Mittwoch, 7. Oktober 2026

Rezension: Laute Nächte von Anne Freytag

Ich wollte schon lange mal ein Buch von Anne Freytag lesen, und ihr neuestes bekommt in meiner Booktube-Bubble durchweg gute Kritiken - also habe ich das Hörbuch gehört und es hat mir durchaus gut gefallen, auch wenn es zum Ende hin etwas nachließ

Bibliographische Daten:

Rezension: Laute Nächte von Anne Freytag * >>

Spieldauer 7 Stunden und 42 Minuten

Gesprochen von Pascal Houdus

Saga Egmont Verlag, Hörbuch, ungekürzte Ausgabe

ASIN B0GS6DGMCQ


Klappentext:

Eine Klingel mit vier Namen: Paul hat das Tennisspielen aufgegeben und nichts Neues angefangen. Elif redet dauernd, fragt, nervt, lacht, als würde sie einen schon ewig kennen. Julia ist so leise, dass man nicht weiß, ob sie zu Hause ist. Und Kenni? Er weiß selbst nicht, was er in Wien will. Er musste einfach weg. Von den Leuten, die in ihm den Typen sehen, der er war, bevor er der wurde, dessen Freundin bei einem Autounfall gestorben ist. Ihre letzte Reise, ohne ihn. Obwohl sie doch einen Sommer lang Frankreich entdecken wollten. Wider Erwarten wird die WG für Kenni zur neuen Heimat. Das Leben geht einfach weiter. Auch die geplante Reise findet statt – mit Elif auf dem Beifahrersitz, was keine gute Idee ist. Zehn Jahre später, Kenni steht am Anfang seiner Karriere als Maler, treffen die vier sich in Zürich wieder. Es wird eine lange, laute Nacht, die lauter Fragen aufwirft. Erst zurück in Wien, aus Kenni ist inzwischen ein renommierter Künstler in den Vierzigern geworden, beginnt mit einem kurzen Gespräch ein Nachmittag, ein Abend, ein Anfang...


Über Anne Freytag:

Anne Freytag hat International Management studiert, ist pünktlich zur Wirtschaftskrise fertig geworden, hat über einhundert Bewerbungen geschrieben, keinen Job gefunden, eine Weile in einer Boutique gearbeitet, sich arbeitslos gemeldet, zur Grafikdesignerin umgeschult, sich als Quereinsteigerin mit mieser Bezahlung in diversen Agenturen anstellen lassen und ist dann endlich ihrem Traum nachgegangen: dem Schreiben. Für ihre Romane wurde die Autorin mehrfach für Literaturpreise nominiert und damit ausgezeichnet – unter anderem dem Bayerischen Kunstförderpreis. 


Über den Sprecher, Pascal Houdus:

Pascal Houdus, geboren 1986, studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Er spielte am BAT Studiotheater und am Deutschen Theater in Berlin und war 2013 bis Ende der Spielzeit 2024/25 festes Ensemblemitglied am Thalia Theater. Außerdem wirkte Houdus in diversen ARD- und ZDF-Produktionen sowie Kinofilmen mit. 


Und, wie hat es mir gefallen?

Hm. Bis zum Ende von Teil 1 dachte ich noch, das würde stramm auf die 5 Sterne marschieren. Und eigentlich mag ich es ja sehr, sehr gerne, wenn nicht linear erzählt wird. Teil 1 ist die WG-Geschichte, dann springt Teil 2 etwa 10 Jahre in die Zukunft, wobei immer nicht klar ist, was auf dem Roadtrip genau passiert ist. Teil 3 erzählt genau das, den Roadtrip nach Ende der WG Zeit. Teil 4 springt dann 15 Jahre vor, in die Gegenwart, bevor Teil 5 dann kurz erzählt, was direkt nach dem Eklat beim Roadtrip passiert ist.

Ja, eigentlich mag ich das. Und es hat auch die Spannung hoch gehalten. Aber irgendwie - ich weiß nicht, was es ist - irgendwie bleibt ein bissle ein schaler Beigeschmack, der den 5ten Stern gekostet hat.

Ich mochte vor allem die WG-Geschichte, die Figuren waren klasse, vor allem Paul und Kennys Vater mochte ich sehr, aber auch Elif. Kenny selbst hat mich allerdings zunehmend genervt - ja, klar hat er am Verlust seiner Freundin zu knabbern, aber irgendwie war mir das dann irgendwann too much.

Ich hätte gerne noch mehr zu den Geschichten der anderen WG-Bewohner gehört, vor allem Julia und Paul werden nur kurz "angerissen", da wäre mehr "drin" gewesen. Der Fokus im ganzen Buch liegt allerdings sehr auf Kennys Trauerarbeit - mehr WG-Vibes hätten mir besser gefallen.

Und die Sprache fand ich anfangs wirklich schön und metaphorisch, aber auch daran hatte ich mich gen Ende dann wohl "überhört".

Dazu kommt, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich den Hörbuchsprecher so mag - der spricht irgendwie schon ziemlich emotionslos...

Insgesamt immer noch ein schönes Buch, das ich gern gehört habe. Ich gebe gute 4 von 5 Sternen - vielleicht versuche ich es irgendwann nochmal mit "selber lesen" und gucke, ob das einen Unterschied macht.

Weitere Bücher der Autorin werde ich mir definitiv auch anschauen.

So, jetzt Du: Wann hast Du zuletzt ein Buch gelesen, das stark angefangen hat, dann aber deutlich nachgelassen? Schreib es mir doch bitte in die Kommentare!

* = Affiliate-Link, führt zu Amazon.de



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Besuch auf Domics Pinnwand! Beachte bitte diese wichtige Information zum Datenschutz: Mit Abschicken des Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass Deine Angaben zum Namen, Email-Anschrift und URL Deiner Webseite/Blog und die Nachricht selbst z.B. von externen Dienstleistern wie Google gespeichert werden. Weitere Informationen findest Du im Impressum >> und unter Datenschutz >>