickpläne: Rückblick Juli 2026

 Was bei den Booktubern die "Lesemonate", ist hier mein "Strickmonat" für Juli: Schauen wir mal, welche meiner Vorsätze >> ich umgesetzt habe.



1. Männliche Blendersocken Gr. 45/46 >> und 2. Mehr männliche Blendersocken in riesengroß >>

Über diese beiden Sockenpaare habe ich ja schon in der Juli-Vorschau berichtet, sie sind auch gleich ganz Anfang des Monats fertig geworden und harren jetzt ihrer Verschenkung zu Weihnachten oder Geburtstagen.

Ich habe sie dann auch endlich mal wieder beim "Socken-Ingo" nachgereicht, da habe ich ja schon seit Februar kein Kästle mehr abgehakt... Ich bin einfach nicht wirklich gut bei solchen Spielen, ich fange immer movitiert an, aber spätestens ab März lasse ich stark nach... 

Naja, sind ja noch ein paar Monate, schauen wir mal, was der August als Aufgabe bringt, da habe ich noch gar nicht geguckt...


3. Mehr männliche Blendersocken, nicht mehr ganz so groß, Gr. 42/43 >>

Auch dieses Paar war bei der Vorschau schon angeschlagen, sie haben dann aber wegen der unten vorgestellten Tops erstmal ein bissle gelegen. Jetzt sind sie aber fertig und gefallen mir sehr gut - ich hoffe, dem späteren Empfänger dann auch...


Blendersocken aus Fabel-Sockenwolle (und ein bissle Aldi) in Größe 42/43

4. Snüsslinge für die Sommersneaker >>

Auch diese Dingsis waren schon angeschlagen und haben wegen der Sommertops ein bissle warten müssen, obwohl sie natürlich eigentlich schnell gestrickt sind. Verwendet habe ich wieder die Drops Fabel *>> (die übrigens im August bei vielen Shops im Angebot ist...) zusammen mit einem uni-weißen Garn, damit aus den weißen Sneakerschuhen auch nur weiß rausguckt.


Bei meinen Snüsslingen sieht man den bunten Teil nicht, wenn sie in Schuhen getragen werden.

Tja, was soll ich sagen: Schon ok, aber irgendwie glaube ich nicht, dass das meine Lieblings-Sneakersocken werden. Ich denke, ich werde eher nochmal Utsubos stricken, bei denen ich den Fersenteil in weiß lasse - mal sehen...


4. Margarita Sommertop in Drops Belle >>

Aus den Resten der Drops Belle * >> habe ich dann wie geplant das (kostenlose) Margarita-Sommertop von Veronika Stoncus >> angeschlagen. Das hat laut Anleitung einen U-Boot-Ausschnitt, also eigentlich quasi keinen Ausschnitt.

Ich bin eigentlich ein Fan von U-Boot-Ausschnitten, aber auf den Projektfotos auf Ravelry sah mir das doch ein bissle arg "gewürgt" aus. Also habe ich versucht, einen Ausschnitt hinzubasteln - hat jetzt so semi-gut geklappt...


Der Ausschnitt an meinem Belle-Ringeltop gefällt mir nicht so wirklich...

Hätte ich mal ein bissle mehr rechnen sollen und vielleicht ein bissle mehr Sorgfalt beim Maschen auffassen walten lassen... War den Aufwand nicht wirklich wert. Auch die Armausschnitte sind ein wenig tief - aber ansonsten gefällt es mir richtig gut. Ich habe wieder mit 6 mm Nadeln gestrickt, für die Belle wird eigentlich nur 3-4 mm empfohlen. Mein Gestrick ist also sehr locker, das ist aber für den Sommer genau richtig.


5. Noch ein Sommertop, diesmal aus Baumwoll-Resten >>

Nachdem ich mit dem ersten Top fertig war, ist mir eingefallen, dass ich von meinem Olga-Sweater im Frühjahr noch Reste von dem Aldi-Baumwollgarn hatte. Das ist ein wenig dünner als die Belle, ich habe den Hauptteil aber trotzdem auf 6 mm Nadeln gestrickt und find's gut.

Den Halsausschnitt habe ich aber mit 3,5 mm gestrickt - wobei das ja nicht wirklich ein Ausschnitt ist, aber so "würgig" wie bei manchen Ravelry-Fotos ist er auch nicht. Ich habe einfach  oben ein paar Reihen Bündchen gestrickt und dann gerade runter. Die Armausschnitte habe ich dann einen Streifen früher beendet, und jetzt gefällt mir die Tiefe gut. Und gen unten ist mir das weiße Aldi-Garn ausgegangen, da habe ich dann mit der Belle weitergestrickt - sieht man, wenn man genau hinguckt, stört mich aber nicht.


Mein zweites Margarita Top aus Aldi Baumwollresten

Mein Fazit: Gefällt mir gut, hab ich auch schon "erfolgreich" getragen. Ich will nicht ausschließen, dass ich von dem Ding sogar noch mehr stricken werde.


So, jetzt Du: Was hast Du im Juli gestrickt und gehäkelt? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 5. August 2026

Rezension: Der Teepalast von Elisabeth Herrmann

Ich lese eigentlich sehr gerne historische Romane, die so Ende des 19ten, Anfang des 20ten Jahrhunderts spielen, habe aber in den letzten Jahren selten etwas gelesen, was mich richtig begeistern konnte - dieses (Hör-)Buch war die rühmliche Ausnahme!

Bibliographische Daten:

Der Teepalast von Elisabeth Herrmann * >>

Spieldauer: 21 Stunden, 9 Minuten

Sprecherin: Julia Nachtmann

Der Hörverlag, ungekürzte Ausgabe

ASIN B09QQHZZFK


Klappentext:

Ein Dorf in Ostfriesland, 1834. Helene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Ihre Familie wird Opfer einer Intrige, die Eltern sterben und sie selbst kommt ins Gefängnis. Aber Lene hat eine Vision, die sie aufrecht hält: Eines Tages will sie die Welt bereisen und mit Tee handeln. Es beginnt eine Odyssee, die sie nach China, Indien und schließlich Java führt. Und gegen alle Widerstände gelingt es ihr, als erste Frau ein Tee-Imperium zu begründen. Nun kann sie sich neuen Zielen zuwenden: Rache nehmen an denen, die ihre Familie zerstört haben, und die Liebe ihres Lebens finden.


Über Elisabeth Herrmann:

Elisabeth Herrmann (* 1959 in Marburg) ist eine deutsche Schriftstellerin, Drehbuch- und Hörspielautorin mit einem Schwerpunkt auf Kriminalromanen.Nach mehreren Dokumentarfilmen für den SFB/RBB erschien 2005 ihr erster Kriminalroman Das Kindermädchen. Herrmann nimmt in ihren Büchern immer wieder Bezug auf die neuere deutsche Geschichte. Darüber hinaus schreibt sie Jugendthriller, Hörspiele und Drehbücher.


Über die Sprecherin, Julia Nachtmann:

Julia Nachtmann (* 1981 in Filderstadt bei Stuttgart) ist eine deutsche Film- und Theaterschauspielerin.In den Jahren von 2005 bis 2007 hatte sie ein Engagement am Jungen Schauspielhaus in Hamburg, ehe sie in der Spielzeit 2007/2008 Ensemblemitglied im Großen Haus des Schauspielhauses wurde. Julia Nachtmann wirkte zudem als Sprecherin in zahlreichen Hörbuch-Produktionen, die sich zum Teil auf der hr2-Hörbuchbestenliste platzierten (darunter Isabel Abedis Lucian im März 2010).


Und, wie hat es mir gefallen?

Hey, das war seit langem mal wieder so ein richtig guter historischer Schmöker in der Zeit, die mir am liebsten ist - Mitte bis Ende 19tes Jahrhundert. Wir erfahren von Lenes Leben von der friesischen Seemannstochter aus ärmlichsten Verhältnissen zu einer reichen Teehändlerin aus Emden - ok, der "reiche" Teil kommt eher nur im Epilog vor.

Zwar fand ich, dass die Ereignisse in China schon sehr, sehr brutal sind und würde da dann vielleicht einen halben Stern abziehen - andererseits war das vermutlich wirklich so brutal. Ansonsten bin ich Lene aber sehr gerne auf ihrem Weg gefolgt, und auch, wenn es vermutlich nicht sonderlich wahrscheinlich ist, dass ein armes, ungebildetes Mädchen aus Friesland bis nach China gekommen wäre zu dieser Zeit - ich fand die Geschichte trotzdem logisch erzählt, auch wenn vielleicht ein paar zuviele Zufälle im Spiel waren.

Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten, das Hörbuch war gut gelesen, und trotz 21 Stunden Hörzeit war ich sehr schnell durch. Ich vergebe als gerne (knappe) 5 Sterne und möchte den zweiten Teil um Lenes Enkelin Bettina, der im Epilog von Teil 1 schon angeteasert wird, sicher auch noch lesen oder auch hören.

So, jetzt Du: Welcher historische Roman hat Dir in letzter Zeit richtig gut gefallen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Freitag, 31. Juli 2026

10 kostenlose Strickanleitungen auf Deutsch (von 2023-2026)

Ich habe kein Problem, nach englischen Anleitungen zu arbeiten, aber das geht ja nicht allen so. Also habe ich Ravelry mal durchforstet nach kostenlosen Anleitungen, die auf Deutsch verfügbar sind und ab 2023 erschienen sind - los geht's!

Ich habe - wie schon des Öfteren in letzter Zeit - auch ein Ravelry-Bundle dazu angelegt. >>




1. Little Pumkin Hat von Asita Krebs >>

Diese niedliche Kindermütze (resp. Du kannst sie auch in Erwachsenengröße stricken) hat ein Links-Rechts-Strukturmuster und Ohrenklappen, die den Kopf gut warm halten. Sie wird klassisch von unten nach oben gearbeitet, verwendet wird Garn in DK Stärke - ich würde vermutlich Drops Lima * >> verwenden, aber Du kannst auch einfach Sockenwolle doppelt halten, wenn es das ist, was Du da hast. 


2. Bräm Top von Ellen Furderer (über Järbo) >>

Dieses Top würde ich wohl eher als Weste bezeichnen, denn es hat eine Knopfleiste und wird auch offen gestrickt, von unten nach oben, auch in DK-Garn. Von unten nach oben ist ja nicht so mein Ding, aber die Weste sieht wirklich hübsch aus - sie hat am Saum so ein Muschelmuster aus linken und rechten Maschen und wird ansonsten glatt rechts gestrickt, mit kraus gestrickten Blenden, die gleich mitgestrickt werden. 


3. Timbilia Socks von needle-addicted >>

Diese hübschen Rippensocken aus 4fach-Sockenwolle sind mir doch tatsächlich durchgerutscht, die habe ich jetzt erst gerade bei der Recherche für diesen Post entdeckt - hah! Die Socken sind komplett im Rippenmuster gestrickt, dadurch besonders elastisch und deshalb besonders geeignet, wenn Du Geschenkesocken strickst und die Maße des Empfängers nicht so genau kennst. Sie haben eine Zunahmeferse, die besonders für Leute mit höherem Spann geeignet ist und bei der Du keine Maschen auffassen musst. Die Musterbilder auf der Ravelry-Seite sind aus unifarbigem Garn, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass die auch in selbststreifendem Sockengarn, z. B. Opal Hundertwasser * >>, gut aussehen müssten. 


4. Penny Socks von Knit On Design (über hobbii.de) >>

Die Anleitung für diese Shortie-Socken findest Du auf der Hobbii-Webseite. Gestrickt wird klassisch mit 4fach Sockengarn vom Bündchen bis zur Spitze, mit einem sommerlichen einfachen Lochmuster. Die kann ich mir gut vorstellen mal auszuprobieren, vielleicht mit einem Sockengarn mit Baumwoll- oder Bambusanteil * >>


5. La Brasserie Bralette von Stephanie L (Youtube-Tutorial ) >>

Naja, ich weiß nicht, ob ich jetzt die automatisch übersetzten Youtube Untertitel von Französisch auf Deutsch als "deutschsprachige Anleitung" durchgehen lassen würde, wie Ravelry das macht. Aber ich denke, ein Video zeigt Dir vermutlich ausreichend gut, wie gestrickt werden soll, auch wenn Du den französischen Originaltext nicht gut verstehst... Gestrickt wird vom Bündchen nach oben - wenn Du mit dem Video allein nicht klarkommst, schau Dir vielleicht die sehr ausführlichen deutschen Notizen der Ravelerin CaroLolcat >> an, sie beschreibt genau, wie sie das Bustier gestrickt hat. Empfolen wird Drops Baby Merino * >>, CaroLolcat hat Sockenwolle verwendet.


6. Smiling Honey Top von Drops Design >>

Dieses Sommertop wird aus Drops Safran * >>, einem reinen Baumwollgarn, von unten nach oben gestrickt. Es gibt ein hübsches, luftiges Lochmuster vorne und einige Ravelry-Projekte haben diese Lochmuster durch andere Muster ersetzt oder auch breitere Träger angestrickt. Auf alle Fälle ein hübsches Sommertop, finde ich.


7.  Pantoffelhelden von MichaMade >>

Das ist DIE Anleitung, wenn Du mal ordentlich etwas von Deinen Sockenwollresten loswerden möchtest: Diese Puschen werden nämlich mit 6 Fäden Sockenwolle gleichzeitig auf 4,5 mm Nadeln verstrickt, sind also wirklich fest und verbrauchen ordentlich Garn. Das Ergebnis sind Hauspuschen, die Du entweder als Gästehausschuhe vorhalten kannst oder zu Weihnachten unter den Frostbeulen in Deinem Bekanntenkreis verschenken kannst.


8. Maluhia-Tuch von Frau Feinmotorik >>

Dieses Lochmuster-Tuch war mal ein KnitAlong, verwendet wird ein dünnes Baumwollgarn in Light Fingering-Stärke. Die "Tahiti" von Schachenmayr scheint es nicht mehr zu geben, aber die Cool Wool Lace * >> sollte auch funktionieren. Wenn Du gerne Lochmuster strickst, ist das ein ideales Sommerprojekt, denn der löchrige Baumwollstoff wärmt nicht übermässig und Du hast viele Stunden Strickspass.


9. Shwifty Socks von Katja Wermuth >>

Wenn Du schon immer mal Colorwork-Socken ausprobieren wolltest, sind diese hier vielleicht genau Dein Ding! Das Muster geht nur über maximal 4 Maschen, Du hast also keine langen Spannfäden. Beschrieben wird das Stricken mit Magic Loop oder mit einem 3-Nadel-System wie z.B. Addi Crasy Trio *>>. Du kannst die Socken natürlich mit jeder anderen Sockenstrickmethode, also auf dem klassischen Nadelspiel oder mit einer Mini-Rundnadel, stricken.


10. Räls Scarf von Agnes Brandeis (über Järbo) >>

Kleine Halstüchlein haben ja viele Fans, und auch, wenn ich selbst nicht so dazu gehöre - vielleicht ist diess kleine Tüchlein ja genau Deins? Gestrickt wird seitwärts, von Schmalseite zu Schmalseite, im Rippenmuster und mit einem kleinen Zopf. Verwendet wird Garn in Sportweight, also etwa 6fach-Sockenwolle >>, und ich denke, das kommt in Uni oder maximal Semi-solid am besten raus.


So, jetzt Du: Welche tolle Anleitung, die in den letzten 3 Jahren auf Deutsch erschienen ist, habe ich verpasst? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

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Mittwoch, 29. Juli 2026

Rezension: Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak

Auf dieses Buch wäre ich ohne die Empfehlung aus dem eat-read-sleep-Buchclub Karlsruhe nicht gestoßen. Es war zwar keines, das wir im Buchclub zusammen gelesen haben, aber eine meiner "Buchclub-Schwestern" hat es empfohlen - und das tue ich auch, wenn die leicht verschrobene Geschichten magst...

Bibliographische Daten:

Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak * >>

C.Bertelsmann Verlag, 304 Seiten

ISBN-10 ‏ : ‎ 3570104699


Klappentext: 

Claudia Hendl ist nicht unbedingt glücklich und noch weniger fantasiebegabt – bis eines Tages eine alte, egozentrische Dame in ihr Wirtshaus kommt. Ihr Name ist Johanna Fialla, und nachdem sie Vertrauen zu Claudia gefasst hat, eröffnet sie Unglaubliches: Sie, Johanna, sei in Wahrheit die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf. Der habe sich nämlich gar nicht erschossen, sondern sei nur untergetaucht und habe unter falschem Namen eine neue Familie gegründet, dessen Sprössling Johannas Vater gewesen sei. Nach und nach erzählt Johanna ihre Lebensgeschichte, und Claudia, die niemals schriftstellerische Ambitionen gehabt hat, beginnt sie aufzuschreiben. Dabei erfährt sie vielleicht nicht unbedingt historische Fakten – aber sie erkennt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht.


Über Irene Diwiak:

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz, ist eines der großen Erzähltalente ihrer Generation. Für ihre literarischen Texte sowie ihre Theaterstücke wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Liebwies« stand bereits auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Es folgten ihre Romane »Malvita« sowie »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten«.


Und, wie hat es mir gefallen?

Nett - und sehr österreichisch! Auch dieses Buch war eine Empfehlung meiner "Buchclubschwester" aus dem eat-read-sleep-Lesekreis Karlsruhe 2, wie schon "Heimweh". 

Ich hab ja mal 3 Monate Auslandssemester in Wien verbracht und fahre regelmässig nach Tirol in Urlaub, also ist mir alles österreichische sehr "nah am Herzen". Und der Ton dieses Buches ist schon sehr österreichisch, witzig, sarkatisch und mit vielen skurillen Figuren. 

Da ist zum einen natürlich die "letzte Kaiserin" Frau Fialla, ihre diversen Ehemänner, aber auch ihre Herkunftsfamilie in Wien. Viele der Figuren sind aber auch historisch real-existierend: Der Kronprinz Rudolf und seine Mätresse(n), sein Kutscher, sein Kammerdiener, die verrückte Schauspiel-Gräfin, andere Habsburger-Verwandtschaft - hat es alle wirklich gegeben, ich habe ordentlich Google und Wikipedia bemüht. 

Last, but not least ist da auch noch die "Erzählerin" Claudia Hendl, die Frau Fiallas Geschichte in einem österreichischen Landgasthaus aufschreibt. Auch die macht eine Entwicklung durch, die mir sehr gefallen hat.

Insgesamt ging es aber gar nicht so sehr darum, ob an der Geschichte etwas Wahres sein könnte, sondern eher um Herkunft, Familie und wie Frauen seit den 1920gern ihren Lebensweg selbst gestalten konnten oder auch nicht.

Hat mir sehr gefallen, ich vergebe solide 4 Sterne und schaue mal, was die Autorin sonst noch so geschrieben hat.

So, jetzt Du: Wann hast Du zuletzt auf Empfehlung anderer ein (gerne schon älteres) Buch gelesen, das Dir richtig gut gefallen hat? Welches war das? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!


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