Über das Buch hatte ich schon viel Gutes gehört, aber als meine Vormerkung bei der Onleihe fällig war, war ich eigentlich gerade nicht so recht in Stimmung, es zu lesen. Zum Glück habe ich's trotzdem getan - es waren 5 Sterne!
Bibliographische Daten:
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall * >>
Piper Taschenbuch (erscheint im Oktober 2026), 400 Seiten
ISBN-10 : 3492069908
Klappentext:
Als Siebzehnjährige verliebt sich Beth in den schönen und klugen Gabriel. Am Ende eines leidenschaftlichen, flirrenden Sommers jedoch zerbricht ihr Glück. 13 Jahre später lebt Beth glücklich mit ihrem Mann auf einer Farm. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um Land und Tiere und genießen ihre noch immer große Liebe. Doch dann kehrt Gabriel mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück und reißt alte Wunden auf. Beth hat einen Sohn verloren – damals war er so alt, wie Leo jetzt. Ihre Gefühle brechen mit Wucht über sie herein, und sie trifft eine Entscheidung, die verheerende Folgen hat. Ein Mensch wird sterben, und ein anderer wird dafür büßen. Doch wer wirklich die Schuld trägt, bleibt bis zum Schluss das große Geheimnis dieses herausragenden Romans.
Über Clare Leslie Hall:
Clare Leslie Hall ist eine Bestsellerautorin und Journalistin. Mit ihrer Familie lebt sie in der betörenden Wildnis von Dorset, England. Dort spielt auch ihr überragender Roman, mit dem sie sich noch einmal ganz neu erfindet. Er erscheint weltweit in 30 Ländern und sorgt bereits vor seinem Erscheinen für Furore.
Und, wie hat es mir gefallen?
Hah - das war doch mal wieder ein Buch nach meinem Geschmack! Wobei ich anderen Rezensenten zustimmen würde - es ist schwer in ein Genre einzuordnen... Ja, es gibt eine - oder eigentlich gleich drei- Liebesgeschichten. Aber es hat auch sehr viele Spannungselemente und ist supergut erzählt - nicht linear, nämlich, das liebe ich ja eh sehr! Gleich zu Anfang erfahren wir, dass ein geliebter Mann der Hauptfigur vor Gericht steht - aber wir wissen sehr lange nicht, wer das ist und auch nicht, wer das Opfer der Tat ist, die da verhandelt wird.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus Sicht der Hauptfigur Claire erzählt, wie gesagt, nicht linear und auf mehreren Zeitebenen. In der frühesten Ebene erfahren wir, wie Beth und Gabriel sich kennenlernen und in Liebespaar werden. In einer zweiten Ebene erfahren wir, wie das Leben von Beth und Frank mit ihrem Sohn Bobby war, von dem wir sehr früh wissen, dass er mit 9 Jahren verstorben ist, aber sehr lange nicht, was zu seinem Tod geführt hat.
In der dritten Ebene sind wir Jahre nach Bobbies Tod, als Gabriel nach einer Zeit weg vom elterlichen Landsitz wieder nach Hause kommt und dabei seinen Sohn Leo mitbringt.
Und dazwischen werden immer kurze Episoden geschoben, in den kurze Einblicke in den Prozess gegeben werden.
Ich habe es seeeehr gern gelesen, ich liebe ja so nicht-lineares Erzählen und hatte deswegen ein bissle Joel Dicker Vibes- wobei die Liebesgeschichte(n) schon stärker sind als die Spannungselemente. Ich mochte die Figuren sehr, auch wenn Frank vielleicht einen Tick zu rosarot ist und ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum Beth ein sehr wichtiges Thema lange nicht mit Gabriel, sondern nur mit seiner (fürchterlich bösen!) Mutter bespricht. Diese Mutter war dann vielleicht ein bissle eindimensional fies, aber so eine große Rolle hat sie auch nicht. Bobbies Großvater verschwindet irgendwie - oder habe ich überlesen, wie und wann der gestorben ist? Den mochte ich auch sehr.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, ich vergebe 5 Sterne und gucke mir die weiteren Bücher der Autorin auch noch an.,
So, jetzt Du: Kannst Du mir - außer Joel Dicker - noch andere Bücher empfehlen, die nicht-linear erzählt sind? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!
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